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Veröffentlicht am 12.06.2025

Eine bewegende Geschichte, die einen nicht so schnell loslässt

Am Meer ist es schön
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Inhalt:
Die achtjährige Susanne wird, auf Anraten des Arztes, in eine Kurklinik geschickt. Sechs Wochen soll ihr Aufenthalt in St. Peter Ording dauern und auf den ersten Blick klingt dies verlockend. Mit ...

Inhalt:
Die achtjährige Susanne wird, auf Anraten des Arztes, in eine Kurklinik geschickt. Sechs Wochen soll ihr Aufenthalt in St. Peter Ording dauern und auf den ersten Blick klingt dies verlockend. Mit anderen Kindern den ganzen Tag am Meer zu verbringen, wer möchte da nicht tauschen. Die Wirklichkeit sah leider anders aus: wer nicht hören will, der bekommt es auch zu spüren! Unartige Kinder wurden gedemütigt, in den Keller gesperrt oder mussten stundenlang auf einen Stuhl stehen. Ihre Briefe wurden kontrolliert und wenn der Text den Erziehern nicht gefiel, wurde dieser zerrissen und musste nach Vorgaben neu geschrieben werden. Was eigentlich zur Erholung dienen sollte, war der pure Horror und die zarten Kinderseelen wurden mehr und mehr vergiftet. Spätfolgen wurden in Kauf genommen.

Mittlerweile ist Susanne erwachsen, alleinerziehend und lebt mit ihrer Tochter Julia in München, wo auch ihre Mutter in einem Seniorenheim lebt. Als Louise im Sterben liegt, bittet sie Susanne um Entschuldigung, woraufhin Susanne erstmals über die schreckliche Zeit an der Nordsee berichtet. Schockierend hören Mutter Louise, Bruder Wolfgang, Schwester Edith und Tochter Julia zu und sind über die Verhaltensregeln in der Kur herrschten, entsetzt.

„Am Meer ist es schön“ ist das neuste Werk von Barbara Leciejewski, dass im Mai 2025 im List Verlag erschienen ist. Ich liebe die bewegenden Romane der Autorin, aber dieses ist mit keinem der Vorherigen zu vergleichen. Zwar sind Charaktere sowie der Handlungsort „Haus Morgentau“ hier fiktiver Natur, aber die Handlungen basiert auf wahre Begebenheiten. In vielen Verschickungsheimen herrschten solch herzlose und grausame Erziehungsmaßnahmen und keiner konnte was dagegen tun. Die absolute Verschwiegenheit und auch das alles unter den berühmten Teppich gekehrt wurde, trugen dazu bei, dass nichts an die Öffentlichkeit drang. Erst nachdem Betroffene ihr Schweigen gebrochen und von ihren Erlebnissen erzählt haben, wurden diese schrecklichen Zustände publik. Dank einer Reportage, die die Autorin per Zufall im Fernsehen gesehen hatte, beschloss Barbara Leciejewski sich dieses Thema anzunehmen und eine Geschichte zu kreieren. Ich muss gestehen, dass ich mit dem Thema „Verschickungskindern“ rein gar nichts anfangen konnte, aber der Klapptext und die dazugehörige Leseprobe haben meine Neugierde mehr als nur geweckt. Obwohl der Schreibstil flüssig und auch leicht zu lesen ist, musste ich dieses Buch mehrfach aus den Händen legen. Ich war einfach nur schockiert und unfassbar wütend, was man Schutzbefohlenen alles antat. Anstatt ihnen zu helfen, wurde ihnen noch mehr Leid zugefügt. Für mich ist es immer noch völlig unvorstellbar, dass solch grausame Zustände bis weit in die 80er Jahre unentdeckt blieben. Obwohl mich dieser Roman noch lange noch beschäftigen wird, werde ich das eine oder andere Buch zu diesem Thema garantiert noch lesen.

5 von 5 Sternen und dieser Roman muss gelesen werden.


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Veröffentlicht am 07.06.2025

Mord am Schätztag - Sigis zweiter Fall

Mord am Schätztag
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Nach dem Debütkrimi („Mord im Antiquitätenladen“) hat Waldi Lehnertz (besser bekannt als 80 Euro Waldi von Bares für Rares) nun sein neustes Werk „Mord am Schätztag“, das im April 2025 im Rowohlt Verlag ...

Nach dem Debütkrimi („Mord im Antiquitätenladen“) hat Waldi Lehnertz (besser bekannt als 80 Euro Waldi von Bares für Rares) nun sein neustes Werk „Mord am Schätztag“, das im April 2025 im Rowohlt Verlag erschienen ist, vorgelegt. Mit großer Begeisterung habe ich den ersten Band gelesen und seitdem wartete ich auf einen neuen Fall von Sigi Malich. Endlich ist es soweit. Der Klapptext versprach mir erneut einen kurzweiligen, aber spannenden Krimi und den wollte ich mir natürlich nicht entgehen lassen. Die Verbrecherjagd konnte beginnen.

Wer den ersten Krimi von Waldi Lehnertz schon gelesen hat, weiß den flüssigen und leichten Schreibstil zu schätzen. (er ist definitiv 80 Euro wert!). Ab der ersten Seite konnte mich dieser magisch in seinen Bann ziehen. Zudem freute ich mich auf ein Wiedersehen mit dem Antiquitätenhändler Sigi Malich und seiner Holden (Freundin) Doro, aber auch neue Charaktere waren natürlich sehr willkommen. Eine bunte Mischung von Figuren, die authentischer nicht hätten sein können. Hinzu kommt noch die bildhafte Kulissenbeschreibung, die den beliebten Antiquitätenhandel perfekt einfing und wiedergab. Sofort hatte ich die entsprechenden Bilder der einzelnen Räume oder Gegenstände vor Augen. Ein wahres Kopfkino.

Zur Handlung: Der Antiquitätenhändler Sigi Malich veranstaltet einen seiner sehr beliebten Schätztage. Von nah und fern kommen potenzielle Kunden, um ihre Raritäten schätzen zu lassen, bzw. um diese auch zu verkaufen. Als seine Freundin Doro einen wertlosen Koffer voller Bücher kauft, ist Sigi mehr als nur sauer. Kurze Zeit darauf muss er auch noch eine grauenvolle Entdeckung machen. In seinem nachgebauten Trevi Brunnen liegt eine Leiche. (Sein erster Gedanke: Nicht schon wieder! Von dem letzten Mordfall hatte er mehr als nur die Nase voll.) Allerdings kann man in diesem Brunnen nicht ertrinken, demzufolge wurde der Tote ertränkt. Aber warum? Als Sigi den leblosen Mann genauer ansieht, keimt bei ihm ein schrecklicher Gedanke auf: sollte er das eigentliche Opfer sein, denn der tote Mann sieht im zum Verwechseln ähnlich? Oder hat der Mord etwas mit dem wertlosen Koffer und dessen Inhalt zu tun? Sigis Ermittlungen gehen in alle Richtungen.

Wer einen spannungsgeladenen oder gar spektakulären Plot erwartet, ist hier fehl am Platz. Dieser Antiquitätenkrimi ist eher kurzweilig, aber dafür sehr unterhaltsam. Das eine oder andere Schmunzeln ist garantiert.

Ein gut gemachter Cosy Crime Krimi, der den Leser auf seine Kosten kommen lässt.
4 von 5 Sternen!


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Veröffentlicht am 02.06.2025

Stella Herzig kehrt zurück

Die Trümmerschule – Zeit der Hoffnung
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Nach zahlreichen Veröffentlichungen („Die Schönbrunn – Saga“ oder „Die Donauprinzessin“) hat Beate Maly nun ihr neustes Werk „Die Trümmerschule – Zeit der Hoffnung“, dass im Mai 2025 im Ullstein Verlag ...

Nach zahlreichen Veröffentlichungen („Die Schönbrunn – Saga“ oder „Die Donauprinzessin“) hat Beate Maly nun ihr neustes Werk „Die Trümmerschule – Zeit der Hoffnung“, dass im Mai 2025 im Ullstein Verlag erschienen ist, vorgelegt. Hierbei handelt es sich um den ersten Band ihrer Dilogie (Anm. Band 2 erscheint voraussichtlich am 26.01.2026 ebenfalls im Ullstein Verlag). Der Klapptext hat sofort meine Neugierde geweckt und so begab ich mich (buchtechnisch) nach Wien ins Jahr 1946.

Wer schon das eine oder andere Buch der Autorin gelesen hat, weiß ihren flüssigen und leichten Schreibstil zu schätzen. Der bildhafte Erzählstil ließ mich bereits ab der ersten Seite in Stellas Geschichte ein und abtauchen. Die Kulissenbeschreibungen waren so detailliert eingefangen und wiedergegeben, dass ich das Gefühl hatte, ich wäre Teil der Handlung. Vor meinem geistigen Auge sah ich die zerstörten Stadtviertel, Einwohner, die dem Krieg nur knapp entkommen sind, Kriegsinvaliden oder die Trümmerfrauen, die den Schutt der Zerstörung beseitigen mussten. Hinzu kommen noch die authentischen Charaktere, die mir bestens gefallen haben. Gerade Stella hat mich tief beeindruckt. Nach all den schrecklichen Jahren und all das Leid, dass man ihrer Familie angetan hat, kehrt sie in ihre alte Heimat zurück. Tief sitzt nicht nur der Schmerz, sondern auch die Vorurteile mit denen sie sich auch nach dem Krieg auseinandersetzen muss. Aufgeben ist keine Option. Obwohl sie eigene Probleme hat, kämpft sie für ihre Schulkinder und nicht nur, dass sie eine gute schulische Ausbildung bekommen, sondern auch für Gerechtigkeit und eine gewaltfreie Erziehung. Was bei den Kollegen leider auf Widerstand stößt. Sie weiß das der Weg steinig und schwer sein wird, aber unterkriegen lässt sie sich nicht. Eine taffe Frau, die den Kampf auf sich nimmt.

Für ihre Dilogie hat sich Beate Maly an eine Person erinnert, die für Stella Herzig Patin stand: Pädagogin und Politikerin Stella Klein – Löw! Um deren Geschichte so authentisch wie möglich zu schreiben, hat sie zahlreiche Recherchen geführt, um diese in ihren Roman einfließen zu lassen und so ist der Roman „Die Trümmerschule“ eine Mischung aus fiktiver Handlung und wahrer Lebensgeschichte. Ohne dieses Hintergrundwissen könnte man meinen, dass sie sich genauso abgespielt hat. Eine grandiose und authentische Umsetzung, die man nicht besser hätte machen können.

Was mir nicht so gut gefallen hat, ist der Cliffhanger am Ende des Buches. Jetzt heißt es, warten bis Januar 2026, wo der zweite Band erscheinen soll.

Eine authentische Geschichte, die die damaligen Geschehnisse perfekt einfängt und diese nicht vergessen lässt.
5 von 5 Sternen!


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Veröffentlicht am 29.05.2025

Ein Roman, für Herz und Seele

Pfotenglück und Sommerwellen
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Nach zahlreichen Veröffentlichungen aus der Reihe „Lichterhaven“ hat Petra Schier nun ihr neustes Werk „Pfotenglück und Sommerwellen“, dass im April 2025 im Harper Collins Verlag erschienen ist, vorgelegt. ...

Nach zahlreichen Veröffentlichungen aus der Reihe „Lichterhaven“ hat Petra Schier nun ihr neustes Werk „Pfotenglück und Sommerwellen“, dass im April 2025 im Harper Collins Verlag erschienen ist, vorgelegt. Dieser Roman ist bereits der achte Band der Serie, aber jeder einzelne Band kann unabhängig voneinander gelesen werden.

Wer schon das eine oder andere Buch von der Autorin gelesen hat, weiß ihren leichten und flüssigen Schreibstil zu schätzen. Der bildhafte Erzählstil trug dazu bei, dass ich mir die Schauplätze genaustes vorstellen konnte. Zudem schafft es Petra Schier immer wieder ein unvorstellbares Urlaubsfeeling zu erschaffen, dass Lust auf auf Sonne, Strand und Meer macht. Ach, wie gerne würde ich jetzt die Koffer packen und mal nach Lichterhaven reisen, um mir ein eigenes Bild von diesem idyllischen Fleckchen Erde zu machen. Hier stimmt nicht nur die Kulisse, sondern auch die authentischen und sympathischen Charaktere, die mich bereits ab der ersten Seite begeistern konnten. Besonders die Hauptfiguren Isalie und Max, deren Welten nicht verschiedener hätten sein dürfen. Isalie ist eine Stadtpflanze und sie könnte sich niemals vorstellen, ihr Hamburg gegen das Landleben einzutauschen. Was man über Max auch schreiben kann. Er ist ein Küstenkind und alles was er liebt, ist das Meer und seinen Bauernhof. Ein Stadtleben käme für ihn nie in Frage. Lassen sie sich überraschen, wie die beiden ihre erste Begegnung meistern werden.

Zur Handlung:
Der alleinerziehende Max lebt mit seinen beiden Kindern auf dem Bauernhof, aber so rosig sieht die Zukunft nicht mehr aus. Seine Scheidung hat ihn finanziell fast ruiniert und wenn nicht ein Wunder geschieht, muss er seinen Hof bald verkaufen. Die Influencerin Isalie Hansen soll ihm dabei helfen, einen Plan zu erstellen, wie der Hof gerettet werden kann. Für Isalie ist dies eine wahre Herausforderung. Zum einen hat sie überhaupt keine Ahnung vom Leben auf einen Bauernhof und zum anderen kann sich Max nicht vorstellen, wie eine Stadtpflanze ihm helfen soll. Unstimmigkeiten sind schon vorprogrammiert und seine schlechte Laune trägt auch nicht viel dazu bei, dass das Arbeitsklima zwischen ihm und Isalie gut wird. Eher im Gegenteil, aber sie lässt sich nicht unterkriegen, denn Auftrag ist Auftrag. Unerwartete Schützenhilfe bekommt sie durch den Neufundländer Samson, der sich nicht nur in ihr Herz schleicht, sondern auch in Max.

Mit Pfotenglück und Sommerwellen hat Petra Schier erneut einen Wohlfühlroman mit inkl. Urlaubsfeeling geschaffen. Obwohl man nur buchtechnisch in Lichterhaven Ferien macht, hat man hier und da den Eindruck, dass man das Meerrauschen hört oder hier und da sogar eine steife Brise um die Nase weht. Auch ausgedehnte Strandspaziergänge mit Samson oder die familiäre Gastfreundlichkeit bekommt der Leser gratis geboten. Ich liebe dieses Feeling und das ich immer den Eindruck habe, ein Teil dieser Geschichte sein zu dürfen.

Wer für ein paar Stunden den Alltag hinter sich lassen möchte und die Seele baumeln lassen will, ist bei diesem Buch genau an der richtigen Adresse. All inklusiv und etwas fürs Herz ist auch inbegriffen.
5 von 5 Sternen

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Veröffentlicht am 26.05.2025

Kommissarin Jette Adler ermittelt

Die Erste Kommissarin
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Nach zahlreichen Veröffentlichungen (wie z.B. Trilogie um R. Hartmann oder „Die Physikerin“) hat Moritz Hirche nun sein neustes Werk „Die erste Kommissarin“, das im März 2025 bei Amazon Direct Publishing ...

Nach zahlreichen Veröffentlichungen (wie z.B. Trilogie um R. Hartmann oder „Die Physikerin“) hat Moritz Hirche nun sein neustes Werk „Die erste Kommissarin“, das im März 2025 bei Amazon Direct Publishing erschienen ist) vorgelegt. Leider kannte ich weder den Autor, noch habe ich eins seiner Bücher gelesen, aber dies wollte ich ändern. Allein das Cover und der dazugehörige Klapptext haben meine Neugierde mehr als nur geweckt. Dieses Buch musste gelesen werden und so begab ich mich (buchtechnisch) nach Berlin.

Der flüssige und leicht Schreibstil ließ mich sofort in die Geschichte um Jette Adler ein und abtauchen. Während des Lesens merkte ich, wie mich die Handlung mehr und mehr in ihren Bann zog und dadurch fiel es mir unsagbar schwer, diesen Krimi einfach so zur Seite zu lesen. Zu jedem Zeitpunkt wollte, nein, musste ich wissen, wie es weitergeht. Brillant wurde auch das Setting von Berlin und Hamburg eingefangen und wieder gespiegelt. Mein Kopfkino lief auf Hochtouren und wer sich ein wenig in Berlin oder Hamburg auskennt, hat die einzelnen Spielorte (sofern sie noch vorhanden sind) genau vor Augen. Hinzu kommen noch die authentischen und lebendigen Charaktere, die mir sehr gut gefielen. Besonders Jette, eine taffe, ehrgeizige und junge Frau, die weiß, wie man sich in der Männerwelt durchsetzen muss. Zudem unterstreicht der perfekt eingestreute Berliner Dialekt die Authentizität das Ganze.

Die Handlung ist ein historischer Krimi, der in den Zwanziger Jahren in Berlin spielt. Als erste Kriminalassistentin darf Jette Adler in der Roten Burg (Polizei-Präsidium) am Alexanderplatz ihre Ausbildung zur Kriminalpolizistin absolvieren. Bereits am ersten Arbeitstag erfährt sie, dass ihre männlichen Kollegen sie am liebsten wieder loswerden wollen. Als in einem Berliner Museum ein rätselhaftes Verbrechen geschieht, kann Jette ihre Fähigkeiten nun unter Beweis stellen. Am Tatort finden sie und ihre Kollegen eine übel zugerichtete Frauenleiche. Zudem wurde ein historisches Kunstwerk mit einem Diamanten gestohlen worden. Wer ist die Frau und wie konnte die gut gesicherte Kostbarkeit gestohlen werden? Die Ermittlungen laufen in alle Richtungen und je weiter sie in den Fall eindringen, desto verworrener werden die Details. Immer langsamer keimt der Verdacht auf, dass es unter den Kollegen einen Maulwurf gibt. Wer soll dies sein? Trotz emsiger Ermittlungen kann Jette es nicht verhindern, dass ihre eigene Familie zum Spielball des Geschehens wird. Wird Jette mithilfe ihrer Kollegen den Fall lösen können?

Mit „Die erste Kommissarin“ hat Moritz Hirche nicht nur einen historischen, sondern auch einen sehr spannenden Kriminalfall kreiert. Auf Grund, dass die Ermittlungen in alle Richtungen laufen, wird der Leser automatisch an vielen Spielorte geschickt. So trifft er nicht nur auf Glamour und High Society, sondern auch auf Schicksale und findet sich in Armutsvierteln wieder. Obwohl die Grenzen sehr offensichtlich sind, so verschmelzen sie sekundenschnell. Zudem hat der Autor ein Gespür für das, was seine Leserschaft wollen. Er nimmt sie nicht nur auf eine Zeitreise mit, nein, er lässt sie auch am Geschehen teilhaben. Ich hatte das Gefühl, dass ich immer vor Ort war. Der Fall war eine spannende Achterbahnfahrt, die dank der zahlreichen Wendungen immer spektakulärer wurde. Obwohl der Krimi stolze 718 Seiten (laut E-Book Angabe) beinhaltet, wurde es zu keinem Zeitpunkt langatmig geschweige denn langweilig. Eher das Gegenteil war hier der Fall. Im Laufe des Krimis wurde es immer rasanter. Das hohe Spanungslevel hielt bis zur letzten Seite: die Auflösung wird mit Beendigung des Buches bekanntgegeben. So liebe ich es!

Ich würde mich freuen, wenn es einen zweiten Fall mit Jette Adler geben wird. Sie hat definitiv das Potenzial, sich auf dem Krimimarkt zu behaupten (wenn es nicht schon passiert ist).

Klare 5 von 5 Sterne und wer historische Kriminalfälle liebt, sollte diesen unbedingt lesen.

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