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LauraT

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.04.2025

Ein wunderbares und hilfreiches Buch

Frust lass nach!
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Auf dieses Buch habe ich mich ganz besonders gefreut. Ich würde mich im Umgang mit Hunden als Anfängerin mit Grundkenntnissen und Erfahrungen beschreiben und habe das Buch nur so aufgesaugt. ...

Auf dieses Buch habe ich mich ganz besonders gefreut. Ich würde mich im Umgang mit Hunden als Anfängerin mit Grundkenntnissen und Erfahrungen beschreiben und habe das Buch nur so aufgesaugt.
Erst einmal ist es ein Buch, bei dem es einfach Spaß macht, es in die Hand zu nehmen. Die Gestaltung ist wunderschön, mit vielen Fotos, einer sehr nachvollziehbaren und klaren Gliederung und einer sehr schönen Formatierung.
Ich habe es sogar weniger umfangreich erwartet und war auch an diesem Punkt positiv überrascht. Das Buch startet mit einigem Hintergrundwissen zu Emotionen, Frustration, Stress, Regulation und Unterschieden zwischen Erziehung und Dressur. Es folgt direkt ein tiefes Eintauchen in die Praxis und den Alltag und durchgehend immer ganz viel tierpsychologisches Hintergrundwissen, wie z.B. in welchen Formen sich Frust bei Hunden ausdrücken kann. Aufbauend auf diesem sehr soliden Wissen, gibt es auch konkrete Übungen, bei denen auch immer viel Kontext gegeben wird. Auch das Thema „Impulskontrolle“ findet mit Übungen einen großen Raum, was ich sehr spannend fand. Dadurch, dass es ein ausführliches Register gibt, lädt das Buch noch einmal mehr dazu ein, es immer mal wieder in die Hand zu nehmen. Bei mir wird es definitiv nicht das letzte Mal gewesen sein. Eine große Empfehlung von meiner Seite!

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Veröffentlicht am 26.04.2025

Ein Roman mit Potenzial, der mich leider nicht überzeugt hat

Fischtage
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Ich habe mich sehr auf dieses Buch gefreut, denn sowohl das Cover, die Inhaltsangabe, als auch die sehr erfrischende Leseprobe haben mich neugierig gemacht.
Zunächst wurden meine Erwartungen auch voll ...

Ich habe mich sehr auf dieses Buch gefreut, denn sowohl das Cover, die Inhaltsangabe, als auch die sehr erfrischende Leseprobe haben mich neugierig gemacht.
Zunächst wurden meine Erwartungen auch voll erfüllt und ich fand die Schreibweise sehr besonders und ähnlich erfrischend, wie schon die Leseprobe und auch die Beschreibungen der Jugendlichen Ella, die mit wiederkehrenden Wutanfällen und Kontrollverlusten kämpft und in einem eher von Desinteresse geprägten Elternhaus aufwächst, haben mich emotional total abgeholt und mich schnell in die Geschichte katapultiert.
Erwartet hatte ich dann, dass ich als Leserin an Entwicklungen von Ella teilhaben kann, doch an diesem Punkt blieb ich sehr enttäuscht zurück. Nachdem Ellas Bruder Luis verschwindet, macht sie sich auf die Suche und ab diesem Punkt habe ich mich nur noch durch die Seiten gekämpft und hätte - wäre es kein Rezensionsbuch gewesen - wahrscheinlich die Lektüre abgebrochen. Sie zieht in eine Gartenlaube ihres einzigen "Freundes" Eckhard, der dement ist und sie bittet, sich um seinen singenden Plastikfisch zu kümmern. Auch, wenn sehr viele wichtige und schwierige Themen aufgegriffen werden, würde ich abschließend sagen, dass da weniger vielleicht mehr gewesen wäre, da mir absolut die Tiefe gefehlt hat - vor allen Dingen auf der charakterlichen Ebene der Figuren. So sehr ich am Anfang das Bild von Ella sehr differenziert fand, so flach und schemenhaft bleibt es im Verlauf des Buches. Und die fantastischen Elemente, wie das des sprechenden Fisches haben für mich persönlich einfach nicht gepasst und nicht wirklich Mehrwert in die Geschichte gebracht.
Das Buch hat definitiv Potenzial, die Schreibweise finde ich durchaus spannend und lesenswert, aber im Gesamten für mich leider keine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 19.04.2025

Harte Themen, gut erzählt und immer mit einem poetischen Hoffnungsschimmer

Mit dir, da möchte ich im Himmel Kaffee trinken
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Ich folge Sarah Lorenz schon lange und gerne auf Instagram und war daher sehr gespannt auf ihr Romandebüt - und wurde nicht enttäuscht.
Auch, wenn ich mir anfangs etwas schwer getan habe, in ...

Ich folge Sarah Lorenz schon lange und gerne auf Instagram und war daher sehr gespannt auf ihr Romandebüt - und wurde nicht enttäuscht.
Auch, wenn ich mir anfangs etwas schwer getan habe, in die Geschichte zu kommen, hat sich das schnell geändert und ich habe das restliche Buch verschlungen.
Insbesondere die besondere Form des Buches (als Erzählung an Mascha Kaléko gerichtet) hat mich sehr angesprochen - für mich ist dadurch eine Form von Vertrautheit und Nähe entstanden, die die teils sehr belastenden Themen des Lebenswegs der Protagonistin Elisa zwar noch schwerer aushaltbar gemacht haben, aber für mich erzählerisch richtig gut funktioniert haben.
(Mit-)gefühlt habe ich auf jeden Fall beim Lesen sehr viel und nicht nur einmal sehr Schlucken müssen bei der Härte und Brutalität der Inhalte (sexuelle und emotionale Gewalt, Vernachlässigung, psychische Erkankungen, Suizid, Tod).
Auch schön und besonders fand ich die Einstiege in die Kapitel mit Gedichten von Kaléko - schöne Einstimmungen und irgendwie wurde da für mich noch einmal deutlicher spürbar, wie Kaléko den Lebensweg begleitet hat.
Trotz der schweren Themen, ging es auch immer wieder um hoffnungsvolle Momente, nicht zuletzt durch das Einweben der Gedichte und alles in allem hinterlässt das Buch bei mir einen sehr intensiven, aber nicht hinab ziehenden Gesamteindruck.
Auf jeden Fall eine große Leseempfehlung von mir!

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Veröffentlicht am 27.03.2025

Zwischen den Welten

Achtzehnter Stock
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Das Cover und die Inhaltsangabe haben mich neugierig gemacht und zu Beginn kam ich auch gut in die Geschichte. Wanda steckt auf vielen Ebenen zwischen verschiedenen Welten, so z.B. zwischen dem ...

Das Cover und die Inhaltsangabe haben mich neugierig gemacht und zu Beginn kam ich auch gut in die Geschichte. Wanda steckt auf vielen Ebenen zwischen verschiedenen Welten, so z.B. zwischen dem Leben in der Plattenbausiedlung mit ihrer Tochter Karlie und der glitzernden Welt des Ruhms, als sie als Schauspielerin eine große Chance bekommt. Oder auch zwischen der Rolle als Mutter und die der karriereorientierten Schauspielerin. Sie wandelt von einer in die andere und scheint sich nirgendwo so richtig zugehörig zu fühlen. Immer wieder balanciert sie die zwei Welten wie ein Doppelleben. Als Karlie krank wird, ändert sich einiges.
Immer wieder war ich wütend auf Wanda und ihren Umgang mit Karlie, bin mit der Figur nicht warm geworden und habe mich in einer Mitwisserschaft gefühlt.
Ab ca. der Hälfte des Buches wurde es für mich leider recht zäh und teils skurril - die Story war für mich dann unglaubwürdig und überdreht und irgendwie hatte ich das Gefühl, dass das alles nicht zusammen passt zu einem Roman. Somit muss ich leider sagen, dass ich das Buch, trotz einiger sehr überzeugender Abschnitte, am Ende eher enttäuscht und frustriert weggelegt habe. Dennoch muss ich auch positiv hervorheben, dass die Geschichte doch hängen geblieben ist und ich auch in den Tagen danach immer mal wieder an einzelne Elemente denken musste, was ja wiederum auch ein gutes Zeichen ist. Eine sehr eingeschränkte Leseempfehlung von mir.

Veröffentlicht am 20.03.2025

Gute Einführung

Digitale Diagnosen
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Ich beschäftige mich schon länger mit den gesellschaftlichen Entwicklungen im Umgang mit psychischen Krisen/Abweichungen/Gesundheitsproblemen. Demnach habe ich auch mit Interesse die zunehmende Thematisierung ...

Ich beschäftige mich schon länger mit den gesellschaftlichen Entwicklungen im Umgang mit psychischen Krisen/Abweichungen/Gesundheitsproblemen. Demnach habe ich auch mit Interesse die zunehmende Thematisierung von psychiatrischen Diagnosen und Behandlungen auf Social Media verfolgt.
Mit dem Interesse im Hintergrund habe ich mich sehr auf das Buch gefreut und wurde auch nicht enttäuscht: Die Ambivalenzen wurden gut und differenziert herausgearbeitet, pathologische Deutungsmuster analysiert und auch Themen wie die ästhetische Romantisierung sowie Inszenierung von z.B. Weinen und Krisensituation, in den Blick genommen.
Alles in allem fand ich das Buch gut verständlich und klar und als Einführung in die Thematik sehr empfehlenswert. Für mich war leider nicht viel Neues dabei, d.h. für Menschen, die schon etwas in die Thematik eingestiegen sind, ist es vielleicht weniger geeignet oder dann unter Umständen etwas enttäuschend, da es an einigen Stellen nicht weiter in die Tiefe geht. Aber auch das würde ich nicht wirklich als Kritik sehen, sondern einfach nur eine Abweichung von meinen Hoffnungen und Erwartungen in das Buch.
Ein wichtiges und hochaktuelles Buch und eine Leseempfehlung von mir.

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