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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.03.2026

Geheimdienstleben

Dunkelmann
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Maja Birk ist eine junge Agentin, die sich von einem Einsatz erholen soll. Doch Daniel Hartmann braucht sie im Geheimdienst ganz dringend, da die Chinesen irgendwas vor haben. Nicht nur Amerika hat ein ...

Maja Birk ist eine junge Agentin, die sich von einem Einsatz erholen soll. Doch Daniel Hartmann braucht sie im Geheimdienst ganz dringend, da die Chinesen irgendwas vor haben. Nicht nur Amerika hat ein Auge auf Grönland geworfen, sondern auch China und Russland. Das ist soweit bekannt und entspricht der realen Welt. Hier wird also ein sehr aktuelles Thema aufgegriffen. Es soll einen Einblick in die Geheimdienstarbeit bieten. Für mich waren die Handlungen nicht immer nachvollziehbar. Der Anfang und Schluss hat mich gefesselt und ich fand die Situationen recht spannend beschrieben. Doch im Mittelteil hat mich das Buch leider komplett verloren. Mir hat sich auch nicht erschlossen, was die Szene in der Türkei dann am Ende für einen Sinn ergeben sollte. Interessant fand ich, wie es im Geheimdienst zugeht, dass die Familien der Agenten oftmals ja gar nicht wissen, wo bzw. woran ihr Angehöriger arbeitet. Bestimmt nicht immer leicht, was hier anschaulich in der Beziehung zwischen Maja und Jonas, aber auch in Daniels Beziehung zum tragen kam. Insgesamt hat mich das Buch aber leider nicht so wirklich abgeholt und ich fand es auch nur mäßig spannend.

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Veröffentlicht am 20.03.2026

Das Missgeschick

Sie wollen uns erzählen
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Oz ist etwas Schlimmes in der Schule passiert und nun muss er seiner Mutter einen Brief von der Lehrerin übergeben. Während er überlegt, wie er das zuhause am besten seiner Mutter Ann beichten kann, ergibt ...

Oz ist etwas Schlimmes in der Schule passiert und nun muss er seiner Mutter einen Brief von der Lehrerin übergeben. Während er überlegt, wie er das zuhause am besten seiner Mutter Ann beichten kann, ergibt sich dann eine ganz andere Situation. Oma Zilly ist verschwunden und seine Mutter hat jetzt überhaupt keinen Kopf, sich um Oz und sein Problem zu kümmern. Das kommt Oz nicht ungelegen. Die beiden machen sich auf die Suche nach Oma.

Das Buch fängt sehr heftig mit dem Ungeschick von Oz an. Die Autorin beschreibt sehr intensiv, wie Oz denkt und fühlt. So bekommt man einen kleinen Einblick in seine Gedanken- und Gefühlswelt, die sich von anderen Kindern unterscheiden sollte. Durch die Suche nach der Oma ist die Geschichte sehr turbulent. Ich habe mir aber irgendwie etwas anderes darunter vorgestellt, als ich gelesen habe, dass es um das Thema Neurodivergenz geht. In einigen Situationen hat Oz vielleicht etwas anders reagiert, als es andere Kinder täten. Aber im Großen und Ganzen fand ich das eine ganz normale Familiengeschichte. Ich kenne mich mit dem Thema aber auch gar nicht aus, von daher ist meine Sichtweise eher laienhaft. Als Familiengeschichte betrachtet, hat mir das Buch sehr gut gefallen. Die Autorin schreibt leicht verständlich und hat nicht zu viele Charaktere eingebaut. Der Aufbau war schlüssig und das Ende passt auch gut zu dem ganzen Geschehen. Insgesamt ein schöner Familienroman.

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Veröffentlicht am 16.03.2026

Zukunftsvision

EDEN - Wenn das Sterben beginnt
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Eden beschreibt ein neues Zukunftsszenario des Erfolgsautors Marc Elsberg. Es beschäftigt sich mit verschiedenen Umwelt- und Wirtschaftsszenarien, die ein KI-Programm relativ zuverlässig voraussagt. Als ...

Eden beschreibt ein neues Zukunftsszenario des Erfolgsautors Marc Elsberg. Es beschäftigt sich mit verschiedenen Umwelt- und Wirtschaftsszenarien, die ein KI-Programm relativ zuverlässig voraussagt. Als Stück für Stück die einzelnen Voraussagen eintreffen, warnen der IT-Experte Piero Manzano, Influenzer Linus Strand und Meeresbiologin Sarah Keller öffentlich. Das gefällt nicht jedem und sie bekommen es mit mächtigen Gegenspielern zu tun.

Das Buch verspricht Spannung von Anfang bis Ende und diese Erwartung kann es auch erfüllen. In kurzen, knappen Kapiteln zeichnet der Autor die einzelnen Szenarien auf und wie sich im weiteren Verlauf der Geschichte alles zuspitzt. Den Schreibstil muss man mögen. Ich fand ich sehr gut. Mir persönlich waren es nur ein bisschen zu viele Szenarien. Wobei alles ineinander greift und am Ende ein schlüssiger Showdown ergibt. Man kann viele Parallelen zur Realität feststellen, die Überlegungen des Autors sind also nicht aus der Luft gegriffen. Einige Szenen wurden sehr actionreich gestaltet, was die Spannung anheizen sollte. Mich hat Blackout damals noch ein bisschen mehr gefesselt gehabt. Aber auch hier kann man das Buch nicht mehr aus der Hand legen und es regt sehr zum Nachdenken an. Wie in der realen Welt, trifft man auch in dieser Geschichte auf die Politik und Wirtschaft, die ihre eigenen Interessen verfolgt. Insgesamt hat mich dieser fiktive Ausblick auf die Zuspitzung diverser Umweltereignisse überzeugt und beweist, wenn die Kleinen sterben, überleben auch die Großen nicht.

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Veröffentlicht am 16.03.2026

Ostermord

Commissario Gaetano und das letzte Abendmahl
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Commissario Gaetano will eigentlich die Feiertage bei seiner Familie verbringen. Doch seine junge Kollegin Beppa Bellucci fischt einen toten Mann aus dem Hafenbecken. Anstatt ihr die Ermittlungen zu überlassen, ...

Commissario Gaetano will eigentlich die Feiertage bei seiner Familie verbringen. Doch seine junge Kollegin Beppa Bellucci fischt einen toten Mann aus dem Hafenbecken. Anstatt ihr die Ermittlungen zu überlassen, kehrt er zurück nach Neapel und muss die Sache selbst in die Hand nehmen.

Der regionale Krimi beschränkt sich auf Neapel und Umgebung. Man erfährt viel über die Traditionen und Bräuche dort, aber auch über die Fischerei. Das italienische Flair wurde gut eingefangen. Ich tat mir beim lesen unheimlich schwer, weil ich den Schreibstil als sehr sperrig empfand. Gaetano erinnert irgendwie an Commissario Brunetti. Es gibt leider so einige Längen in der Geschichte und bei mir hat sich nicht die erhoffte Spannung eingestellt. Wirkliche Sympathieträger habe ich nicht gefunden, einzig die Tochter des Toten tat mir sehr leid. Zeitweise geht es auch viel um die Familie von Gaetano. Insgesamt fand ich den Krimi sehr langweilig und da es schon der zweite Band ist, der mich nicht so richtig gefesselt hat, werde ich die Reihe nicht mehr weiterverfolgen.

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Veröffentlicht am 16.03.2026

Die verlassene Tankstelle

Giftiger Grund
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Joran begeht in seiner Jugend einen schweren Fehler und kommt nun nach sieben Jahren endlich aus dem Knast. Er ist fest entschlossen ein neues, sauberes Leben zu beginnen. Doch schnell merkt er, dass ihm ...

Joran begeht in seiner Jugend einen schweren Fehler und kommt nun nach sieben Jahren endlich aus dem Knast. Er ist fest entschlossen ein neues, sauberes Leben zu beginnen. Doch schnell merkt er, dass ihm immer nur Steine in den Weg gelegt werden, obwohl er es mit allen und allem ehrlich meint. Er kehrt zum damaligen Tatort, einer Tankstelle, zurück, die mittlerweile geschlossen ist. Dort hofft er, die damalige Beute noch zu finden. Stattdessen stößt er auf seinen ehemaligen Komplizen Aras, der tot in einem Schacht liegt. Leider ist er nicht alleine auf dem Gelände. Was haben die anderen Personen gesehen oder damit zu tun?

In Vorfreude auf einen spannenden Krimi fing ich an zu lesen. Es ist von Anfang an spannend und mich hat die Geschichte auch bis zum Ende mitgerissen. Einen klassischen Krimi darf man hier allerdings nicht erwarten. Es wird eher eine gesellschaftskritische Geschichte erzählt, die drei unterschiedliche Charaktere betrifft. Alle sind sie auf der Suche nach der richtigen Art zu leben. In Erwartung, dass die Drei irgendwann zusammenfinden und gemeinsam den Mord aufklären, war ich irgendwann am Ende des Buches angelangt. Zusammengefunden haben sie nie richtig. Einige Fragen wurden beantwortet, dafür haben sich jedoch neue Fragen ergeben, die offen blieben. Das Ende war mir zu sehr konstruiert und irgendwie hat man das Gefühl, die Geschichte ist noch nicht fertig erzählt. Ich hatte die Vermutung, dass es sich hier um ein Debüt handelt, dem ist aber gar nicht so. Von daher blieb die Geschichte sehr hinter meinen Erwartungen zurück. Der Autor hätte das Buch vielleicht nicht als Kriminalroman anpreisen sollen, sondern als gesellschaftskritischen Roman. Mich lässt das Buch sehr zwiegespalten zurück.

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