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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.09.2017

Französischer Krimi

In tiefen Schluchten
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"In tiefen Schluchten" von Anne Chaplet ist ein Kriminalroman der im südlichen Frankreich in den Cevennen spielt.Tori,die Hauptprotagonistin ist auch eine Zugereiste,und steht anfangs erst einmal am Rande ...

"In tiefen Schluchten" von Anne Chaplet ist ein Kriminalroman der im südlichen Frankreich in den Cevennen spielt.Tori,die Hauptprotagonistin ist auch eine Zugereiste,und steht anfangs erst einmal am Rande der Dorfgemeinschaft. Sie ist kürzlich verwitwet,und hat mit ihrerm Mann ein altes Haus gekauft,da er dort nach seinen familiären Wurzeln forschen wollte.

Tori beginnt langsam sich in die Dorfgemeinschaft einzuleben und die historischen Wurzeln ihres Hauses,dass das älteste im Dorf ist zu entdecken, als ungeklärte Todesfälle im Dorf geschehen und ein holländischer Tourist spurlos verschwindet.

Eigentlich sind die Kriminalfälle in dem Buch nur nebensächlich,es ist mehr eine Hommage an die Gegend der Cevennen mit ihrem historischen Hintergrund. Der Kriminalroman macht wirklich Lust dort einmal seinen Urlaub zu verbringen; sehr hilfreich sind auch im Anhang die zahlreichen Adressen.Die Orte sind original beschrieben,nur die Personen im Roman sind fiktiv.

Veröffentlicht am 07.09.2017

Schräge Familie in Trontheim

Sonntags in Trondheim
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Schon das Cover des Buches verspricht eine Geschichte viel Witz und Humor. Ein Schwein auf einer Mini-Felseninsel auf dessen Rücken eine Möwe sitzt.Wo gibt es denn sowas? Genau wie die doch sehr skurile ...

Schon das Cover des Buches verspricht eine Geschichte viel Witz und Humor. Ein Schwein auf einer Mini-Felseninsel auf dessen Rücken eine Möwe sitzt.Wo gibt es denn sowas? Genau wie die doch sehr skurile Familie,von der in diesem Buch berichtet wird.

Sehr gut gefallen hat mir auf der Innenseite des vorderen Covers der Stammbaum,dadurch kann der Leser schnell Rückschlüsse ziehen,auch durch die netten Bemerkungen zu den Personen.Auf der Innenrückseite wird die Familie auch gezeichnet dargestellt mit diversen,lustigen Ergänzungen.

Die Familie Nehov hat sich komplett auseinandergelebt,auch räumlich. Der Vater will nicht mehr aus dem Heim raus,er genießt die Ruhe dort die er zum lesen seiner Bücher hat. Der Sohn Margido, geht im Beruf des Bestatters auf,Privatleben hat er anfangs gar nicht.Dann gibt es noch Erlend,der mit seinem Partner Krumme und dem lesbischem Paar Jytte und Lizzi eine Familie mit drei Kindern gründet. Wie viel Aufregungen es dabei gibt,wird in zeitlichen Rückblenden beschrieben.

Die Hauptprotagonistin Torunn trennt sich spontan von ihrem Partner und schaut überraschend bei ihrem Onkel dem Bestatter vorbei und auf dem ehemaligen Familienbesitz,dem Bauernhof,der zur Zeit nur als Sarglager genutzt wird. Dann kommen viele Dinge in der Familie ins Rollen. Das Sprichwort : Blut ist dicker als Wasser" kommt hier zum tragen.

Das Buch hat mir gut gefallen,es war sehr flüssig und humorvoll geschrieben,aber auch der Ernst in manchen Situationen wird nicht verschwiegen.

Veröffentlicht am 07.09.2017

teuflisch gut

Als der Teufel aus dem Badezimmer kam
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Der Teufel im Badezimmer von Sophie Divry ist ein amüsantes Buch über ein ernstes Thema, mit vielleicht etwas autobiographischem Hintergrund.Aber das ist nur meine Vernutung und wurde von der Autorin nicht ...

Der Teufel im Badezimmer von Sophie Divry ist ein amüsantes Buch über ein ernstes Thema, mit vielleicht etwas autobiographischem Hintergrund.Aber das ist nur meine Vernutung und wurde von der Autorin nicht angemerkt.

Die Protagonistin Sophie (gleicher Vorname wie die Autorin) ist eine junge,arbeitslose Journalistin in Lyon,die als freie Mitarbeiterin einer Tageszeitung immer weniger Aufträge bekommt und in die Mühlen der Bürokratie gerät,als ihre Grundsicherung ausbleibt,bzw. verzögert gezahlt wird.

Die ernste,finanzielle Situation und der wirkliche Hunger wird lustig beschrieben,es kommt keine Traurigkeit auf in dem Buch. Sophie führt fiktive Gespräche mit dem Teufel,aber auch mit ihrer Mutter und ihrem besten Freund Hektor. Die Autorin spielt mit der Phantasie und den sprachlichen Mitteln ; sie setzt u.a. viele Dialoge und Bandwurmsätze ein,um die Gedanken Sophies darzustellen.

Besonders gut gefallen hat mir der Dialog zwischen Saftpresse und dem Toaster,von denen einer von beiden verkauft werden soll,um etwas Essensgeld zu haben. Die Beschreibungen ihrer Arbeiten in der Gastronomie sind ein zweiter Höhepunkt des Buches.

Veröffentlicht am 17.06.2021

Schöner Roman, aber mir zu voraussehbar

Die Kaffeedynastie - Momente der Hoffnung
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Die Kaffeedynastie - Momente der Hoffnung vn Paula Stern, ist der zweite Teil einer Reihe um eine Hamburger Kaffeedynastie,ihre Familie und Freunde. Wie geht es weiter mit Corinne,die sich nach der schweren ...

Die Kaffeedynastie - Momente der Hoffnung vn Paula Stern, ist der zweite Teil einer Reihe um eine Hamburger Kaffeedynastie,ihre Familie und Freunde. Wie geht es weiter mit Corinne,die sich nach der schweren Erkrankung des Vaters und Firmeninhabers aus dem Famiienunternehmen herausnimmt und eine eigene ,kleine Kaffeesrösterei mi Verkauf eröffnet ? Es kommen leider weitere Schickalsschläge,aber auch sehr freudige Ereignisse treffen Corinne ud ihre Familie.

Schön finde ich den Zeitwechsel,der die Anfänge des Kaffeehandels von Corinnes Großvater .zum Thema hat und seine Tagebucheinträge.

Der Roman ist flüssig geschrieben,eine nette Fortsetzung,aber mir ingesamt viel zu vorhersehbar. Ob ich den dritte Teil auch lese,wenn er erscheint,bin ich mir noch nicht sicher.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.05.2021

Eine starke Frau, die viel dem Glauben opfert

Die Götter der Dona Gracia
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Peter Prange stellt in dem Buch "Die Götter der Dona Gracia" Gracia Mendes die Jüdin und Herrscherin eines Handelsimperiums in den Mittelpunkt des Romans,der 1528 in Lissabon beginnt.

Es sind sehr viele ...

Peter Prange stellt in dem Buch "Die Götter der Dona Gracia" Gracia Mendes die Jüdin und Herrscherin eines Handelsimperiums in den Mittelpunkt des Romans,der 1528 in Lissabon beginnt.

Es sind sehr viele historische Personen und Ereignisse in Romanform verpackt,und im Anhang sieht der Leser sehr gut,was alles wirklich passiert ist.

Garcia Mendes hat ein Wirtschaftsimperium aufgebaut, unter vielen Widrigkeiten wie einer ungewollten Ehe, mehrfach der Inquisition entronnen. Sie ließ sich zum Schein als Christin taufen, flüchtete mehrfach um ihr Handelshaus zu schützen und verlor sehr viel ,auch weil sie die Liebe und den Glauben zu Gott über ihre eigenen Bedürfnisse und die ihrer Mitmenschen/Familie stellte.

Ihr direkter Gegenspieler ist der fanatische Dominikaner Cornelius Scheppering, der selbst noch schwerstkrank versucht der Mendes Familie zu schaden und die Inquisition ,die Vernichtung der Juden als seine Lebensaufgabe von Gott gegeben sieht.

Das Buch gibt auf spannende Art einen guten Einblick in eine grausame Zeit und stellt die Religionen mit ihren fanatischen Menschen vor,die nicht in Frieden miteinander leben konnten.


  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere