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Veröffentlicht am 07.12.2019

Kann man mal machen - wie man auf sein eigenes Wohlbefinden hört...

Kann man mal machen
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Mirella verfolge ich schon ein Weichen auf Instagram und YouTube, deswegen hat mich ihr Buch sehr gereizt, weil ich ihre lustige, sarkastische Art und Weise, sich nicht allzu ernst zu nehmen, sehr gerne ...

Mirella verfolge ich schon ein Weichen auf Instagram und YouTube, deswegen hat mich ihr Buch sehr gereizt, weil ich ihre lustige, sarkastische Art und Weise, sich nicht allzu ernst zu nehmen, sehr gerne mag und sympathisch finde. Ich bin zwar weder Veganerin, Vegetarierin, noch liebe ich Yoga und Sport, aber trotzdem konnte ich die ein oder andere Sache durchaus für mich mitnehmen.
Sie hat den Titel ihres Buches nicht nach ungefähr ausgesucht, sondern der Satz "Kann man mal machen" steht sehr zentral. Man soll sich nicht von den Erwartungen der Gesellschaft unter Druck setzen lassen, sondern sich einfach mal ein paar Minütchen Zeit nehmen und reflektieren, was man selbst möchte, was einem gut tut und ob man dies oder jenes wirklich machen möchte. Esse ich lieber eine fettige Pizza, weil ich riesige Lust darauf verspüre oder zwinge ich mich lustlos Salat runter zu würgen, weil mir die Gesellschaft suggeriert vegan und healthy sein zu müssen, um dazu zu gehören.
Ebenfalls wichtige Themen sind Body Positivity, Feminismus, das Singledasein, die Partnersuche, Druck von außen und innen und was einen glücklich macht oder auch nicht.
Das von Mirella selbst gesprochene Hörbuch, das bei der Hörbuchapp meiner Wahl gehört habe, hat mir unglaublich gut gefallen und wenn ihr erste Denkanstöße benötigt, durchaus empfehlen. Ich bin auf meine Kosten gekommen.

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Veröffentlicht am 04.12.2019

Was sind "alte weiße Männer"?

Alte weiße Männer
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"Alte weiße Männer" war mein erstes Buch mit einem feministischen Background und wirklich intensiv habe ich mich noch nicht mit Feminismus, Chancengleichheit, Frauenquoten, Sexismus, Diskriminierung, der ...

"Alte weiße Männer" war mein erstes Buch mit einem feministischen Background und wirklich intensiv habe ich mich noch nicht mit Feminismus, Chancengleichheit, Frauenquoten, Sexismus, Diskriminierung, der Me too Bewegung, etc. auseinandergesetzt, aber für den ersten Einstieg finde ich das Buch sehr gut gelungen.
Im Laufe der 288 Seiten führt Sophie Passmann 15 Interviews mit verschiedenen Männern, die auf den ersten Blick wie "alte weiße Männer" wirken könnten, aber es wird deutlich, dass dies kein eindeutiger und fest definierter Begriff ist, sondern Jeder versteht etwas Anderes darunter. Ob positiv oder negativ konnotiert sei mal dahingestellt. Was macht einen "alten weißen Mann" oder auch "angry white man" genannt, aus? Wie wird man Einer oder kann es verhindert werden? Kann eine allgemeingültige Definition gefunden werden?

Mit diesen Fragen und Vielen mehr setzt sich die Autorin aus und lässt auch die Digitalisierung, den Fortschritt und weitere Themen nicht aus, die ebenfalls eine mehr oder weniger große Bedeutung in der heutigen Gesellschaft einnehmen.

Ich habe mich zu keiner Minute gelangweilt, sondern Passmanns Schreibstil ist rotzig frech, teils ironisch und sarkastisch, allgemeinsprachlich, aber nie dispektierlich.

Sie gibt den Männern Raum ihre Meinung zu entfalten ohne streitlustig, festgefahren oder verbohrt auf ihren Standpunkt als Feministin zu verharren.

Ich muss zugeben, dass ich ausnahmslos alle Männer googeln musste, weil ich Keinen kannte, aber wirklich mit der Materie habe ich mich zuvor auch nicht beschäftigt, also wieder ein wenig dazu gelernt, dass ich mich nicht aus dem Geschehen der heutigen Zeit ausklinken sollte.

Insgesamt ein sehr gelungenes Buch mit vielen Ansichten, die nach weiteren Auseinandersetzungen mit der Thematik schreien. Ich schließe nicht aus, dass ich weitere Bücher zu diesen Themenfeldern in Zukunft lesen werde.

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Veröffentlicht am 24.11.2019

Eine coole Vampirjägerin, jede Menge Action und eine schier unmögliche Liebe!

Der sanfte Hauch der Finsternis
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Die "Cat & Bones" Reihe ist ganz besonders für mich. Wenn ich unglücklich bin oder traurig, dann weiß ich, dass es mir nach Lesen besser gehen wird. Auch dieser vierte Band hat mir sehr gut gefallen, obwohl ...

Die "Cat & Bones" Reihe ist ganz besonders für mich. Wenn ich unglücklich bin oder traurig, dann weiß ich, dass es mir nach Lesen besser gehen wird. Auch dieser vierte Band hat mir sehr gut gefallen, obwohl ich an manchen Stellen den Tränen nah war und gar nicht wusste, wie es so weitkommen konnte.
Nicht nur Bones entwickelt sich kontinuierlich weiter, sondern auch Cat wächst über sich hinaus. Weiß, was sie will, leidet und wächst unter Hoffnungslosigkeit, Druck und auch Glück. Auch Bones lässt sich nicht auf der Nase rumtanzen. Er ist manchmal viel zu ruppig zu Cat, aber genau so braucht sie es von ihm.
Wen ich auch sehr gerne mag ist Vlad. Ein toller gefährlicher Vampir, der eng mit Cat befreundet ist. Er ist so toll und beschützerisch, dass ich nur Seufzen kann.
Die Handlung war spannend, magisch, prickelnd, aufregend, traurig und zerstörend zugleich. Besonders der Mittelteil war grausam, mein Herz hat geblutet und ich hätte am liebsten alle geschüttelt, weil es so unnötig war.
Ebenfalls das Ende und der Schreibstil der Autorin, konnten mich überzeugen und mitnehmen.
Wenn ihr eine gute Urbanfantasyreihe sucht, dann schaut euch diese mal genauer an.

Veröffentlicht am 23.11.2019

»Leid ist Gerechtigkeit. Je größer das Leid, desto größer die Gerechtigkeit.«

Der Zorn der Vergeltung
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Martin Krüger gehört zu meinen liebsten Thrillerautoren und die ersten drei Bände der "Winter und Parkov" Reihe haben mir bereits sehr gut gefallen, deswegen war ich umso gespannter auf den vierten Band.
Bereits ...

Martin Krüger gehört zu meinen liebsten Thrillerautoren und die ersten drei Bände der "Winter und Parkov" Reihe haben mir bereits sehr gut gefallen, deswegen war ich umso gespannter auf den vierten Band.
Bereits mit seinem grandiosen, flüssigen und rasanten Schreibstil konnte mich Krüger erneut in die Geschichte hineinziehen, ohne, dass ich das Buch nur eine Sekunde aus der Hand legen wollte.
Zuvor, am Anfang hatte ich ein paar Probleme reinzukommen, weil es wieder fast genauso beginnt, wie in den letzten Bänden. Ich hätte mir eine Entwicklung Parkovs gewünscht, aber nach gut 130 Seiten ging es bergauf und meine Verwirrung lichtete sich ein wenig.
Ja anfangs war ich ziemlich verwirrt. Die verschiedenen Parteien, die Apostel, das Orakel, Maries Leute und dann kommt noch das BKA dazu. Es war alles sehr viel auf einmal und mehr als einmal hat sich ein undurchdringlicher Knoten aus Informationen in meinem Kopf gebildet.

Je weiter die Geschichte vorangeschritten ist, desto mehr habe ich verstanden.
Ich bin immer noch verblüfft, in welche Richtung sich alles entwickelt hat. Es bleibt nicht einfach bei einem "normalen" Fall, sondern Krüger integriert noch mehr Verstrickungen bis ganz nach oben, Stricke, die unvorhersehbar sind. Dabei geht er nicht zimperlich mit den Charakteren um, sondern lässt viele sterben, schwer verletzt zurück oder einfach verschwunden. Ich konnte mir nie sicher sein, was alles Nächstes passieren würde.
Eine tolle runde Geschichte mit viel Action, Irrungen und Wirrungen, ein wenig Technik, Gefühl und Knistern.
Das Ende war ziemlich fies und ich freue mich umso mehr auf den nächsten Band...

Veröffentlicht am 23.11.2019

Nett für Zwischendurch, aber keine Notwendigkeit...

Vernichte mich
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Gerade eben habe ich ganz spontan "Fracture me" angelesen und auch schon beendet. Eine Novelle liest sich immer sehr schnell weg.
Diese dreht sich um Adam und ist kurz vor und kurz nach dem großen Kampf ...

Gerade eben habe ich ganz spontan "Fracture me" angelesen und auch schon beendet. Eine Novelle liest sich immer sehr schnell weg.
Diese dreht sich um Adam und ist kurz vor und kurz nach dem großen Kampf im zweiten Band angesiedelt. Ihr wolltet also Band 1 und 2 der "Shatter me" Reihe gelesen haben.
Ich muss leider gestehen, dass ich Adam jetzt noch weniger mag als vorher. Er weiß nicht, was er will und seine Art mit Juliette umzugehen ist...erdrückend und es wirkt, als würde er sie gering schätzen und wenig ernst nehmen. Sie hat zu gehorchen, sich zu verstecken und am besten keine Widerworte geben. Sie sei schwach. Diese Charakterzüge sind wirklich allerletztes Jahrhundert. Seine Gefühle bezüglich James kann ich nachvollziehen, aber besonders zum Ende der Novelle hin, dachte ich, ich würde spinnen. Sein Verhalten ist so aller Sau, dass ich nur den Kopf schütteln konnte.
Positiv ist das Englisch. Sehr gut zu verstehen und ich bin sehr gut damit zurechtgekommen. Geeignet für Einsteiger.
Die Handlung war sehr interessant, aber Vieles wird auch vom zweiten Band wiederholt.
Insgesamt eine nette Novelle, aber die ihr nicht unbedingt lesen musst.