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Veröffentlicht am 02.09.2020

Ein wahres Wohlfühlbuch...

Hoch wie der Himmel
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»Hoch wie der Himmel« ist der 1. Band der Liebesroman-Reihe »Northern Love« rund um die Familienpraxis der Geschwister Krister, Alva und Espen Solberg im zauberhaften Ort Lillehamn am Fjord. Einfühlsam ...

»Hoch wie der Himmel« ist der 1. Band der Liebesroman-Reihe »Northern Love« rund um die Familienpraxis der Geschwister Krister, Alva und Espen Solberg im zauberhaften Ort Lillehamn am Fjord. Einfühlsam und wunderbar romantisch erzählt Julie Birkland von Menschen, die das Schicksal gebeutelt hat, und die eine zweite Chance für die Liebe bekommen. Der 2. Liebesroman der Reihe »Northern Love«, »Tief wie das Meer«, erzählt Espens Geschichte und erscheint im Dezember 2020.

„Ganz gleich, wie oft du sie verlierst – die Liebe findet ihren Weg zurück zu dir!“

Ohne lange Umschweife, landet man direkt in der Handlung und mitten im Umzug und einer einschneidenden Veränderung im Leben von Annik und Theo. Annik wagt eine große Veränderung nach dem Tod ihres Mannes. Sie ist Ärztin und sucht die räumliche Veränderung in Norwegen, einer familiären Arztpraxis und vielleicht auch einer besseren Zukunft für Theo. Doch ob sie das alles packen wird, müsst ihr einfach selbst lesen. Ein neues Land bedeutet auch neue Herausforderung, neue Leute, eine andere Sprache und nicht jeder empfängt einen sofort mit offenen Armen.
Es ist eine Geschichte über drei Geschwister, eine packende Leidenschaft, ein Neuanfang, Hürden und Ängste, die zu überstehen sind, ein über sich Hinauszuwachsen, seinen Horizont erweitern, seine Komfortzone zu verlassen, ein Abenteuer zu wagen und seine eigenen Handicaps zu überstehen.
Diese Geschichte schwebt ganz leicht vor einem hin, steckt voller amüsanter Momente, vielen Gefühlen, emotionale Augenblicken, sinnlichen und verstohlene Zeiten, authentischen Charakteren , einem Traumland und man fühlt sich einfach wohlig eingebettet. Kleine Highlights beleben die Geschichte und ansonsten braucht sie kein besonderes Chichi, sie lebt einfach für sich und mit aufmerksamer Begeisterung lässt man sich von ihrem Zauber einnehmen und verliebt sich einfach selbst in das Land und die Leute.

Annik, bestreitet mit ihrem fünfjährigen Sohn einen neuen mutigen Weg, aber neue Zeile bedeuten auch positive Veränderungen. Zumindest erhofft sich Annik mit diesem Tapetenwechsel eine gute Zukunft für sich und Theo. Annik ist ansonsten eine aufgeschlossene, freundliche und neugierige junge Frau, die im Grunde keinen Weg sträubt. Sie ist fast für alles offen, geht neue Wege, lässt dich nicht so schnell von skurrilen Patienten verscheuchen und bringt sich aktiv in ihr neues Umfeld ein. Ihre Schwester Mara ist ihr zu Beginn eine große Stütze und auch sie gefiel mir so gut, dass ich mir eine eigene Geschichte mit ihr vorstellen könnte. Nur ein Mensch scheint es Annik schwer zu machen und zwar ihr Chef und Vermieter. Sie kann ihn nicht knacken und kann ihn auch schwer einordnen, jedoch kann sie ihm auch nicht aus dem Weg gehen.

Krister, ist mit Leidenschaft und Ehrgeiz Arzt geworden, er engagiert sich ehrenamtlich als Rettungsassistenz und möchte immer in allem was er anfässt der Beste sein. Er ist nicht der Typ großer Worte, aber durchaus ein Mann mit einer gewissen Ausstrahlung und dem Feingefühl für große Gesten, wenn er über seinen eigenen Schatten springt. Krister, hat einen besonderen Drang nach Freiheit. Er schafft es zu dem kleinen Theo durchzudringen und sieht nicht immer alles so ernst wie Annik. Doch diese Frau stellt Dinge mit ihm an, die er lange nicht mehr gespürt und empfunden hat. Doch durch falsche Signale, ist es nicht einfach zu ihr durchzudringen und ihrer Vorgeschichte. Die Beziehung zu seinen Geschwister ist sehr innig, familiär und gleichzeitig freundschaftlich.

Die Nebencharaktere haben mir sehr gefallen und bringen noch zusätzlichen Schwund in die Handlung.

Der Schreibstil ist sehr angenehm, wundervoll leicht, locker, stilsicher und mit dem nötigen Brise Humor und sarkastischen sowie Selbstironischen Zügen versetzt. Ich mochte sehr das Gefühl, die diese Geschichte einfach versprüht. Die ungefähr gleichbleibenden Kapitellängen sind einfach nur so dahingeflogen. Die einzelnen Charakteren wurden wundervoll herausgearbeitet und bringen sehr viel Glanz durch ihre Individualität hinein. Die Geschichte wird im Erzählstil und durch wechselnde Sichten von Annik und Krister wiedergegeben. Die Dialoge sind sehr ernsthaft, emotional bis hin zu spritzig amüsant. Der Roman strahlt durch seine bildgewaltige und auch tragende landschaftliche Erzählung.

Das Cover ist wunderschön gestaltet, passt zum einen perfekt zur Handlung und auch die norwegischen Kulissen sind einfach ein Traum.

Mein Fazit: Ein wahrer Wohlfühlroman vom Beginn bis zum Ende, in einer traumhaften Kulisse, mit tollen Charakteren und man möchte einfach nicht das es endet. Es ist einfach ein Buch, das man nicht aus der Hand legen mag . Ich freue mich schon auf den nächsten Band und auf den nächsten Bruder mit Espen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 31.08.2020

Sping über deinen Schatten...

Distant Love: Immer wenn wir uns sehen
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Auch mit dem zweiten Roman, den ich nun von der Autorin Nicole Knoblauch gelesen habe, konnte sie mich wieder voll und ganz für sich einnehmen. In dieser Geschichte zeigt sie eine andere Variante, den ...

Auch mit dem zweiten Roman, den ich nun von der Autorin Nicole Knoblauch gelesen habe, konnte sie mich wieder voll und ganz für sich einnehmen. In dieser Geschichte zeigt sie eine andere Variante, den einen besonderen Menschen für sich zu finden, aber wenn der Mensch sich selbst und dazu noch das Leben einen Hürden in den Weg stellt, die es heißt zu überwinden. Mit einer schonungslosen ehrlichen, frechen, aber auch gefühlvollen Art, erzählt sie eine Geschichte, die man immer wieder gerne zur Hand nehmen würde.

Der Roman wird in zwei Teilen gespalten und endet mit einem Epilog. Jedoch steigt man sofort ohne großen Vorspann in die Handlung ein und begibt sich mit Miri in das neue Abenteuer einer neuen Studienstadt und in die ersten eigenen Schritte der Zwillinge. Janina ist die eineiige Zwillingsschwester von Miri und beide sind sich ähnlich, jedoch charakterlich wiederum sehr unterschiedlich. Miri war eigentlich dabei ihren Lebensstil zu ändern, jedoch warum soll sie sich den Spass am Leben verbieten lassen. So macht sie auch worauf sie Lust hat und auch bei den Männern kann sie einem bestimmten Typ nicht widerstehen. So trifft sie auch auf Win und das Schicksal nimmt seinen Lauf. Die beiden werden nämlich immer wieder aufeinandertreffen. Jedoch stehen die Sterne nicht gerade gut für die beiden. Immer wenn man selbst wie auf Kohlen geht, nimmt die Handlung eine unvorhersehbare Wendung. Dadurch entsteht kein Stillstand und als Leser ist man schon am zweifeln, was kommt denn nun noch auf einen zu.
Diese Geschichte konnte mich wieder völlig für sich einnehmen. Gerade die Charaktere mal nicht nach Schema F zu gestalten, ihnen wahres Leben einzuhauchen und einen alles spüren zu lassen, dass hat die Autorin hier wunderbar hervorgehoben. Es wird sehr gut hervorgehoben, wie man sich selbst im Weg stehen kann, Missverständnisse und die eigene Wahrnehmung seine persönlichen Ziele aus den Augen verlieren lässt und sich einigen Wahrheiten stellen sollte, denn nur der Weg zu sich selbst und die eigene Akzeptanz, kann einen für andere öffnen.
Die bildhafte Darstellung war wieder sehr präsent und egal ob in Deutschland oder in Australien, man wünscht sich einfach mit an diesen Orten zu sein.

Win, hat zwar ein Ziel vor Augen, wie er sein Leben gerne gestalten würde, jedoch bricht er immer wieder ein und möchte seiner Familie gerecht werden. Er kommt aus gutem Hause, musste sich über das nötige Kleingeld nie Gedanken machen, obwohl ihm dieser Stand gar nicht wichtig ist und versucht so normal wie möglich zu leben. Als er auf Miri trifft, wird er wahrlich umgehauen. Er hat Blut geleckt und spürt, dass diese Frau ihn so schnell nicht mehr aus dem Kopf gehen wird.

Miri, ist eine starke und taffe junge Frau, die sich nicht viel vormachen lässt und sich das nimmt, was sie will. Jedoch nur bis zu einem gewissen Grad, denn sobald etwas nicht in ihre persönliche heile Welt hineinpasst, steigert sich ihr Drang zu fliehen und vor sich selbst davon zu rennen. Miri muss einen weiten Weg gehen, um zu sich selbst zu stehen, in sich hineinzuhorchen und sich für andere wirklich zu öffnen.

Einige Nebencharaktere geben noch die zusätzliche Würze in die Suppe hinein und verhindern, dass die Protagonisten so völlig gegen die Wand laufen. Ab und an benötigt man Leute, die einen wieder den Kopf zurecht rücken und einfach nur da sind.

Der Schreibstil ist wunderschön, locker, witzig, spritzig und dadurch fließt der Text nur so dahin. Die Dialoge sind einfach passend, egal zu welcher Situation und man nimmt es einfach ab. Die Wortgefechte lockern einfach die Atmosphäre und werden von süßen und sexy Momenten begleitet. Den Emotionen und Gedanken konnte ich jederzeit nachempfinden und dabei mitfiebern. Die Kapitellängen sind gleichbleibend kurz. Die Handlung wird in der Ich-Perspektive aus den beiden sichtbaren wechselten Charakteren von Miri und Win wiedergegeben. Handlungsorte sind Trier, Main und Australien mit Sydney und dem Outback.

Das Cover ist einfach zauberhaft gewählt worden und vermittelt eine heimelige Zweisamkeit sowie die Sehnsucht zur fernen australischen Welt. Zudem gibt es eine Musikauswahl in Form einer Playlist.

Mein Fazit: Kein Wohlfühlroman im herkömmlichen Sinne, nein er ist zum anfassen, echt, mit Leben gefüllt und nicht ganz so perfekten Charakteren, die sich einfach mal das herausnehmen was sie wollen. Man fiebert und leidet mit, lechzt nach den schönen Momenten und spürt den inneren Kampf sowie eine deutliche Entwicklung, aus einer perfekten Welt herauszuspringen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.08.2020

Im Zeichen des Feuers und Wassers

Zwischenerde
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Nach ihrem Romandurchbruch mit „Franky O. - Donner im Herzen und Feuer im Herzen“ hat sich die Autorin Tanja Wagner nun an ein neues Genre gewagt und zwar begibt sie sich mit dem Beginn ihrer neuen Reihe ...

Nach ihrem Romandurchbruch mit „Franky O. - Donner im Herzen und Feuer im Herzen“ hat sich die Autorin Tanja Wagner nun an ein neues Genre gewagt und zwar begibt sie sich mit dem Beginn ihrer neuen Reihe in die Urban-Fantasy. Und was soll ich euch da sagen, für mich genau richtig getroffen, denn ich mag solche Art an Fantasy, die ich begreifen und vor allem auch greifen kann.

Die Handlung beginnt zunächst mit Worten an den Leser, in Form einer alten gesiegelten Papierrolle. Danach kommt man im aktuellen Jetzt an man, um danach kurz in die Vergangenheit und ihre tragende Rolle entführt zu werden. Vor 20 Jahren geriet alles aus den Fugen und die Welt hat sich verändert. Vielmehr die Zwischenwelt und was sich so üblicherweise zwischen Gut und Böse abspielt. So hat Angelo seine Familie abseits auf einer Insel ein angenehmes und ruhiges Leben ermöglicht, doch nun war die Ruhe vorbei, denn „Er“ war wieder zurück. Also auch wieder zurück in das vergangene Leben, mit neuen Aufgaben und mit einer Aussicht auf einen neuen Kampf. Natürlich geht es dabei um Macht, Ansehen, den Sieg über alles, den Schutz der Menschheit und so vieles übernatürliches, was so gar nicht wahrgenommen wird. Eine kleine Allianz von Balance- aber auch Schutzwächtern immer darauf bedacht, das Gleichgewicht der Welt nicht aus den Fugen zu bringen und alles dafür zu geben. So erlebt man eine Familie die Zusammenhält, an der Seite mit gute Freunden, eigenwilligen Lebensformen, nicht nur einen Angriff, eigensinnige Charaktere, der Beginn von neuen Freundschaften und erste zarte Gefühle. Die Abwechslung und das Zusammenspiel von den verschiedenen Elementen, den verschiedenen Orten und Lebensformen hat mir sehr gefallen. Es entwickelt sich alles in einem stetigen Tempo, so dass man nie das Gefühl hatte überrannt zu werden oder irgend etwas zu verpassen. Die Vielzahl von Charakteren machte mir erst etwas Kopfzerbrechen, jedoch findet man sich schnell zurecht und beschränkt sich dann auf einen bestimmten Personenkreis.

Angelo Corondall, der Anführer und Hüter der Elemente, immer bedacht seine Familie zu schützen. Er verteilte eins die Elemente und zu ihm fließen sie auch wieder zurück. Manchmal muss er Entscheidungen treffen, die ihm sehr schwer fallen, aber in erster Linie sieht er mit den Augen eines Vaters und Ehemanns. Doch auch für die Menschheit versucht er die richtige Balance zu halten.
Grace Corondall, Wächterin der Luft und eine Mutter mit Herz und Seele. Doch sie ist bereit das nötige zu tun, um die zu schützen, die es bedürfen und weiß wann es Zeit ist loszulassen.

Jack Corondall, Wächter des Eises und wahrlich einer cooler Typ. Auf ihm ist immer Verlass, er trägt viel bei und auf seinen Schultern lastet viel Verantwortung. Der zeigt eine Emotionen offen und hält nichts davon sich zu verstellen. Und da ist jemand, der sein Herz in Wallung zu bringen scheint und drauf freue ich mich sehr, mehr zu erfahren. Ansonsten ist er sehr unnahbar und noch nicht immer für mich zu greifen.

Jara Corondall, zum einen die Wächterin des Wassers und zum anderen wird ihr lange etwas verschwiegen. Sie trifft es am härtesten, denn sie prallt auf Welten und Wahrheiten, die ihr bis zum Wegzug von der Insel nicht bekannt war. Sie ist in einer wohlbehüteten Blase aufgewachsen und wurde wahrlich abgeschottet. Doch sie ist neugierig, wissensdurstig, lebenslustig, eine gute Seele und lässt nicht unversucht und unentdeckt, um einen Ausweg aus der Misere zu finden. Dabei entdeckt sie die ersten zarten Wege der Liebe.

Adem Morgant, der Wächter der Erde und ein unfassbar cooler Mann. Er hat Witz, Charme und ein gewisses Gespür auf andere. Lange musste er eine harte Zeit überstehen, aber irgendwie scheint es so, als wäre es nie geschehen. Ich mag seine Art einfach und er ist eine wirkliche Bereicherung.

Ray Morgant, der Wächter des Feuers und einfach hot. Er musste einiges einstecken, einen Teil seines Lebens anders verbringen als üblich und der verschloss sich vor dem, was er wirklich ist. Ich mochte seine Art sofort. Als es darauf ankommt, das er sich für eine Seite entscheidet, folgt er diese auch und ab da an kämpft er für das Richtige. Ziemlich niedlich sind seiner Neigung zur Eifersucht und seinen Beschützerinstinkt.

Pater Janus, der coolste Oberhaupt eines Mönchsordens aller Zeiten. Er hütet einen besonderen Gegenstand, ist Wächter eines langen Vertrages und ist sich für nichts zu schade.

Eve Ferasaltu, eine ganz besondere junge Frau mit strahlend grünen Augen. Sie wird für Jara eine wichtige Begleiterin, verdreht einem Wächter den Kopf und hat eine sehr wandlungsfähige Aura. Sie ist immer auf der Suche nach sich selbst oder viel mehr mach das was sie ausmacht. Jung hat sie ihre Eltern verloren und wuchs so mit vielen unbeantworteten Fragen auf. Sie ist sehr naturverbunden und hat einen großen Gerechtigkeitssinn.

Das böse hat natürlich auch einen Namen gefunden in Viktorius Diabolo und seinem Sohn Arcono. Ob man sie nun braucht, das müsst ihr euch selbst beantworten, aber mit ihnen ist es um einiges spannender und sie lassen sich immer wieder etwas neues einfallen, um die Weltmacht erreichen zu können.

Squalento, muss man irgendwie einfach lieb haben. Er ist einfach nur unter den falschen Mächten aufgewachsen.

Matthew Lewis, eine wahrliche Lichtgestalt und ich liebe seinen trockenen Humor und schonungslose Ehrlichkeit. Er ist der beste Freund von Ray und möchte mit allem was er hat Jara vor allem bösen schützen.

Und zum Schluss muss ich noch die Kräuterhexe erwähnen, die nach einer schlimmen Erfahrung zurück ins Leben gefunden hat. Den Menschen mit Rat und Tat zur Seite steht, Jara und Jack eine gute Nanny war und auch so eine herzliche und komische Art an sich hat, das man sie einfach mögen muss.

Der Schreibstil passt für mich perfekt zu diesem Genre. Denn gerade in diesem Bereich muss es umfassend, erklärend, aber dennoch locker und leicht bleiben. Ich mag es sehr, wenn sich auch wirklich die Bilder vor meinem inneren Auge bilden und ich allem auch wirklich folgen kann. Dazu wurde auch nicht auf eine gute Brise Humor und süße Momente verzichtet. Man wird förmlich in die Geschichte mit hinein geboren und der Spannungsbogen wird immer wieder stetig angezogen und ist noch lange nicht zu Ende, denn ich denke die Fortsetzung wird es in sich haben. Die einzelnen unterschiedlichen Lesekapitel tragen nur eine kurze Bezeichnung. Die Handlung wird in den Augen von verschiedenen Charakteren in der Erzählperspektive wiedergegeben.

Das Cover wurde einfach nur zauberhaft gestaltet, passt perfekt zum Genre und auch zur Story, jedoch muss man sie dazu auch gelesenen haben, um die kleinen Details zu verstehen. Auch der Titel schmiegt sich mit Leichtigkeit dazu an. Dazu enthalten auch eine Legende mit allen Charakteren, Orten und wichtigen Erläuterungen, die man einfach wissen sollte.

Mein Fazit: Für mich ein sehr gelungener Auftakt einer neuen Fantasyreihe, mit allem was ich an Urban-Fantasy mag und zu keiner Zeit übertrieben war. Zeitweise fühlte ich mich sogar an einige Filme erinnert, was mich zusätzlich zum schmunzeln brachte. Daher freue ich mich sehr auf die Fortsetzung mit neuen spannenden und ausgeklügelten Angriffen und hoffentlich noch mehr Liebe.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.08.2020

Beeindruckendes eund emotionales Jugenddrama

Flashback
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Wieder einmal habe ich beim herumstöbern eine Autorin entdeckt, die mir noch gar nicht bekannt war und der erste Blick aufs Cover und dem Inhalt, hat mich einfach sofort angesprochen. Bei „Flashback: Verraten“ ...

Wieder einmal habe ich beim herumstöbern eine Autorin entdeckt, die mir noch gar nicht bekannt war und der erste Blick aufs Cover und dem Inhalt, hat mich einfach sofort angesprochen. Bei „Flashback: Verraten“ handelt es sich um ein Young Adult Drama von Britta Keller und bei der Danksagung habe ich dann erfahren, dass es ein Spin-off zu der Kos-Dilogie ist, in denen es um die Eltern der beiden Protagonisten geht. Was mich besonders freut, das ein anderer Charakter seine eigene Geschichte bekommen wird.

Man landet direkt im Geschehen und erlebt ganz genau mit, wie es zu dem Absturz von Mason kam und was sich alles in dieser abgespielt hat. Mason begleiten schlimme und emotionale Flashbacks, die sein Erinnerungsvermögen von den drei schlimmsten Wochen in seinem jungen Leben widerspiegeln und so nach und nach das Puzzle wieder zusammensetzen. Diese Geschichte hat mich sofort eingenommen und ganz gespannt möchte man selbst immer mehr erfahren, auch wenn dass was Mason zustößt einfach unfassbar ist, aber leider auch grauenvolle Realität. Es braucht eigentlich nicht viel um abzustürzen, sich allein zu fühlen, benachteiligt zu sein, ausgenutzt zu werden und keinen Ausweg mehr zu sehen. Dazu dann an die falschen Leute zu geraten, die deinen Stand schamlos ausnutzen, ist quasi der Todessturz. Die Story wird realistisch und beeindruckend wiedergegeben. Ganz besonders gefiel mir der Familienzusammenhalt, das Auffangen und was es bedeutet wahre Freunde zu haben.
So geht es tiefgründig um Familienbeziehungen, Freundschaften, Liebe, Verluste, Zukunftsängste, Träume, Vertrauen, die freie Entwicklung, auszubrechen, Tiefschläge, am Leben bleiben, Neid, Eifersucht, Macht und ein Spiel mit der Psyche bis zur völligen Erniedrigung.

Mason (18), ist in einem guten zu Hause aufgewachsen, hat wenige Freunde, ist beliebt, aber er leidet unter der Berühmtheit seines Vaters und den falschen Leuten, denen es nicht um Mason geht. Wirklich verlassen kann er sich da nur auf seine engste Familie und die Bergers. Mason ist leidenschaftlich, ein Freigeist, sieht gut aus, ist gerecht und aber auch unheimlich stur. Sehr schnell ändert sich sein Wesen und er verletzt seine Liebsten, jedoch ist da immer noch ein Fünkchen Mason zu finden. Nach seinem Absturz hat er unheimlich mit sich selbst und den Geschehnissen zu kämpfen und erlebt eine wahre Gefühlsachterbahn. Es muss lernen wieder zu vertrauen und nach vorne zu sehen.

Luana (18), ist ein halbes Jahr älter als Mason, sie sind seit Kind auf engste Freunde und teilen alles miteinander. Luana ist sehr direkt, ehrlich und aufmerksam. Sie bemerkt sofort, wenn sich Mason merkwürdig verhält, aber gibt so schnell auch nicht nach und vor allem auch nicht auf. Dafür ist ihr diese Freundschaft einfach zu wichtig. Selbst vor Gefahren scheut sie sich dann nicht. Sie ist nicht voreingenommen und macht sich gerne ihr eigenes Bild von Situationen und Personen. Da beide sehr dickköpfig sind, aber nicht nachtragend, dauert es, bis einer den ersten Schritt wagt. Wenn dann noch die Gefühle in die Quere kommen, ist das Chaos perfekt.

Die einzelnen Charaktere sind wirklich sehr gut, ausreichend, unterschiedlich sowie vor allem in ihren Wesen bestens herausgearbeitet.

Der Schreibstil ist sehr angenehm, einfach gehalten, für jugendliche sehr passend, aber nicht übertrieben. Dadurch liest man sich leicht und schnell durch die beeindruckende, emotionale und fesselnden Handlung, dessen Kapitellänge ungefähr gleichbleibend lang sind. Die Handlung wird in der Ich-Perspektive aus den Sichtweisen von Mason und Luana wiedergegeben.

Das Cover und der Titel runden den Roman insgesamt wunderbar ab und passen für mich absolut perfekt zum Inhalt.

Mein Fazit: Ein sehr bewegendes und beeindruckendes Jugendbuch mit einem sehr ernstem Hintergrund, der fesselnd und zugleich sehr emotional wiedergegeben wurde. Absolute Leseempfehlung von mir.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.07.2020

Verschließe dich nicht vor der Wahrheit...

Cecilia
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Bei „Wenn die Nebel Feuer fangen“ handelt es sich um Band 3 der Cecilia-Reihe und gleichzeitig um die Debütreihe von Anna Nigra. Der 3. Band steht dem 2. in nichts nach und findet sogar noch eine Steigerung, ...

Bei „Wenn die Nebel Feuer fangen“ handelt es sich um Band 3 der Cecilia-Reihe und gleichzeitig um die Debütreihe von Anna Nigra. Der 3. Band steht dem 2. in nichts nach und findet sogar noch eine Steigerung, in der Wandlung der Charaktere, den Abenteuern und Ereignisse, die zu überstehen sind. Und natürlich ist das Buchende wieder so gewählt, dass man jetzt auch unbedingt das Finale erleben möchte.

„Loszulassen fordert dann und wann mehr Stärke, als dich an etwas festzuhalten, das dir Sicherheit gibt.“

Irgendwie schade, dass es schon der vorletzte Teil der Reihe ist, aber zum folgt ja noch das Finale. Mit dieser royal-romantischen Cecilia-Quadrologie habe ich mich so richtig angefreundet und macht doch Lust auf mehr Storys dieser Art. Abermals wurde auch hier ein wunderschönes Buchcover gezaubert, schillernde orangetöne stechen hervor und Cecilia steht zwischen zwei Männern.

So wie man es kennt, beginnt es wieder mit einem Prolog aus männlicher Sicht und endet auch mit einem Epilog von der selben Person.
Nahtlos setzt dieser Teil am Ende der letzten Geschehnisse an. Cecilia hat mit verschiedenen Gefühlen zu kämpfen, zwischen tiefer Trauer und auch Wut, ist sie sich nicht sicher, was sie fühlen darf oder soll. Es fällt ihr schwer neues Vertrauen zu fassen, wieder nach vorne zu sehen und das Geschehene zu verarbeiten. Dazu werden immer wieder ihre Eigenschaften als eine zukünftige Königin herausgefordert. Die Familie ist zum einen wieder vereint und dennoch trennen sie manchmal unüberwindbare Barrieren. Es heißt jetzt über sich hinauszuwachsen, weiter zu schauen und auch verzeihen zu können.

„Lia, Stärke bedeutet, wieder aufzustehen, nachdem man gefallen ist. Sie bedeutet, weiterzumachen, auch wenn alles ausweglos erscheint. Du besitzt diese Stärke. Das hast du uns allen gezeigt.“

Cecilia, auch Lia (19), lernt man nun auch von einer ganz anderen Seit kennen. Sie hat hart mit ihrer eigenen Gefühlswelt zu kämpfen und kann gar nicht verstehen, warum sie denn als einzige die Dinge anders sieht, als all die anderen. Erneut muss sie harte Prüfungen des Lebens überstehen und tief in sich hinein hören, um sich nicht selbst noch das Herz zu brechen und die Trost und den Stolz beiseite zuschieben. Weiterhin gibt sie alles für ihre Familie und muss auch ihre diplomatische und überzeugende Seite unter Beweis stellen.

Noran, (21), ist nun König und er fällt in ein Loch, denn er leidet furchtbar unter dem Verlust seiner geliebten Lia. Auch er muss sich beweisen, ein Volk regieren, einen Krieg gewinnen und vor allem will er den einzigen Menschen zurück, welcher ihn aus der gefühlten Dunkelheit herausführen kann. Doch zu welchen Preis ist er bereit und wie weit wird er wirklich gehen?

Elias, (19), kann einem wirklich leid tun, er hat einigen einzustecken, muss zu beweisen, kämpft hart um die Wahrheit und um die Gefühle von Lia. Zudem muss er nicht nur einmal den wahren Helden mimen. Es wird ihm einiges abverlangt und es zeigt den wahren Elias, wie er liebt, kämpft und beharrlich bleibt.

Auch Marissa, die jüngere Schwester von Cecilia, mischt ordentlich wieder mit und macht es auch Cecilia etwas schwerer als gewöhnt. Doch Marissa möchte auch nur, dass es die, die sie liebt gut geht und muss manchmal etwas nachhelfen. Sie ist ein kleiner nervender Wirbelwind und auch ein Sonnenschein.

Neue Nebencharaktere treten hervor und dabei sind wieder so einige witzige, liebevolle, kecke und auch vor allem komische Gestalten mit dabei. Ein bunter Mix, der einfach noch das nötige aus dem Roman herauskitzelt.

Den Schreibstil gefällt mir weiterhin sehr gut, es war wieder sehr angenehm. Der Fokus hat sich verändert und kraftvollen sowie hautnahen Beschreibungen, denen ich jederzeit folgen konnte, sind geblieben. Im Vordergrund stand diesmal noch mehr Spannung, die emotionale Wandlung der Charaktere, bedeutende Ereignisse und natürlich die geliebten Überraschungsmoment. Zum Glück wurde das Thema Liebe nun auch wieder mehr behandelt. So wurden auch wieder die richtigen Gefühle beim lesen geweckt Spannung pur, nervenaufreibend, zum schmunzeln verführend, mitfühlend und die Charaktere werden einfach immer nahbarer und entwickeln sich stetig mit. Die einzelnen Kapitel haben ungefähre gleichbleibende Leselängen und fließen sehr schnell dahin. Zu der Kapitelangabe ist auch noch ein Datum enthalten und die Handlung streckt sich diesmal über einen sehr kurzen Zeitraum. Die Geschichte wird in der Ich-Perspektive überwiegend von Cecilia erzählt. Doch auch Noran und Elias dürfen sich zu Wort melden.

„Du kannst den Anfang deiner Geschichte nicht mehr ändern, Lia. Dafür ist es zu spät. Aber für den Schluss hast du noch jede Menge leere Seiten übrig.“

Mein Fazit: Ein abermals gelungener Teil dieser Reihe, der mich mitnehmen konnte und vor allem wieder neugierig auf die Fortsetzung zurück lies. Die Entwicklung der Charaktere war ein wahren Erlebnis und eine Achterbahnfahrt der Gefühle.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere