Solider Auftakt
We Who Will DieGanz unvoreingenommen, da ich noch keine Meinungen gehört hatte, bin ich an dieses Buch in einem Buddyread rangegangen.
Das Cover finde ich ansprechend, es passt schon zum Setting, dass viele römische ...
Ganz unvoreingenommen, da ich noch keine Meinungen gehört hatte, bin ich an dieses Buch in einem Buddyread rangegangen.
Das Cover finde ich ansprechend, es passt schon zum Setting, dass viele römische Einflüsse beinhaltet und zudem ist es für Fantasy mal kein Schwert ^^.
Der Einstieg erfolgt direkt bei der Protagonistin "Arvelle" (der Name hat mich anfangs etwas irritiert, da er mich an einen Buchhandel erinnert ^^), die als Auftrags-Personenschützerin im Dorn-Distrikt ihre Brüder versorgt. Man stellt schnell fest, wie hart und rau das Leben dort ist und eher ein Kampf ums Überleben. Diese raue Art zieht sich auch durchs ganze Buch, es ist durchaus brutal und es überleben auch bei weitem nicht alle Charaktere bis zum Schluss, womit sich das Buch auch etwas von der Masse abhebt für mich. Dieser Fakt ist hier aber auch durchaus passend. Was mir den Anfang erschwert hat, ist das Worldbuilding bzw die viiiiielen Begriffe, die dieses mit sich brachte. Und nicht nur für die ganzen Begriffe hätte es ein umfassendes Glossar gebraucht, auch für die Namen! Es gibt einfach unheimliche viele Charaktere, die dadurch natürlich auch nicht alle wirklich Tiefe besitzen, hier hätte ich mir oft einfach etwas weniger gewünscht. Viel war auch grundsätzlich in der Welt und dem Magiesystem vorhanden, auch hier durchaus spannend und interessant, aber oft einfach eine Spur too much und es hätte auch weniger ausgereicht - Vampire, Menschen ohne Kräfte, Menschen mit "Sygillen", magische Wesen, Zauber bzw Blutschwüre, Reisen über Ley-Linien und neben den Figuren auch viele Orte, die oft nur genannt aber nicht gezeigt wurden. Bei den Orten ist auf jeden Fall genug Spielraum für Folgebände.
Setting in diesem Band war neben dem Dorn am Anfang und in einigen Rückblenden vor allem die Arena. Denn Hauptelement des Buches sind eine Art Gladiatorenkämpfe unter anderem, um in einer "Auslese" die besten Kämpfer für den Imperator und seine Personenschützer oder auch Armee zu finden. Die Kämpfe waren brutal und spannend gestaltet, hier hatte man auch einiges mitzufiebern.
Arvelle als Charakter hat mir gut gefallen, auch wenn sie viel an der Vergangenheit hing und sich oft in ihren Gedanken wiederholte, war sie doch mutig und stark und trug die Handlung gut.
Die männlichen Protas und das angedeutete Love-Triangle haben mich dagegen etwas enttäuscht. Ich hatte schnell den Verdacht was die beiden anging, der sich auch bestätigte und alle Vermutungen und Theorien, wie das ganze ausgehen könnte, waren leider besser als das echte Ende. Hier hätte wirklich mehr passieren dürfen bzw trat ein recht spät eingeführtes Götter-Element weit in den Vordergrund was ich nicht so überzeugend fand.
Alles in allem ein solider Auftakt und durchaus ein spannendes Buch, jedoch mit weniger Romance als erwartet und anderem Ausgang als erhofft, hier setze ich sehr auf Band 2.