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Veröffentlicht am 11.02.2019

Atemberaubende Reise - Must-Read für alle Altersgruppen!

Über die Berge und über das Meer
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Über Flüchtlinge in Deutschland wird viel gesprochen. Dirk Reinhardt hat mit vielen jugendlichen Flüchtlingen Interviews über die Gründe ihrer Reise und die Reise selbst geführt und diese in einem Roman ...

Über Flüchtlinge in Deutschland wird viel gesprochen. Dirk Reinhardt hat mit vielen jugendlichen Flüchtlingen Interviews über die Gründe ihrer Reise und die Reise selbst geführt und diese in einem Roman verarbeitet. Da ich schon andere Bücher des Autors mit großer Begeisterung gelesen habe, freute ich mich auf das neue und wurde nicht enttäuscht.

Das Buch nicht nur für Jugendliche ab 13 "Über die Berge und über das Meer" erzählt abwechselnd von Soraya und Tarek, die in Afghanistan aufwachsen. Soraya lebt als Samir in einem Dorf, da ihre Mutter nur Töchter bekam. Jedes Jahr traf sie bisher Tarek, einen Kuchi-Jungen, der mit seiner Herde in die Gegend kam. Nur dieses Jahr ist alles anders. Unabhängig voneinander bekommen sie Probleme mit den Taliban, so dass ihre Eltern sie unabhängig voneinander weg schicken: Soraya in die Türkei, Tarek nach Deutschland.

Eindrucksvoll schildert Dirk Reinhardt die Gegebenheiten und Gepflogenheiten in dem südasiatischen Land. Die Sprache ist so ausdrucksstark, dass ich die Landschaft und die Leute vor Augen waren. Ich litt mit, als die beiden ihre Familien verlassen mussten, als sie über die Berge gingen, sich wieder trennen mussten und weiteren Gefahren ausgesetzt waren. Das Buch habe ich fast in einem Sitz verschlungen!

Besonders haben mir die Geschichten gefallen, die der Geschichtenerzähler und auch Tarek erzählen. Die Legende des Vogel Simurgh zieht sich durch das ganze Buch und erklärt so auch die Feder auf dem Cover.

Mir hat das Buch klar vor Augen geführt, warum Menschen ihre geliebte Umgebung und ihre Angehörigen verlassen, um ein (besseres) Leben zu haben, und welchen Gefahren sie sich dabei aussetzen. Ich habe jetzt auch ein besseres Verständnis für die Mentalität der Afghanen und anderen Flüchtlingen, die sich so schwer tun mit Lesen lernen. Das Buch reißt viele Themen der Flüchtlingsthematik an und gibt dafür wertfreie Erklärungen und sollte daher von vielen Menschen gelesen werden.

Hilfreich finde ich die Landkarten in den beiden Buchdeckeln, das Glossar und die Erklärungen des Autors zu den politischen Hintergründen in Afghanistan.

Für Lehrerinnen und Lehrer gibt es auf der Webseite des Gerstenberg-Verlags ausführliches Material für eine Literaturarbeit.

Von mir gibt es eine unbedingte Leseempfehlung und mindestens 5 von 5 Sternen!

Veröffentlicht am 07.02.2019

Aus Spaß wurde bitterer Ernst

Tiefe Stille
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Eigentlich wollte Maria nur an einem gemütlichen Detektivspiel im idyllischen Schliersee mitmachen, aber dann wurde daraus bitterer Ernst. Die verwitwete Maria und ihr jugendlicher Mitspieler Leon werden ...

Eigentlich wollte Maria nur an einem gemütlichen Detektivspiel im idyllischen Schliersee mitmachen, aber dann wurde daraus bitterer Ernst. Die verwitwete Maria und ihr jugendlicher Mitspieler Leon werden Ohrenzeugen eines Mordes, was sie aber erst noch als gut inszenierten Teil ihres Spiels betrachten. Dann aber taucht ihr dritter Mitspieler auf und aus Spaß wurde Ernst, bei dem der frisch versetzte Kommissar Lukas Zieringer kaum zu Atem kommt.

Meine Meinung:
Susanne Rößner hat wieder einen sehr spannenden Krimi geschrieben. War anfangs das Spiel im Vordergrund, wurde dem Leser schnell klar, dass das nicht so bleiben wird. Insgesamt drei hochspannende Situationen muss Lukas überstehen bis der Fall komplett gelöst ist. Ein bisschen dick aufgetragen wird bei der Charakterisierung des Bösewichts und manche Erklärungen waren mir zu langatmig. Gut einfühlen konnte ich mich in die Welt unter Tage und fieberte bei den einzelnen Suchen so sehr mit, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte.
Das Buch spielt zwar in Bayern, ist aber durchgängig in Hochdeutsch geschrieben.
Gerne vergebe ich 4 Sterne, da ich mich gut unterhalten habe.

Veröffentlicht am 04.01.2019

Sagen und Brauchtum vs Alltag

Treibts zua!
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Lilly Engel und Sigmund Huber arbeiten auf zwei verschiedenen Seiten der Grenze und eigentlich besser nicht zusammen. Eine Mordserie in der Grenzregion Berchtesgaden/Salzburg hält allerdings die Polizei ...

Lilly Engel und Sigmund Huber arbeiten auf zwei verschiedenen Seiten der Grenze und eigentlich besser nicht zusammen. Eine Mordserie in der Grenzregion Berchtesgaden/Salzburg hält allerdings die Polizei hüben und drüben auf Trab und die beiden müssen sich wohl oder übel zusammenraufen, um den nächsten Mord zu verhindern. Scheinbar haben die Toten nichts gemeinsam, außer den Medallions mit kryptischen Zeichen, die bei ihnen gefunden werden. Viel Zeit für persönliche Animositäten bleibt nicht...

Meine Meinung
Gerne habe ich diesen Mordfall verfolgt. Das Autorenduo unter Pseudonym hat einen Krimi kreiert, in dem Brauchtum und Alltagsprobleme einen Platz finden. Das Haberfeldtreiben als mittelalterliches Rügegericht findet in Bayern glücklicherweise nur noch selten statt. Die Verknüpfung mit den Sagen und anderen historischen Ereignissen fand ich sehr gut gelungen.
Die Wortgefechte von Lilly und Sigmund, die aus ihren unterschiedliche Lebenssituationen entstehen, finde ich manchmal ein bisschen des guten zuviel.
Auch wenn ich den Täter schon vorher entlarvt hatte, hat mich die Auflösung überzeugt und erst so richtig die Tiefe des Krimis gezeigt.

Veröffentlicht am 20.11.2018

Nicht nur für Katzenliebhaber

Ein Kätzchen sorgt für Wirbel
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Ich habe das Buch zusammen mit meinem Sohn, 7 Jahre, gelesen.
Er genießt es, wenn er nicht so viele Sätze lesen muss. Durch das Mitlesekonzept (einzelne Sätze sind in sehr großen Buchstaben gedruckt) ...

Ich habe das Buch zusammen mit meinem Sohn, 7 Jahre, gelesen.
Er genießt es, wenn er nicht so viele Sätze lesen muss. Durch das Mitlesekonzept (einzelne Sätze sind in sehr großen Buchstaben gedruckt) können auch schon Erstleser mitlesen, ohne überfordert zu sein. Der restliche Text ist etwas kleiner geschrieben, aber auch in Fibelschrift und somit gut lesbar für die ein bisschen weiter fortgeschrittenen Leseneulinge.

Zum Inhalt:
Während eines Gottesdienstes werden in der Kirche kleine Kätzchen entdeckt. Vier Kinder kümmern sich sehr rührend um sie. Doch dann verschwindet eine...

Unsere Meinung
Die Geschichte kam bei uns sehr gut an. Da unsere alten Katzen vor kurzem eingeschläfert werden mussten und der Wunsch nach einem neuen Haustier da ist, fieberte mein Sohn richtig mit. Noch bevor das Buch zu Ende gelesen war, hatten wir zwei kleine Kätzchen.
Toll fand ich, dass sehr viel Wissenswertes zum Thema Katzenleben und -aufzucht im Buch behandelt wurde. Auch der Besuch beim Tierarzt ist selbstverständlich.
Ein weiteres großes Plus ist der christliche Bezug dadurch, dass sich die Geschichte in einer Kirche abspielt. Am Ende des Buches gibt es ein kleines Glossar mit wichtigen Begriffen rund um die Kirche.

Unbedingte Leseempfehlung mit 5 von 5 Katzenpfötchen!

Veröffentlicht am 19.10.2018

Leserlohn für Friesenlohn

Hauptkommissarin Diederike Dirks / Friesenlohn
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Voll und ganz auf meine Kosten bin ich bei Friesenlohn gekommen. Um was geht es?
Hauptkommissarin Diederike Dirks ermittelt im Fall eines verunglückten Porschefahrers, der anscheinend vor seinem Tod noch ...

Voll und ganz auf meine Kosten bin ich bei Friesenlohn gekommen. Um was geht es?
Hauptkommissarin Diederike Dirks ermittelt im Fall eines verunglückten Porschefahrers, der anscheinend vor seinem Tod noch Streit mit jemandem hatte. Sie ahnt noch nichts von den anderen dubiosen Vorgängen in Ostfriesland, geschweige denn von den Zusammenhängen.
An einer Bushaltestelle finden 6 Personen 300000 Euro und teilen das Geld unter sich auf. Sie vereinbaren Stillschweigen, doch dann wird eine von ihnen ermordet und ein mysteriöser Mann mit grüner Krawatte geht um.
Diederike Dirks und Oskar Breithammer müssen sich in diesem Fall Puzzlestein für Puzzelstein zurechtlegen, bis sich ein sehr überraschendes Ganzes ergibt.

Meine Meinung:
Auch wenn ich die ersten Bände noch nicht kannte, war ich schnell im vorliegenden vierten mit drin. Diederike und Oskar harmonieren ganz gut als Team und ergänzen sich. Beide sind ganz normale Kripobeamte mit wenig Hang zu Ausschweifungen oder Marotten.
Die Ermittlungsarbeit geht schrittweise voran, als Leser weiß man schon ein bisschen mehr.
Auflockerung bringt der Handlungsstrang um den Geldkoffer, hier vor allem mit Fee Rickels, die für den Mann mit der grünen Krawatte das Geld wiederbeschaffen muss, das sie ihn einer Cornflakes-Packung versteckt hat. Auch wenn ich ihr Verhalten nicht immer gut heiße, fand ich manche Szenen sehr witzig.
Das Ende hat mich dann voll und ganz überzeugt. Mit dieser Auflösung hätte ich nicht gerechnet. Deshalb gibt es von mir auch 5 Sterne.