ist ein sehr informatives und zugleich gut verständliches Sachbuch, das komplexe medizinische Inhalte alltagsnah aufbereitet.
Ein echtes Highlight ist für mich das Kapitel „Frauen erleben Schmerz anders“. ...
ist ein sehr informatives und zugleich gut verständliches Sachbuch, das komplexe medizinische Inhalte alltagsnah aufbereitet.
Ein echtes Highlight ist für mich das Kapitel „Frauen erleben Schmerz anders“. Hier wird anschaulich erklärt, wie biologische Voraussetzungen die Schmerzwahrnehmung beeinflussen können. Das ist nicht nur interessant, sondern auch sehr nachvollziehbar dargestellt. Insgesamt überzeugt das Buch durch einen angenehm flüssigen Schreibstil, der auch schwierige Themen gut zugänglich macht.
Besonders gelungen ist die Struktur: klare Kapitel, eine übersichtliche Gliederung und die kurzen Zusammenfassungen am Seitenrand helfen enorm, Inhalte schnell zu erfassen oder später gezielt nachzuschlagen. Auch der praktische Nutzen ist hoch – etwa im Abschnitt „Gut vorbereitet zum Termin“, der einen sehr hilfreichen Leitfaden für Arztbesuche bietet.
Sehr wertvoll fand ich außerdem die „drei Bausteine für ein gutes Leben mit Rheuma“ sowie den 4-Wochen-Starterplan. Diese Ansätze wirken motivierend und lassen sich teilweise auch auf andere chronische Erkrankungen übertragen. Der Bezug zu Themen wie Ernährung, Darmgesundheit und emotionalem Wohlbefinden macht das Buch zusätzlich ganzheitlich.
Wichtig ist jedoch: Bei einzelnen Aussagen zu Medikamenten sollte man immer die individuelle ärztliche Situation berücksichtigen und Entscheidungen nicht allein auf Basis eines Buches treffen. Gerade bei chronischen Erkrankungen ist eine Rücksprache mit Fachärzt:innen unerlässlich.
Insgesamt ist dieses Buch ein sehr gelungener und praxisnaher Ratgeber mit vielen wertvollen Impulsen – für mich definitiv ein „Behalti“.
Weinfluch von Uwe Ittensohn ist im Gmeiner Verlag erschienen, umfasst 392 Seiten und ist für rund 16 Euro erhältlich. Der Kriminalroman verbindet einen ungewöhnlichen Fall rund um einen wertvollen historischen ...
Weinfluch von Uwe Ittensohn ist im Gmeiner Verlag erschienen, umfasst 392 Seiten und ist für rund 16 Euro erhältlich. Der Kriminalroman verbindet einen ungewöhnlichen Fall rund um einen wertvollen historischen Wein mit sympathischen Figuren, viel Spannung und einer Handlung, die sich stetig steigert.
Bei der Überführung einer kostbaren Weinflasche in ein Wiener Museum geschieht das Unfassbare: Der wertvolle Wein wird gestohlen. Schon bald folgt eine Lösegeldforderung, und die Ermittlungen nehmen Fahrt auf. Da ich die vorherigen Bände der Reihe nicht kannte, war ich zunächst etwas unsicher, ob mir wichtige Informationen fehlen würden. Sehr hilfreich war deshalb das Figurenregister direkt zu Beginn des Buches. Trotzdem brauchte ich etwas Zeit, um die verschiedenen Personen einzuordnen und mich in der Geschichte zurechtzufinden.
Hat man jedoch erst einmal in die Handlung gefunden, entwickelt sich Weinfluch zu einem echten Pageturner. Die Charaktere waren mir schnell sympathisch, und besonders die authentischen Dialoge mit ihren regionalen Dialekten haben mir gefallen. Dadurch wirkten die Figuren lebendig und individuell, statt alle gleich zu klingen. Auch die wechselnden Perspektiven und die kurzen Abschnitte aus Sicht verschiedener Personen sorgten für ein hohes Tempo und machten das Lesen abwechslungsreich.
Besonders gelungen fand ich die Idee rund um den historischen Wein und den enormen Wert, der ihm zugeschrieben wird. Das Thema wurde spannend in die Handlung eingebunden und sorgte immer wieder für interessante Gedanken darüber, was Menschen für eine solche Rarität zu tun bereit sind. Gleichzeitig blieb die Geschichte glaubwürdig und entwickelte sich nachvollziehbar weiter. Immer wieder gab es Wendungen, die neugierig auf das nächste Kapitel machten. Gegen Ende zog die Spannung noch einmal deutlich an und führte zu einem rundum gelungenen Abschluss.
Lesezeichenfees Fazit:
Weinfluch ist ein spannender Kriminalroman mit sympathischen Figuren, einem ungewöhnlichen Thema und einer fesselnden Handlung. Auch ohne Vorkenntnisse der Reihe lässt sich das Buch gut lesen, wobei das Figurenregister den Einstieg erleichtert. Wer Krimis mit regionalem Flair, authentischen Charakteren und einer originellen Grundidee mag, sollte hier zugreifen.
00-Laschet von David Safier, erschienen im Rowohlt Kindler Verlag, klang für mich zunächst nach einer herrlich absurden und unterhaltsamen Polit-Satire. Die Grundidee ist schließlich vielversprechend: ...
00-Laschet von David Safier, erschienen im Rowohlt Kindler Verlag, klang für mich zunächst nach einer herrlich absurden und unterhaltsamen Polit-Satire. Die Grundidee ist schließlich vielversprechend: Armin Laschet gerät unvermittelt in eine internationale Agentenstory und wird plötzlich zur Schlüsselfigur eines weltumspannenden Abenteuers. Aus diesem ungewöhnlichen Ansatz hätte eine bissige, intelligente und vor allem sehr komische Geschichte entstehen können. Entsprechend hoch waren meine Erwartungen – nicht zuletzt, weil ich viele frühere Bücher von David Safier mit großer Begeisterung gelesen habe.
Schon das Cover macht neugierig und gehört für mich zu den gelungensten Aspekten des Buches. Es ist witzig gestaltet, weckt Aufmerksamkeit und vermittelt genau die Art von Humor, die ich von Safier erwartet hatte. Leider konnte der Inhalt dieses Versprechen für mich nicht einlösen.
Mein größtes Problem war der Humor. Fast keine Pointe wollte bei mir wirklich zünden. Viele Szenen wirken, als wollten sie mit aller Kraft lustig sein, ohne tatsächlich komische Situationen zu erschaffen. Statt feinsinniger Beobachtungen oder gelungener Satire dominieren überdrehte Einfälle, die bei mir kaum mehr als ein müdes Lächeln ausgelöst haben. Dabei hatte ich häufig das Gefühl, dass von allem einfach zu viel vorhanden ist: zu viele verrückte Ideen, zu viele überzogene Szenen, zu viele immer größer werdende Bedrohungen. Doch mehr ist nicht automatisch besser. Gerade bei Humor gilt oft das Gegenteil – weniger wäre hier für mich deutlich mehr gewesen.
Auch die Handlung konnte mich nicht überzeugen. Die Geschichte springt in hohem Tempo von einem Ort zum nächsten, wirft ständig neue Ereignisse und Wendungen in den Ring, ohne dabei einen klaren Fokus zu behalten. Dadurch entstand bei mir weder Spannung noch echtes Interesse am weiteren Verlauf. Vieles wirkte beliebig und oberflächlich. Die politische Satire, auf die ich gehofft hatte, blieb für mein Empfinden weitgehend aus. Statt scharfer Beobachtungen oder pointierter Gesellschaftskritik bekam ich eine Handlung präsentiert, die oft erstaunlich platt und wenig inspirierend wirkte.
Hinzu kommt, dass mich auch der Schreibstil enttäuscht hat. Die Sprache ist sehr schlicht gehalten und erreicht nie die Leichtigkeit oder den Witz, die ich aus früheren Werken des Autors kenne. Die Kapitel sind häufig nur zwei oder drei Seiten lang, was zusätzlich dazu beiträgt, dass die Geschichte zerstückelt wirkt. Viele Seiten enthalten zudem große Freiflächen oder bestehen nur aus wenigen Zeilen Text. Dadurch erscheint das Buch deutlich umfangreicher, als es tatsächlich ist.
Gerade deshalb empfand ich auch den Preis als problematisch. Das Buch umfasst zwar rund 260 Seiten, doch durch die zahlreichen kurzen Kapitel, großzügigen Abstände und halbleeren Seiten fühlt es sich deutlich kürzer an. Inhaltlich hatte ich eher das Gefühl, einen wesentlich schmaleren Roman in der Hand zu halten. Angesichts eines Preises von 18 Euro empfand ich das persönlich als wenig überzeugend.
Auch die Figuren konnten mich nicht erreichen. Sie bleiben überwiegend blass und entwickeln kaum Tiefe. Statt bissiger Charakterzeichnungen oder satirischer Zuspitzungen wirken viele Figuren eher wie Karikaturen ohne nachhaltige Wirkung. Dadurch fiel es mir schwer, mit ihnen mitzufiebern oder mich für ihre Schicksale zu interessieren.
Besonders schade finde ich all das deshalb, weil ich David Safier früher sehr gern gelesen habe. Bücher wie seine früheren Romane haben mich oft laut lachen lassen und gezeigt, wie gekonnt er Humor, Tempo und Unterhaltung verbinden kann. Umso größer war meine Enttäuschung darüber, dass ich davon in 00-Laschet kaum etwas wiedergefunden habe.
Fazit
00-Laschet besitzt eine großartige Ausgangsidee und ein gelungenes Cover, kann das darin steckende Potenzial für mich jedoch nicht ausschöpfen. Weder der Humor noch die Handlung oder die Figuren konnten mich überzeugen. Die erhoffte Polit-Satire bleibt erstaunlich zahm, der Schreibstil wirkt ungewohnt schlicht und die Geschichte verliert sich in überdrehten Einfällen, die selten wirklich zünden. Da ich David Safiers frühere Bücher sehr geschätzt habe, bedaure ich dieses Urteil besonders. Für mich war 00-Laschet leider eine der größten Enttäuschungen der letzten Zeit.
„Der Teufel vom Gardasee“ von Alessandro Montano aus dem Emons Verlag beginnt spannend und entwickelt sich schnell zu einem düsteren Psychothriller. Aufgrund der Gestaltung der Reihe und des Schauplatzes ...
„Der Teufel vom Gardasee“ von Alessandro Montano aus dem Emons Verlag beginnt spannend und entwickelt sich schnell zu einem düsteren Psychothriller. Aufgrund der Gestaltung der Reihe und des Schauplatzes hatte ich allerdings deutlich mehr Lokalkolorit und einen eher lockeren Gardasee-Krimi erwartet.
Mit dem Schreibstil kam ich gut zurecht, er liest sich flüssig und sorgt dafür, dass die Geschichte von Anfang an fesselt. Besonders Zia und Luca samt ihrer Hunde waren mir sofort sympathisch. Mit Esanzata hingegen wurde ich überhaupt nicht warm, und auch Lucas Freunde bei der Polizei blieben für mich seltsam distanziert.
Was mich am meisten gestört hat, war das offene Ende. Schon früh war für mich absehbar, worauf die Handlung hinausläuft, und dass es genau so kommt, empfand ich als sehr vorhersehbar und wenig überzeugend. Offene Enden mag ich grundsätzlich nicht, denn niemand weiß, ob ein Autor die Geschichte tatsächlich fortsetzt oder ob ein Verlag eine Fortsetzung überhaupt veröffentlicht.
Hinzu kommt, dass der Roman neben der eigentlichen Spannung sehr viel Leid, mehrere dramatische Handlungsstränge und tiefe Einblicke in Lucas Leben sowie in die Gedankenwelt des Bombenattentäters bietet. Das macht das Buch schwer und belastend. Wer einen entspannten Krimi mit viel Gardasee-Flair sucht, wird hier eher enttäuscht. Für mich ist es eindeutig ein dramatischer Psychothriller.
Positiv hervorheben möchte ich den letzten Absatz auf Seite 291, der mir inhaltlich gut gefallen hat und zum Nachdenken angeregt hat.
Lesezeichenfees Fazit:
Mit der Bewertung habe ich mich schwergetan, weil ich solche Bücher mit offenem Ende und psychologisch sehr belastender Ausrichtung inzwischen bewusst meide. Dennoch ist die Geschichte durchgehend spannend erzählt. Deshalb halte ich 3 Sterne für angemessen. Wer Psychothriller mit offenem Ende schätzt und intensive, düstere Geschichten mag, dürfte hier sehr gut aufgehoben sein. Auch Fans von Stephen King könnten an diesem Buch Gefallen finden.
„Lavendel Jagd“ von Carine Bernard ist ein Provence-Krimi aus dem Knaur Verlag, der mich von der ersten bis zur letzten Seite begeistert hat.
Ich liebe den einzigartigen Provenceflair, den die Autorin ...
„Lavendel Jagd“ von Carine Bernard ist ein Provence-Krimi aus dem Knaur Verlag, der mich von der ersten bis zur letzten Seite begeistert hat.
Ich liebe den einzigartigen Provenceflair, den die Autorin so wunderbar einfängt. Beim Lesen fühlt man sich direkt in den Süden Frankreichs versetzt und begleitet die sympathischen Charaktere auf Schritt und Tritt. Besonders Kommissarin Lilou Braque ist mir längst ans Herz gewachsen und macht die Reihe für mich zu etwas ganz Besonderem.
Auch die Handlung hat mir wieder richtig gut gefallen. Der Kriminalfall ist megaspannend und gleichzeitig bietet das Buch so viel mehr als nur Ermittlungen. Das Zusammenspiel aus Krimi, persönlichen Entwicklungen und dem Drumherum sorgt dafür, dass keine Langeweile aufkommt.
Zum Schluss habe ich mich tatsächlich gefragt, ob die Hochzeit von Lilou und Simon überhaupt stattfindet – und wenn ja, wie sie aussehen wird. Gibt es Trauzeugen, Gäste und das große Happy End?
Und dann gibt es noch einige offene Punkte, die die Vorfreude auf den nächsten Band steigern – falls es einen geben wird. Zum Beispiel: Wen wird Lilou als neue Mitarbeiterin oder neuen Mitarbeiter einstellen? Eigentlich sind es ja sogar mehrere offene Stellen.
Fazit: Für mich ist „Lavendel Jagd“ wieder ein rundum gelungenes Buch mit viel Atmosphäre, tollen Charakteren und einer fesselnden Geschichte. Ich habe jede Seite genossen und kann die Reihe allen Fans von Provence-Krimis nur wärmstens empfehlen.
PS an den Knaur Verlag: Bitte, bitte schenkt uns eine Fortsetzung! Ich liebe diese Serie sooooooooo sehr und möchte unbedingt wissen, wie es mit Lilou, Simon und den anderen weitergeht.