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Veröffentlicht am 24.06.2020

Zeig mir, dass ich noch lieben kann.

Trust Again
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Das Herz ist wohl das zerbrechlichste, was ein Mensch besitzt. Aber man darf nicht vergessen: kaputt bedeutet auf keinen Fall "irreparabel". Es gibt immer einen Menschen, der die Scherben wieder zusammensetzen ...

Das Herz ist wohl das zerbrechlichste, was ein Mensch besitzt. Aber man darf nicht vergessen: kaputt bedeutet auf keinen Fall "irreparabel". Es gibt immer einen Menschen, der die Scherben wieder zusammensetzen kann. Diese Chance sollte man nicht verpassen.

Aber genau das versucht Dawn Edwards zu verdrängen. Ihr Herz wurde gebrochen und sie glaubt, es wird auch immer gebrochen bleiben. Als ihr Umzug nach Woodshill das nötigste wieder repariert, verbietet sie sich, jemals wieder zu lieben, jemals wieder jemandem ihr zerbrechliches, vernarbtes Herz anzuvertrauen.
Doch da hat sie die Rechnung ohne Spencer Cosgrove gemacht. Der versucht sie nämlich um jeden Preis zu erobern, während Dawn weiterhin versucht, ihn von sich zu stoßen, bis sie es nicht mehr kann. Aber nicht nur Dawn bringt Schmerz mit sich, denn auch Spencer verbirgt viel Trauer, Wut und Sorge hinter seiner Maske aus guter Laune und Gelächter.

"Trust Again" ist der zweite Teil der "Again-Reihe" von Autorin Mona Kasten. Ich persönlich bin ein großer Fan von diesem Buch und finde es etwas besser als Band eins. Das liegt vor allem an den Protagonisten und ihren Päckchen, die sie mit nach Woodshill schleppen.
Zunächst zur Handlung: ich finde die Story wiklich gut, sie ist sehr emotional und bringt Erotisches mit sich. Der Leser erfährt nun genaueres über Dawn Edwards und Spencer Cosgrove, jeweils die besten Freunde von Allie Harper und Kaden White, die Protagonisten aus Band 1 "Begin Again".
Es gibt Höhepunkte, und Tiefpunkte. Neue Freundschaften werden geschlossen, alte werden aufgekündigt. Es wird gelernt, den engen Freunden zu vertrauen. Die Geschichte um Dawn und Spencer hat mich emotional mehr abgeholt, als die von Allie und Kaden. Es ist wirklich schön, die jeweiligen Entwicklungen der beiden Protagonisten zu sehen, sowohl im Sinne Vertrauen, als auch in persönlichen Fähigkeiten.

Dawn ist ein aufgewecktes Mädchen, dass nicht auf den Mund gefallen ist, aber unter der Trennung und den Betrug von ihrem Ex-Freund leidet. Sie hat eine Leidenschaft fürs schreiben und war mir mit ihrer aufgeschlossen scheinenden Art sofot symphatisch. Sie ist ein emotionaler Mensch, in dem viel vorgeht. Der Leser konnte mit ihr wunderbar mitfühlen. Sie ist einfallsreich und die Art und Weise, wie sie ihre Probleme zu lösen versucht ist herzzerreißend niedlich.

Spencer Cosgrove war von Stunde Null an einer meiner Lieblingsfiguren. Er ist charmant und unheimlich sexy, er lacht gern und ist wirklich sehr humorvoll. Dass auch er so seine Probleme hat, die eigetlich etwas im Kontrast zu seinem sonst so fröhlichen Charakter stehen, passt wunderbar. Er ist sehr einfühlsam und verständnisvoll, doch irgendwann ist auch bei ihm die Grenze des Möglichen erreicht. Das müssen er und Dawn beiden erst lernen. Spencer ist eine Bereicherung für diese Reihe. (!!Achtung Spoiler!!)Jedoch hätte ich mir vor allem eine Lösung oder wenigstens einen Lösungsansatz für das Vater-Sohn-Problem gewünscht.

Die Charaktere hat Mona Kasten auch hier liebevoll eingeführt und ausgearbeitet und auch die Nebenfiguren sind interessant und machen Lust auf mehr. Ich mag mittlerweile Sawyer ganz gerne!

Der Schreibstil ist, wie immer, super leicht leserlich, transportiert die Gefühle sehr schön und bringt den Leser in eine wundervolle Geschichte.
Jedoch finde ich es auch hier schade, dass die Handlung lediglich aus Dawns Sicht beschrieben wurde, denn ich hätte nur zu gerne in Spencers Gedanken rumgestöbert.

Alles in allem: es topt Teil 1!!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.06.2020

Zeig mir, wer ich sein kann.

Begin Again
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Ein Neustart ist das Beste, was passieren kann, aber man vergesse nie: die Schatten deiner Vergangenheit holen dich immer irgendwie ein.

Genau so geht es Crystal Allison Harper, besser bekannt als Allie ...

Ein Neustart ist das Beste, was passieren kann, aber man vergesse nie: die Schatten deiner Vergangenheit holen dich immer irgendwie ein.

Genau so geht es Crystal Allison Harper, besser bekannt als Allie Harper. Und genau so geht es auch Kaden White.
Allie bringt das beste in Kaden hervor, auch, wenn er das eigentlich nicht zulassen will und Regeln aufstellt, um sie von sich fern zuhalten. Er hat Schatten über sein Leben und seine Persönlichkeit, die sie nicht entdecken soll. Genau aus diesem Grund verhält er sich ihr gegenüber nicht sonderlich zuvorkommend, hat trotzdem immer auf sie Acht gegeben und irgendwie versucht sie glücklich zu machen.
Allie bringt Kaden dazu, wieder zu lieben. Und Kaden zeigt Allie, dass sie eigentlich wirklich stark, unabhängig und frei sein kann. Er hilft ihr, sich von der Vergangenheit zu lösen und nach vorne zu sehen, um sich eine eigene, strahlende Zukunft aufzubauen. In diesem Buch ist es vor allem wichtig, als Leser aufmerksam zu sein und die Handlungen der Protagonisten nicht schon im Vorhinein vollkommen zu bewerten. Hier muss sich der Leser wirklich in die Akteure hineinversetzen und ihre Handlungsgründe verstehen können.

"Begin Again" von Mona Kasten ist ein gelungener Auftakt der gesamten "Again-Reihe" der Autorin. Die Handlung ist abwechslungsreich gestaltet, wenngleich das ein oder andere ziemlich vorhersehbar war. Trotzdem hat sich die Autorin mit ihrem Plot große Mühe gegeben, die ich zu würdigen weiß, denn trotz ein bisschen Klischee hab ich nicht aufhören können zu lesen.
Was ich als weniger schön empfunden habe war folgendes: oft wird hier Alkohol als Mittel zum Vergessen und daher auch in großen Mengen konsumiert. Weiterhin wird auch angerissen, dass das auch in jüngerem Alter bei der Protagonistin der Fall war. Diese doch recht gefährliche Geschichte wurde etwas verharmlost, was meiner Meinung nach nicht sonderlich produktiv ist.

Die Protagonisten Allie Harper und Kaden White wurden von Mona Kasten liebevoll herausgearbeitet und sind der Autorin, auch mit ihren aufgebürdeten Päckchen sehr gelungen. Die Nebenfiguren, vor allem Spencer und Dawn haben es mir von Anfang an angetan. Ich habe mich immer sehr gefreut, wenn sie in der Story auftraten. Auch die beiden, genauso wie der Rest wurden schöne charakterisiert.
Leider finde ich es an einigen Punkten wirklich schade, dass die Handlung lediglich aus Allies Sicht geschrieben wurde. Nur zu gerne hätte ich in einigen Situationen in Kadens Kopf geschaut, seine Gedanken gelesen und die DInge aus seinen Augen betrachtet.

Der Schreibstil von Mona Kasten ist wirklich schön: angenehm, fließend, locker. Keine zu überspitzten Aussagen, keine überzogene Ausdrucksweise, alles vollkommen bodenständig, verständlich und schafft Wohlfühlatmosphäre.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.06.2020

Was soll ich sagen?

The Goal – Jetzt oder nie
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Sie weiß, was sie will. Doch das Schicksal verfolgt einen anderen Plan...

Leider ist "The Goal - Jetzt oder nie" schon der letzte Band der Off-Campus Reihe von Elle Kennedy. Auch hier heißt es wieder: ...

Sie weiß, was sie will. Doch das Schicksal verfolgt einen anderen Plan...

Leider ist "The Goal - Jetzt oder nie" schon der letzte Band der Off-Campus Reihe von Elle Kennedy. Auch hier heißt es wieder: ab zur Briar-University. Doch diesmal geht es sogar darüber hinaus, denn auch Boston wird ein zentrales Setting.
Zeitlich spielt der Roman leider parallel zu "The Score - Mitten ins Herz", was mich sehr stört, denn am Ende des dritten Teils, in dem es sich um Allie Hayes und Dean Di Laurentis dreht, wird ein großes Geheimnis gelüftet. Dieses Geheimnis fand ich im dritten Teil verdammt gut gesetzt, aber für den vierten und letzten Band wurde es zum Spoiler.

Ich persönlich empfinde das "Finale" leider als schwächsten Teil der Tetralogie, denn beim Lesen hatte man immer den Spoiler im Hinterkopf, weshalb ich mich nicht gut in der erste Hälfte des Buches verlieren konnte. Jedoch ist es wirklich schön zu erfahren, wie John Tucker auf Sabrina James aufmerksam wird. Die zweite Hälfte des Buches ist für mich schon angenehmer - endlich was neues. Und es ist lesenswert, denn Sabrinas und Tuckers Beziehung macht eine langsame und sehr komplizierte Entwicklung durch. Gelegentlich waren mir die Zeitsprünge zu groß und einige Szenen hätte ich gerne ausführlicher miterleben wollen, da sie manchmal nur angerissen oder im Nachhinein erzählt wurden. Irgendwie schade!

John Tucker war seit Stunde Null einer meiner Lieblingsfiguren der Off-Campus-Reihe. Seit seinem ersten Auftritt in "The Deal - reine Verhandlungssache" bin ich ein Mitglied in Team Tucker. Und ich hab mich wie Bolle gefreut, mehr über ihn zu erfahren. Und er hat mich auf keinen Fall enttäuscht! Er ist wirklich alles, was eine Frau an einem Mann super finden kann: er kann kochen, ist zuvorkommend, freundlich, gutaussehend, hat einen Zukunftsplan, Handwerkerpotezial, und und und...
Leider hat Elle Kennedy in diesem Teil die Mitbewohner seltener auftreten lassen, denn ich hätte so gerne mehr Szenen im Eishockey-Haus aus Tuckers Sicht lesen wollen und mehr von seinem Umgang mit seinen Freunden und auch seine Ansichten über seine Kollegen erfahren.

Sabrina James ist eine von diesen Charakteren, denen ich bis zum Schluss etwas skeptisch gegenüber stand. Es hat eine Weile gedauert, bis ich mit ihr warm geworden bin. Sie ist eine starke, eigenständige Frau, was ich an weiblichen Protagonisten sehr schätze. Aber wie sie ihre Gefühle leugnet, sich gegenüber Tucker verhält und Hilfe verweigert, machten sie mir manchmal recht unsymphatisch. Ich finde es gut, alles alleine schaffen zu wollen, doch man muss auch seine Grenzen erkennen und um Hilfe bitten beziehungsweise Hilfe annehmen können. Sabrina wollte es meistens einfach nicht, was zu sinnlosen Konflikten und negativen Gefühlen führt. Sie ist nicht die Partnerin, die ich mir für Tucker gewünscht habe, aber trotzdem kann ich mich, vor allem aufgrund des Endes nicht beklagen.

Ich bin stolz auf die beiden!

Natürlich sind die meisten Nebencharaktere wieder der Kracher. Wer kann schon was gegen Wellsy und Garrett, Logan und Grace oder Dean und Allie sagen? Wie immer sind sie toll, kommen leider nicht so oft vor, wie ich es mir gewünscht habe. Und das traurige Ereignis, dass in Band drei einen zentralen Konflikt geschaffen hat (SPOILER: Beaus Tod) fand auch in dieser Handlung einen Platz. Wieder war ich den Tränen nahe.
Von diesem Ray und Sabrinas Nana hab ich von Anfang an nichts gehalten, was wahrscheinlich auch so sein sollte und einem Buch wie diesem eigentlich keinen Nachteil einbringt.

Wie auch in den anderen Bänden ist Elle Kennedys Schreibstil wieder herausragend: humorvoll, locker, leicht und vollkommen angenehm.

Ich empfehle dieses Buch allen, die ein Fan der Autorin, von College-Romanzen und der kompletten Reihe sind. Es ist vielleicht an einigen Stellen etwas anders, aber trotzdem lesenswert. Es ist jedoch hier sinnvoll, die vorhergehenden Bücher gelesen zu haben, denn erst dann kann man die auftretenden Nebenfiguren und ihre Taten nachvollziehen.

Auch, wenn das Finale nicht ganz so war, wie ich es erhofft hatte: Danke, Elle, für diese wunderbare Reise!!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.06.2020

Schatten der Sterne

Das Licht von tausend Sternen
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"Das Licht von tausend Sternen"
Ein einziger Blick in Ashtons Augen und Harpers Welt steht Kopf. Doch egal wie stark ihr Herz auch klopfen mag, sie kann sich nicht auf Ashton einlassen. Denn jeden Abend ...

"Das Licht von tausend Sternen"
Ein einziger Blick in Ashtons Augen und Harpers Welt steht Kopf. Doch egal wie stark ihr Herz auch klopfen mag, sie kann sich nicht auf Ashton einlassen. Denn jeden Abend schlüpft Harper aus ihrem sorglosen Studentenleben in die Rolle der fürsorglichen Schwester, die sich um ihren autistischen Bruder kümmert. Und doch verliebt sie sich nach und nach in Ashton. Zum ersten Mal ist ihr etwas wichtiger als ihre Familie - und plötzlich steht Harper vor der wohl schwersten Entscheidung ihres Lebens.

Von der Handlung habe ich, um ganz ehrlich zu sein, etwas mehr erwartet. Der Klappentext klang wie eine runde, interessante Sache. Aber beim Lesen hat sich das ganze irgendwie holprig angefühlt. Der Suchtfaktor hat einfach gefehlt.
Gut fand ich, wie Leonie Lastella das Thema Autismus in den Roman eingebunden hat. Harpers Bruder Ben ist Autist und der Leser hat verstanden, warum die Krankheit Harpers Leben so einschränkt, wieso Autismus eben ein Prolem für die ganze Familie ist und wie das Leben mit einem Autist abläuft. Ashton hat in der Vergangenheit auch ein Leben geführt, das von einer Krankheit überschattet war und hat diese Schatten noch nicht ganz loswerden können. Ein guter Punkt, der beide Protagonisten eigentlich vereinen könnte. Doch leider hat die Autorin das eher für das Gegenteil genutzt, was ich als nicht sonderlich schön empfunden habe.
Es gab viele Punkte in der Handlung, die entweder unnötig langgezogem oder viel zu kurz dargestellt wurden. Oft waren mir Reaktionen zu übertrieben oder fehl am Platz.
Natürlich hat die Geschichte der beiden durchaus Potential, jedoch konnte der Roman schlussendlich die Erwartungen, die der Klappentext aufgebaut hat nicht erfüllen. Mir persönlich hat Harper zu schnell nachgegeben. Die Emotionen, die die Autorin beschrieben hat, kamen leider nicht immer ganz rüber. Wobei ich umso ergriffener war, als am großen Wendepunkt der Geschichte Ben auf Ashtons Plan tritt und er hinter Harpers Lügen kommt. Auch das Problem, mit dem Austin konfrontiert wurde, hätte weiter eingebunden und ausgebaut werden sollen. Oftmals hab ich mich gefragt, warum dieser Handlungspunkt vorkommt, wenn weder großartig Konsequenzen noch Beeinflussung der Protagonisten oder der Handlung folgen.

Harper, die Psychologiestudentin ist von ihrer Persönlichkeit irgendwie widersprüchlich. Ihre Überzeugungen passen nicht immer zu ihren Taten. Der Umstand, dass sie Ashton anlügt, damit er bei ihr bleibt, macht sie in meinen Augen nur schwach und ich finde dieses Verhalten, auch ihrer Mutter und ihrem kleinen Bruder gegenüber nicht okay. Die Probleme, die dadurch entstanden, haben mich viel mehr genervt, als dass sie Spannung aufgebaut haben.
Ich wurde mit Harper als Protagonistin irgendiwe überhaupt nicht warm, war oft nicht überzeugt von ihr und manchmal konnte ich nur die Augen verdrehen.

Ashton mag ich hierbei schon etwas mehr. Wenngleich auch sein Charakter noch etwas besser hätte ausgearbeitet werden können. Es hat eine Weile gebraucht, bis ich mich auf ihn einlassen konnte. Er ist ein ehrlicher Kerl mit seinem großen Traum und seinen Überzeugungen, die er im großen und ganzen auch verfolgt. Es ist nicht schlimm, der Liebe nachzugeben. Jedoch hat es einfach nicht zu ihm gepasst, dass er sich so schlagartig verliebt und das Mädchen aus der Bibliothek nach dem ersten Treffen nicht mehr aus den Gedanken bekommt - weil sich das zwischen Ash und Harper viel zu schnell entwickelt hat, dass es schon etwas unrealistisch rüber kommt.

Ein echtes Highlight haben für mich Becca und Will dargestellt. Beide habe ich auf Anhieb in mein Herz schließen können. Ben stellt für mich den kleinen Helden der Geschichte dar, wie er nach seiner Schwester sucht hat mich wirklich gerührt.

Vom Schreibstil her ließ sich das Buch an einigen Stellen nicht immer gut lesen. Die Ausdrucksweisen der Autorin erschienen mir an einigen Stellen doch etwas zu hoch gegeriffen und daher schlichtweg unpassend. Eine gewisse Eloquenz zu zeigen, ist gut. Jedoch muss das an den richtigen Stellen geschehen, was leider nicht immer der Fall war.
Zu ihrer Verteidigung muss ich jedoch gestehen, dass ich einige Passagen auch wirklich gut empfand.

Zum Cover lässt sich sagen, dass ich es liebe. Es passt gut zur Story, da man hier das Motiv des "Beinahe-Kusses" sehr gut mit der Situation zwischen Ash und Harps in Verbindung bringen kann. Ich liebe die wenigen Farben und die schimmernden Elemente. Leider kamen mir nur zu wenig Parallelen zwischen Handlung und Titel vor. (Was jedoch nur eine meiner persönlichen Vorlieben ist.) Ich hätte mehr Bezug zum Titel in der Story bevorzugt.

Alles in allem kann man sagen, dass es eher ein Buch für zwischendurch ist, jedoch nicht zu meinen Lesehighlights gehört. Zu sagen, dass es nicht lesenswert ist, finde ich übertrieben, da durchaus gute Elemente vorhanden sind. Da Geschmäcker auseinander gehen, bin ich der Meinung, man sollte es lesen und sich selbst seine Meinung bilden.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.06.2020

Treffer versenkt.

The Score – Mitten ins Herz
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"Er weiß, wie man gewinnt. Aber weiß er auch, wie man das Herz einer Frau gewinnt?"

Das ist eine gute Frage. Vor allem ist sie zentral, denn diesmal fällt Elle Kennedys Wahl des Protagonisten aus dem ...

"Er weiß, wie man gewinnt. Aber weiß er auch, wie man das Herz einer Frau gewinnt?"

Das ist eine gute Frage. Vor allem ist sie zentral, denn diesmal fällt Elle Kennedys Wahl des Protagonisten aus dem Kreis der Briar-Eishockeystars auf den Frauenheld überhaupt: Dean Heyward-Di Laurentis.

In "The Score - Mitten ins Herz", dem dritten Teil der "Off-Campus-Reihe" findet sich der Leser erneut in Massachusetts an der Briar Universität wieder. Das Setting ist das Gleiche, jedoch befinden sich die handelnden Personen schon im Abschlusssemester ihres Studiums.
Dieser Teil der Reihe erzählt von Dean Di Lauentis und Allie Hayes. Beide kennen wir vor allem aus dem ersten Band "The Deal - reine Verhandlungssache". Die Art und Weise, wie die Autorin also die Bände innerhalb der Reihe miteinander verknüpft ist großartig.

Dean ist der Playboy seines Freundeskreises. Er hat sich durch die halbe Universität geschlafen, liebt es zu feiern und zu trinken. Er hat eine spitze Zunge und Scham scheint für ihn ein Fremdbegriff zu sein. Im Gegenteil zu den anderen Jungs: Garrett Graham und John Logan, ist das Eishockeyspielen für ihn nur ein Hobby. das Hobby, dass ihm die Türen zu den Schlafzimmern der Mädels öffnet. Dean ist es gewohnt, dass jedes Mädchen sofort mit ihm in die Kiste gehen möchte. Was macht er aber, wenn das nicht der Fall ist?
Genau vor dieser Herausforderung steht der angehende Jurastudent, als Allie Hayes erneut auf seinen Schrim erscheint.

Allie Hayes ist die gut gelaunte Schauspielstudentin, die gerade aus einer schwierigen Beziehung mit ihrem Exfreund Sean kommt. Sie ist bekannt als Hannah Wells beste Freundin und Mitbewohnerin, sie ist stur und witzig, kümmert sich jedoch viel zu sehr um die Bedürfnisse anderer, als ihre eigenen Träume gänzlich zu verfolgen. Es droht ein Rückfall, den sie um jeden Preis verhindern muss. Sie will nicht wieder von Sean umgarnt und zur Wiederaufnahme der Beziehung überredet werden. Dieser Beschluss treibt sie ins Haus von Dean Di Laurentis.

Elle Kennedy lässt den Leser nun nicht mehr über das Innere eines Dean Di Laurentis und dessen Wünsche, Träume und Vorstellungen im Dunkeln. Ganz im Gegenteil: einige neuen Informationen sind erfrischend und überraschend. Eine ganz andere Seite des Frauenheldens kommt zum Vorschein. Genau das gleiche gilt für Allie: der blonde Wirbelwind steht nun nicht nur im Mittelpunkt der Leseraufmerksamkeit, sondern auch in Deans Mittelpunkt. Sie verändern sich gegenseitig. Manchmal braucht man eben eine bestimmte Person um herauszufinden, was man wirklich will.

Die Handlung ist vielseitig, hierbei jedoch noch etwas erotischer, als die beiden ersten Teile. Denn die Lieblingsbeschäftigung von Dean ist wohl bekannt: Sex. Egal wann, egal wo. Aber, auch egal mit wem?
Neben der Erotik spielen Romantik, Eifersucht und leider auch Trauer eine wichtige Rolle in der Story. Eines ist klar: der Wendepunkt des Buches, indem es richtig spannend wird und in dem auch die Befürchtung von Allies Vater in Anbetracht von Deans Charakter ausschlaggebend sind, hat seine Wurzeln in einem tragischen Ereignis, dass mich persönlich völlig unvorbereitet und schwer getroffen hat. Nichtsdesotrotz: literarisch-dramatisch ein guter Schachzug der Autorin!

Stilistisch und Schriftlich hält Elle Kennedy ihr hohes Niveau. Sie schafft es mit ihren Worten beziehungsweise mit den Worten, die sie ihren handelnden Figuren in den Mund legt, den Leser zu berühren, ihn zu schocken, zu erleuchten oder zum Lachen zu bringen. Witz und Humor sind ordentlich in die Zeilen gepackt, wenngleich dieser Humor nicht immer jedermanns Geschmack treffen wird.

Am besten ist der Schluss: er gibr Aussicht auf Band vier und beinhaltet einen echten Knaller!

Mit der "Off-Campus-Reihe" hat sich Elle Kennedy ihren Platz auf meiner "Lieblingsautor*innen-Liste" gesichert. Mit ihren wunderbar erarbeiteten und sich hervorragend entwickelnden Charakteren schreibt sie sich in mein Herz und meine Fantasie. Denn ich kriege die Figuren nicht aus dem Kopf, so interessant, spannend und liebenswürdig finde ich sie.

Das Cover passt perfekt zu denen der anderen beiden. Wenngleich ich immer noch kein wahnsinniger Fanvon Personen auf dem Cover bin und meine Ansicht beibehalte, dass etwas zum Thema Eishockey sehr passend hätte sein können.

Alles in allem eine runde Sache. Wohl eher: Treffer versenkt.

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