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Veröffentlicht am 04.11.2024

Verloren in den Düften des Todes

Das Parfüm des Todes
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Der Klappentext versprach eine spannende Mischung aus Krimi und Charakterstudie, eine Geschichte, die mich in die faszinierende Welt der Düfte und des Todes entführen sollte. Doch leider konnte das Buch ...

Der Klappentext versprach eine spannende Mischung aus Krimi und Charakterstudie, eine Geschichte, die mich in die faszinierende Welt der Düfte und des Todes entführen sollte. Doch leider konnte das Buch diese Erwartungen nicht erfüllen.

Yang Ning, die Protagonistin mit dem außergewöhnlichen Beruf als Tatortreinigerin, schien auf den ersten Blick vielversprechend. Ihre Fähigkeit, durch Gerüche zu navigieren und ihre Verbindung zum Tod weckten meine Neugier. Doch im Laufe der Geschichte blieb sie für mich eine eher blasse Figur. Ihre Handlungen erschienen oft unmotiviert und ihre Gedankenwelt blieb zu wenig beleuchtet.

Auch die anderen Charaktere konnten mich nicht überzeugen. Die Vielzahl der Namen und Beziehungen machte es mir schwer, den Überblick zu behalten und mich mit den Figuren zu identifizieren. Die Nebenfiguren blieben oft oberflächlich und entwickelten sich kaum weiter.

Die Handlung an sich wirkte auf mich stellenweise konstruiert und vorhersehbar. Die Idee, dass eine Tatortreinigerin zur Hauptverdächtigen wird, ist zwar spannend, wurde jedoch nicht konsequent genug ausgearbeitet. Die Wendungen in der Geschichte kamen oft überraschend, fügten sich aber nicht immer nahtlos in das Gesamtbild ein.

Einzig die Passagen, in denen es um die Herstellung von Parfum ging, konnten mich fesseln. Die Autorin zeigte hier ein gutes Gespür für atmosphärische Beschreibungen und vermittelte einen Einblick in eine faszinierende Welt. Doch leider blieben diese Momente zu selten und gingen schnell wieder in der allgemeinen Handlung verloren.

Die Idee, dass Yang Ning die Hilfe eines Serienmörders in Anspruch nimmt, um das Innenleben eines psychopathischen Geistes zu verstehen, ist zwar mutig, wurde aber meiner Meinung nach nicht überzeugend umgesetzt. Die Beziehung zwischen den beiden Charakteren blieb für mich unklar und die daraus resultierenden Erkenntnisse trugen wenig zur Lösung des Falls bei.

Insgesamt hat mich das Buch nicht mitreißen können. Die Spannung baute sich nur zögerlich auf und die Auflösung des Falls war für mich eher enttäuschend. Die Mischung aus Krimi und Charakterstudie funktionierte nicht so gut, wie ich es mir erhofft hatte.

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Veröffentlicht am 17.10.2024

Ein Cozy-Roman mit Potential

Willow-Falls-Reihe, Band 1 - Take Me Home to Willow Falls
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Greta Miláns „Take Me Home to Willow Falls“ verspricht mit seinem hübschen Cover und dem vielversprechenden Klappentext eine romantische Auszeit in einer idyllischen Kleinstadt. Doch leider bleibt ...

Greta Miláns „Take Me Home to Willow Falls“ verspricht mit seinem hübschen Cover und dem vielversprechenden Klappentext eine romantische Auszeit in einer idyllischen Kleinstadt. Doch leider bleibt das Buch hinter seinen Erwartungen zurück.

Cassie, die Protagonistin, ist sympathisch und man kann ihr Leid nach der gescheiterten Hochzeit nachfühlen. Ihre Flucht in die Kleinstadt Willow Falls bietet eine willkommene Abwechslung zum Trubel des Großstadtlebens. Das Setting ist liebevoll beschrieben und die Herbstatmosphäre wird eindrucksvoll eingefangen. Die Vorstellung, in einem kleinen Blumenladen zu arbeiten und von der Natur umgeben zu sein, ist verlockend.

Jedoch hapert es an der Umsetzung der Handlung. Die Geschichte wirkt stellenweise konstruiert und vorhersehbar. Die Romanze zwischen Cassie und Jared entwickelt sich zögerlich und es fehlt an wahrer Leidenschaft. Jared, der eigentlich als attraktiver und geheimnisvoller Held angelegt ist, bleibt eine eher blasse Figur. Seine verschlossene Art und mangelnde Kommunikation tragen nicht gerade dazu bei, dass man sich in ihn verliebt.

Ein weiterer Kritikpunkt sind die zahlreichen Schreibfehler, die den Lesefluss leider stark beeinträchtigen. Solche Fehler wirken leider etwas unprofessionell.

„Take Me Home to Willow Falls“ ist ein Buch mit Potenzial, das jedoch nicht ganz überzeugt. Das Setting und die Grundidee sind vielversprechend, doch die Umsetzung lässt zu wünschen übrig. Wer eine leichte und unkomplizierte Lektüre für zwischendurch sucht, könnte mit dem Buch seine Freude haben. Für anspruchsvollere Leserinnen dürfte es jedoch enttäuschend sein.

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Veröffentlicht am 23.09.2024

Japanische Rätsel

Invictum
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"Invictum" entführt den Leser erneut in die faszinierende Welt der Rätsel und Intrigen rund um das Genie Mike Brink.

Während der erste Teil der Reihe noch stärker auf Science-Fiction-Elemente setzte, ...

"Invictum" entführt den Leser erneut in die faszinierende Welt der Rätsel und Intrigen rund um das Genie Mike Brink.

Während der erste Teil der Reihe noch stärker auf Science-Fiction-Elemente setzte, konzentriert sich dieser Band mehr auf die japanische Kultur und ihre komplexen Rätsel. Die Idee, einen internationalen Wettbewerb um die Lösung einer uralten Schatulle zu inszenieren, ist vielversprechend und bietet reichlich Potenzial für spannende Wendungen.

Die ersten Kapitel fangen den Leser gekonnt ein und wecken die Neugier auf die Geheimnisse der Drachenschatulle. Die detailreiche Beschreibung der japanischen Kultur und die Integration traditioneller Elemente tragen zur besonderen Atmosphäre bei. Die im Text abgedruckten Rätsel selbst sind anspruchsvoll und fordern den Leser zum Miträtseln heraus.

Die Vielzahl an japanischen Namen hat mich teilweise den Überblick verlieren lassen und das Lesevergnügen beeinträchtigt. Ein Stammbaum oder eine kurze Zusammenfassung der Charaktere wäre hilfreich gewesen. Das Tempo schwankt im Laufe der Geschichte. Nach einem spannenden Anfang lässt die Handlung zeitweise nach und zieht sich etwas in die Länge. Das Ende kommt dann überraschend abrupt.

"Invictum" ist ein unterhaltsamer Rätselthriller, der Fans des Genres sicherlich gefallen wird. Die Mischung aus japanischer Geschichte, Kultur und spannenden Rätseln bietet eine interessante Lektüre. Wer den ersten Teil mochte, wird auch diesen Band genießen, sollte aber nicht allzu hohe Erwartungen haben.

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Veröffentlicht am 23.09.2024

True Crime Love

Love Letters to a Serial Killer
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Das Cover und der Klappentext haben mich zunächst überzeugt. Allerdings wurde ich direkt zu Beginn enttäuscht, zwar zunächst nicht inhaltlich, aber ich hätte mir gewünscht, dass die Briefe zwischen Hannah ...

Das Cover und der Klappentext haben mich zunächst überzeugt. Allerdings wurde ich direkt zu Beginn enttäuscht, zwar zunächst nicht inhaltlich, aber ich hätte mir gewünscht, dass die Briefe zwischen Hannah und William von der Formatierung her eher abgesetzt vom restlichen Text und nicht nur kursiv im Fließtext dargestellt sind.

Die Geschichte ist in drei Teilen aufgebaut. Vor, während und nach dem Prozess. Es wird recht schnell klar, dass hier etwas nicht stimmen kann und so begibt sich Hannah auf eigene Faust auf Recherche um die morde aufzuklären. Dabei nimmst sie Recht schnell Kontakt mit William auf, per Brief. Wie schnell man sich "verlieben" kann, ist verrückt. Hannah wird regelrecht abhängig von William und versteift sich so sehr darauf, alles über ihn und die Morde zu erfahren, dass sie sich selbst und ihr Leben aus den Augen verliert. Ich konnte auch nicht richtig mit ihr warm werden. Ihre Art und ihr Verhalten waren mir nicht sympathisch. Sie hätte sich als so starke Frau entwickeln können. Es gab auch keine richtigen Interaktionen zwischen den Protagonisten. Der Briefkontakt blieb für mich sehr an der Oberfläche. Hier fehlte mir die emotionale Tiefe. Das ganze Geschehen war in meinem Augen doch sehr realtiätstfern und nicht glaubwürdig. Zum Teil auch zu viel übertriebene Abhandlungen und langatmige Ausführungen.

Nach Abschnitt 2 war auch klar, dass es das mit dem Freispruch nicht gewesen sein kann und mehr dahinter stecken muss. Der Kreis derjenigen, die noch als Täter in Frage kämen ist allerdings sehr gering. Das Ende war somit auch nicht unbedingt überraschend, was den wahren Täter angeht. Ganz zufrieden, wie es zwischen William und Hannah geendet ist, bin ich dann auch nicht.

Insgesamt war ich eher enttäuscht und kann das Buch nicht wirklich empfehlen. Ich hätte gehofft, dass das Buch realistisch nahegelegt, aus welchen Beweggründen man eine Beziehung mit einem Serienkiller eingeht und wie das Ganze vielleicht fernab jeglicher Vorurteile doch funktionieren kann, aber Hannah hat sich hier so sehr in die Ermittlungen versteift, dass davon keine Spur war.

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Veröffentlicht am 08.09.2024

Mord im Archiv

Mord in der Charing Cross Road
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Interessanter Klappentext, der von der Umsetzung leider nicht überzeugen konnte.

Hübsche Gestaltung des Covers und sehr angenehmer sowie flüssiger Schreibstil.

Die Geschichte geht auch ohne ...

Interessanter Klappentext, der von der Umsetzung leider nicht überzeugen konnte.

Hübsche Gestaltung des Covers und sehr angenehmer sowie flüssiger Schreibstil.

Die Geschichte geht auch ohne viel Umschreibungen direkt los. Ein Mord ist geschehen und es gibt zahlreiche Verdächtige. Das wurden mir beim Lesen auch zum ersten Verhängnis. Ich hatte am Anfang Probleme damit, die vielen Personen einzuordne, sodass ich kurz den Überblick verlor, wer hier welche Rolle im Geschehen übernimmt.
Auch habe ich mir mehr Setting und Handlungen im antiquarischen Buchladen und rund um Bücher erhofft. Bis sich die Handlung bzw. das Mordmotiv auch tatsächlich um ein Buch drehte, war schon einiges passiert. Auch hatte ich anfangs nicht den Eindruck, dass hier Sally und Johnny fleißig die Ermittlungen übernehmen, sondern diese Großteils von der Polizei übernommen wurde und auch hier zum Teil sehr lang ausgeführt wurden.

Positiv überrascht hat mich dann aber das Ende, hier ist nochmal einiges passiert, sodass es auch wirklich spannend wurde.
Die Liebesgeschichte am Ende hat dann für mich wieder weniger Sinn ergeben, da sich Sally und Johnny während der Ermittlungen meines Erachtens wenig angenähert haben oder habe da etwas übersehen?

Insgesamt eine nette, aber für mich doch zu langatmige und eintönige Crime Story.

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