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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.04.2026

Viel Schönes dabei!

Die Känguru-Rebellion (Die Känguru-Werke 5)
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Ich habe mich sehr auf einen weiteren Band gefreut und wurde nicht enttäuscht. Wie gewohnt stiftet das Känguru Chaos und ruft dabei zur Rebellion gegen die Zustände auf. In dem Buch ist der Fokus auf den ...

Ich habe mich sehr auf einen weiteren Band gefreut und wurde nicht enttäuscht. Wie gewohnt stiftet das Känguru Chaos und ruft dabei zur Rebellion gegen die Zustände auf. In dem Buch ist der Fokus auf den aktuellen politischen Themen. Sie werden auf eine humorvolle Weise beleuchtet. Ich hätte mir noch mehr Alltagsszenen mit dem Känguru gewünscht, die nichts mit Politik zu tun haben. Das gab es bei den Vorgängern mehr.

Es ist schön, liebgewonnen Charaktere wie beispielsweise Herta wieder zu treffen und neue Figuren kennenzulernen. Zudem gibt es zahlreiche Anspielungen auf die vorherigen Bände, weshalb es sich auf jeden Fall lohnt, diese vorher zu lesen. Besonders empfehlenswert ist auch das Hörbuch. Marc-Uwe Kling liest dieses einfach unverwechselbar und gibt dem Buch damit noch einmal das gewisse Etwas.

Sehr gut gefallen hat mir außerdem, dass in diesem Band auch das Känguru selbst zu Wort kommt. Wer wollte denn nicht schon wissen, was in seinem Kopf vorgeht. Die zu Beginn der Kapitel falsch zugeordneten Zitate sind klasse und greifen das Thema des Kapitels auf.

Wer die vorherigen Bücher mochte, wird auch mit diesem Band seine Freude haben.

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Veröffentlicht am 21.03.2026

Hin- und hergerissen

The Night We Met
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Das Cover gefällt mir sehr gut, besonders die gedeckten Farben und die beiden Hauptfiguren im Vordergrund. Beim Inhalt war ich jedoch hin- und hergerissen und musste länger darüber nachdenken, woran das ...

Das Cover gefällt mir sehr gut, besonders die gedeckten Farben und die beiden Hauptfiguren im Vordergrund. Beim Inhalt war ich jedoch hin- und hergerissen und musste länger darüber nachdenken, woran das liegt.

Einerseits erzählt das Buch eine schöne Liebesgeschichte mit gefühlvollen und witzigen Momenten. Der Schreibstil ist angenehm, und die Handlung wird aus den Perspektiven der Hauptcharaktere Chris und Larissa geschildert, was ich sehr mag. Vor allem die Szenen, in denen sich die beiden näher kommen sind gelungen beschrieben. Auch kleine Details, wie der witzige Name des Hundes oder die absurden Kundengeschichten aus Chris’ Arbeitsalltag, machen das Buch besonders. Die Figuren schätze ich auf Anfang bis Mitte zwanzig und ihr Verhalten passt größtenteils zu diesem Alter, wobei Larissa deutlich jünger erscheint als Chris.

Anderseits gab es immer wieder Momente, die mich aus dem Lesefluss gerissen haben. Chris ist Larissa gegenüber sehr beschützend. In manchen Szenen wirkt das passend und süß, in anderen hingegen fast schon bevormundend. Dadurch habe ich mich immer wieder gefragt, ob sein Verhalten noch in Ordnung ist oder bereits eine Grenze überschreitet. Das hat es mit schwer gemacht, vollständig in die Geschichte einzutauchen. Zudem konnte ich nicht ganz nachvollziehen, warum Larissa so lange in einer Beziehung mit Mike geblieben ist. Hier hätte ich mir eine Szene aus ihrer Perspektive gewünscht, die eine positive Seite von Mike zeigt.

Überrascht hat mich außerdem, dass das Buch das Thema Alkoholmissbrauch aufgreift. Es ist ein wichtiges Thema und wird auch gut umgesetzt, aber ich hatte es in dieser Form nicht erwartet.

Wer eine leichte, unbeschwerte Liebesgeschichte sucht, könnte enttäuscht sein. Das Buch greift durchaus ernste Themen auf und wirkt noch lange nach.

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Veröffentlicht am 09.03.2026

Abwechslungsreiche Fantasygeschichte mit Göttern und Mythen

Aftermyth – Penelope und die Prüfung der Götter
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Aftermyth ist der Auftaktband einer Jugendfantasyreihe. Wir begleiten darin Penelope „Ellie“ Weaver in ihr erstes Schuljahr an der Anaximander-Akademie. Die Schülerinnen und Schüler werden jeweils einer ...

Aftermyth ist der Auftaktband einer Jugendfantasyreihe. Wir begleiten darin Penelope „Ellie“ Weaver in ihr erstes Schuljahr an der Anaximander-Akademie. Die Schülerinnen und Schüler werden jeweils einer griechischen Gottheit zugeteilt und müssen verschiedene Aufgaben bestehen. Ellie freut sich sehr auf die Schule und hat einen klaren Plan. Doch wie so oft läuft nicht alles wie erwartet. Stattdessen erlebt sie überraschende Abenteuer, findet neue Freundschaften und wächst über sich hinaus.

Das Cover gefällt mir sehr gut. Es macht neugierig auf den Inhalt, ohne zu viel zu verraten. Die Elemente darauf haben alle eine Bedeutung und die Symbole tauchen im Buch wieder auf. Auch der Farbschnitt passt hervorragend dazu und macht das Buch zu einem echten Blickfang.

Ellie ist eine starke Hauptfigur. Sie ist dreizehn Jahre alt, weiß was sie will und kennt ihre Stärken und Schwächen. Zu Beginn lässt sie sich noch stark von der Meinung anderer beeinflussen, doch im Laufe der Geschichte entwickelt sie sich weiter und verändert ihren Blickwinkelt. Sie erkennt, dass nicht alles nach Plan laufen muss und auch unvorhergesehenen Dinge schön sein können.

Die Welt, die in dem Roman erschaffen wird, hat viel Potential. Die Schule ist sehr spannend mit den verschiedenen Häusern der Götter und all ihren fantasievollen Eigenheiten. Es gibt viele lustige und liebevolle Details. Wer hätte nicht gerne einen Süßigkeitenraum? Ein Abenteuer folgt auf das nächste, wodurch das Buch sehr kurzweilig ist.

Allerdings hätte ich mir manchmal mehr Hintergrundwissen gewünscht, etwa über die Welt außerhalb der Schule. Ich hätte auch gerne ausführliche Beschreibung der Unterrichtsfächer und des Schulalltags gehabt. Zudem wäre ein kleines Glossar zu den griechischen Göttern und Gebäuden gerade für jüngere Leser hilfreich. Nicht jeder ist in der griechischen Mythologie bewandert und kann mit den Begriffen etwas anfangen.

Insgesamt ein schöner Jungendroman mit vielen fantasievollen und überraschenden Elementen sowie einer sympathischen Hauptfigur.

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Veröffentlicht am 14.02.2026

Ein Buch zum Wegträumen

The French Escape - Love & Lavender, Band 1
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Die über 500 Seiten von „The French Escape“ sind nur so an mir vorbeigeflogen. Dank dem angenehmen Schreibstil konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen.

Das Buch wird aus Sicht von Amber und Timo erzählt. ...

Die über 500 Seiten von „The French Escape“ sind nur so an mir vorbeigeflogen. Dank dem angenehmen Schreibstil konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen.

Das Buch wird aus Sicht von Amber und Timo erzählt. Beide Sichtweisen haben mir gefallen und waren sympathisch. Was den Roman besonders macht, ist die wundervolle Beschreibung von Gefühle, der Umgebung und vor allem der Düfte. Beim Lesen träumt man sich direkt an die Côte d’Azur, springt mit Amber ins eiskalte Wasser oder spürt gemeinsam mit Timo den Fahrtwind in seinem Ford. Düfte nehmen im Buch einen großen Stellenwert ein und ziehen sich wie ein roter Faden durch die Geschichte. Sei es durch Einblicke in die Parfümherstellung oder das immer wieder der spezielle Duft eines Menschen oder die Düfte der Natur, wie ein Lavendelfeld, beschrieben werden.

In dem Roman gibt es zwar Drama, dieses geht aber nicht von der Liebesgeschichte aus. Diese ist einfach nur schön und kommt ganz ohne Missverständnisse aus. Im Gegenteil: Amber und Timo unterstützen sich gegenseitig, indem sie über ihre Ängste und Sorgen reden. Das fand ich sehr angenehm. Die Spannung kommt trotzdem nicht zu kurz, da beide Probleme aus ihrer Vergangenheit bewältigen müssen. Wir erfahren durch kurze Rückblicke um was es sich dabei handelt. Sie müssen lernen, für sich selbst einzustehen, und entwickeln sich im Laufe der Geschichte deutlich weiter.

Einige Reaktionen der Nebencharaktere erschienen mir jedoch etwas überzogen. Timos Bruder Gabriel, aber vor allem sein Vater, reagieren oft unfair. Woher die starke Verachtung seitens des Vaters kommt, erschließt sich mir nicht ganz. Zwar erfahren wir teilweise was in der Vergangenheit vorgefallen ist, doch Timo trägt daran keine Schuld. Möglicherweise fehlt hier noch entscheidendes Hintergrundwissen, um diese Reaktionen richtig nachvollziehen zu können.

Umso mehr freue ich mich darauf, gemeinsam mit Gabriel an die Côte d’Azur zurückzukehren und seine Sichtweise kennenzulernen. Von mir gibt es eine Leseempfehlung für den ersten Teil.

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Veröffentlicht am 27.01.2026

Starkes Setting

Eisnebel
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Auf dem Cover des Romans sieht man ein luxuriöses Anwesen inmitten einer idyllischen Berglandschaft zu sehen. Genau dorthin reist Conner mit seiner Verlobte Theo, um sie seiner Familie vorzustellen. Erzählt ...

Auf dem Cover des Romans sieht man ein luxuriöses Anwesen inmitten einer idyllischen Berglandschaft zu sehen. Genau dorthin reist Conner mit seiner Verlobte Theo, um sie seiner Familie vorzustellen. Erzählt wird der Roman aus Theos Perspektive, und schnell wird deutlich, dass sie viele Geheimnisse mit sich trägt und eine merkwürdige Verbindung zu diesem Ort hat.

Besonders gelungen finde ich das Setting. Eigentlich stellt man sich einen Ort umgeben von Bergen und Schnee wie einen schönen Urlaubsort vor, doch hier schlägt diese Erwartung ins komplette Gegenteil um. Durch die völlige Isolation von der Außenwelt schafft die Autorin eine durchgehend beklemmende Atmosphäre.

Es war spannend, gemeinsam mit Theo, das Rätsel um ihre Herkunft zu entschlüsseln. Immer wieder tauschen Bruchstücke aus ihrer Kindheit auf. Als Leser kann man so mit rätseln und eigene Vermutungen anstellen.

Am Ende gibt es einige überraschende Wendungen. Gerade wenn man denkt, nun ergebe alles Sinn, kommt eine neue Komponente hinzu, die den Verlauf der Ereignisse erneut verändert. Das sorgt einerseits für Spannung, erfordert andererseits aber auch aufmerksames Lesen, um nichts zu verpassen.

Insgesamt ist der Roman ein gelungener Thriller mit einem starken Setting, einer höchst dysfunktionalen Familie und vielen unerwarteten Wendungen.

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