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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.06.2017

"Nicht auch noch der!" – Oh doch!

Nicht auch noch der!
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Luca kann es nicht fassen: Sie soll in eine Männer-WG ziehen! Die Verwaltung des Studentenheims hat einen Fehler gemacht und sie zu zwei Kerlen gesteckt. Dabei hat Luca von Männern nach ihrer letzten gescheiterten ...

Luca kann es nicht fassen: Sie soll in eine Männer-WG ziehen! Die Verwaltung des Studentenheims hat einen Fehler gemacht und sie zu zwei Kerlen gesteckt. Dabei hat Luca von Männern nach ihrer letzten gescheiterten Beziehung wirklich genug. Der freche Schönling, der ihr beim Gespräch mit der Verwaltung dazwischenfunkt, beweist ihr in aller Ausdrücklichkeit, warum. Aber Luca bleibt keine Wahl: Entweder diese Wohnung oder keine! Widerwillig nimmt Luca das WG-Angebot an – und steht kurze Zeit später wieder vor dem frechen Schönling. Gestatten? Ben, Lucas neuer Mitbewohner …

"Nicht auch noch der!" von Lena Marten ist ein unterhaltsamer Liebesroman, der mit lustigen Sequenzen, verträumten Augenblicken und bewegenden Entwicklungen für tolle Lesestunden sorgt. Protagonistin Luca und ihr schweres Schicksal, in eine WG mit zwei äußerst attraktiven Männern ziehen zu müssen, sind gerade deshalb so amüsant, weil zwischen ihr und ihrem neuen Mitbewohner Ben eine großartige Dynamik entsteht. Immer wieder springen einem Gedanken wie "Was sich liebt, das neckt sich!" und "Nun küsst euch doch endlich!" in den Sinn, während die freche und spritzige Atmosphäre zum Schmunzeln einlädt. "Nicht auch noch der!" bedient sich der gesamten Gefühlspalette, wird zum Ende hin sogar düster. Mir persönlich hat diese bedrückende Entwicklung nicht allzu gut gefallen, sie wirkte zu gekünstelt und wollte nicht recht ins Gesamtbild des Romans passen. Dennoch hat "Nicht auch noch der!" mich für einige Lesestunden gut unterhalten und ich freue mich schon auf das nächste Buch der Autorin.

Veröffentlicht am 02.05.2017

Ein brummtastisches Leseabenteuer für Jung und Alt

Der Hummelreiter Friedrich Löwenmaul
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Auf Friedrich Löwenmauls Schultern lastet eine schwere Bürde: Er ist der letzte Spross der berühmtesten Hummelreiter-Familie. Die unzähligen Pokale und Auszeichnungen seiner Verwandten erinnern Friedrich ...

Auf Friedrich Löwenmauls Schultern lastet eine schwere Bürde: Er ist der letzte Spross der berühmtesten Hummelreiter-Familie. Die unzähligen Pokale und Auszeichnungen seiner Verwandten erinnern Friedrich tagtäglich daran, dass er selbst nicht das Talent seiner Familie geerbt hat und dem bekannten Namen Löwenmaul nicht gerecht wird. Doch als eines Tages die goldene Hummel Hieronymus Brumsel auf seinem Balkon sitzt und mit ihm spricht – ja, wirklich spricht! – lässt sich Friedrich von ihr überreden, etwas zu wagen. So schnell er auf Brumsels Rücken sitzt, so schnell bereut Friedrich jedoch seinen Übermut, denn die Hummel hat ihn unter Vortäuschung falscher Tatsachen auf ihren Rücken gelockt! Hieronymus reiste im Auftrag von Königin Ophrys an, die Friedrich als Spion in den Norden des Landes schicken will. Im weit entfernten Skarnland, das ebenso sonderbar wie kurios ist, brodelt es und es liegt allein in Friedrich Löwenmauls Händen, einen gewaltigen Krieg zu verhindern. Worauf hat er sich da nur eingelassen?

„Der Hummelreiter Friedrich Löwenmaul“ von Verena Reinhardt ist ein wundervoller, sonderbarer und einzigartiger Roman aus deutscher Feder, der mich mit seinen originellen Ideen überrascht und begeistert hat. Reinhardt hat herrlich skurrile und facettenreiche Charaktere geschaffen, die in einer ungewöhnlichen Welt ein noch viel außergewöhnlicheres Abenteuer erleben. Sie nimmt ihre Leser mit auf eine fantastische Reise, bunt, speziell und ungewöhnlich, und schafft mit ihrem tollen Schreibstil ein Leseerlebnis, das mit viel Spannung, Mut und Freundschaft glänzt. „Der Hummelreiter Friedrich Löwenmaul“ ist ein Must-Read für jeden, der ein Herz für zeitlose Geschichten hat. An dieses Buch erinnert man sich auch noch nach Jahren mit einem Lächeln auf den Lippen – da bin ich mir sicher.

Veröffentlicht am 02.05.2017

Eine Achterbahnfahrt der Gefühle!

All die verdammt perfekten Tage
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Seit sie in einen furchtbaren Autounfall verwickelt war, leidet die 17-jährige Violet Markey unter extremen Schuldgefühlen. Denn während sie ohne körperlichen Folgeschäden davongekommen ist, ist ihre geliebte ...

Seit sie in einen furchtbaren Autounfall verwickelt war, leidet die 17-jährige Violet Markey unter extremen Schuldgefühlen. Denn während sie ohne körperlichen Folgeschäden davongekommen ist, ist ihre geliebte Schwester tödlich verunglückt. Als sie auf dem Dach der Schule an der Brüstung steht und dem lockenden Abgrund von ihren Füßen entgegenblickt, ist es ausgerechnet Theodore Finch, der sie von einem Sprung in die Tiefe abhält. Finch, der Freak der Schule, der mit seiner sonderbaren Art den Ärger stets anzuziehen scheint – und der es sich nun zur Aufgabe gemacht hat, Violet wieder an die Freuden des Lebens zu erinnern. Sie an das Leben zu erinnern. Doch auch Finch stand an jenem Tag nicht ohne Grund an der Brüstung des Daches …

Bedrückend, erfreulich, beklemmend, ermutigend, grausam und wunderschön – „All die verdammt perfekten Tage“ von Jennifer Niven ist all das und noch mehr, abwechselnd und zugleich. Zwischen den optisch herrlichen Buchdeckeln steckt eine eindringliche Geschichte, die zwischen Extremen wankt und ihre Leser auf intensive, brutale und ehrliche Weise beschäftigt, noch lange über die letzte Seite hinaus. Violet Markey und Theodore Finch sind ein Protagonistenpärchen, das den Glauben an die Schönheit des Lebens aus ganz unterschiedlichen Gründen verloren hat und nun gemeinsam neuen Mut, neue Kraft und neuen Lebenswillen fassen will. Sie auf diesem Weg zu begleiten, treibt Leser ebenso an persönliche Grenzen wie die Protagonisten selbst. Leichte, fluffige Lektüre erwartet einen in „All die verdammt perfekten Tage“ nicht, im Gegenteil: Es ist ein ergreifender, bewegender Roman, der mich lachen und weinen ließ, der mich zu Boden stieß und mir wieder auf die Beine half. Für mich ein absolutes Lesehighlight!

Veröffentlicht am 04.04.2017

Die perfekte Mischung aus berührender Romantik, unfassbarer Magie und eiskalter Spannung

Das Reich der sieben Höfe – Dornen und Rosen
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Seit ihre Mutter gestorben und ihre Familie verarmt ist, liegt das Schicksal ihrer beiden Schwestern und ihres Vaters in Feyres Händen. Ausgerüstet mit Pfeil und Bogen treibt es die junge Jägerin mit jedem ...

Seit ihre Mutter gestorben und ihre Familie verarmt ist, liegt das Schicksal ihrer beiden Schwestern und ihres Vaters in Feyres Händen. Ausgerüstet mit Pfeil und Bogen treibt es die junge Jägerin mit jedem Tag tiefer in den düsteren Wald, um Nahrung für ihre Familie zu erlegen. Als sie eines Tages plötzlich einem riesigen Wolf begegnet, kann sie der einmaligen Chance nicht widerstehen: Allein sein Fell wird genügend Geld einbringen, um sie alle durch den eisigen Winter zu bringen. Doch mit dem abgeschossenen Pfeil besiegelt Feyre ein Schicksal, das abscheulicher für sie nicht sein könnte. Der Wolf war in Wahrheit ein Fae, eines jener verhassten magischen Wesen aus den alten Erzählungen. Um ihre Schuld für den Mord an ihm zu begleichen, wird Feyre in ein sagenumwobenes Reich entführt, indem sie bis zu ihrem Lebensende verweilen soll. Feyre weiß: Sie muss fliehen, so schnell sie kann. Doch im Reich der Fae ist nichts so, wie es scheint …

Mit der Geschichte um Feyre und Tamlin hat Sarah J. Maas in den USA einen absoluten Hype ausgelöst. Verdient? Und ob! Obwohl „Das Reich der sieben Höfe“ mit 480 Seiten durchaus schon als Schmöker bezeichnet werden kann, liest sich die Geschichte dank des tollen Schreibstils mitreißend und schnell. Beinahe scheint es, als würden die High Fae ihre Magie durch das bedruckte Papier hindurch wirken und so einen Bannzauber heraufbeschwören, der es unmöglich macht, mit dem Lesen aufzuhören! „Dornen und Rosen“ ist ein fesselnder Auftakt ganz a la Sarah J. Maas: mit großartigen Charakteren, einem abwechslungsreichen Plot und jeder Menge Emotionen, die noch lange nach der letzten Seite nachhallen.

Veröffentlicht am 02.03.2017

Geht unter die Haut!

Wir fliegen, wenn wir fallen
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Yara und Noel verbindet nichts – bis auf ihre Liebe zu Phil, dem alten Herrn, der ihr in der schwersten Zeit ihres Lebens Kraft schenkte und der ihn aufgefangen hat, als alles zu zerbrechen drohte. Als ...

Yara und Noel verbindet nichts – bis auf ihre Liebe zu Phil, dem alten Herrn, der ihr in der schwersten Zeit ihres Lebens Kraft schenkte und der ihn aufgefangen hat, als alles zu zerbrechen drohte. Als Phil stirbt, hinterlässt er eine Liste mit zehn Dingen, die Yara und Noel stellvertretend für ihn erleben sollen: einen Baum in einem fremden Land pflanzen, die Nordlichter beobachten, Wölfe streicheln … Widerwillig, nur Phil zuliebe, raufen sich Yara und Noel zusammen und begeben sich auf eine Reise, die sie, ihre Leben und ihre Gefühle für immer verändern wird …

Große Gefühle und Herzflattern pur: „Wir fliegen, wenn wir fallen“ ist ein Buch, das einem den Atem raubt. Mit der Geschichte um Yara und Noel hat mich Ava Reed direkt ins Herz getroffen. Sie ist eine Wortkünstlerin, die es mit ihrer poetischen und offenherzigen Art geschafft hat, dass ich mich in jede einzelne Faser ihres Buches verliebt habe - vom ersten bis zum letzten Buchstaben. Wundervolle Charaktere, ein großartiger Plot und eine Intensität, die einem Gänsehaut beschert: „Wir fliegen, wenn wir fallen“ hat alles, was ein Lieblingsbuch auszeichnet.