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Veröffentlicht am 05.05.2023

Sweet Home

We Are Like the Sky
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„Bei ihm fällt es mir leicht, mich sicher zu fühlen. Es ist einfach selbstverständlich.“

„We are like the Sky“ ist der zweite Band der Like-Us-Trilogie von Marie Niebler. Er ist ein New-Adult-Roman und ...

„Bei ihm fällt es mir leicht, mich sicher zu fühlen. Es ist einfach selbstverständlich.“

„We are like the Sky“ ist der zweite Band der Like-Us-Trilogie von Marie Niebler. Er ist ein New-Adult-Roman und erschien im Februar 2023 im MIRA Taschenbuch Verlag.

Eine kleine Insel, wenige Bewohner und unberührte Natur. Was könnte es eigentlich Schöneres geben als Malcom Island? Für mich wäre eine kleine Insel wahrscheinlich tatsächlich ein toller Ort zum Leben, doch viele Berufschancen gibt es hier wohl tatsächlich nicht und dass es einem zu eng werden kann, das glaube ich auch sofort!
Ähnlich muss es Rivens Mutter ergangen sein, als sie mit ihren Kindern die Insel und ihren Mann verließ. Außer Riven haben in der Familie alle den Kontakt zur Insel abgebrochen und auch Riven ist nur noch selten da. Sie geht in ihrem Beruf in der Modebranche auf und ehrlich gesagt, ist für Familie und Freunde nur wenig bis gar keine Zeit. Häufig fühlt sie sich auch inmitten von Menschen alleine und wie in einem Glaskasten. Zu ihrem Jugendfreund Leevi hat sie keinen Kontakt mehr, sodass sie entsprechend überrascht ist, als er sie plötzlich kontaktiert. Leider ist der Anlass kein fröhlicher, denn ihr Vater wirkt zunehmend seltsamer. Gerade hat Leevi ihn orientierungslos am Strand gefunden, doch einen Arzt aufsuchen möchte er nicht. Daher bittet Leevi Riven um Hilfe und kurzentschlossen kommt sie nach Malcolm Island zurück, um sich um ihren Vater zu kümmern. Auf der Insel angekommen bemerkt Riven, dass sie nach wie vor eine starke Bindung zu Leevi hat und nur er ihr das Gefühl gibt, nicht alleine zu sein, doch eine Beziehung ist unmöglich, schließlich will sie nicht bei ihrem Vater bleiben…
Für mich ist „We are like the Sky“ ein absoluter Wohlfühlroman gewesen. Marie Nieblers Schreibstil ist eingängig und mitreißend. Gefühle und Emotionen werden durch die wechselnde Ich-Perspektive großartig transportiert und neben dem ernsten Hauptthema gibt es auch immer wieder humorvolle und romantische Szenen. Mir hat gefallen, dass die Liebesgeschichte nicht vollständig im Vordergrund steht. Der Roman dreht sich stark um das Thema Alzheimer sowie den Umgang mit geliebten Menschen, wenn sie älter werden. Die Autorin greift dieses Thema sehr einfühlsam auf und vermittelt die Sorgen und Ängste der Angehörigen, aber auch der Betroffenen. Mir gefällt es, dass die Liebesgeschichte sich um dieses ernste Thema rankt und sich langsam entwickelt. Entsprechende Szenen kommen absolut nicht zu kurz und auch die Ängste und Träume von Leevi und Riven werden sehr gut dargestellt.
Letztlich geht es in dem Roman um Familie und Pflichtbewusstsein aber eben auch um Liebe, eigene Träume und Wünsche. Obwohl die Handlung so viele Themen umfasst war sie für mich nicht überladen, sondern einfach nur authentisch und stimmig.
Die Geschichte hat mich berührt und fasziniert, ich habe mich beim Lesen sehr wohl gefühlt, obwohl es absolut kein leichter Liebesroman zum weglesen ist!

Mein Fazit: Marie Niebler schreibt einen wunderbaren und authentischen Liebesroman, der das Thema Alzheimer aufgreift und sehr berührend beschreibt. Für mich war es ein absoluter Wohlfühlroman, der sich von anderen in diesem Genre abhebt. Von mir gibt es daher eine absolute Leseempfehlung und 5 von 5 Sternen!
Der Roman ist übrigens unabhängig von den anderen Teilen der Reihe lesbar und hat mir auch noch besser gefallen als Band 1 😊.

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Veröffentlicht am 05.05.2023

Aufbruch und Veränderung

Glückstöchter - Einfach leben
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„Sie beschloss, nach vorne zu blicken und nicht zurück. Zeit, ihre Kindheit und damit das Behütete und das Rundum-versorgt-Werden hinter sich zu lassen.“

„Glückstöchter – Einfach Leben“ ist der erste ...

„Sie beschloss, nach vorne zu blicken und nicht zurück. Zeit, ihre Kindheit und damit das Behütete und das Rundum-versorgt-Werden hinter sich zu lassen.“

„Glückstöchter – Einfach Leben“ ist der erste Band der neuen Buchreihe von Stephanie Schuster. Er erschien im März 2023 bei FISCHER Taschenbuch.

Der Roman wird in zwei Zeitebenen erzählt. Die personale Erzählperspektive wechselt zwischen den Protagonistinnen Eva und Anna, wobei die jeweiligen Abschnitte kapitelweise durch den Namen und wunderschöne Illustrationen voneinander getrennt sind.
Eva (München, 1976) hat einen außergewöhnlichen Geruchssinn und studiert Pharmazie. Schon als kleines Kind war sie begeistert von Pflanzen und deren Wirkung. Ihre Familie, gerade ihren Vater, liebt sie sehr. Mit ihm verbindet sie die Liebe zu Rätseln, die sie einander regelmäßig stellen. Diese Vater-Tochter-Verbindung gefällt mir sehr, die Beschreibung gelingt der Autorin sehr gut, ohne zu sagen „sie lieben sich sehr“ oder ähnliches. Trotz der guten Beziehung zu ihrer Familie fühlt Eva sich jedoch oft einsam und hat das Gefühl, sie wäre anders. Selbst mit ihrer Studienfreundin Jasmin fühlt sie sich nicht vollkommen wohl, denn irgendwie ist es ja doch eher eine Zweckfreundschaft. Erst als sie etwas erfährt, dass ihr ganzes Leben durcheinanderbringt und sie schließlich Maja kennenlernt, beginnt sie sich dazugehörig zu fühlen.
Eva gefällt mir sehr gut. Sie ist interessiert, klug und lebensfroh. Mich hat sie überzeugt durch ihre Ideen und ihre Lebensfreude. Wenn sie etwas umsetzen will, dann macht sie sich daran und harte Arbeit hält sie nicht auf. Ihr Freundeskreis ist ebenfalls gut charakterisiert und die Interessen am umweltbewussten Leben sowie der Einsatz gegen Atomkraft spannend. Stephanie Schuster fängt hier den Zeitgeist der 70er Jahre sehr gut ein und verdeutlicht, wie wichtig es schon damals war und weiterhin ist, für unsere Erde zu kämpfen.
Doch auch Anna (Voralpenland, 1910) ist eine spannende Figur. Sie lebt mit ihrem Vater auf dem gemeinsamen Hof und ist für eine Frau am Anfang des 20. Jahrhunderts eher ungewöhnlich. Sie ist kein „typisches“ Mädchen, dass mit Puppen spielt oder sich mit anderen „damenhaften“ Beschäftigungen vergnügt. Sie liebt, wie ihr Vater, die Natur und die Pflanzen und macht sich lieber die Hände schmutzig. Heiraten möchte sie eher nicht, aber das Gut ihres Vaters möchte sie definitiv irgendwann übernehmen. Eines Tages muss sie jedoch feststellen, dass die Vorstellungen ihres Vaters andere sind als ihre eigenen und sich etwas Neues überlegen… Schließlich geht sie ihren eigenen Weg, wobei ich sagen muss, dass dieser für mich ein wenig zu gradlinig und unkompliziert war. Trotzdem ist auch Annas Leben spannend und gerade das Ende des Romans macht neugierig auf die Fortsetzung. Eva gefällt mir aber in diesem Band als Figur einfach ein wenig besser, ich empfinde sie als individueller und authentischer als Anna.
Der Schreibstil der Autorin ist leicht und flüssig. Historische Figuren und Ereignisse werden gut in die Geschichte eingebaut, ohne zu sehr in den Fokus zu rücken. Gerade die Gräfen von Reventlow hat mir hier sehr gut gefallen. Insgesamt ist die Handlung interessant, aber eher ruhig und wenig dramatisch. Die Verbindung von Anna und Eva auch am Ende des Romans noch nicht eindeutig klar, auch wenn auch es schon einige Hinweise gibt. Das Ende lässt also einige Fragen offen und ich bin sehr gespannt, wie es weitergehen wird. Ich habe mich mit den Glückstöchtern sehr wohl gefühlt und finde das gewählte Hauptthema, das nachhaltige und umweltbewusste Leben, klasse. Besonders gefallen haben mir auch die wunderschönen Illustrationen im Buch, die die Autorin selbst gezeichnet hat!

Mein Fazit: „Glückstöchter – Einfach leben“ ist ein wunderschöner Unterhaltungsroman mit einem aktuellen Thema – dem umweltbewussten Leben. Die Figuren sind authentisch charakterisiert, der Schreibstil flüssig und die Handlung spannend. Ich habe mich beim Lesen sehr wohlgefühlt und freue mich auf die folgenden Bände der Reihe. Von mir gibt es 4,5 von 5 Sternen und eine klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 03.05.2023

Machtgier

Club Paradies - Im Glanz der Macht
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„Ich bin der Marionettenspieler, und ihr seid die Puppen, die an meinen Strippen hängen und sich genauso bewegen, wie ich es will.“

„Club Paradies – Im Glanz der Macht“ ist der erste Band der Club Paradies-Dilogie ...

„Ich bin der Marionettenspieler, und ihr seid die Puppen, die an meinen Strippen hängen und sich genauso bewegen, wie ich es will.“

„Club Paradies – Im Glanz der Macht“ ist der erste Band der Club Paradies-Dilogie von Caren Benedict. Er erschien im März 2023 im Blanvalet Verlag.

Familiendrama, historische Aufarbeitung und einen Nachtclub in Berlin - ja, all das findet man im neuen Buch von Caren Benedikt. Aber worum geht es nun genau? Um die Familie Borchardt, eigentlich um Hanns Borchardt. Er ist ein Baulöwe, im Grunder DER Baulöwe von Berlin. Er selbst hält sich für unbesiegbar, denn ohne ihn läuft in der Stadt nichts. Seinen Reichtum stellt er tagtäglich zur Schau und für seine Familie ist gerade das Beste gut genug… Doch hinter der Fassade ist nicht alles Gold was glänzt. Hanns‘ Kinder werden langsam erwachsen und entwickeln eigene Ideen und Vorstellungen, welche sich nicht unbedingt mit denen ihres Vaters decken und auch Maria, seine Frau, ist sich nicht mehr sicher, ob sie in der Ehe glücklich ist. Außerdem ist da noch Lea, die Clubbesitzerin. Sie hat etwas, das Hanns gerne haben würde, doch wird sie es ihm geben?
Hanns war mir von Anfang an unsympathisch. Er ist egoistisch, arrogant und selbstherrlich. Andere Menschen interessieren ihn nicht, wichtig ist nur er selbst. Er ist also der klassische Antiheld und ich fand ihn absolut großartig charakterisiert. Es wird deutlich, was er für ein Mensch ist, wie er andere psychisch manipuliert und zum Teil sogar sich selbst belügt. Tatsächlich lehnt sich seine Figur sogar eine reale Figur an, nämlich an Manni Schmidt, der seinerzeit ein großer Unternehmer war.
Während Holger und Maria für mich als Figuren eher weniger interessant waren, gefielen mir gerade Hanna und Lea hingegen sehr gut. Hanna entwickelt sich im Laufe des Romans stark, aus dem behüteten Töchterchen wird eine interessierte junge Frau. Sie entdeckt die Liebe und das Leben und bricht aus dem konventionellen Rahmen ihrer Eltern aus.
Lea fand ich einfach nur faszinierend. Sie hat sich ihren Weg erkämpft und ist mittlerweile eine starke und selbstständige Frau, die sich nicht so leicht die Butter vom Brot nehmen lässt. Dargestellt sind aber auf jeden Fall alle Figuren sehr authentisch und fassettenreich.
Ebenso gut beschrieben sind Emotionen und Gedanken, welche durch die wechselnde Erzählperspektive bei allen Hauptfiguren sehr deutlich werden.
Caren Benedikt fasziniert in ihrem Roman mit ihrem mitreißendem Schreibstil, besonderen Figuren und einer spannenden Handlung. Mich hat sie von Anfang an in den Bann gezogen, was bisher bei keinem ihrer anderen Romane so schnell gelang. Sie bleibt ihrem Buchaufbau treu, wechselt pro Kapitel die Erzählperspektive und beginnt jeweils mit einem Zitat der jeweiligen Figur sowie mit einer Ortsangabe. Das Ende hat mich dann noch einmal vollkommen begeistert, denn mit diesem großen Knall hätte ich niemals gerechnet!
Historische Fakten werden brillant in die fiktive Handlung eingearbeitet und im Nachwort erläutert. Besonders interessiert hat mich hierbei die Einbindung der RAF, über die ich bisher noch kaum etwas in Roman gelesen habe.

Mein Fazit: Caren Benedikts neuster Roman ist vielschichtig, spannend und interessant. Ich habe mich von Anfang an gut in die Geschichte einfinden können, was mir in anderen Büchern der Autorin durch die wechselnde Erzählperspektive manchmal schwerfiel, und bin begeistert von den authentischen und starken Figuren sowie der unerwarteten und großartigen Handlung. Historische Fakten werden unkompliziert in die Geschichte eingearbeitet und Themen wie die RAF, psychische Gewalt, die Studentenstreiks sowie die Judenverfolgung im zweiten Weltkrieg aufgegriffen. Ich empfehle euch den Roman von ganzem Herzen und vergebe 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 18.04.2023

Furcht und Mut

Strangers Now
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„Ach, wäre ich doch ein anderer Mensch. Wäre ich doch in einer anderen Welt, in der ich mich nicht fürchten müsste.“

„Strangers Now – Yesterday“ ist der erste Band der neuen Dilogie von Emilia Flynn. ...

„Ach, wäre ich doch ein anderer Mensch. Wäre ich doch in einer anderen Welt, in der ich mich nicht fürchten müsste.“

„Strangers Now – Yesterday“ ist der erste Band der neuen Dilogie von Emilia Flynn. Er erschien im Februar 2023 im Selfpublishing der Autorin.
Willem Fraser ist erfolgreicher Theaterschauspieler am Broadway. Er ist beliebt, erfolgreich und arrogant – Kontakt zu seiner Familie hat er seit einigen Jahren kaum noch. Als er vom Tod seines Vaters erfährt, zieht es im trotzdem die Füße vom Boden weg. Er muss zurück in die Heimat, zurück nach Canterbury und sich den Geistern seiner Vergangenheit stellen.

Der Roman spielt in mehreren Zeitebenen, der Hauptteil beschreibt Willems Jugend ab 1997. Er lernt Sophie kennen, die plötzlich in einer Bar im Ort lebt und aushilft. Von Anfang an verbindet ihn mit ihr irgendwie mehr als nur Freundschaft. Langsam knüpfen sie ein Band und aus Freundschaft wird tatsächlich, trotz des gewaltigen Klassenunterschieds der beiden, langsam Liebe...
Willem möchte Schauspieler werden, doch seine Familie und Freunde sind ihm wichtig und niemals möchte er die Arbeit über diese stellen. Das Schicksal meint es jedoch weniger gut mit ihm und aus dem fröhlichen jungen Mann mit Zukunftsträumen wird schließlich ein verbitterter Mensch, dem die Familie egal und die Karriere über alles geht. In dieser aktuellen Zeit – 2014 – beginnt auch die Handlung. Die Stimmung ist düster, melancholisch und irgendwie deprimierend. Ebenso, wie auch Willems Gemütslage. Obwohl er erfolgreich ist, scheint er nicht glücklich. Er wirkt einsam, arrogant und selbstgefällig. Trotzdem er mit seiner Familie vor langer Zeit gebrochen hat, lässt ihn der Tod seines Vaters jedoch nicht kalt und eine Reise in die Vergangenheit beginnt…
Der Hauptteil des Romans ist weitestgehend fröhlich, die Handlung absolut mitreißend, der Schreibstil wieder einmal umwerfend. Ich bin nach dem etwas düsteren und damit schwierigen Einstieg nur so durch die Geschichte geflogen. Ich habe mit den Figuren gelacht, geweint und gebangt. Gerade Sophie mochte ich auf Anhieb gerne. Sie musste in jungen Jahren viel Leid erfahren und kämpft sich nun durchs Leben. In Canterbury widerfährt ihr das erste Mal Gutes und wie sie selbst, war auch ich zunächst skeptisch. Auf jeder Seite rechnete ich, wie Sophie selbst wohl auch, mit einem großen Knall und ich muss sagen, dass er Spannungsaufbau absolut brillant ist! Natürlich ist von Anfang an klar, dass irgendwann, irgendetwas passieren würde, aber wie sich dann plötzlich der Wendepunkt der Geschichte darstellt, hätte ich absolut nicht erwartet!
Die Autorin webt eine emotionale Liebesgeschichte mit viel Tiefgang und Spannung sowie ernsten Themen. Wie von Emilia Flynn gewohnt, ist die Handlung realistisch und weit entfernt von unglaubwürdigen „Friede-Freude-Eierkuchen“-Szenen. Dies ist etwas, was ich bei Emilia Flynn liebe. Ja, ich mag auch Happy Ends – aber zu manchen Geschichten passen sie irgendwie nicht und in der Realität kommen sie eben auch häufig nicht vor… Bei „Strangers Now“ habe ich die Hoffnung aber noch nicht aufgegeben. Der erste Band endet mit einem riesigen Cliff Hanger und ich bin sehr gespannt, wie es weitergehen wird!

Mein Fazit: Ein emotionaler und mitreißender Liebesroman, der begeistert und alles andere als gewöhnlich ist. Ich kann nicht anders als 5 von 5 Sternen zu vergeben und eine klare Leseempfehlung auszusprechen!

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Veröffentlicht am 15.04.2023

Seeliebe

The Sea in your Heart
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„The Sea in your Heart“ ist der zweite Band der Island-Reihe von Kira Mohn. Er erschien im April 2022 im Kyss Verlag und kann unabhängig vom ersten Band der Reihe gelesen werden.
Lilja ist Spotterin auf ...

„The Sea in your Heart“ ist der zweite Band der Island-Reihe von Kira Mohn. Er erschien im April 2022 im Kyss Verlag und kann unabhängig vom ersten Band der Reihe gelesen werden.
Lilja ist Spotterin auf einem Whalewatching-Boot und hilft zudem bei Wild&Free mit, einer Organisation, die sich gegen den Walfang engagiert. Eines Abends lernt sie in einer Bar den attraktiven Jules kennen und lässt sich auf einen One-Night-Stand ein, der auch einen Hauch Liebe auf den ersten Blick beinhaltet. Jules entpuppt sich dann jedoch nicht als der, für den Lilja ihn gehalten hat…

Auch mit den zweiten Band ihrer Island-Reihe konnte Kira Mohn mich sofort fesseln. Dabei hat mir „The Sky in your Eyes“ zwar noch ein wenig besser gefallen, doch auch dieser Teil ist einfach wunderschön und absolut lesenswert!
Der Schreibstil ist eingängig und flüssig, die Protagonistin Lilja sympathisch. Ich konnte mich sehr schnell mit ihr identifizieren und kann ihre Leidenschaft für die Wale bzw. die Tierwelt im Allgemeinen sehr gut nachvollziehen. Ich habe zwar bisher weder einen Wal noch einen Delfin in Wirklichkeit gesehen, nichtsdestotrotz glaube ich mir vorstellen zu können, wie es sich anfüllt. Jedenfalls beschreibt die Autorin diese besonderen Momente sehr eingängig und emotional, sodass ich häufig das Gefühl hatte, mich mitten im Roman zu finden. Leider traf dieses Gefühl nicht nur bei den schönen Szenen, sondern definitiv auch bei den Szenen der Waljagd auf und nicht selten hatte ich eine Gänsehaut oder Tränen bei dem Gedanken daran, was Lilja erlebt.
Das Thema im Roman neben der Liebesgeschichte – der Walfang – hat mich also berührt und mitgenommen. Das Buch hebt sich dadurch von vergleichbaren Titeln in diesem Genre ab und hat mir daher nochmal umso besser gefallen. Mir war tatsächlich nicht bewusst, dass diese grausame Jagd noch heute von einigen Ländern durchgeführt wird und tatsächlich hätte ich mir im Nachwort noch ein paar mehr Hintergrundinfos dazu gewünscht.
Aber auch die Liebesgeschichte kommt nicht zu kurz und ist ebenfalls voller Gefühl. Ob Lilja sich allerdings wirklich auf Jules einlassen kann und welches Geheimnis er verbirgt, solltet ihr am besten selber lesen.
Mich hat der Roman jedenfalls komplett gefesselt und absolut begeistert. Ich habe ihn regelrecht verschlungen und einfach unglaublichen Spaß beim Lesen gehabt!

Mein Fazit: Ein Liebesroman mit einem absolut wichtigen und dramatischem Thema, der mir absolut gut gefallen hat! Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und 4,5 von 5 Sternen!

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