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Veröffentlicht am 07.09.2020

Zeit ist relativ

Einstein
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Liebevoll illustriert und gefüllt mit Informationen vermittelt "Einstein" aus der Feder von Torben Kuhlmann schon jüngeren Lesern einen tollen Eindruck über die Zeit und deren Funktionsweise. Besonders ...

Liebevoll illustriert und gefüllt mit Informationen vermittelt "Einstein" aus der Feder von Torben Kuhlmann schon jüngeren Lesern einen tollen Eindruck über die Zeit und deren Funktionsweise. Besonders hervorzuheben sind hierbei auch die zahlreichen, teilweise ganzseitigen Illustrationen, die den liebevoll formuliertem Abenteuer der Maus einen besonderen Rahmen bieten. Was ist Zeit? Kann man die Zeit auch zurückdrehen und wer hat Die Zeit eigentlich erfunden? Mit diesen Fragen befasst sich die kleine Maus, nachdem sie das Käsefest in Bern verpasst hat. Dabei trifft sie nicht nur auf Artgenossen, sondern auch auf allerlei Kuriositäten, auf Gefahren und einen ganz besonderen Menschen: Albert Einstein. Eine süße und unterhaltsame Geschichte auch für Erwachsene Leser, die nicht nur unerwartet sondern zugleich auch wenig albern und dennoch überzeugend wirkte. Der angesetzte Preis von 22,00€ wirkt in Anbetracht der Fülle an Informationen und Illustrationen in keinem Fall zu hoch. Mit der Geschichte um die kleine Maus und Albert Einstein handelt es sich um den vierten Band einer Buchreihe rund um tapfere und wissbegierige Mäuse. Insgesamt ein tolles Buch für junge und erwachsene Leser.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.09.2020

Toller Schreibstil

Das lügenhafte Leben der Erwachsenen
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Giovanna ist dreizehn als ihre friedliche Welt sich als eine andere entpuppt. Ihr Vater ist nicht immer der unbeschwerte und sonnenbeschienene Mann, den sie als kleines Mädchen kennengelernt hat und auch ...

Giovanna ist dreizehn als ihre friedliche Welt sich als eine andere entpuppt. Ihr Vater ist nicht immer der unbeschwerte und sonnenbeschienene Mann, den sie als kleines Mädchen kennengelernt hat und auch ihre Mutter sieht sie plötzlich mit ganz anderen Augen. Doch schlimmer noch ist die Schwester ihres Vaters, ihre Tante Vittoria. Sie gilt nicht nur als schwarzes Schaf der Familie, sie muss auch noch für allerlei Verfehlungen herhalten und auch sonst wird kein gutes Haar an ihr gelassen. Um zu ergründen, ob ihre Tante wohl wirklich so ein schrecklicher Mensch ist, wie von Mutter und Vater geschildert, sucht Giovanna den Kontakt zu ihr. Mit selbigem macht sich jedoch schnell die Erkenntnis breit, dass niemand perfekt ist und auch ihre Tante jedoch eine Menge heller Momente und kluger Lebensweisen aufweist. Die Begegnung mit ihrer Tante ist zugleich Grundstein von Giovannas eigener Entwicklung, welche sich nun auf die verschlungenen Pfade des Erwachsenwerdens begibt und dort immer wieder zwischen Abscheu und dem Wunsch nach Annerkennung schwankt. Wird es ihr gelingen, einen guten Weg für sich zu finden? Oder wird Giovanna ein Leben wie ihre Eltern und ihre Tante führen? Möglichst angepasst und allen Erwartungen stets entsprechend?


Die Geschichte um Giovanna, welche auch aus ihrer Sicht erzählt wird, konnte mich nicht nur begeistern, sondern auch überzeugen. Authentisch und reich an Details schildert die Autorin Elena Ferrante das Leben eines jungen Mädchens, was langsam zur Frau heranreift und dabei sich und ihr eigenes Leben entdeckt. Statt nur streng nach den Erwartungen ihrer Eltern zu leben, beginnt sie zu hinterfragen, zu überdenken oder gar abzulehnen und sich eine eigene Meinung zu bilden, was mir als Leserin persönlich gut gefallen hat. Insgesamt konnte Elena Ferrante mich mit der Erzählung um ihre Protagonistin Giovanna überzeugen, aber auch die anderen Charaktere wirkten glaubwürdig und nicht übertrieben. Gut gefallen hat mir die Authentizität der Handlung, da der Schritt zum Erwachsenwerden von vielen Menschen, so auch bei Giovanna oft auf wackeligen Beinen geschieht. Giovanna jedoch wirkt stark und lebendig und konnte mich daher auch von sich überzeugen. Klar und beinahe gefasst blickt sie auf das Leben der Erwachsenen in ihrem Umfeld und muss erkennen, dass deren Leben oft durch Lügen und dem schönen Schein bestimmt wird. Insgesamt hat Elena Ferrante eine solide und zugleich beinahe poetische Geschichte geschaffen, welche mich nicht nur durch ihren unvergleichlichen Schreibstil für sich gewonnen hat, sondern auch durch die flüssige Erzählweise. Längen oder langatmige Passagen konnte ich keine während des Lesens feststellen. Auch die Umschlaggestaltung gefällt mir gut, da sie zugleich passend zum Inhalt ist. 

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.09.2020

Spannend

Get Even
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Kitty, Bree, Olivia und Margot haben ein Ziel, den Schwachen an ihrer Schule endlich das Gefühl von Genugtuung und Gerechtigkeit verschaffen, indem sie ihre Peiniger auf die eine oder andere Art daran ...

Kitty, Bree, Olivia und Margot haben ein Ziel, den Schwachen an ihrer Schule endlich das Gefühl von Genugtuung und Gerechtigkeit verschaffen, indem sie ihre Peiniger auf die eine oder andere Art daran erinnern, dass nichts im Leben jemals ohne Folgen bleibt. Ihr Handeln ist riskant, nicht nur, weil sie als Gruppierung mit dem Namen "DGM" heimlich und im Hintergrund agieren, sondern auch, weil ihnen mit Aufdeckung ihrer Identität ein Schulverweis oder Schlimmeres drohen könnte. Als dann auch noch ein Mord geschieht, verhärtet sich der Verdacht gegen "DGM", doch wäre wirklich eine von ihnen in der Lage, einen Mord zu begehen? Oder hat es doch jemand auf sie abgesehen?


Die Geschichte um Bree, Kitty, Olivia und Margot hat mir nicht nur sehr gut gefallen, sie konnte mich auch begeistern. Nicht nur das gesamte Setting ist unheimlich ansprechend, auch die Thematik konnte mich packen. So ist es der Autorin Gretchen McNeil zugleich auch immer wieder gelungen, ihre Protagonistinnen unvorhersehbare Dinge tun zu lassen und somit die Spannung aufrecht zu erhalten. Auch konnte sie mich mit ihrem flüssigen Schreibstil überzeugen und mich damit immer mehr in die Handlung reinziehen. Gut war dabei auch der stetige Perspektivwechsel, welcher die Handlung zusätzlich spannender gemacht hat. Insgesamt ist der Autorin eine spannungsgeladene und packende Geschichte gelungen, deren Fortsetzung ich nicht abwarten kann. Die Coverg3staltung gefällt mir durch ihre Schlichtheit und dem Hauch Düsternis, der von ihr ausgeht.


  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.09.2020

She is the darkness

Chroniken der Dämmerung, Band 1: Moonlight Touch
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Anders als alle anderen Alben muss Sheera ein Leben im Verborgenen führen. Sie ist eine Nachtalbe und jene gelten als gefährlich und unrein, weshalb es nur eine Frage der Zeit ist, bis sie der Tod mit ...

Anders als alle anderen Alben muss Sheera ein Leben im Verborgenen führen. Sie ist eine Nachtalbe und jene gelten als gefährlich und unrein, weshalb es nur eine Frage der Zeit ist, bis sie der Tod mit offenen Armen empfängt. Doch Sheera ist anders. Sie führt ein Leben als Diebin verborgen im Schutze der Dunkelheit. Doch als sie eines Tages von einem ihrer Streifzüge heimkehrt, wird sie bereits von Blutalben, der Leibgarde der Königin erwartet und an deren Hof verschleppt. Dort wird Sheera eröffnet, dass die Königin stirbt und sie eine der auserwählten Anwärterinnen auf deren Thron ist. Gemeinsam mit anderen jungen Frauen muss sie Herausforderungen meistern und zugleich der Ränkeschmiederei bei Hofe standhalten. Auch der junge Lysander, Thronerbe und unverkennbarer Träumer steht vor großen Herausforderungen. Nicht zuletzt sein Vater macht ihm das Leben mit seiner Gier nach Macht und Reichtum zur Hölle. Doch können zwei so junge Menschen wie Sheera und Lysander bestehen in einer Welt erfüllt von Hass und Grausamkeit? Wer von ihnen wird am Ende den Thron besteigen und eines Königs würdig sein?


Die Autorin Jennifer Alice Jager konnte mich nicht nur durch ihren tollen Schreibstil abholen, sondern auch das gesamte Setting der Handlung konnte mich direkt für sich gewinnen. Sheera, oder auch Sheera Abendhauch, wirkte auf mich nicht nur durch ihre Bodenständigkeit sehr sympathisch, auch ihr Hang zur Gerechtigkeit und ihre Gewitztheit, die sie als Diebin zweifelsohne besitzt, konnten mich von sich überzeugen. Sie wirkte, anders als Lysander, gleich zu Beginn an authentisch und lebendig auf mich währenddessen er bei mir weniger Punkten konnte. Vielleicht liegt das auch daran, dass selbiger auf den ersten Blick wie ein verwöhntes und verzogene Kind daherkommt. Auf dem zweiten Blick lässt sich jedoch schnell erkennen, dass auch auf ihn mehr lastet als zunächst angenommen, was ihm hingegen wieder etwas mehr Sympathie bei mir einbringen konnte. Auch die Nebencharaktere sind wahrlich gelungen und haben gleichermaßen für die eine oder andere Überraschung sorgen können. Insgesamt hat es die Autorin geschafft, eine überaus komplexe und vielschichtige Welt zu erschaffen, die mich in ihren Bann ziehen konnte. Ihr Schreibstil wies keine unnötigen Längen auf und floss auf angenehme Weise stets dahin, was mir das Lesen sehr erleichterte. Auch die Fülle an Details konnte mich überzeugen, so sind es eben jene Ausschmückungen die ihrer Handlung ein zusätzliches, besonderes 'Etwas' verliehen haben. Die wechselseitige Erzählweise zwischen Sheera und Lysander gefiel mir gut und auch der Cliffhanger am Ende des Buches konnte mich, trotz 'fiesem' Ende packen. Die Cover- und Umschlaggestaltung sind einfach nur wunderschön und auch die Verzierungen innerhalb des Buches sowie die Karte, welche einen Überblick über Fahir, der Welt in welcher die Handlung angesiedelt ist, bietet, wirkten hochwertig und zugleich ansprechend. Insgesamt kann ich ein Erscheinen des Folgebandes, welcher hoffentlich sehr bald veröffentlich wird, kaum erwarten. Fazit: absolute Leseempfehlung!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.08.2020

Achtung: Ansteckend

Der Corona-Effekt - Zwischen Shutdown und Neubeginn: Was wir jetzt über uns lernen können
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Corona. Eine Pandemie, welche Die Welt zum Stillstand aber auch zum gemeinsamen Kampf gegen das Virus zwingt. Doch können wir einfach weitermachen? 


Anders als erwartet, findet man weder flammende Reden ...

Corona. Eine Pandemie, welche Die Welt zum Stillstand aber auch zum gemeinsamen Kampf gegen das Virus zwingt. Doch können wir einfach weitermachen? 


Anders als erwartet, findet man weder flammende Reden zum Kampf gegen das Virus, noch wird staubtrocken auf Zahlen rumgeritten. Auch ein gezieltes Schüren von Ängsten oder gar Panik konnte ich während meiner Lektüre nicht feststellen. Informativ und zugleich sachlich befasst sich der Autor mit einer Thematik, welche aktueller nicht sein könnte. Interessant sind die verschiedenen Denkanstöße, die mehr oder weniger direkt vermittelt werden und zugleich zum Umdenken anregen sollen. Gut gefällt mir auch, dass das Buch nicht allzu dick ist und somit die Chance besteht, dass man während des Lesens nicht das Interesse verliert. Die nüchterne Gestaltung des Buches in seiner Gesamtheit hat mir gut gefallen und passt zugleich zur ernsten Thematik, da Corona alles andere als ein Spaziergang über eine Blumenwiese ist.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere