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Veröffentlicht am 06.05.2025

Eine warmherzige, humorvolle und herzerwärmende YA-RomCom

Betting on you
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Inhalt:
Ein neuer Sommerjob in einem chaotischen Wasserpark – und ausgerechnet ER ist auch da: Charlie, der unverschämt charmante Draufgänger, der Bailey vor drei Jahren schon einmal ziemlich aus dem Gleichgewicht ...

Inhalt:
Ein neuer Sommerjob in einem chaotischen Wasserpark – und ausgerechnet ER ist auch da: Charlie, der unverschämt charmante Draufgänger, der Bailey vor drei Jahren schon einmal ziemlich aus dem Gleichgewicht gebracht hat. Seitdem hat sie ihn erfolgreich verdrängt – bis jetzt. Doch obwohl die beiden unterschiedlicher kaum sein könnten, treffen sie nun täglich aufeinander. Zwischen hitzigen Diskussionen, bissigen Kommentaren und ungeahnten Momenten der Nähe entwickelt sich eine unerwartete Freundschaft – oder doch mehr? Als Charlie mit ihr wettet, dass Jungs und Mädchen niemals nur befreundet sein können, nimmt Bailey die Herausforderung an. Eine harmlose Wette, denkt sie. Aber was, wenn plötzlich mehr auf dem Spiel steht als nur der Sieg?

Meinung:
Lynn Painter schafft es erneut, mit ihrem scharfen, jugendlichen Dialogwitz und charmanten Figuren eine Welt zu erschaffen, in die man mit einem Lächeln eintaucht. Besonders gelungen ist die Chemie zwischen Bailey und Charlie: Ihre Wortgefechte wirken nie gezwungen, sondern herrlich spontan und lebensnah. Man spürt die Spannung zwischen den beiden und gleichzeitig das langsame Wachsen einer tiefen Verbindung, die über das übliche Knistern hinausgeht. Bailey als Protagonistin ist ein echter Gewinn – sie hat ihre Macken, steht dazu, und wirkt dadurch umso glaubhafter. Ihre Art, mit Emotionen umzugehen, wirkt reflektiert, ohne unnatürlich erwachsen zu sein. Dass sie einen Bookstagram-Account hat, ist ein süßes Detail, mit dem sich viele Lesende identifizieren können. Charlie wiederum ist das perfekte Gegenstück: frech, witzig, aber auch überraschend einfühlsam. Die Tatsache, dass beide mit der Scheidung ihrer Eltern und den Folgen kämpfen, verleiht der Geschichte Tiefe, ohne sie unnötig schwer zu machen. Trotzdem bleibt das Buch leichtfüßig – fast zu sehr. Denn gerade am Ende hätte ich mir ein bisschen mehr Raum für das große emotionale Finale gewünscht. Der Spannungsbogen löst sich etwas abrupt auf, sodass man sich fragt: War’s das schon? Ein paar Seiten mehr hätten der Story gutgetan, um die emotionalen Entwicklungen wirklich wirken zu lassen. Trotzdem ist das keine Schwäche, die das Leseerlebnis trübt – eher ein Zeichen dafür, wie sehr man sich in der Geschichte zu Hause gefühlt hat.

Fazit:
Mit „Betting on you“ ist Lynn Painter erneut eine warmherzige, humorvolle und herzerwärmende YA-RomCom gelungen, die vor allem durch ihre lebendigen Figuren und die glaubwürdige Liebesentwicklung überzeugt. Wer Bücher liebt, die sich wie eine gute romantische Teenie-Komödie anfühlen – voller Neckereien, emotionaler Tiefe und einem ordentlichen Funken Magie – wird hier fündig. Insgesamt bietet der Roman richtig gute Unterhaltung, weshalb ich sehr gerne 4 von 5 Sternchen vergebe.

Veröffentlicht am 13.04.2025

Zwischen Londoner WG-Leben, tiefen Gefühlen und einer Prise Geschichte

Girl Abroad
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Inhalt:

Abbey Bly wagt den Schritt in ein neues Leben: Ein Studienjahr in London – weit weg vom kontrollierten Alltag mit ihrem Vater, der einst ein berühmter Rockstar war. Sie hofft auf Freiheit, Abenteuer ...

Inhalt:

Abbey Bly wagt den Schritt in ein neues Leben: Ein Studienjahr in London – weit weg vom kontrollierten Alltag mit ihrem Vater, der einst ein berühmter Rockstar war. Sie hofft auf Freiheit, Abenteuer und vielleicht ein bisschen Selbstfindung. Was sie nicht erwartet: eine WG mit drei Jungs, eine Prise Chaos und vor allem Gefühle, die sie völlig überfordern. Zwischen dem ruhigen, charmanten Jack und dem charismatischen Musiker Nate beginnt ein Gefühlswirrwarr – und gleichzeitig bringt ein geheimnisvolles Forschungsprojekt Abbey näher an sich selbst heran, als sie je gedacht hätte.

Meinung:

Dieses Buch hat mich ehrlich gesagt mehr gepackt, als ich erwartet hatte. Abbey ist eine Protagonistin, mit der ich mich in so vielen Momenten identifizieren konnte – dieses Gefühl, irgendwo neu zu beginnen, nicht zu wissen, was richtig oder falsch ist, und sich gleichzeitig zwischen Herz und Verstand zu verlieren.
Die Dreiecksbeziehung war intensiv, aber nicht platt. Sie war emotional, teilweise schmerzhaft ehrlich und oft verwirrend – so wie echte Gefühle eben sind. Ich war ständig hin- und hergerissen, habe Abbeys Zweifel gefühlt und gehofft, dass sie den Mut findet, auf ihr Bauchgefühl zu hören. Dass es dabei nicht nur um Romantik ging, sondern auch um Abbeys innere Entwicklung, hat die Geschichte für mich besonders gemacht.
Was mich echt überrascht hat, war die Tiefe des historischen Handlungsstrangs rund um das Gemälde. Es hat Abbeys emotionale Situation auf so kluge Weise gespiegelt, dass ich richtig Gänsehaut hatte. Und ganz ehrlich: Ich liebe es, wenn eine Geschichte Romantik mit etwas Geheimnisvollem verbindet, ohne dass es erzwungen wirkt – genau das ist Elle Kennedy hier gelungen.
Ein riesiges Highlight waren für mich auch die Nebenfiguren. Lee war dabei mein Lieblingsmensch – witzig, loyal und mit einer Leichtigkeit, die in den richtigen Momenten die Stimmung aufgehellt hat. Aber auch die Konflikte mit Abbeys Vater haben mir gefallen, weil sie so viel mehr gezeigt haben als nur Drama – sie waren ehrlich, verletzlich und realitätsnah.

Fazit:

„Girl Abroad“ von Elle Kennedy ist mehr als nur eine New-Adult-Romanze. Es ist eine Geschichte übers Loslassen, über das Stolpern und Wiederaufstehen – und über den Mut, das Herz entscheiden zu lassen. Zwischen Londoner WG-Leben, tiefen Gefühlen und einer Prise Geschichte entsteht ein Buch, das mitreißt und nachklingt. Von mir gibt es verdiente 5 von 5 Sternchen.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 26.03.2025

Eine Coming-of-Age-Geschichte, die uns in die Sommerferien 2006 zurückversetzt

Das Leben fing im Sommer an
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Inhalt:
Es ist Sommer 2006, und der 15-jährige Chris steht vor einer der prägendsten Phasen seines Lebens. Nachdem er aus der Nachwuchsmannschaft von Bayer Leverkusen geflogen ist, steht seine Fußballzukunft ...

Inhalt:
Es ist Sommer 2006, und der 15-jährige Chris steht vor einer der prägendsten Phasen seines Lebens. Nachdem er aus der Nachwuchsmannschaft von Bayer Leverkusen geflogen ist, steht seine Fußballzukunft in Frage – ein Rückschlag für den Jungen, der davon träumt, Profifußballer zu werden. Doch im Mittelpunkt seines Lebens stehen nicht nur der Sport, sondern auch seine erste große Liebe: Debbie, das schönste Mädchen der Schule. Mit seinen Freunden verbringt er die heißen Sommertage auf dem Dach der alten Scheune und erlebt eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Was er anfangs für einen gewöhnlichen Sommer hält, wird zu einer Reise der Selbstfindung, bei der er zwischen Freundschaft, Liebe und den Herausforderungen des Erwachsenwerdens hin- und hergerissen ist.

Meinung:
2006? Das war noch vor meiner Zeit. Daher kann ich Kommentare wie „weckt Erinnerungen an meine Jugend“ nicht teilen. Prägend für mich war allerdings der Sommer 2014 und somit Fußballprofis wie Christoph Kramer. Die fünfjährige Leo stand vor dem Fernseher – ja, sie stand, vor lauter Aufregung konnte sie nicht sitzen (es gibt zahlreiche Beweisvideos). Ich kann mich wirklich noch an Szenen wie das glorreiche 7:1 gegen Brasilien oder auch Kramers Last-Minute-Einsatz im Finale mit Bodycheck & Gedächtnisverlust erinnern. Wenn ich daran denke, blüht mir das Herz auf. Das war nämlich der Beginn meiner eigenen „Fußballkarriere“. Schon ein halbes Jahr zuvor begann mein Interesse an Fußball, aber meine Eltern waren nicht ganz so überzeugt von der Idee, dass ich nun Fußballerin werden wollte. Immer wieder wurde ich vertröstet, es gäbe keine Fußballmannschaft für Mädchen in der näheren Umgebung. Nun denn, nach der WM ließ ich mich nicht mehr abwimmeln. „Dann spiele ich halt mit Jungs!“ Gesagt, getan. Das einzige Mädchen in einer Jungsmannschaft zu sein, war nicht immer leicht. Für mich aber eine prägende und lehrreiche Zeit. Ich bin ehrlich, ich war nicht gar so talentiert wie Christoph Kramer, aber ich spielte voller Stolz und Leidenschaft. Und das ist es doch, was guten Sport ausmacht. Das ist es auch, was gute Autoren und Autorinnen ausmacht. Der Ehrgeiz, die eigenen Träume zu verfolgen und nicht aufzugeben. Genau hier knüpft der Roman von Christoph Kramer an, der uns in seinem Debüt mitnimmt auf eine Reise in die Jugend, in der die Suche nach Identität und das Streben nach dem Unmöglichen ebenso präsent sind wie das große Ziel, einfach nur zu „leben“. Und genau dieser Ehrgeiz und die Fähigkeit, sich selbst nicht aufzugeben, ziehen sich wie ein roter Faden durch die Erzählung, die uns so nahe an die ersten großen, echten Erfahrungen heranführt. Die Geschichte hat mich persönlich sehr berührt, weil sie all die Unsicherheiten und Freuden des Jugendalters so gut einfängt. Man wird direkt in die Welt des 15-jährigen Chris gezogen und erlebt mit ihm die intensiven Gefühlswirren, die viele von uns in dieser Zeit durchgemacht haben. Die Sommerferien, das erste Verliebtsein, die Freundschaften, die einen durch alle Höhen und Tiefen begleiten – all das wird auf eine authentische Weise erzählt. Besonders schön finde ich die Kombination von großen, emotionalen Momenten und den kleinen, unbeschwerten Alltagsdetails: die verführerischen Freibadpommes, die aufregenden Nächte und das Kribbeln, das man nur in der Jugend kennt. Die Erzählweise von Christoph Kramer ist dabei angenehm und direkt, ohne zu viel Pathos. Man spürt, dass er viel von seinen eigenen Erlebnissen hat einfließen lassen, was die Geschichte noch glaubwürdiger macht. Zwar sind einige der Erlebnisse vielleicht etwas überspitzt oder idealisiert, doch gerade diese Mischung aus Realität und Fiktion schafft eine nostalgische Atmosphäre, die die 2000er Jahre lebendig werden lässt. Die Themen, die Kramer anspricht – von Selbstzweifeln über den Drang, „cool“ zu sein, bis hin zu den ersten zaghaften Schritten in die Unabhängigkeit – kommen sehr gut zur Geltung. Ich, gerade 16 Jahre alt und verliebt bis über beide Ohren, habe mich immer wieder in den Szenen selbst erkannt, vor allem in den Momenten, die von Unsicherheit und dem Wunsch nach Zugehörigkeit handeln. Gleichzeitig sorgt der Humor, den Christoph Kramer immer wieder in die Erzählung einfließen lässt, für eine Leichtigkeit, die der Geschichte gut tut.

Fazit:
„Das Leben fing im Sommer an“ von Christoph Kramer ist eine herzliche und nachvollziehbare Coming-of-Age-Geschichte, die uns in die Sommerferien 2006 zurückversetzt. Mit einer Mischung aus persönlichen Erinnerungen und fiktionalen Erlebnissen erzählt der Autor von der ersten Liebe, Freundschaft und dem Erwachsenwerden. Die Erzählweise ist unaufdringlich, jedoch voller Wärme und Nostalgie. Es ist ein Buch, das besonders für diejenigen interessant ist, die eine ähnliche Jugend erlebt haben, aber auch jüngeren Lesenden einen Einblick in diese Zeit bieten kann. Alles in allem ein schöner Roman über die Herausforderungen und Freuden des Erwachsenwerdens. Von mir gibt es 4,5 von 5 Sternchen.

Veröffentlicht am 16.03.2025

Ein spannender Auftakt einer neuen Romantasy-Reihe für Kinder und Jugendliche

Aurora Academy (Band 1) – Wenn das Nordlicht erwacht
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Inhalt:
Yara erfährt an ihrem vierzehnten Geburtstag, dass sie kein gewöhnliches Mädchen ist, sondern ein Nordlicht, ein magisches Wesen mit außergewöhnlichen Kräften. Diese Kräfte werden durch ihre Emotionen ...

Inhalt:
Yara erfährt an ihrem vierzehnten Geburtstag, dass sie kein gewöhnliches Mädchen ist, sondern ein Nordlicht, ein magisches Wesen mit außergewöhnlichen Kräften. Diese Kräfte werden durch ihre Emotionen beeinflusst und können nur an der Aurora Academy, einer geheimen Schule am Polarkreis, kontrolliert und geschult werden. Hier begegnet Yara unter anderem dem geheimnisvollen Davin, Sohn der Schulleiterin, und dem abenteuerlustigen Finn. Doch als dunkle Schattenwesen die Academy bedrohen, sieht sich Yara mit einer schwierigen Entscheidung konfrontiert: Soll sie ihren Gefühlen folgen, die ihre Kräfte zu destabilisieren drohen, oder die Regel befolgen, niemals in jemanden verliebt zu sein, um die Sicherheit aller zu gewährleisten?

Meinung:
Mareike Allnoch ist mit diesem Roman ein spannender Auftakt einer neuen Romantasy-Reihe für Kinder und Jugendliche gelungen. Die Welt der Nordlichter ist faszinierend und gut durchdacht – eine Mischung aus Magie, geheimen Kräften und der Mystik des Polarkreises. Besonders gelungen ist die Idee, dass die Magie der Nordlichter durch die Gefühle beeinflusst wird, was die Handlung sowohl spannend als auch emotional aufgeladen macht. Yara als Protagonistin ist ein starker Charakter, der sich mit ihren neuen Fähigkeiten und der damit verbundenen Verantwortung auseinandersetzen muss. Ihre innere Zerrissenheit zwischen der Kontrolle ihrer Magie und den Gefühlen, die sie für Davin und Finn entwickelt, sorgt für eine interessante, teils auch dramatische Dynamik. Auch die Nebencharaktere, insbesondere der freche Polarfuchs Suki, bringen viel Charme in die Geschichte. Die Beziehungen zwischen den Charakteren sind gut aufgebaut, und es wird nie zu klischeehaft. Vor allem die Herausforderung, sich in einer Welt voller Magie und Gefahren nicht von den eigenen Gefühlen leiten zu lassen, gibt der Geschichte Tiefe und einen Hauch von Tragik. Der Konflikt zwischen persönlichen Gefühlen und der Pflicht, die Akademie und ihre Geheimnisse zu schützen, sorgt für fesselnde Wendungen.

Fazit:
„Aurora Academy: Wenn das Nordlicht erwacht“ von Mareike Allnoch ist ein äußerst gelungener Start in eine neue, magische Reihe, die sowohl mit einer starken Protagonistin als auch mit einer fesselnden und gut aufgebauten Welt überzeugt. Die Autorin hat eine Geschichte erschaffen, die junge Lesende sowohl emotional berührt als auch in eine geheimnisvolle und spannende Welt entführt. Der Mix aus Magie, Emotionen und der Abenteuerlust der Charaktere macht das Buch zu einem tollen Leseerlebnis. Die interessante Fragestellung, ob Yara ihren Gefühlen folgen oder ihre Kräfte kontrollieren soll, sorgt für jede Menge Spannung – vor allem am Ende des Buches, weshalb ich mich jetzt schon auf die Fortsetzung freue. Ich kann gar nicht anders als hochverdiente 5 von 5 Sternchen zu vergeben.

Veröffentlicht am 02.03.2025

Ein fesselnder Auftakt einer vielversprechenden Reihe

Thirteen Witches - Die Erinnerungsdiebin
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Inhalt:
Rosie lebt mit ihrer Mutter in einem kleinen Haus, doch ihre Beziehung ist von Kälte und Distanz geprägt. Ihre Mutter ist nicht nur abwesend, sondern scheint auch jede Erinnerung an ihre Tochter ...

Inhalt:
Rosie lebt mit ihrer Mutter in einem kleinen Haus, doch ihre Beziehung ist von Kälte und Distanz geprägt. Ihre Mutter ist nicht nur abwesend, sondern scheint auch jede Erinnerung an ihre Tochter zu verlieren. Rosie entdeckt, dass eine Hexe ihrer Mutter die wertvollsten Erinnerungen gestohlen hat und macht sich auf die Suche nach einer Lösung. Bei ihrer Reise wird sie von dem Geist Ebb unterstützt und erkennt bald, dass sie selbst der Schlüssel zum Kampf gegen die Hexen sein könnte. Ihr Schicksal ist es, die Hexen zu besiegen und ihre Mutter zu retten, doch dafür muss sie sich ihrer eigenen Bestimmung stellen.

Meinung:
Dieser Auftakt der „Thirteen Witches“-Reihe ist ein wunderschönes und zugleich düsteres Abenteuer, das die Lesenden in eine Welt entführt, in der Magie, Familie und der Mut, sich selbst zu finden, im Vordergrund stehen. Die Geschichte ist in ihrer Tiefe und Komplexität überraschend, da sie nicht nur von der Fantasie lebt, sondern auch von den emotionalen Aspekten der Charaktere. Besonders berührend ist die Beziehung zwischen Rosie und ihrer Mutter, die von Anfang an durch ihre kühle und distanzierte Art geprägt ist. Die Autorin fängt diese Zerbrechlichkeit wunderbar ein, sodass die traurige Realität von Rosies Leben nie zu weit entfernt ist, während sie sich mit der magischen Welt auseinandersetzt. Rosie als Protagonistin ist ein Charakter, mit dem man sich sofort identifizieren kann. Ihre Gefühle der Verlassenheit und ihr Wunsch nach familiärer Liebe sind so nachvollziehbar, dass sie einem im Herzen bleibt. Auch ihre Entwicklung von einem schüchternen, unsicheren Mädchen zu einer mutigen Kämpferin wird feinfühlig und realistisch dargestellt. Die Atmosphäre der Geschichte, die zwischen gruseligen, mystischen Momenten und herzergreifenden Szenen schwankt, zog mich tief in ihren Bann. Besonders die Geister, allen voran Ebb, verleihen der Geschichte einen charmanten und gleichzeitig unheimlichen Touch. Ein kleiner Wermutstropfen ist der Mittelteil des Buches, der sich stellenweise etwas zieht, als Rosie mehr über die Hexen und ihre Herkunft erfährt. Trotzdem bleibt das Buch spannend und wird zum Ende hin wieder packend und atmosphärisch stark.

Fazit:
„Thirteen Witches: Die Erinnerungsdiebin“ von Jodi Lynn Anderson ist ein magisches, tiefgründiges Abenteuer, das sowohl mit seiner fantasievollen Welt als auch mit seinen emotionalen Momenten überzeugt. Die Autorin verwebt gekonnt Themen wie Freundschaft, Mut und familiäre Bindungen mit einer düsteren und mystischen Atmosphäre. Trotz eines leicht schleppenden Mittelstücks, das für die Erzählung notwendig ist, bleibt das Buch ein fesselnder Auftakt einer vielversprechenden Reihe. Ich freue mich auf die Fortsetzung und vergebe 4 von 5 Sternchen.