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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.09.2016

Ein spannender Münchner Krimi

Geldsack
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Lenz arbeitet in der noblen Wohnhausgartenanlage namens Einstein Tower als Gärtner. Eines Morgens findet er den Unternehmersohn Guido Zumboldt tot unter der Hecke liegen. Für Max Pfeiffer liegt der Fall ...

Lenz arbeitet in der noblen Wohnhausgartenanlage namens Einstein Tower als Gärtner. Eines Morgens findet er den Unternehmersohn Guido Zumboldt tot unter der Hecke liegen. Für Max Pfeiffer liegt der Fall ganz klar auf der Hand: Es war Mord! Nur wer hat ihn umgebracht? Max und sein Team beginnen sofort in alle Richtungen mit ihren Ermittlungen, um den Mordfall aufzuklären.



Geldsack von Martin Arz ist bereits Fall 6 von Max Pfeiffer. Auch wenn man die ersten fünf Fälle nicht gelesen habe, kommt man sehr gut in diese Geschichte rein. Bei diesem Buch stimmt einfach alles: ein sehr flüssiger Schreibstil mit eingestreuten Dialekt, eine detaillierte Beschreibung von den Protagonisten und Umgebung und die spannende Handlung machen diesen Münchner Krimi zu einem puren Leseerlebnis. Ich war von der ersten Seite an gefesselt und habe dieses Buch innerhalb eines Tages beendet. Während des Lesens habe ich unweigerlich mitgerätselt und ermittelt, wer von den Verdächtigen als möglicher Täter von Guido Zumboldt in Frage käme. Dank der immer wieder neuen Ermittlungsergebnissen und Tatverdächtigen blieb der Spannungsbogen bis zum Schluss dieses Buches erhalten. Es gibt nichts Schlimmeres als in der Mitte des Buches schon das Ende zu kennen und das ist hier absolut nicht der Fall.



Das Buch Geldsack ist für mich einer der besten Regionalkrimis, die ich bis jetzt gelesen habe und das Interesse an den ersten fünf Fällen vom sympathischen Ermittler Max Pfeiffer ist definitiv geweckt.

Für mich war es ein absolutes Lesehighlight!!!

Veröffentlicht am 15.09.2016

Eine sehr berührende Geschichte

Liebten wir
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Die Fotografin Moira liebt ihren Beruf über alles und ihren neuen Freund Leon, der hinter ihrem Rücken ein mieses Spiel spielt. Von allem nichtsahnend begleitet Moira Leon zur anstehenden Familienfeier ...

Die Fotografin Moira liebt ihren Beruf über alles und ihren neuen Freund Leon, der hinter ihrem Rücken ein mieses Spiel spielt. Von allem nichtsahnend begleitet Moira Leon zur anstehenden Familienfeier und lernt dort die etwas außergewöhnliche Familie von ihm kennen. Allerdings entwickelt sich diese Feier nicht so wie geplant, sondern endet in einer Katastrophe. Moira erfährt u.a., dass Leon sich weiterhin mit seiner Ex trifft. Kurzer Hand verlässt sie die Feier, aber nicht nur sie… Die etwas eigenwillige Oma Aino kehrt ebenfalls dem Ganzen den Rücken zu und von da an beginnt für die beiden eine ungewöhnliche Reise nach Finnland….



Liebten wir ist das neuste Werk von Nina Blazon und es hat mich regelrecht in seinen Bann gezogen. Zum einen zeichnet sich dieses Buch durch seinen flüssigen, humorvollen und gefühlvollen Schreibstil aus und zum anderen sind es die Geschichten von Aino und Mo. Ainos Vergangenheit spielte sich hauptsächlich zur Zeit des zweiten Weltkrieges in Finnland ab und Mos Vergangenheit, in der ihre Mutter sehr früh verstarb, ist alles andere als einfach. Hier treffen zwei Welten aufeinander, die nicht unterschiedlicher hätten sein können und genau das macht dieses Buch so einzigartig. Dadurch dass die Ereignisse detailliert und emotional sehr gut wieder gegeben worden sind, kann der Leser in die jeweiligen Geschichten eintauchen. Es gab zwar einige zähe Momente, aber langweilig wurde es dennoch nicht. Was mich ein wenig gestört hat, war der rüde Umgangston zwischen Aino und Mo und das Lesen wurde hier etwas anstrengend. Für mich blieben die Personen leider stehen und das fand ich sehr schade, denn da hätte ich mir ein wenig mehr positive Veränderungen und vor allen Dingen Herzlichkeit gewünscht.

Das Ende dieses Buches fand ich sehr überraschend und damit hätte ich so nicht gerechnet. Die aufgetauchten Fragen, die beim Lesen entstanden sind, werden hier beantwortet und vieles erklärt sich auch von selbst.



Fazit:

Eine sehr spannende und zu gleich nachdenkliche Reise nach Helsinki. Wer sich darauf einlässt, darf hier keine leichte Sommerlektüre erwarten. Trotzdem sollte man diesen Trip wagen und mitreisen. Für mich war dieses Buch mehr als lesenswert.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Das geklaute Backbuch

Bärenklau
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Ex- Kommissar Bösenschreck möchte in der Bäckerei seiner Adoptiveltern nur einen Luggeleskäsekuchen kaufen und als er dort ankommt erfährt er, dass das Familienbackbuch gestohlen worden ist. Am Safe, wo ...

Ex- Kommissar Bösenschreck möchte in der Bäckerei seiner Adoptiveltern nur einen Luggeleskäsekuchen kaufen und als er dort ankommt erfährt er, dass das Familienbackbuch gestohlen worden ist. Am Safe, wo es immer aufbewahrt worden ist, sind keinerlei Einbruchspuren zu entdecken. Wo ist es bzw. wer hat es entwendet? Sein Nachfolger Kriminaloberkommissar Butscher zeigt wenig Interesse an diesem Fall. Bösenschreck, der seinen Dienst quittiert hat, kann es nicht lassen, er fängt mit seinen Ermittlungen an und folgt jedem noch so kleinsten Hinweis…

Bärenklau von Ralf Waiblinger ist zwar der zweite Fall von Bösenschreck. Da ich Hasenpfeffer (noch) nicht gelesen habe, war es mich der erste. Dieses Buch konnte ich ab der ersten Seite nicht aus der Hand legen, denn der flüssige, leichte und mit schwarzem Humor gepaarte Schreibstil ließ es einfach nicht zu. Ich flog regelrecht durch die Seites und begab mich ebenfalls auf die Jagd nach dem Täter. Was mir allerdings nicht gelang, denn die Krimihandlung ist sehr gut ausgefeilt und durchdacht worden. Dadurch dass es so viele Handlungen und Verwirrungen gibt, wird der Leser immer wieder auf eine Fährte gelockt bzw. geschickt, die sich dann als falsch entpuppt und somit bleibt die Spannung bis zum Schluss erhalten. Immer wieder gibt es wortwitzige Handlungen und Dialoge, so dass der Leser bestens unterhalten wird und für den einen oder anderen Lacher ist gesorgt. Langeweile? Kennt dieses Buch nicht. Die wunderschönen Illustrationen geben der Geschichte den letzten Pfiff. Dieses Buch ist auch ein Hingucker!

Was mir sehr gut gefallen hat, dass am Anfang der Geschichte alle Mitwirkenden Figuren vorgestellt werden und somit kann der Leser immer wieder schnell darauf zurückgreifen kann, wer wer ist. Auch wenn es sich hierbei um eine tierische Kriminalsatire handelt, ist dies nicht immer zu merken. Bösenschreck und Co. sind mit so vielen menschlichen Zügen bedacht worden, so dass man schnell vergaß, dass hier sich hierbei um einen Hundekrimi handelt.

Wer möchte kann am Ende dieses Buches sein katalonisch ein wenig aufbessern, denn dort findet man einen kleinen Sprachkurs für Anfänger und Fortgeschrittene.



Bei diesem Buch stimmt von A-Z alles und danke für die allerbeste, lustigste und spannendsten Unterhaltung. Es war ein purer Lesegenuss und ich wünsche mir mehr von diesen Krimis.

5 Sterne (sorry, mehr kann ich leider nicht vergeben)

Veröffentlicht am 15.09.2016

Eine spannende Familiengeschichte

Kernfrage
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Anton Küppers, der amerikanische Großonkel von Teresa Kern wird bei einer Familienfeier leblos auf der Toilette gefunden. Erste Vermutung: er starb an einem Herzinfarkt! Bei der gerichtlichen Untersuchung ...

Anton Küppers, der amerikanische Großonkel von Teresa Kern wird bei einer Familienfeier leblos auf der Toilette gefunden. Erste Vermutung: er starb an einem Herzinfarkt! Bei der gerichtlichen Untersuchung stellt sich allerdings heraus, dass er an einer Überdosis Insulin gestorben ist. Nur die Einstichstelle liegt so, dass er es selber gar nicht gewesen sein kann. Wer hat ihm diese Dosis verabreicht und warum? Teresa begibt sich auf Spurensuche und diese reichen weit in die Kriegsjahre zurück. Eine spannende Familienreise beginnt…



Kernfrage ist der zweite Kriminalroman mit der Hauptfigur Teresa Kern. Ich muss gestehen, dass ich den ersten Fall „Tote Väter“ nicht kenne. Trotzdem kam ich, auch ohne Vorkenntnisse, sehr gut in die Geschichte rein. Der Schreibstil war sehr gut, aber die verschiedenen Zeitsprünge und Charaktere machten am Anfang das lesen etwas zeitaufwendiger. Wahrscheinlich wäre es doch von Vorteil, den ersten Teil vorher gelesen zu haben, denn wie ich erfahren habe, bauen diese beiden Teile aufeinander auf und somit wäre es ein wenig leichter gewesen. Nun gut…zurück zu diesem Buch.

Nach einer Weile konnte ich die Personen auseinander halten und zuordnen und die Geschichte um Teresa Kerns Familie wird verständlicher und spannender. Die Charaktere und die Umgebungen wurden sehr detailliert beschrieben und ich hatte das Gefühl, dass ich teilweise vor Ort dabei war. Andrea Weisbrod hat in diesem Buch sehr viele Handlungen und Wendungen eingebaut und somit eine Spannung erzeugt, so dass ich dieses Buch gar nicht mehr weg legen konnte. Allerdings würde ich dieses Buch nicht als Kriminalroman bezeichnen, eher von einer dunklen Familiengeschichte. Trotz alledem war es eine sehr interessante und mitreißende Geschichte und das Ende war für mich vollkommen überraschend, aber sehr gut ausgearbeitet worden.

Was mir sehr gut gefallen hat, waren die historischen Hintergründe, die von der Familiengeschichte der Küppers/Kerns erzählen. Ich finde es immer wieder sehr faszinierend zu erfahren, wie die damaligen Lebensumstände waren und wie sie erlebt worden sind. Irgendwie kann man sich das gar nicht vorstellen, wie es damals in der Zeit zu ging und man ist wirklich froh, dass man in der heutigen Zeit leben darf.



Dieser Roman ist eine spannende Familiengeschichte mit historischem Hintergrund und wer solche Bücher gerne liest kommt voll und ganz auf seine Kosten. Ich kann ihn nur weiter empfehlen.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Salzburger Festspiele

Bei Zugabe Mord!
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Tatort Salzburg

Die Oper "Die Entführung aus dem Serail" soll bei den Salzburger Festspielen aufgeführt werden. Operndiva Pauline Miller und ihr Ensemble stehen mitten in den Proben, als das Unheil beginnt. ...

Tatort Salzburg

Die Oper "Die Entführung aus dem Serail" soll bei den Salzburger Festspielen aufgeführt werden. Operndiva Pauline Miller und ihr Ensemble stehen mitten in den Proben, als das Unheil beginnt. Pauline Millers Kollegen werden nach und nach tot aufgefunden und laut Kommissar Pittertatsche ist die Hauptverdächtige Nr.1 Pauline selbst. Fatalerweise ist sie immer am Tatort und sie ist die Einzige, die das Ensemble überlebt. Ist sie tatsächlich die Täterin oder wer mordet nach dem Drehbuch einer Oper? Die Suche nach dem Mörder beginnt…



Tatjana Kruse hat mit dem Buch Bei Zugabe Mord einen herrlich satirereichen und spannenden Krimi geschrieben, denn man wirklich kaum aus den Händen legen konnte. Am Anfang hatte ich zwar mit dem etwas ungewöhnlichen Schreibstil ein paar Probleme, aber nach der Einlese Phase wurde es besser und ich habe dieses Buch regelrecht verschlungen. Allein die Charaktere, die mit Ecken und Kanten ausgestattet worden sind, waren einmalig. Der schwarze Humor sorgt dafür, dass dem Leser ein Dauergrinsen im Gesicht stehen bleibt. Unverwechselbar und grandios. Die Geschichte wird aus der Sicht von Pauline (Ich-Form) erzählt und somit konnte man sich sehr gut in ihre Person hinein versetzen. Die Handlung wurde gut durchdacht und die Spannung bleibt bis zum Ende des Buches erhalten. Außerdem erfährt man auch eine Menge über das Thema Oper und die Stadt Salzburg. Ein Krimi, der auch lehrt und bildet. Das Ende dieses Falles hätte ich so nicht erwartet, aber er wurde sehr gut beendet.



Hier müssen 5 Sterne vergeben werden, denn alles andere wäre ungerecht. Dieses Buch kann ich all denjenigen ans Herz legen, die einen humorvollen und spannenden Krimi zu schätzen wissen. Viel Spaß beim Lesen!!!


Zugabe! Zugabe! Zugabe!