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Veröffentlicht am 01.03.2026

Wiedersehen

Limerick Love. Win Your Heart
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„Callum, der Junge, ist Vergangenheit. Und Callum, der Mann, ist jemand, mit dem ich besser keinen näheren Umgang pflegen sollte.“

„Win your heart“ ist der zweite Band der Limerick-Love-Reihe von Kristin ...

„Callum, der Junge, ist Vergangenheit. Und Callum, der Mann, ist jemand, mit dem ich besser keinen näheren Umgang pflegen sollte.“

„Win your heart“ ist der zweite Band der Limerick-Love-Reihe von Kristin MacIver. Es handelt sich um eine historische New-Adult-Geschichte, welche am 02. März 2026 im Knaur Taschenbuchverlag erscheint.

Irland, 1462: Slainé kehrt ins Dorf ihrer Großeltern zurück, um ihre Familie zu unterstützen und neu anzufangen. Sie ist auf der Suche nach ihrem Platz im Leben, den sie bisher nicht wirklich finden konnte. Sie ist eine fröhliche und offene junge Frau mit einem ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit. Zudem hält sie sich mit dem Aussprechen ihrer Gedanken nicht wirklich zurück und eckt damit immer wieder an, da dies nicht zum damaligen Frauenbild passt. Mir hat Slainé mit ihrer durchaus eigenwilligen Art sehr gefallen. Ich fand sie sehr erfrischend und konnte mich gut in sie hineinversetzen, auch wenn sie für ihre Zeit vielleicht doch etwas modern ist.
Neben Slainé sind aber auch die Nebenfiguren gut und individuell charakterisiert. Jeder hat bestimmte Charaktereigenschaften, die ihre Teil zur Handlung beitragen und authentisch beschrieben sind. Gewünscht hätte ich mir, dass Vivienne und Ruairi aus Band 1 eine etwas größere Rolle bekommen, im Grunde tauchen sie aber nur nur kurz am Romanende auf. Dadurch ist dieser zweite Band aber gut unabhängig lesbar.
Der Hauptkonflikt der Handlung entsteht dann unter anderem deswegen, weil Slainé ihren eigenen Kopf hat. Als sie unerwartet ihren Jugend- und Kindheitsfreund Callum wieder trifft, möchte sie Zeit mit ihm verbringen. Sie haben eine so lange Vergangenheit und sie kennt nur das Gute in ihm. Doch es ist viel Zeit vergangen und jeder, sogar Callum selbst, warnt Slainé vor dem Umgang mit ihm. Er lebt am Rande des Dorfs als Geächteter, nur warum kann Slainé sich einfach nicht erklären…
Zwischen den beiden entsteht recht schnell eine gewisse Anziehungskraft, doch alle Umstände sprechen gegen eine Beziehung der beiden. Die Geschichte entwickelt sich diesbezüglich dann auch eher langsam, die zusätzlichen Handlungskonflikte und auch Callums Geheimnis sind aber so spannend, dass die Seiten einfach nur so dahin fliegen.
Durch die Ich-Perspektive von Slainé erlebt man die Handlung hauptsächlich aus ihrer Sicht, kann ihre Gedanken und Gefühle sehr gut nachvollziehen und mit ihr mitfiebern. Doch auch ein Teil von Callums Gedanken ist geschickt eingearbeitet, da sie jeweils in kurzen Sätzen am Kapitelanfang auftauchen.
Erneut ist die Handlung für einen historischen Roman einzigartig. Eine moderne New-Adult-Story wird in einen historischen Kontext arrangiert und passende Konflikte werden in die Handlung eingebaut. Thematisiert werden unter anderem die Rolle der Frau, Freundschaft, der Umgang mit Behinderungen in der damaligen Zeit, gesellschaftliche Ordnungen und als sportliches Higlight das Fahren mit traditionellen irischen Botten, den Currachs. Diese Themen runden den Roman ab und geben der Liebesgeschichte einen schönen und interessanten Rahmen.
Im historischen Kontext mochte ich auch erneut das Glossar am Buchanfang sehr, welches einige Begriffe kurz erklärt und einordnet.

Mein Fazit: Kristin MacIver schreibt erneut einen spannenden und mitreißenden Liebesroman im historischen Setting, der einen nur so durch die Seiten fliege. lässt. Figuren und Handlung sind individuell und einzigartig, ich hatte beim Lesen sehr viel Spaß und mochte den gesamten Romanaufbau sehr. Von mir gibt es daher eine klare Leseempfehlung und 5von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 28.02.2026

Sahnehäubchen-Momente

Wintertee im kleinen Büchercafé am Meer
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„Ich bin der Meinung, Weggabelungen im Leben tun sich immer dann auf, wenn sie gebraucht werden.“

„Wintertee im kleinen Büchercafé am Meer“ ist ein weihnachtlicher Liebesroman von Julia Rogasch. Er erschien ...

„Ich bin der Meinung, Weggabelungen im Leben tun sich immer dann auf, wenn sie gebraucht werden.“

„Wintertee im kleinen Büchercafé am Meer“ ist ein weihnachtlicher Liebesroman von Julia Rogasch. Er erschien im September 2024 im Ullstein Verlag und ist in sich abgeschlossen.

Protagonistin Tilda hat keine leichte Zeit hinter sich. Nach einen schweren Schicksalsschlag hat sie ihre Buchhandlung geschlossen und arbeitet nun, eher wenig motiviert, bei einer Backzeitschrift. Dennoch ist sie zunächst skeptisch, als ihre Freundin Anni ihr ein gemeinsames Büchercafé auf Sylt vorschlägt. Was jedoch soll letztlich passieren und so wagt Tilda das Abenteuer. Auf Sylt überschlagen sich die Ereignisse dann mehr oder weniger und auch ein Mann scheint sich unerwartet in Tildas Leben zu schieben…
Obwohl im Grunde alles gut auszusehen scheint, zweifelt Tilda viel. Sie ist eher pessimistisch und erwartet meist das Schlecht im Menschen. Zumindest manchmal, denn in anderen Situationen fällt ihr Optimismus und Fröhlichkeit gar nicht schwer. Ihre häufig sehr abrupten Zweifel waren für mich aber zuweilen etwas viel. Durch die Ich-Perspektive werden sie aber gut dargestellt und authentisch beschrieben.
Umso mehr mochte ich daher jedoch ihre Freundin Anni, bei der deutlich optimistischere Ansichten den Alltag bestimmen und die damit ein guter Gegenpol zu Tilda ist. Ihre Gedanken teilt sie Tilda meist unverblümt mit, weshalb ich die Freundinnen auch als Team sehr gelungen gezeichnet fand!
Passend zu Tildas leicht zurückhaltender und zweifelnder Art entwickelt sich die Beziehung zu Oskar nur langsam. Tatsächlich macht sie für mich auch nicht den Hauptteil der Geschichte aus, das Büchercafé, Tildas Leben und eine besondere Autorin spielen eine ebenso zentrale Rolle.
Langweilig wird es zwischen den Seiten jedenfalls nicht und abgerundet wird die Handlung mit atemberaubenden Beschreibungen des Handlungsortes Sylt. Die Liebe der Autorin zu Insel wird in diesen Zeilen mehr als deutlich und man kann das Salz auf der Zunge und den Wind auf der Haut nahezu spüren. Auch die geschickte Verknüpfung mit einer Romangeschichte in der Romangeschichte war ganz besonders.
Geprägt ist der Roman außerdem von einem wertschätzenden und liebevollen Schreibstil bzw. einer entsprechend angepassten Wort- und Szenenwahl. Es ist die Liebe zum Detail, die man überall im Buch findet!
Insgesamt zeigen die Buchseiten auch eine deutliche Bücherliebe auf und ich glaube fest, dass Julia Rogasch hier einen Teil von sich selbst beschreibt.
Am Ende ist ein Friede-Freude-Eierkuchen Happy-End garantiert und die ein oder andere Überraschung lässt ebenfalls nicht auf sich warten!

Mein Fazit: Ein Herzroman für die Seele mit Happy-End-Garantie. Genau so einen hat Julia Rogasch erneut geschrieben. Der Weihnachtsroman verspricht kuschelige, unkomplizierte und teilweise angemessen kitschige Lesemomente, in die man sich einfach fallen lassen kann.
Ich habe auch diesen Roman wieder sehr gerne gelesen und vergebe 4,5 von 5 Sternen sowie eine Weihnachtsbuchempfehlung für gemütliche Leseabende!

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Veröffentlicht am 28.02.2026

Plötzlich verliebt

Liebe auf den ersten Blick
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„Bisher habe ich nicht an die Liebe auf den ersten Blick geglaubt. Bis ich dich gesehen habe, wie du gut gelaunt und energisch jemandem das Leben gerettet hast.“

„Liebe auf den ersten Blick“ ist der neuste ...

„Bisher habe ich nicht an die Liebe auf den ersten Blick geglaubt. Bis ich dich gesehen habe, wie du gut gelaunt und energisch jemandem das Leben gerettet hast.“

„Liebe auf den ersten Blick“ ist der neuste Roman der Autorin Nelly Berlin und der zweite Band der Dilogie „Die Formel der Liebe“. Es handelt sich um eine romantische Komödie, welche unabhängig lesbar ist.

Erneut trifft Nelly Berlin mit ihrem Roman mitten ins Herz. Witzig und wortgewandt beschreibt sie, wie Emmy in Berlin ein neues Zuhause findet, ihre beste Freundin Helia plötzlich sämtliche ihrer Regeln über Bord schmeißt und die dritte Freundin im Bunde, Ina, ihren eigenen Weg geht.
Für mich war die Handlung insgesamt unerwartet und charmant. Die Figuren sind erneut sehr individuell und ungewöhnlich. Jeder hat das gewisse Etwas und ist alles andere als normal. Eine gewisse Übertypisierung findet genreentsprechend natürlich statt, passt aber absolut zu den Figuren. Emmy und Helia sind die Protagonistinnen, die personale Erzählperspektive wechselt zwischen ihnen, wobei die einzelnen Absätze entsprechenden mit ihrem Namen gekennzeichnet sind.
Die Handlung wird dadurch aus zwei Perspektiven erzählt und fast könnte man sagen, es handelt sich um zwei Geschichten, aus denen schließlich eine wird. Ich mochte diesen Romanaufbau sehr und auch mit Emmy und Helia konnte ich mich gut identifizieren. Beide verlieben sich in jemanden, mit dem sie eigentlich keine Beziehung eingehen sollten, doch die Gefühle sind einfach zu stark… Durch diverse Missverständnisse und Verwicklungen geht dann schließlich alles drunter und drüber, wobei ich den finalen Konflikt tatsächlich recht früh erahnt habe.
Meiner Lesefreude hat dies jedoch keinen Abbruch getan, denn insgesamt ist einfach alles stimmig und der Schreibstil unglaublich locker und einnehmend.
Mit vielen heiteren Momenten entwickelt sich die Handlung und mit ihr die Figuren. Die eher unsichere Emmy schafft schließlich einen großen Durchbruch für ihr neues Arbeitsprojekt, Helia erkennt, dass ihre eigenen Regeln vielleicht gar nicht immer sinnvoll sind.
Auch das Setting in Forschungslabor und Krankenhaus gefiel mir wieder sehr!
Ein bisschen vermisst habe ich allerdings die Figuren aus dem ersten Band der Buchreihe. Einige tauchen als Randfiguren durchaus auf, zwischendurch habe ich mich aber sogar gefragt, ob dieser Teil wohl vor Band 1 spielt? So ganz schlau bin ich hier nicht geworden, habe aber Elsie und Charline sehr vermisst.

Ich mochte „Liebe auf den ersten Blick“ aber trotzdem sehr gerne und hatte ein schönes Wohlfühlleseerlebnis. Der Roman ist witzig, ohne dabei albern zu sein und verknüpft so RomCom mit einer ausreichenden Portion Ernsthaftigkeit. Die einzigartigen Figuren machen aus dem Buch etwas besonderes und können schnell ins Herz geschlossen werden.
Weil mir Band 1 ein wenig besser gefallen hat, vergebe ich 4,5 von 5 Sternen, aber definitiv eine Leseempfehlung!!

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Veröffentlicht am 09.02.2026

Ein Funke

Kingdom of crystal Hearts
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„Doch es war nicht Magie, die sie aufgehalten hatte. Es war die Hand ihres Sohnes, die ihre mit unnachgiebigem Griff umschloss.“

„Kingdom of Crystal Hearts“ ist ein Romantasy-Roman von Sina Brings. Er ...

„Doch es war nicht Magie, die sie aufgehalten hatte. Es war die Hand ihres Sohnes, die ihre mit unnachgiebigem Griff umschloss.“

„Kingdom of Crystal Hearts“ ist ein Romantasy-Roman von Sina Brings. Er erschien im Januar 2026 im Piper Verlag und ist ein Einzelband.

In Brillant regieren diejenigen, die Magie beherrschen können. Alle anderen gelten als minderwertig und werden ausgebeutet. Unter ihnen auch Elodie, die sich seit dem Tod ihrer Eltern und dem Verschwinden ihrer Schwester einer Rebellengruppe angeschlossen hat. Das Regime muss gestürzt, die Welt verändert werden. Durch einen Zufall gerät sie mitten hinein in einen komplizierten Plan und direkt an die Seite der Königin und deren Sohn, die für alles verantwortlich sind. Nun obliegt es Elodie, für das gemeine Volk zu kämpfen und die Revolution einzuleiten.
Elodie ist fest entschlossen, für ihre Sache einzustehen, doch Mord ist noch einmal etwas ganz anderes. Dennoch muss sie es versuchen, wenn sich etwas ändern soll. Sie ist eine mutige und willensstarke junge Frau, gleichzeitig hat sie ein recht loses Mundwerk und immer wieder mangelt es ihr an Kontrolle über ihre Gefühle. So bringt sie sich häufig in brenzlige Situationen und ihre Tarnung gerät immer mehr in Gefahr.
Ich mochte sie als Figur sehr gerne, obwohl sie an manchen Stellen doch recht naiv und unkontrolliert wirkte. Gleichzeitig macht sie genau das aber sympathisch, denn fehlerfrei ist nun mal niemand. Außerdem wird durch ihr Verhalten deutlich, dass sie die Aufgabe nur zufällig erlangt hat und eigentlich noch nicht dafür bereit ist.
Während ihrer Mission gerät sie immer weiter in den Strudel der Macht und ein Netz aus Intrigen. Gleichzeitig lernt sie die Herrscherfamilie sowie weitere Adelige besser kennen und bemerkt, dass nicht jeder auf die untere Schicht hinabblickt. Auch der Prinz scheint ganz anders zu sein, als man es ihr einreden wollte. Ihre Glaubenssätze, die ihr so lange beigebracht wurden, werden grundlegend ins Wanken gebracht.
Zwischen Elodie und dem Prinzen knistert es von der ersten Sekunde an und obwohl er stumm ist, zieht er sie mit seinen Blicken magisch an. Als Figur war er für mich sehr einzigartig, denn durch seine Stummheit ist er auf andere Art präsent und dadurch interessant. Auch die Nebenfiguren sind gut charakterisiert und dargestellt.
Die Handlung ist dabei spannend und mitreißend, wobei die Liebesgeschichte sich sehr langsam entwickelt und eigentlich erst in der zweiten Romanhälfte wirklich relevant wird. Tatsächlich finde ich sogar, dass sie für die Geschichte in dieser Form gar nicht notwendig gewesen wäre. Die ohnehin vorhandenen Konflikte um Macht, Geld und Status wären für mich absolut ausreichend gewesen, die Gefühle zwischen Elodie und Rafe verschieben den Handlungsschwerpunkt dann aber mehr oder weniger vollständig. Massiv überrascht hat mich dann eine recht delikate Szene, die meiner Meinung nach nicht zum restlichen Teil passt und irgendwie deplatziert wirkt.
Außerdem sind mir im Roman ein paar kleinere Logikfehler aufgefallen, welche mich im Lesefluss gestört haben.

Nichtsdestotrotz war der Roman aber insgesamt gut lesbar, spannend und für mich unvorhersehbar. Es gab einige unerwartete Plottwists, der Gesamtkonflikt war gut dargestellt und die Entwicklung der Hauptfiguren authentisch.
Insgesamt gibt es von mir daher 4 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 04.02.2026

Ein Welpe zieht ein

Der Welpen-Alltags-Helfer
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„Sehr viele Probleme mit Hunden entstehen, weil wir ihnen nicht richtig zuhören! Auf die Körpersprache achten zu lernen, ist daher eine der wichtigsten Maßnahmen, um Verhaltensproblemen vorzubeugen."

„Der ...

„Sehr viele Probleme mit Hunden entstehen, weil wir ihnen nicht richtig zuhören! Auf die Körpersprache achten zu lernen, ist daher eine der wichtigsten Maßnahmen, um Verhaltensproblemen vorzubeugen."

„Der Welpen-Alltags-Helfer“ ist ein Hundesachbuch von Petra Frey. Es erschien im Dezember 2023 und ist ein wunderbarer Einstieg in das Leben mit einem kleinen Vierbeiner.

Kompakt, wissenschaftlich basiert, leicht verständlich und wohlwollend - so beschreibt die Autorin den Umgang mit Welpen für Hundehaltende.
Dabei ist das Buch in vier Abschnitte unterteilt. Zunächst geht es um die Vorbereitung auf einen Welpen, dann um die ersten Tage mit Hund und schließlich um Trainingsanleitungen und Beschäftigungsideen.
Der Aufbau war für mich chronologisch sinnvoll und passend. Der Lesende kann sich im Buch entlang hangeln und erhält zunächst einmal praktische Tipps, die ihn auf das zukünftige Leben vorbereiten. Dabei findet sich natürlich auch eine kleine Einkaufsliste. Immer wieder weist die Autorin darauf hin, dass Welpen individuell sind und der Ratgeber (sowie alle anderen Tipps, die man so findet) nicht pauschal anzuwenden, sondern immer individuell zu betrachten sind. Damit dies gelingt, bleibt es im Ratgeber nicht bei langweiligen Trainingsanleitungen. Der Lesende erhält ausreichend Hintergrundwissen darüber, wie Hunde lernen, wie man mit Fehlern umgehen kann, wie Körpersprache zu identifizieren ist und wie man unerwünschtes Verhalten verhindert.
Man merkt deutlich, wie wichtig es Petra Frey ist, dass mit den Welpen wohlwollend und liebevoll umgegangen werden sollte - vorausschauendes Handeln ist die beste Prävention für unerwünschte Dinge. Strafen und Schimpfen ist Fehl am Platz und so wird auch mit einigen hartnäckigen Hundemythen aufgeräumt! Die Erklärungen sind gut verständlich und werden abgerundet durch anschauliche Wissenskästchen, Fallbeispiele, Fotos und sogar Videos, die man sich online anschauen kann.
Fachbegriffe werden sparsam eingesetzt und so ist das Buch leicht lesbar und wirklich nicht langweilig oder zäh!
Von mir gibt es insgesamt nicht viel auszusetzen, lediglich an manchen Stellen hätte ich mir die Erklärungen ein wenig ausführlicher gewünscht. Mir ist allerdings auch bewusst, dass man über Hunde und Training tatsächlich viele viele Seiten füllen kann und so ist das wirklich nur ein kleiner Kritikpunkt.

Der Fokus des Ratgebers liegt eindeutig auf guter Verständlichkeit und dem Wunsch, dem Hundehaltenden einen wohlwollenden Blick auf den Welpen/den Hund zu geben. Wie oft wird uns, gerade on den Medien, ein anderes Bild präsentiert, welches einfach nicht der Wahrheit entspricht.
Von mir daher eine große Empfehlung und ein großes Lob an Petra Frey. Für mich ist dieser Ratgeber ein guter Einstieg in das Leben mit Hund, der Tipps und Hilfestellungen für den Alltag gibt. Abseits von „Sitz, Platz, Bleib“ gibt es praktische Hilfestellungen und Ideen, die wirklich gut umsetzbar sind!

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