Gute Umsetzung!
Der BildersammlerDie Autorin ist mir bereits durch den Titel „Dunkeldorf“ bekannt, der im Jahr 2024 erschienen ist. Wir kennen aus diesem Band bereits die Hauptprotagonistin Tessa von Linden, jedoch ist „Der Bildersammler“ ...
Die Autorin ist mir bereits durch den Titel „Dunkeldorf“ bekannt, der im Jahr 2024 erschienen ist. Wir kennen aus diesem Band bereits die Hauptprotagonistin Tessa von Linden, jedoch ist „Der Bildersammler“ eigenständig lesbar und man braucht keine Vorkenntnisse um hier diesem Plot folgen zu können. Das Cover ist eher schlicht und einfach gehalten, passt aber gut zur Story, denn dies abgebildete Kapelle ist der Fundort eines zur Schau gestellten Leichnams. Beim Abendspaziergang macht Kunstrestauratorin Tessa diese erschreckende Entdeckung: Aufgrund ihres Fachwissens erkennt sie schnell, dass der Tote wie das Gemälde des Heiligen Sebastian dargestellt wurde. Der mit den Ermittlungen betraute Hauptkommissar Lennart Wiedmeyer ahnt, dass dieser Fall anders ist als alles, was er bisher erlebt hat – und dass er eine Expertin an seiner Seite braucht. Gemeinsam mit Tessa versucht er herauszufinden, welches Gemälde der mörderischen Inszenierung Pate gestanden hat. Während die beiden, ausgehend von der Identität des Toten, Puzzlestück für Puzzlestück zusammensetzen, sucht sich der Täter bereits sein nächstes Opfer. Denn sein Meisterwerk ist noch lange nicht vollendet ...
Die Autorin hat einen leicht lesbaren und fesselnden Schreibstil, der hin und wieder mit überraschenden Wendungen bestückt ist. Die Spannung wird im Laufe der Geschichte gesteigert und am Ende mit einem dramatischen Höhepunkt gekrönt. Aufgrund der Erzählform aus Tessas Perspektive konnte ich eine gute Bindung zur Protagonistin aufbauen und verfolgte gespannt ihrem Fachwissen. Die eingeschobenen Rückblicke geben dem Leser bereits ein Vorwissen, welches dennoch nicht zu viel verrät. Ich fand die Idee und die Umsetzung deshalb gelungen und wurde vom „Bildersammler“ auch gut unterhalten.