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Veröffentlicht am 26.06.2023

Ein wundervoller Auftakt, der Lust auf Band 2 macht

Wunder gibt es immer wieder
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Nach zahlreichen historischen Romanen und Krimis hat Beate Sauer nun ihr neustes Werk „Wunder gibt es immer wieder“, dass im Juni 2023 im Heyne Verlag erschienen ist, veröffentlicht. Leider muss gestehen, ...

Nach zahlreichen historischen Romanen und Krimis hat Beate Sauer nun ihr neustes Werk „Wunder gibt es immer wieder“, dass im Juni 2023 im Heyne Verlag erschienen ist, veröffentlicht. Leider muss gestehen, dass ich weder die Autorin noch ihre Bücher kenne bzw. gelesen habe. Hier wurde meine Neugierde sowohl von dem Cover sowie auch von der Thematik geweckt. Der Klapptext war dann das berühmte i-Tüpfelchen und ich wusste, dass ich diesen Roman unbedingt lesen wollte bzw. musste.

Der flüssige und leichte Schreibstil der Autorin hat mich angenehm überrascht. Bereits ab der ersten Seite merkte ich, wie mich diese Geschichte immer mehr in seinen Bann zog und es mir sehr schwerfiel, dieses Buch einfach so aus der Hand zu legen. Dies lag aber nicht nur am bildhaften Erzählstil, sondern auch an den brillanten Charakteren, die mir (ohne Ausnahme) mehr als nur gefielen. Ihre Darstellung war authentisch und facettenreich und spiegelten perfekt die 50er Jahre wieder. Vater Axel, dem seine Karriere wichtiger ist, als die Träume und Wünsche seiner Familie. Mutter Annemie, die selbstlos sich um Kinder und Haushalt kümmert und ihre Bedürfnisse immer zurückstellt. Tochter Eva, die beruflich ihren Weg gehen möchte, aber dank ihres Vaters nicht darf. Dies sind nur drei der vielen Hauptpersonen, die in diesem Roman eine bedeutende Rolle spielen. Beate Sauer hat ihren Figuren eine perfekte Kulisse geboten. Die 50er Jahre und der Einzug des neuen Mediums: Fernseher. Auch wenn ich kein Kind dieses Jahrgangs bin, so fand ich mich, dank der detaillierten Beschreibung, in dieser Zeit wieder. Während des gesamten Romans lief mein Kopfkino auf Hochtouren. Allein schon die Vorstellung, dass man damals nicht einfach „zappen“ konnte und immer wieder das Programm neu einstellen musste, war für mich schon eine Art Highlight. Heute unvorstellbar!

Die Handlung ist eine typische 50er Jahre Familie. Die junge Eva arbeitet als Sekretärin, aber ihr Traumberuf ist das nicht. Viel lieber würde sie Kostümbildnerin werden, was in den Augen ihres Vaters keine anständige Arbeit sei. Für Eva ist aufgeben keine Option und wenn sich die Möglichkeit ergibt, dann arbeitet sie an der Verwirklichung ihres Traumes. Als sie ihre Cousine in Fuschl am See besucht, finden dort die Dreharbeiten zu dem Film „Sissi“ mit Romy Schneider statt. Was kann es Schöneres für Eva geben, als die atemberaubenden Kostüme einmal aus der Nähe zu betrachten und als sie noch die berühmte Kostümbildnerin Gerdago trifft, weiß Eva endlich wofür sie kämpfen möchte. Allerdings ist sie noch nicht volljährig und somit benötigt sie die Zustimmung ihres Vaters, der sich aber immer noch weigert, Evas Traum zu unterstützen. Zeitgleich wird ihr Vater, dank eines Jobwechsels, nach Bonn versetzt und die ganze Familie soll mitumziehen. Was wird aus Evas Traum? Wird sie dennoch ihren Weg gehen oder wird ihr Vater weiterhin ihre Pläne durchkreuzten?

Beate Sauer hat nicht nur den Auftakt ihrer neuen Reihe „Die Fernsehschwestern“ geschrieben, nein, sie entführt ihre Leserschaft auf eine ganz spezielle Reise in die Welt des Fernsehens und lässt sie einen Blick hinter die Kulissen werfen. Während des Lesens merkte ich, mit wieviel Herzblut sie diese Geschichte geschrieben hat. Akribisch hat die Autorin sämtliche Fakten und Information über die 50er, Kostümbildnerei, politisches Zeitgeschehen und Journalismus zusammengetragen um diese dann in ihre fiktive Geschichte einfließen zu lassen. Zwar musste (laut Beate Sauer) einige zeitliche Ereignisse angepasst werden, aber an der stimmigen Handlung ändert sich absolut nichts. Eher im Gegenteil! Für mich war es ein Lesehighlight, der mir unglaublich viel Freude bereitet hat. Wie mutig und zielstrebig Eva ihren Weg gehen wollte, war schon bewundernswert. Ich mochte ihre Art und Weise.

Jetzt freue ich mich auf „Morgen ist ein neuer Tag“ (Bd.2) der voraussichtlich im Oktober 2023 erscheinen soll. In diesem Teil geht es um Evas Schwestern Franzi und Lilly.

5 von 5 Sternen und ich kann dieses Buch nur weiterempfehlen!

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Veröffentlicht am 17.06.2023

Johanna und ihr Leben in der Eifel

Eifelfrauen: Das Haus der Füchsin
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Nach zahlreichen Buchveröffentlichungen (wie z.B. Marlenes Reise oder die Pestmagd) hat Brigitte Riebe nun ihr neustes Werk „Eifelfrauen-Das Haus der Füchsin“, dass im Juli 2023 im Rowohlt Verlag erschienen ...

Nach zahlreichen Buchveröffentlichungen (wie z.B. Marlenes Reise oder die Pestmagd) hat Brigitte Riebe nun ihr neustes Werk „Eifelfrauen-Das Haus der Füchsin“, dass im Juli 2023 im Rowohlt Verlag erschienen ist, vorgelegt. Seit ihrer erfolgreichen Bestsellerreihe „Die Schwestern vom Ku´damm“ bin ich ein großer Fan und als ich erfuhr, dass Brigitte Riebe einen neuen Roman herausbringt, war mir sofort klar: das MUSS ich unbedingt lesen! Ihre Geschichten sind immer ein wahres Lesehighlight!

Normalerweise äußere ich mich eher selten zu dem Buchcover, aber hier mache ich sehr gerne eine Ausnahme. Für mich ist es ein wahrer Eyecatcher und beim ersten Hinsehen weiß der Leser, worum es in diesem Roman geht. Einfach perfekt!

Wer schon das eine oder andere Buch von der Autorin gelesen hat, weiß ihren leichten und flüssigen Schreibstil sehr zu schätzen. Bereits ab der ersten Seite zog mich Johannas Geschichte in ihren Bann und genau ab diesen Moment konnte, nein, wollte ich dieses Buch kaum noch aus den Händen legen. Zu jedem Zeitpunkt musste ich wissen, wie es mit Johanna weitergehen wird. Das ist aber nur ein Punkt, ein weiterer ist ihr bildhafter Erzählstil, der mein Kopfkino sofort anwirft. Brigitte Riebe besitzt nicht nur das Talent eine Geschichte zu schreiben, nein, sie nimmt ihre Leserschaft mit auf eine Reise. Diesmal ging sie in die Eifel, besser geschrieben, in das idyllische Dörfchen Altenburg und Umgebung. Während des Lesens spürte ich, dass die Eifel mehr für Brigitte Riebe ist als nur ein Spielort. Seit sie erstmals 1976 die Südeifel besuchte, kehrt sie dorthin immer gerne zurück und genau „die Liebe“ wird durch ihre einmalige und detaillierte Kulissenbeschreibung wieder gespiegelt. Vor meinem geistigen Auge erschien ein traumhaftes Fleckchen Erde, wo ich am liebsten sofort einen Kurzurlaub verbracht hätte. Aber nicht nur mit dem Setting kann sie punkten, auch mit den authentischen und facettenreichen Charakteren. Egal, wenn man hier herausnehmen würde, jede einzelne Figur bereichert mit ihrem Dasein die Geschichte und macht sie einzigartig. Die beiden oben genannten Element unterstreichen schon die stimmige Handlung, zu der wir jetzt kommen. Im Hause Fuchs steht die Verlobung ihres Sohnes Heinrich bevor und genau an diesem Tag wird auch die Volljährigkeit ihrer Tochter Johanna gefeiert, wozu zahlreiche Gäste eingeladen worden sind. Mitten in den Feierlichkeiten steht die Nachbarin von ihrer unbekannten Tante Lisbeth im Saal und eröffnet Johanna, dass ihre Tante verstorben sein und sie das Haus dieser geerbt hat. Aber wer ist Tante Lisbeth überhaupt und warum vermacht sie Johanna ihr ganzes Hab und Gut? Bereits bei ihrem ersten Besuch „verliebt“ sie sich in das Anwesen ihrer Tante und beschließt, gegen den Willen ihrer Eltern, dort zu bleiben. Körperliche Arbeit scheut sie nicht, aber das ist nicht der einzige Grund, warum sie bleiben möchte: sie will das Geheimnis um Tante Lisbeth lüften! Wird sie es schaffen, es zu lüften und wie wird sie mit ihren Entdeckungen umgehen? Eine sehr emotionale und spannende Reise beginnt.

Auch wenn der Fokus auf Johanna Fuchs gerichtet ist, so spielt auch die wirtschaftliche und politische Lage eine sehr große Rolle und die hat Brigitte Riebe beeindruckend in die Geschichte verwebt. Akribisch und detailliert hat sie sämtliche Fakten und Informationen über die damalige Zeit zusammengetragen, um sie auszuwerten und in ihre Handlung einfließen zu lassen. Anschaulich beschreibt die Autorin u.a. die schockierende Entwicklung der NSDAP und Hitlers Machtkampf und welche Folgen dies für die Eifeler bedeutet. Keine Angst, dies ist jetzt keine politische Geschichte, aber um die Authentizität der Handlung zu unterstreichen, spielt dies eine Rolle. Zudem hat die Autorin das Landleben in all seinen Facetten perfekt eingefangen und wiedergegeben. Es ist schon spannend wieviel Mühe es damals gekostet hat, eine Heuwende zu machen oder wie störrisch Ziegen beim Melken sein können. Ein perfektes Zusammenspiel aus fiktiver Handlung und historischer Geschichte und genau dies ist es, was ich an den Roman von Brigitte Riebe so liebe: eine stimmige und lebensnahe Familiengeschichte, die den Leser berührt und mitnimmt. Für mich gibt es nur ganz wenige Autoren, die dieses Handwerk perfekt umsetzen, aber Brigitte Riebe gehört definitiv zu diesem kleinen erlesenen Kreis dazu.

Selbst wenn es noch ein Weilchen hin ist, so freue ich mich schon jetzt auf den zweiten Band „Eifelfrauen“- Der Ruf der Nachtigall.


Hier vergebe ich die volle Punktzahl und eine absolute Leseempfehlung gibt es ebenfalls. Für mich ist dieses Buch wieder ein Lesehighlight und es bereitete mir große Freude Johanna in die Eifel begleiten zu dürfen.

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Veröffentlicht am 09.06.2023

Willkommen in Rodderbach

Willkommen in Rodderbach
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Nach zahlreichen Buchveröffentlichungen hat Petra Schier nun ihr neustes Werk Willkommen in Rodderbach, dass im Juli 2023 im Weltbild Verlag erschienen ist, vorgelegt. Seit geraumer Zeit bin ich ein großer ...

Nach zahlreichen Buchveröffentlichungen hat Petra Schier nun ihr neustes Werk Willkommen in Rodderbach, dass im Juli 2023 im Weltbild Verlag erschienen ist, vorgelegt. Seit geraumer Zeit bin ich ein großer Fan und so freute ich mich ganz besonders, als ich erfuhr, dass es einen neuen Roman von ihr geben wird. Das Cover ist ein wahrer Eye-Catcher und so wunderschön romantisch wie es aussieht, so wunderschön romantisch ist auch die Geschichte. Seufz

Ich liebe den flüssigen und leichten Schreibstil der Autorin, der es immer wieder schafft, mich ab der ersten Seite in die Geschichte ein- und abtauchen zu lassen. So wie auch hier. Kaum hatte ich dieses Buch angefangen, konnte ich es fast nicht mehr aus den Händen legen. Es hat mich regelrecht in seinen Bann gezogen, Zu jedem Zeitpunkt musste ich wissen, wie es Larissa Weiß in Rodderbach gefällt und wie die Einwohner auf so eine berühmte Autorin reagieren. Während des Lesens merkte ich, dass Petra Schier einiges aus ihrem eigenen Leben in diese Handlung hineinfließen lassen hat. Sie plaudert ein wenig aus Nähkästchen und dadurch darf ihre Leserschaft einen wunderbaren und intensiven Blick hinter die Kulissen der Autoren - Welt werfen. Wow…einiges habe ich so vermuten, aber vieles davon war mir unbekannt und neu. Vielen lieben Dank für diesen Einblick. Dies ist aber nur ein Punkt, der mir sehr gut gefiel. Mit der einzigartigen und wunderschönen Kulisse der Stadt Rodderbach (leider nur ein fiktives Örtchen) konnte sie mich ebenfalls verzaubern. Ein passenderer Ort für diese Geschichte hätte es garantiert nicht gegeben. Hinzu kamen noch die authentischen und lebensnahen Charaktere, die diese perfekte Kulisse zu dem machte was sie war: ein idealerer Ort, um sich heimisch zu fühlen! Am liebsten wäre ich dort mal hingefahren, aber leider gibt es dieses Eifelstädtchen nicht und somit habe ich mich buchtechnisch bei Erika in eines ihrer Ferienzimmer eingemietet und mich rundum wohlgefühlt.


Die Handlung ist eine Lebensgeschichte. Die frisch geschiedene Autorin Larissa Weiß will einen neuen Roman schreiben und hat sich als Handlungsort das Eifelstädtchen Rodderbach ausgesucht. Um in aller Ruhe Recherchen für ihre neue Story zu betreiben, hat sie dort für drei Monate ein Ferienzimmer gemietet. Kaum angekommen, verliebt sie sich auch schon in die malerische Kulisse. Neben Altstadtgassen, Bauernhöfen und einem uralten Kloster findet sie nicht nur Ruhe, sondern lernt auch noch zahlreiche Einwohner kennen. Ganz egal, wenn sie dort trifft, von allen wird sie freundlich aufgenommen. Aber nicht nur Rodderbach hat es ihr angetan. Ihre Gastfamilie, die sie mehr als nur freundlich aufgenommen hat, haben einen sehr attraktiven Sohn. Eine neue Beziehung ist aber nach der schmerzvollen Trennung von ihrem Ehemann tabu. Leider lassen sich die Gefühle nicht abschalten. Wird Larissa bereit sein, ihre Vergangenheit abzulegen, um einen Neuanfang zu wagen? Eine Achterbahnfahrt der Gefühle beginnt.

Petra Schier hat mit ihrem neuen Roman eine einzigartige und wunderschöne Geschichte um Larissa Weiß kreiert, aber dies ist nur ein Punkt. Sie lässt ihre Leserschaft an jede Emotion ihrer jungen Protagonistin teilhaben, dadurch lernt man nicht nur Larissa sehr gut kennen. Irgendwie wird man Larissa Freundin, die beschlossen hat, Larissa auf ihren Weg zu begleiten. Alle Zweifel, Ängste, Freuden, Tränen u.v.m. bekam man hautnah zu spüren. Für mich war dies nicht nur ein brillanter Ausflug nach Rodderbach, bei dem ich sehr viele nette Charaktere kennenlernen durfte. Nein, es war eine Reise durchs
Leben. Ich freue mich heute schon auf ein Wiedersehen in Rodderbach. Mal sehen, wenn wir dort antreffen werden.

5 von 5 Sternen und eine absolute Leseempfehlung oben drauf!

(Rezension bezieht sich auf das Taschenbuch)

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Veröffentlicht am 04.06.2023

Tierisches Lesevergnügen mit einem brillanten Humor

Pfotenglück – Dackel Max sucht seine große Liebe
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Nach zahlreichen Veröffentlichungen von diversen Romanen, Thriller oder auch Reiseführer hat Sina Beerwald nun ihr neustes Werk „Pfotenglück - Dackel Max sucht seine große Liebe“, dass im März 2023 im ...

Nach zahlreichen Veröffentlichungen von diversen Romanen, Thriller oder auch Reiseführer hat Sina Beerwald nun ihr neustes Werk „Pfotenglück - Dackel Max sucht seine große Liebe“, dass im März 2023 im Piper – Verlag erschienen ist, vorgelegt. Momentan lese ich sehr gerne Bücher bei denen es um tierische Hauptdarsteller geht. Das Cover und auch der dazugehörige Klapptext haben meine Neugierde mehr als nur geweckt und ich wusste, dass ich an diesem Buch nicht einfach vorbei gehen kann.

Ich muss gestehen, dass ich noch kein Buch dieser Autorin gelesen habe, aber der flüssige und leichte Schreibstil hat mich von Anfang an positiv überrascht und so bin ich bereits nach der ersten Seite in die Geschichte um Dackel Max ein- und abgetaucht. Aber nicht nur mit ihrem Erzählstil konnte Sina Beerwald punkten, sondern auch mit der einzigartigen Kulissenbeschreibung. Hier merkt man gleich, dass die Autorin nicht nur Sylt liebt, nein, sie lebt auch auf dieser wunderschönen Insel. Während des Lesens bekam ich richtig Lust und Laune meine Koffer zu packen um dort ein paar unbeschwerte Urlaubstage zu verbringen. Okay, ganz so einfach ist es dann doch nicht und so muss ich mich erst einmal mit einem buchtechnischen Urlaub begnügen. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben

Die Handlung ist recht schnell erzählt. Frauchen Ronja will zusammen mit ihrem Mausebär Christian und Dackel Max ein paar Tage Urlaub auf Sylt verbringen. Leider waren alle Ferienwohnungen schon vergeben, so dass die drei auf einem Campingplatz zurückgreifen mussten. Strandurlaub? Für Max die reinste Horrorvorstellung. Allein schon der Gedanke an die Strandspaziergänge, bei denen er ständig den Sand an den Pfoten hat. Igitt! Bei einem seiner Ausflüge wittert er die Fährte seiner Jugendliebe Goldie. Soll Goldie tatsächlich auch auf Sylt sein? Ab sofort begibt sich Max auf Spurensuche, aber so ganz ohne Chaos läuft dies natürlich nicht ab.

Sina Beerwald hat nicht nur einen Roman über Titelheld Max geschrieben, nein, sie hat ihm auch eine Stimme gegeben. Die Geschichte wird aus der Sicht der tierischen Protagonisten erzählt und somit kann der Leser jeden Gedankengang der kleinen (und großen) Vierbeiner hineinversetzen und nachvollziehen. Dies gefiel mir sehr gut, aber der Humor und die dazugehörige Situationskomik übertraf alles. In fast jedem Satz war eine Pointe versteckt und ich kam vor Lachen kaum noch zum Lesen. Wo Max seiner Goldie hinterherjagt, so jagte meine Lachträne der nächsten hinterher. Grandios und danke an Sina Beerwald, für dieses 1A Lesevergnügen!

Auf ein Wiedersehen mit Dackel Max freue ich mich schon heute!


Humorvolle und tierische Unterhaltung vom Allerfeinsten!

5 von 5 Sternen

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Veröffentlicht am 30.05.2023

Thriller mit einem brisanten Thema

Plagiat
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Nach zahlreichen Veröffentlichungen (wie z.B. Tödliche Distanz - Reihe) hat Jochen Frech nun sein neustes Werk „Plagiat“, dass im April 2023 im Benevento Verlag erschienen ist, vorgelegt. Ich muss leider ...

Nach zahlreichen Veröffentlichungen (wie z.B. Tödliche Distanz - Reihe) hat Jochen Frech nun sein neustes Werk „Plagiat“, dass im April 2023 im Benevento Verlag erschienen ist, vorgelegt. Ich muss leider gestehen, dass ich weder den Autor noch einer seiner Thriller gelesen habe, aber da ich immer auf der Suche nach neuen Autoren bin, kam mir dieses Buch gerade recht. Der Klapptext hat meine Neugierde mehr als nur geweckt und eines kann ich jetzt schon verraten: für mich hat sich diese Lesezeit gelohnt!

Bereits ab der ersten Seite hat mich der flüssige und leichte Schreibstil in seinen Bann gezogen und so tauchte ich relativ schnell in die Geschichte um Carla ein und ab. Aber nicht nur mit dem Erzählstil kann der Autor hier punkten, auch mit seinen sehr authentischen und lebensnahen Charakteren, die mir auf Anhieb sehr gut gefielen. Außergewöhnlich fand ich auch, dass der Fall sich nicht zentral auf einem Gebiet abgespielt hat. Der Leser reist einmal quer durch Europa und dank der einzelnen Ortsangaben weiß man immer, wo man sich aktuell befindet. Der Fall an sich hat ein brisantes und sehr aktuelles Thema: Plagiatsvorwürfe. Die Kanzlerkandidatin Wiebke Janssen hat beste Chancen die Wahl zur Kanzlerin zu gewinnen, aber ganz so einfach scheint die Sache dann doch nicht zu sein. Eine Professorin findet Tagebuchauszüge, die mit Wiebkes Doktorarbeit im Zusammenhang gebracht werden. Aber von wem sind die Tagebuchauszüge nun? Zeitgleich wird ein junger Historiker tot aufgefunden. Zwar sprechen einige von Suizid, aber war es wirklich einer? Einige Fakten sprechen dagegen. Carla, die Schwester des Toten glaubt auch nicht an den Selbstmord ihres Bruders und begibt sich auf Spurensuche, aber auch diese verlaufen nicht gerade einfach. Eher das Gegenteil ist der Fall, aber aufgeben ist keine Option für die begeisterte Hobbykletterin. Ob sie wirklich den Tod ihres Bruders aufklären kann? Wird Wiebke Janssen tatsächlich die Wahl gewinnen oder wird ihre Doktorarbeit ihr „das Genick“ brechen?

Jochen Frech hat hier einen rasanten Thriller hingelegt, der nicht hätte besser sein können. Meiner Meinung nach beginnt der Fall etwas unspektakulär, aber das legt sich schnell. Permanent steigert sich die Spannung und ich konnte dieses Buch kaum noch aus den Händen legen. Zu jeden Zeitpunkt musste, nein, wollte ich wissen, ob es Carla und Co gelingt, die Täter zu finden. Ein perfektes und stimmiges Ende!

Definitiv werde ich den Autor Jochen Frech und seine Thriller im Auge behalten, denn dieses Buch wird nicht mein letztes von ihm gewesen sein.



4 von 5 Sternen und wer einen guten Thriller zu einem brisanten Thema lesen will, der ist hier bestens aufgehoben.

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