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Veröffentlicht am 06.06.2025

Mörderjagd in Marchfield Square

Marchfield Square
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Marchfield Square ist ein wundervoller Ort. Die Besitzerin Celeste van Duren hat ihr Anwesen zu einer gated community umgebaut und hat die Wohnung zu sehr vernünftigen Preise an ausgewählte Mieter vergeben. ...

Marchfield Square ist ein wundervoller Ort. Die Besitzerin Celeste van Duren hat ihr Anwesen zu einer gated community umgebaut und hat die Wohnung zu sehr vernünftigen Preise an ausgewählte Mieter vergeben. So können sich alle das Leben in London leisten.
Als einer der Mieter tot in seiner Wohnung liegt, ist sich Celeste in zwei Dingen ganz sicher. Zum einen war es ganz sicher nicht seine Frau, zum anderen kommt kein anderer ihrer Mieter für die Tat in Frage. Da sie mit den Ermittlungen der Polizei nicht zufrieden ist entscheidet sich die ältere Dame dazu selbst aufklären zu lassen, was los ist und die einzige Verdächtige der Polizei zu entlasten. So engagiert sie kurzerhand ihre Putzfrau Audrey und den momentan nicht mehr erfolgreichen Schriftsteller Lewis das Verbrechen aufzuklären.
Bald schon ist klar der Schein von Marchfield Square trügt und es gibt einige Geheimnisse, die die Mieter haben und daher tauchen immer mehr Verdächtige auf.


Mir hat der Roman gut gefallen. Die Idee find ich super und die Umsetzung ist gelungen.
Ich mag den Schreibstil und man kommt sofort in die Handlung. Die Handlung wird aus der Sichtweise von Audrey, Liam und auch ab und an Celeste erzählt.

Die ganze Truppe im Marchfield Square finde ich unglaublich gut zusammen gestellt. Celest van Duren die ältere Dame die ein Fernglas nutzt und so ihre Vermieter auch mal genauer im Auge behält und so die Leiche sieht finde ich unglaublich gut geschrieben. Mir gefällt, dass sie ihre Mieter so gut kennt und das sie in Audrey mehr sieht als „nur“ eine Putzkraft. Sie erkennt wie gut sie als Ermittlerin ist und bitter sie um Hilfe. Den einstigen Krimiautor Lewis an ihre Seite zu stellen fand ich sehr gelungen.
Audrey finde ich einen tollen Charakter der Höhen und Tiefen bisher durchgemacht hat, trotzdem aber nicht resigniert und sich durch kämpft.
Lewis hat sich nach den Misserfolgen seiner letzten Romane total von allem und jedem zurückgezogen und hat keinerlei Kontakt zu der Gemeinschaft im Marchfield Square. Wie er sich dann Stück für Stück ändert fand ich gut geschrieben.
All die anderen Charaktere vom Marchfield Square finde ich so wunderbar unterschiedliche zusammengestellt und mir gefällt wie sie miteinander umgehen.

Den Mord finde ich wirklich gut ausgearbeitet. Es ist keine unbedeutende und so einfach zu durchschauende Geschichte. Nein, da steckt ganz schön was drin und wie wir Stück für Stück die Auflösung bekommen fand ich gut umgesetzt.
Audrey und Lewis als Ermittler haben mich voll überzeugt und auch die Geheimnisse im Marchfield Square die ans Licht kommen fand ich gelungen. Da sich beide am Anfang des Romans nicht kennen fand ich toll mehr über sie zu erfahren und mitzuerleben, wie sie ein immer besseres Team werden. Die Dynamik der beiden gefällt mir gut und jeder bringt unterschiedliche Qualitäten mit, die sich für mich ganz wunderbar ergänzen.
Ich stufe in als Cosy Crime ein, obwohl es hier eine tiefgründiger Handlung gibt, als bei manch einem anderen Roman der in dieses Genre zählt.

Ich hatte viel Freude an dem Roman und hoffe wir hören mehr von dieser tollen Truppe.

Veröffentlicht am 05.06.2025

Dunkle Magie und Machtkämpfe

The Beasts We Bury (Band 1)
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Ich tue mich etwas schwer mit der Bewertung.
Die Grundidee finde ich toll und auch welche neue Art der Magie hier beschrieben wird. Grob bekommt man einen Überblick was einst passiert, wie unterschiedlich ...

Ich tue mich etwas schwer mit der Bewertung.
Die Grundidee finde ich toll und auch welche neue Art der Magie hier beschrieben wird. Grob bekommt man einen Überblick was einst passiert, wie unterschiedlich die Magie sich in dieser Welt zeigt und das es auch hier Machtkämpfe gibt.
Das Buch wird ab 14 Jahren angegeben und es gibt eine Triggerwarnung am Anfang. Ich fand schon heftig, als beschrieben wird wie Mancella mit ihren Händen die Tiere töten muss, damit sich auf sie Zugreifen kann. Als es dann auch darum ging auf diese Art Menschen zu töten fand ich das schon noch eine Schippe heftiger. Auch wie psychisch und physisch hier Leute behandelt werden finde ich schon sehr Dark angesiedelt. Ich finde man muss mit diesen Themen schon klarkommen, um diesen Roman zu lesen.

Die Geschichte wird aus den Blickwinkeln von Mancella und Silver geschrieben.
Mancella tut mir einfach nur leid. Sie hat so viel aushalten müssen, seitdem sie ein Kind ist und niemanden der wirklich für sie da ist. Sie wird ausgenutzt und einfach gezwungen Dinge zu tun, die sie nicht möchte. Vermutlich daher vertraut sie Silver so schnell.
Silver fand ich fast etwas schwach angelegt. Seine Geschichte ist spannend, das er für sich und seine Freunde ein besseres Leben möchte verständlich. Mir gefällt, dass er langsam erkennt, das Mancella nicht das ist, was er in ihr sehen wollte. Trotzdem fand ich ihn schwach ausgearbeitet.
Das dann noch eine leichte Lovestory kommt fand ich sehr unglaubwürdig. Das hat mich so wie die beiden beschrieben sind nicht überzeugt und fand ich in der geschaffenen Welt auch nicht überzeugend.
Die anderen Charaktere sind sehr einfach gehalten und man hat keine Tiefen bei ihnen.
Mancellas Schwester hätte man für mich mehr herausarbeiten können. Was sie durchgemacht hat als versucht wurde ob sie Magie besitzt, wie es ihr seitdem geht, was sie alles macht hätte ich spannend gefunden genauer zu erfahren.

Ansonsten fand ich teile der Handlung vorhersehbar und andere fand ich interessant, aber nicht ganz glaubhaft umgesetzt. Gegen Ende hatte ich fast das Gefühl, nun muss man zum Abschluss kommen. Das es nun noch einen zweiten Roman gibt, kann ich nicht ganz verstehen und ich frage mich, worum es darin gehen soll. Meiner Meinung nach hätte man diese Geschichte noch weiter ausarbeiten können, um so einen tollen Roman zu erhalten.

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Veröffentlicht am 30.05.2025

Wettbewerb um schönsten Liebesbrief und einige Leichen

Der Mordclub von Shaftesbury – Die Tote fällt nicht weit vom Stamm
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Aktuelle läuft in Shaftesbury der Wettbewerb um den schönsten Liebesbrief. Wieder einmal soll Penelope den Vorsitz übernehmen. Als wäre das nicht schon genug stolpert sie wieder einmal über einige Leichen. ...

Aktuelle läuft in Shaftesbury der Wettbewerb um den schönsten Liebesbrief. Wieder einmal soll Penelope den Vorsitz übernehmen. Als wäre das nicht schon genug stolpert sie wieder einmal über einige Leichen. Die erste an der Liebeseiche, was die Frage aufwirft, ob jemand etwas an dem Ausgang des Wettbewerbs ändern möchte.
So macht sich Penelope mal wieder ans Ermitteln.


In diesem vierten Band der Reihe dreht sich lebt Penelope mit ihrem Mann, seiner Tochter und den ganzen Tieren in ihrem neue Heim und erleben mit, wie langsam aber sich die Arbeiten dort stattfinden. Wir bekommen mit einem Kollegen für die Tierarztpraxis einen Dorfbewohner, der sofort mit den etwas schrulligen Einwohnern, ihren Wettbewerben und der Tatsache, dass man öfters mal über Leichen stolpert eingeführt wird.

Ich mag diesen schrulligen Ort mit den teilweise schon sehr gewöhnungsbedürftigen Einwohnern einfach und sie bringen mich immer noch zum Schmunzeln.
Ich mag es die Entwicklung mit verfolgen zu können. Penelope hat sich gut als Ehefrau und Mutter von Lilly und den ganzen Tieren in ihrem Zuhause eingelebt. Alles ist immer noch chaotisch, aber genau das macht mir diese Reihe so sympathisch.
Lilly ist diese mal nicht die einzige junge Unterstützung, sonder bekommt tatkräftige Unterstützung von ihren beiden Freunden.
So haben auch immer mehr Personen und Tiere Einzug im Zuhause von Penelope und das zeigt einfach wie weit sie sich seit ihrer Ankunft im Ort entwickelt hat.

Auch in diesem Band finde ich die Auflösung, warum es die Morde gab gelungen und witzig umgesetzt.

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Veröffentlicht am 26.05.2025

Tolle Fortsetzung der Reihe um junge Frauen, die für sich und andere Frauen einstehen

Season for Scandal
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Wir sind im Jahr 1898. Marigold Bloom hat es geschafft den Blumenladen ihres Großvaters noch erfolgreicher zu machen und da sie mit dem Sohn ihres Vermieters verlobt ist, scheint sowohl das Geschäft wie ...

Wir sind im Jahr 1898. Marigold Bloom hat es geschafft den Blumenladen ihres Großvaters noch erfolgreicher zu machen und da sie mit dem Sohn ihres Vermieters verlobt ist, scheint sowohl das Geschäft wie auch ihre Familie gesichert zu sein. All das ändert sich aber, als ihr Verlobter, sie verlässt und sein Vater klare Andeutungen macht, was Marieold tun soll, damit er nicht die Miete erhöht.
Die sonst so zielstrebige junge Frau kann sich ihrer Familie nicht anvertrauen und in einem schwachen Moment schüttet sie einem unbekannten Mann in der Bibliothek ihr Herz aus. Zu ihrem Glück verweist der miesgelaunte Oliver Lockhart sie an die Agency for Scndal, wo sie schnell Hilfe erhält.
Als Oliver dann die Hilfe der Finken benötigt, da nun plötzlich seine lange verschollene Schwester wieder aufgetaucht sein soll, soll sich deren neuste Rekrutin, Marigold als seine Verlobt ausgeben. Sehr schnell gilt es nicht nur herauszufinden, ob die junge Frau wirklich seine die verschollene ist, nein auch ob die Gefühle nur vorgespielt sind, gilt es zu ergründen.


Das ist der zweite Band der Reihe und man sollte den ersten Band kennen.
Die Autorin hat mich wieder einmal begeistert. Wieder einmal wird die alte Zeit ganz wunderbar erschaffen und ich mag es, das es in dieser Reihe nicht nur junge Damen gibt, die für sich und andere Frauen in der Zeit einstehen, sondern auch junge Männer die das genauso sehen und sich tatkräftig einbringen.

In diesem Band bekommen wir eine neue Hauptperson. Marigold hat Probleme, bekommt Unterstützung der Finken und fängt dann selbst mit ihrer Ausbildung an. Der Hauptschwerpunkt der Geschichte ist aber, wie sie selbst aktiv gegen Unrecht vorgeht. Das hat mir sehr gut gefallen. Wie sie den Blumenladen so groß gemacht hat, welch gutes Herz sie hat und wie sie sich für ihre Familie einsetzt hat sie mir sofort sympathisch gemacht.
Ihr Zusammentreffen mit Oliver fand ich sehr gelungen. Ihn besser kennen zu lernen, hinter seine harte Schale zu blicken fand ich gut geschrieben.
Wie sich langsam aber sicher die beiden besser kennen lernen fand ich überzeugend geschrieben.

Das wir die alten Bekannten wieder getroffen haben war wunderbar.
Die damalige Zeit wird sehr gelungen eingefangen.
Die Idee der verschollenen Schwester und einen falschen Verlobung sind nicht neu, wurden für mich hier aber ganz wunderbar und unterhaltsam umgesetzt.
Mir gefallen der Witz und Humor der Reihe unglaublich gut und ich wurde ganz wunderbar unterhalten.

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Veröffentlicht am 17.05.2025

Wenn in einer Welt nur noch magisch vererbte Talente gelten

Kiss of the Nightingale
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Einst hatten Cleodora und ihre Schwester Ann ein gutes Leben. All das änderte sich, als das Talent ihres Vaters gute Kleidung zu kreieren nicht mehr ausreicht, um sich gegen eine Konkurrentin durchzusetzen. ...

Einst hatten Cleodora und ihre Schwester Ann ein gutes Leben. All das änderte sich, als das Talent ihres Vaters gute Kleidung zu kreieren nicht mehr ausreicht, um sich gegen eine Konkurrentin durchzusetzen. Als dann eines Tages die Leiche des Vaters aus dem Fluss gezogen wird, war es das mit dem guten Leben der beiden.
Verzweifelt versucht sie einen Weg zu finden ihre sterbenskranke Schwester retten zu können. In ihrer Verzweiflung möchte sie nur ein Schmuckstück stehlen, ohne zu ahnen, was sie damit los tritt. Sie wird erwischt und zu der berüchtigten Madame Dahlia gebracht. Diese überträgt Cleo die Gabe einer Opernsängerin und über Nacht ändert sich ihr ganzes Leben. Dafür soll sie aber auch einen hohen Preis zahlen. Wenn Madame Dahlia es erwartet, soll Cloe anderen Menschen ihr Talent stehlen.


Die Idee fand ich spannend. Eine Welt in der es einst magische Steine gab und man so ein Talent bekam. Da es keine neuen Steinem mehr gibt, sind die alten Talente umso wertvoller. In dieser Welt ist man nur angesehen, wenn man ein Talent besitzt bzw. es vererbt bekommt.
Leider konnte mich die Umsetzung nicht überzeugen. Ich bekam einfach keinen Zugang zu Cleo. Mehrheitlich konnte ich ihr Verhalten nicht verstehen und sie war mir zu einfältig.

Cleo tat mir anfangs leid, wie schwer es für sie und ihre Schwester ist. Dann konnte ich aber nicht wirklich verstehen, wie sie sich in dieser neuen Welt so verlieren kann, wie sie ihre Schwester einfach zurück lassen kann. Sie redet sich ein alles zum Wohl ihrer Schwester zu tun, aber in Wahrheit verliert sie sich im Glanz des neuen Lebens, das sich ihr bietet. Ich fand sie auch sehr naiv. Mir was es etwas zu naiv, da mir von Anfang an klar war, das einiges nicht mit rechten Dingen zugeht bzw. wer ein falsches Spiel spielt und sie hat so lange gebraucht hinter den Schein zu blicken.
Was ich gar nicht verstehen konnte ist, dass man ihr das Gesangstalent vererbt hat, obwohl sie keinerlei Ahnung über Musik oder Gesang hatte. Dass sie ihre neue Rolle überzeugend spielen kann, hätte sie meiner Meinung nach ganz anders eingeführt werden müssen.
Auch nicht überzeug konnte mich wie angezogen sie auf der einen Seite von Dahlia war. Die hat sie nur manipuliert. Als dann noch eine Dreiecksgeschichte daraus wurde, als sie auch für ihr Opfer Vicomte Lenoir Gefühle entwickelt, fand ich es noch weniger überzeugend.

Vicomte Lenoir fand ich dagegen von Anfang ein einen tollen Charakter und er überzeugt mich sehr, da er einfach sich selbst treu bleibt. Er kommt arrogant rüber, aber in Wahrheit schert er sich wenig um Ansehen und Stand und das nur wer ein Talent besitzt hoch angesehen wird. Für ihn zählt können.

Da ich mir vom Roman einfach mehr erwartet hatte, konnte mich die Umsetzung nicht überzeugen und irgendwann fing ich dann nur noch an die Handlung zu überfliegen.
Ann wie sie an ihren Überzeugungen festhält hat mir gut gefallen und als Cloe erkennt, wie falsch alles ist hat mir dann auch wieder gut gefallen. Daher fand ich das Ende dann wieder gut.

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