Profilbild von LesenderCupcake

LesenderCupcake

Lesejury Profi
offline

LesenderCupcake ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit LesenderCupcake über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.04.2019

Ein Must Not Read!

Wild Hearts - Kein Blick zurück
14

Kennst du das? Du läufst durch den Buchladen oder die Bibliothek und entdeckst ein Buch, dessen Cover du wahnsinnig schön findest. Daraufhin liest du den Klappentext und dieser klingt äußerst interessant, ...

Kennst du das? Du läufst durch den Buchladen oder die Bibliothek und entdeckst ein Buch, dessen Cover du wahnsinnig schön findest. Daraufhin liest du den Klappentext und dieser klingt äußerst interessant, weshalb du auch in die Leseprobe reinschaust. Da nicht nur der Schreibstil super ist, sondern dir auch die Protagonisten soweit gefallen, nimmst du das Buch eben mit. Und mit jeder Seite, die du liest, wird das Buch immer schlechter.
Genauso erging es mir mit diesem Buch, aber zuerst komme ich zum Inhalt.

In dem Buch geht es um eine junge Frau namens Sawyer, die von ihrem gewalttätigen Vater flieht und sich in einem Ort namens Outskirts niederlässt. Dort will sie sich ein neues Leben aufbauen und trifft auf Finn, ihren Nachbarn, der nicht gerade für seine Geselligkeit bekannt ist.

Damit man merkt, was mich an diesem Buch stört, gebe ich hier ein paar Beschreibungen von ein paar Charakteren:

Sawyer: 21 Jahre alt; hat ihr Leben lang bei ihrem gewalttätigen Vater gewohnt; dieser hat sie auch wegen ihres Geschlechtes her unterdrückt und des öfteren Alkohol getrunken; ist mit extrem konservativen und veralteten Werten aufgewachsen; verliebt sich in den ersten Mann, den sie nach der Flucht begegnet

Finn: kommt nicht über den Tod seiner Ex hinweg; kapselt sich von jedem ab; trinkt des öfteren Alkohol; findet Sawyer extrem attraktiv; tut, was er will

Josh: Polizistin; schießt wahllos mit ihrem Gewehr herum, regelt Verbrechen auf ihre eigene Art

An diesen drei Charakteren kann man am besten erkennen, dass die Autorin von jedem einzelnen ein Bild geschaffen hat, das absolut nicht zu deren Eigenschaften passt. So kommt es, dass Finn und Sawyer trotz ihrer überdramatischen Vergangenheit rummachen bevor sie überhaupt ein anständiges Gespräch geführt haben. Aber hey; Gespräche werden eh überbewertet, wenn der oder die Gegenüber so unglaublich heiß ist. Einfach unlogisch, wenn man Sawyers Vergangenheit bedenkt und die Tatsache, dass sie abgehauen ist, um sich eben von dieser zu befreien. Warum wird das so betont bzw überhaupt erwähnt, wenn sie scheinbar keine Probleme damit hat? Warum existiert diese Vergangenheit überhaupt, wenn es in dem Buch keine Rolle mehr spielt? Man kann nicht von heute auf morgen Werte ablegen, die man 21 Jahre lang eingetrichtert bekommen hat. Aber Sawyer hat damit absolut kein Problem, denn sie lässt nicht nur mit sich machen, was Finn will, sondern nimmt alles an ohne mal drüber nachzudenken.
Ich bin jetzt mal ganz ehrlich: zwischenzeitlich war ich mir wirklich unsicher, ob ich nicht doch im Erotikbereich gelandet bin. Dabei passt das überhaupt nicht zu den Charakteren. Wo ist der depressive Trauernde, der erstmal mit seinem eigenen Leben klarkommen muss? Wo ist das gebrannte Kind, das ihr Leben lang unterdrückt wurde?
Wobei ich manchmal geglaubt habe, dass Finn der neue Jesus ist, denn diese Heilkräfte können nur von Gott gegeben sein. Alte und neue Probleme lösen sich einfach in Luft auf. Die von seiner Ex, sowie die von Sawyer.
Und dann gab es noch die ganzen Nebencharaktere, bei denen der eine fragwürdiger war als der andere.

Anfangs dachte ich, dass auch der Schreibstil gut ist. Inzwischen denke ich das nicht mehr, denn ich musste mich zwingen das Buch zu lesen. Natürlich lag das zum einen an den miesen Charakteren und der noch schlimmeren Handlung, aber auch der Schreibstil konnte absolut nichts authentisch herüberbringen.
Das Buch wird aus Finns und Sawyers Perspektive geschrieben, also warum wurde das nicht genutzt? Finns Kapitel waren unnötig, einfach deshalb, weil diese einem seine Sicht bzw Gefühle auch nicht näher bringen konnten.

Für diejenigen, die immer noch nicht davon überzeugt sind, wie gut das Buch ist, habe ich eine paar Zitate von Finn:

„Ich werde dich küssen, wann immer ich will.“ (S.144)

Du. Gehörst. Mir.“ (S.270)

Hach, welche emanzipierte Frau würde da nicht dahinschmelzen?

Ehrlich gesagt, ist das Buch überhaupt nicht lesenswert. Hätte man die überdramatische Vergangenheit der beiden weggelassen, wäre das alles vielleicht stimmiger gesessen (wobei es immer noch einige Handlungen gibt, bei denen ich nur die Augen verdrehen kann und die einfach unlogisch sind). So ist das alles ein Klischee nach dem anderen mit krankhaften Handlungen, die als lustig, romantisch oder normal dargestellt werden. Nein, danke.

Veröffentlicht am 26.10.2018

Emotional, Mitreißend, aber vor allem herzzerreißend!

Berühre mich. Nicht.
1

Als Sage nach Nevada zieht, hat sie ein großes Ziel: Von vorne anfangen und dabei die Vergangenheit hinter sich zu lassen. Aber das ist gar nicht so leicht, denn Erinnerungen, Angst und Panik verfolgen ...

Als Sage nach Nevada zieht, hat sie ein großes Ziel: Von vorne anfangen und dabei die Vergangenheit hinter sich zu lassen. Aber das ist gar nicht so leicht, denn Erinnerungen, Angst und Panik verfolgen sie auf jeden Schritt. Diese Gefühle hat sie auch, als sie Luca zum ersten Mal sieht. Als sich dann herausstellt, dass er ihr Arbeitskollege ist, muss sie lernen mit ihm zurechtzukommen. Dabei entdeckt sie seine ganz anderen Seiten, die ihr Herz höher schlagen lassen.

Das Cover des Buches ist bezaubernd, da das Muster, das aus Rosen und weißen Balken, die die Blumen durchschneiden und somit kein vollkommenes Bild ermöglichen, Raum für Interpretationen lassen. Auch Sages Liebe ist nicht einfach nur ein klares Bild, sondern wird von ihren Ängsten unterbrochen. Es passt wunderbar zu der Geschichte.

Laura Kneidl kann mit ihrem Schreibstil überzeugen. Sie schafft es, das schwere Schicksal, das die Protagonistin auf Schritt und Tritt verfolgt, herauszuarbeiten ohne dabei eine dauerhaft depressive Stimmung zu schaffen. Ihr fließender Schreibstil sorgt dafür, dass man sich in ihrer Geschichte verliert und mit der Protagonistin mitfühlt.

Auch die Charaktere an sich sind etwas ganz Besonderes. Es gibt viele Menschen, die mit einer schweren Vergangenheit zurechtkommen müssen und Sage könnte ein Vorbild sein. Ihre Stärke und Entschlossenheit machen sie zu einer beeindruckenden Person, auch wenn sie immer wieder Rückschläge hat. Sie hat ein klares Ziel vor Augen und wird es erreichen. Sie wird ihre Vergangenheit hinter sich lassen, koste es, was es wolle.
Aber nicht nur Sage kann von sich überzeugen, auch Luca ist ein besonderer Mann. Er hat ebenfalls seine Probleme, aber er ist ein Stütze, die sich jeder Mensch, der Probleme hat, wünscht. Ohne zu drängen ist er für Sage da und toleriert fast alle Entscheidungen.

Die Geschichte an sich zeigt eine Welt, in der auf den ersten Blick alles in Ordnung scheint, und man später erst merkt, was hinter den Fassaden steckt. Man lernt Schritt für Schritt alles kennen; beginnend mit dem College bis hin zu den einzelnen Familien.

Mein Fazit ist, dass dieses Buch ein Muss ist, da es nicht nur eine friedliche Welt zeigt, sondern sich mit einem Schicksal auseinandersetzt, dass leider tausende auf dieser Welt betrifft. Aber dennoch zeigt es, dass das Leben weitergeht und man stärker ist, als all die dunklen Erinnerungen. Ich freue mich auf Band zwei der Reihe, weil ich für Sage und Luca hoffe, dass die beiden ein Happy End haben werden!

Veröffentlicht am 27.04.2019

Nicht wirklich zum Bullet Journaling geeignet

Save the Memories
0

Ein Bullet Journal passend zu Mona Kastens Maxton Hall Trilogie. Da ich schon seit längerer Zeit das Bullet Journaling ausprobieren wollte und Mona Kastens Bücher mag, habe mir dieses Bullet Journal passend ...

Ein Bullet Journal passend zu Mona Kastens Maxton Hall Trilogie. Da ich schon seit längerer Zeit das Bullet Journaling ausprobieren wollte und Mona Kastens Bücher mag, habe mir dieses Bullet Journal passend zum Jahresbeginn 2019 geholt. Inzwischen sind ein paar Monate vergangen und ich bin einigermaßen zufrieden mit dem Buch, aber auch nicht wirklich überzeugt.

Bei mir sieht es schon stark abgenutzt aus, wobei ich mir unsicher bin, ob dass nicht vielleicht auch daran liegen könnte, dass ich es überall hin mitnehme.
An für sich tut es seinen Job, aber inzwischen gefällt mir das mit den Zitaten nicht mehr so, da es meistens nicht zu meinem persönlichen Style passt und somit extrem heraussticht. Aber damit muss man leben, wenn man sich für dieses Bullet Journal entschieden hat.
Etwas, was mich an diesem Buch aber extrem stört, ist die Tatsache, dass die Schrift durchdruckt. Ich gebe mir extrem viel Mühe für meine Designs, male auf die nächste Seite den Kalender und schwups, mein Design auf der Vorderseite wird durch den durchgedruckten Kalender zerstört. Ich weiß natürlich nicht, wie das bei anderen Bullet Journal ist, da das hier mein erstes ist, aber das stört mich wirklich.
Es druckt nicht bei allen Stiften durch, das heißt, wenn jemand kein Problem damit hat, sein Bullet Journal nur mit Kulli und Holzstiften zu gestalten, wird das wohl weniger problematisch sein.
Aber ich mache meine Designs meistens mit Fineliner und das funktioniert nicht so wirklich.
Alles in allem kann ich sagen, dass das Buch zwar seinen Job tut, aber das Papier vielleicht nicht wirklich zum Bullet Journaling geeignet ist.

Veröffentlicht am 30.03.2019

Leider nicht Feuer und Flame für dieses Buch

Dragon Love - Feuer und Flamme für diesen Mann
0

Das Cover und der Klappentext zeigen schon deutlich, welche Richtung das Buch einnimmt: Die, der Typ ist so toll und egal was er tut, ich werde mich ihm trotzdem an den Hals werfen. Tja, das passt sogar ...

Das Cover und der Klappentext zeigen schon deutlich, welche Richtung das Buch einnimmt: Die, der Typ ist so toll und egal was er tut, ich werde mich ihm trotzdem an den Hals werfen. Tja, das passt sogar fast zu hundert Prozent.

In erster Linie geht es in dem Buch um Aisling, die eine Antiquität zu einer Dame nach Paris bringen soll. Dort angekommen trifft sie nicht nur auf die Leiche besagter Frau, sondern auch auf Drake, der ihre Welt vollkommen auf dem Kopf stellt.

Die Story an sich war ganz interessant, auch wenn die Klischees und absolute Naivität, was teilweise zwar lustig und unterhaltsam war, aber manchmal auch einfach nur übertrieben, schon dezent zu viel waren. An einigen Stellen war es dann aber doch viel zu langatmig.

Mit den Protagonisten konnte ich auch nicht warm werden. Aisling ist wie bereits erwähnt einfach so naiv. Sie denkt nicht zweimal nach, handelt ohne über Konsequenzen nachzudenken und wirft sich einem Typen bedingungslos an den Hals, obwohl sie ihn für gefährlich hält. Zum Glück konnte sie am Ende noch die Kurve kratzen.
Drake... na ja... er ist so unglaublich heiß, sexiest man alive, hat einen super Körper, arrogant wie sonst was, aber so verdammt anziehend. Das übliche halt.

Katie MacAlisters Schreibstil ist in Ordnung. Nicht extrem schlecht, aber halt auch nicht sonderlich gut.
Wenn man weiß, was auf einen zukommt und man nicht mit einem tiefsinnigen Buch rechnet, ist das Buch vollkommen in Ordnung.
Seinen Job, die Leser zu unterhalten tut es zumindest.

Veröffentlicht am 17.03.2019

Wie die eigene Welt auf den Kopf gestellt werden kann...

Die Rache des Ritters
0

Von Lara Adrian habe ich schon viel positives gehört und da ich dieses Buch zufällig in der Bücherei entdeckt habe, dachte ich, kann ja nicht Schaden das Buch zu lesen. Und ich bin positiv überrascht! ...

Von Lara Adrian habe ich schon viel positives gehört und da ich dieses Buch zufällig in der Bücherei entdeckt habe, dachte ich, kann ja nicht Schaden das Buch zu lesen. Und ich bin positiv überrascht! Aber dazu später mehr.

England, 12. Jahrhundert und Gunnar Rutledge hat nur eines im Kopf: den Mörder seiner Eltern herauszufordern und zu töten. Klappt leider nicht wie geplant, weshalb er spontan entscheidet, dessen Tochter Raina zu entführen, in Hoffnung, den Baron zu einem Duell zwingen zu können. Dumm nur, dass er sich in diese verliebt...

Auch wenn es mich gestört hat, dass sich die Charaktere anfänglich auf deren Körper reduziert haben, konnte ich die Protagonisten schnell ans Herz schließen. So individuell, verletzt und facettenreich wie sie beschrieben werden, kann man deren Gefühle und Handlungen ohne Probleme nachvollziehen. Auch dass man beide in verschiedenen Gefühlslagen kennengelernt hat (somit war Gunnar nicht nur der rachsüchtige, düster und verletzte Mann), hat die Geschichte authentischer werden lassen.
Bei der Oberflächlich ist es auch nicht geblieben, denn es hat nicht lange gedauert bis sich aus Begierde echte Gefühle entwickelte haben und das Buch an Tiefsinnigkeit gewonnen hat. Definitiv ein Pluspunkt.

Auch die Nebencharaktere konnten überzeugen, auch wenn es den ein oder anderen gibt, den ich am liebsten weggesperrt und ins Gesicht gespuckt hätte. Dennoch waren alle überzeugend und haben das Buch definitiv spannender gestalten.

Die interessante Story wird durch einen fesselnden und fließenden Schreibstil untermauert. Ich habe das Buch förmlich verschlungen und konnte es einfach nicht aus der Hand legen.

Irritiert war ich nur über die sehr kurz Zeitspanne, die sich während des Lesens definitiv länger angefühlt hat. Aber an dieser Nebensächlickeit will ich mich nicht weiter stören.

Letztendlich kann ich das Buch nur empfehlen!