Wenn ein vermeintlich kleiner Fall plötzlich große Wellen schlägt
Die Wahrheit ruht im SempacherseeIn dem Krimi Die Wahrheit ruht im Sempachersee von Monika Mansour begleitet der Leser den Ermittler Cem Cengiz. Nach einem schweren persönlichen Verlust ist er nicht mehr derselbe. Seine Frau, eine Staatsanwältin, ...
In dem Krimi Die Wahrheit ruht im Sempachersee von Monika Mansour begleitet der Leser den Ermittler Cem Cengiz. Nach einem schweren persönlichen Verlust ist er nicht mehr derselbe. Seine Frau, eine Staatsanwältin, ist während einer Ermittlung verschwunden und bis heute nicht wieder aufgetaucht. Seitdem wird er eher zu vermeintlich einfachen Fällen geschickt.
Sein neuer Auftrag führt ihn an den Sempachersee. Dort sorgt ein rätselhaftes Vogelsterben für Aufsehen. Was zunächst nach einem kleinen Umweltfall aussieht, entwickelt sich schnell zu einer deutlich größeren Geschichte rund um einen möglichen Umweltskandal.
Leseeindruck
Am Anfang bin ich ehrlich gesagt nicht richtig mit Kommissar Cem Cengiz und seinem Umfeld warm geworden. Deshalb habe ich das Buch sogar kurz zur Seite gelegt und erst einmal einen anderen Krimi aus dem Emons Verlag gelesen.
Als ich mich dann ein zweites Mal an das Buch gesetzt habe, ging es plötzlich richtig schnell voran. Die Handlung wurde immer rasanter und spannender. An manchen Stellen hätte ich mir allerdings ein Personenverzeichnis gewünscht, da doch einige Figuren vorkommen und man leicht den Überblick verlieren kann.
Zum Ende hin nahm die Spannung enorm zu. Die Highlights hörten gefühlt gar nicht mehr auf und es fiel mir wirklich schwer, das Buch wegzulegen und erst am nächsten Abend weiterzulesen.
Besonders gut gefallen haben mir die aktuellen Themen wie Vogelsterben und Umweltskandal, die in die Geschichte eingebaut wurden. Gleichzeitig spielen auch die persönlichen Probleme des Kommissars eine wichtige Rolle. Die Charaktere sind sehr lebendig beschrieben, sodass ich sie mir gut vorstellen konnte.
Während des Lesens hatte ich allerdings öfter ein kleines Déjà-vu. Ich hatte immer wieder das Gefühl, eine ähnliche Geschichte schon einmal gelesen zu haben. Der Krimi erinnerte mich stellenweise auch ein wenig an Bücher der Schweizer Autorin Gabriela Kasperski. Da ich seit meiner Kindheit viele Bücher verschlinge, kann das durchaus gut möglich sein, dass ich ein ähnliches Buch gelesen habe.
Was mir außerdem positiv aufgefallen ist: Es gibt in diesem Krimi nicht übermäßig viele Tote – etwas, das ich persönlich angenehm fand.
Mein – Lesezeichenfees – Fazit
Nach einem etwas holprigen Einstieg hat mich das Buch am Ende doch voll abgeholt. Die Mischung aus spannendem Kriminalfall, aktuellen Umweltproblemen und den persönlichen Herausforderungen des Ermittlers hat mir gut gefallen. Besonders das packende Ende hat mich sehr versöhnt mit der Geschichte.
⭐⭐⭐⭐✨ (4,5 von 5 Sternen)
Auf Seite 60 wurde mir mit dem Wintersalat den Mund wässrig gemacht. Da fehlte mir ein Rezept.
Seite 151 Der Song von Meat Loaf gefiel mir an dieser Stelle sehr gut. (I'd do anything for love)