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Veröffentlicht am 07.02.2018

... Liesls Abenteuer ...

Wintersong
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Wintersong

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S. Jae-Jones wird JJ genannt und ist Künstlerin, Adrenalinjunkie und ehemalige Lektorin. Wenn sie gerade keine Bücher verschlingt, springt sie gerne aus Flugzeugen, moderiert den Pub(lishing) ...

Wintersong

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S. Jae-Jones wird JJ genannt und ist Künstlerin, Adrenalinjunkie und ehemalige Lektorin. Wenn sie gerade keine Bücher verschlingt, springt sie gerne aus Flugzeugen, moderiert den Pub(lishing) Crawl-Podcast oder verkleidet sich. Sie ist in Los Angeles geboren und aufgewachsen, lebt jetzt aber in North Carolina – und an vielen anderen Orten im Internet, wie Twitter, Tumblr, Facebook, Instagram und ihrem Blog. Ihr Debüt »Wintersong« stieg in den USA auf Platz 3 in die New-York-Times-Bestsellerliste ein.
(Quelle: https://www.piper.de/autoren/s-jae-jones-10001348).

„Wintersong“ ist der Auftakt einer Dilogie

Website der Autorin:
http://sjaejones.com/
Erster Satz:
„Es war einmal ein kleines Mädchen, das seine Musik für einen kleinen Jungen in den Wäldern spielte.“

Klappentext:
An jenem Tag, an dem das alte Jahr stirbt und die Grenze zwischen den Reichen der Kobolde und der Menschen verwischt, wandelt der Erlkönig durch die Welt der Sterblichen, auf der Suche nach einer Braut. Diese muss ihm in sein Reich unter der Erde folgen, den König ehelichen und sterben – denn nur durch ihren Tod wird die Wiedergeburt des neuen Jahres gewährleistet.
Seit ihrer Kindheit kennt die 18-jährige Liesl die Sage um den unheimlichen, faszinierenden Erlkönig. Als ein mysteriöser Fremder auftaucht und Liesls Schwester entführt, weiß Liesl: Nur sie kann ihre Schwester noch aus den Fängen des Erlkönigs befreien, indem sie ihm in sein Reich folgt und ihn anstelle ihrer Schwester selbst heiratet. Doch wer ist dieser geheimnisvolle Mann? Während Liesl noch versucht, ihre Gefühle zu verstehen, arbeiten die alten Gesetze der Unterwelt bereits gegen sie ...

Cover:
Das Cover gefällt mir ganz gut, obwohl ich gestehen muss, dass mir diesmal das Originalcover sehr viel besser gefällt. Die deutsche Ausgabe ist aber auf jeden Fall sehr passend - sowohl zum Titel wie auch zum Inhalt des Buches. Der helle Untergrund mit der dunklen Schattengestalt gefällt mir ganz gut. Die Beerenranken und die Vögel passen auch super dazu. Den schön gestalteten Titel in der Mitte finde ich auch gut. Es ist ein gut gestaltetes Cover, das leider nicht ganz meinen Geschmack trifft. Das macht aber gar nichts.

Leseprobe:
https://www.piper.de/buecher/wintersong-isbn-978-3-492-70458-8

Meinung:
An dieser Stelle meinen herzlichsten Dank an Piper für das Rezensionsexemplar.

Die Geschichte wird uns aus Sicht der 18-jährigen Liesl erzählt, die ihr ganzes Leben in einem kleinen Dorf zusammen mit ihrer Familie verbracht hat. Ihre Eltern führen einen Gasthof, aber einst war ihr Vater ein erfolgreicher Musiker. Auch Liesl ist sehr musikalisch begabt, doch es ist ihr jüngerer Bruder, der von ihrem Vater gefördert wird. Ihre jüngere Schwester, die vor allem für ihre Schönheit im Dorf bekannt ist, wird mit Liesls bestem Freund verlobt, in den sie heimlich verliebt ist. Liesl wird weder von den Menschen aus dem Dorf, noch von ihrer Familie richtig gesehen. Damit ihre Liebsten glücklich sind, steckt sie stets zurück. Als ihre Schwester eines Nachts verschwindet, zögert Liesl keine Sekunde. Sie macht sich auf die Suche. Ihr Weg führt sie in das Reich des Erlkönigs und schon bald muss Liesl erkennen, dass sie nicht nur ihre Schwester in das magische Reich geführt hat …
Mit der Protagonistin Liesl bin ich leider nicht wirklich warm geworden und sie blieb für mich über das gesamte Buch hinweg nicht greifbar. Sie hat es nicht gerade leicht und um ihre Liebsten glücklich zu machen, nimmt sie sich sehr zurück und bleibt stets im Hintergrund. Dabei vergisst sie, wer sie wirklich ist und versteckt sich zunehmend hinter einer Maske. Dabei ist sie bestimmt die leidenschaftlichste der drei Geschwister, sehr musikalisch und kreativ und weiß eigentlich ganz genau, was sie will - wenn sie es sich eingestehen würde.
Im Verlauf des Buches wird sie im Reich des Erlkönigs mit ihren geheimsten Sehnsüchten, Wünschen und Träumen konfrontiert und muss für sich herausfinden, wie sie ihr weiteres Leben weitergestalten will. Welche Liesl will sie sein und als was für eine Person will sie Leben?
Obwohl ich mit Liesl nicht warm geworden bin und ich manche ihrer Entscheidungen nicht gut nachvollziehen konnte, mochte ich doch ihre sehr musikalische Seite und sehr und fand ihre Entwicklung gut durchdacht und für den Verlauf der Geschichte sehr passend. Man fragt sich direkt, wie sie sich im nächsten Band machen würde.
Ihr zur Seite steht der geheimnisvolle Erlkönig, der sie in sein Reich gelockt hat. Ihn mochte ich dagegen schon viel mehr. Sein Mysterium, das bis zum Schluss nicht vollends entschlüsselt wurde, war wunderbar. Die düstere und dunkle Atmosphäre, die er ausgestrahlt hat, seine kryptischen Antworten und die „Masken“, die er zeigte, haben genau für die richtige Spannung und Dynamik für den Verlauf des Buches, aber auch für die Beziehung zu Liesl gesorgt. Gerne hätte ich mehr von ihm gesehen und bin sehr gespannt, wie er sich im zweiten Band machen wird.
Auch alle anderen Charaktere haben mir ganz gut gefallen und sind sehr passend, kreativ und individuell ausgearbeitet worden. Wie z.B. Josef, der kleine Bruder. Ich fand sie alle sehr stimmig und passend für die Geschichte.

Die Thematik des Buches war einer der Gründe, warum ich es mir unbedingt genauer anschauen musste. Die Geschichte um den „Erlkönig“ hat mich schon immer fasziniert und ich muss sagen, dass die Autorin eine sehr schöne Adaption geschrieben hat. Die düstere, drückende Stimmung passt perfekt zu dem brutalen Reich der Kobolde, deren düstere Geschichte und dem harten Los des „Erlkönigs“.
Ich war allerdings beim Lesen oft etwas verwirrt, da die Autorin zwischen den Begriffen „Erlkönig“ und „Koboldkönig“ für den Protagonisten variiert. Natürlich sind beide Bezeichnungen plausibel und passend, aber mich hat es doch beim Lesen gestört und ich hätte es besser gefunden, wenn es nur eine Bezeichnung gegeben hätte. Aber das ist nur mein persönliches Empfinden.
Der große musikalische Anteil hat mir ganz gut gefallen. Natürlich spiel die Musik beim „Erlkönig“ eine große Rolle und Liesls Leidenschaft und Talent waren wirklich ansteckend, aber für meinen Geschmack war es einfach ein Hauch zu viel - zu viel Musik, zu viel Komposition, zu viel Musizieren. Das ist aber auch nur wieder meine persönliche Meinung und Musikfans kann ich das Buch sehr ans Herz legen.

Auch die Liebe darf in so einer Geschichte nicht fehlen.
Zwischen Liesl und dem Erlkönig bestand schon seit jungen Jahren eine Beziehung, aber mit den Jahren hat Liesl zu glauben aufgehört und so geriet auch der Erlkönig in Vergessenheit. Als sie sich nach vielen Jahren wieder sehen, dauert es, bis die beiden sich auf einander einlassen und vor allem Liesl kostet es viel Überwindung, ihr Herz zu öffnen.
Die Liebesgeschichte war sehr dramatisch, gespickt mit großen Gefühlen und Leidenschaft und jeder Menge Hürden. Mich konnten Liesl & der Erlkönig zwar nicht vollkommen überzeugen, aber ich denke, dass sie das eine oder andere Leserherz erobern werden.

Den Schreibstil der Autorin kannte ich bis zu dieser Buchreihe noch gar nicht, aber ich muss sagen, dass er mir gut gefallen hatte. Die Autorin hat einen angenehmen Schreibstil, der leicht und locker zu lesen ist. Allerdings gab es für mich ein paar langatmigere Passagen, wo mir etwas mehr Action gefehlt hat. Dafür schafft es die Autorin mühelos, die drückende und dunkle Atmosphäre des Koboldreiches aufzubauen und dem Leser spürbar zu machen. Zum Ende hin überschlugen sich die Ereignisse und die Geschichte nimmt noch mal richtig Fahrt auf. Viele Fragen wurden beantwortet, aber vor allem das Ende wirft neue Fragen auf, wodurch man gerne gleich zum zweiten Band gegriffen hätte.

„Wintersong“ war für mich ein solider Auftakt, der vor allem mit seiner düster-drückenden Atmosphäre und dem brutalen magischen Reich des Erlkönigs punkten kann. Ich kann das Buch jedem empfehlen, der zusammen mit Liesl in das Reich des Erlkönigs reisen will, ein großer Musikfreund ist und alte Mythen und Legenden mag.

Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich zum zweiten Band, „Shadowsong“, greifen werde. Bis jetzt ist aber auch noch kein Erscheinungstermin für Deutschland bekannt.

Lg
Levenya
http://levenyasbuchzeit.blogspot.de/
Vielen DANK für ein Rezensionsexemplar!

Veröffentlicht am 07.02.2018

... Juliet & Declan ...

Der Himmel in deinen Worten
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Der Himmel in deinen Worten

Brigid Kemmerer denkt sich Geschichten aus, seit sie auf der Highschool war. Sie schreibt, wo immer sie einen Platz zum Sitzen findet, je mehr Lärm, desto besser. Das ist ...

Der Himmel in deinen Worten

Brigid Kemmerer denkt sich Geschichten aus, seit sie auf der Highschool war. Sie schreibt, wo immer sie einen Platz zum Sitzen findet, je mehr Lärm, desto besser. Das ist auch gut so, denn sie hat vier Söhne zwischen Kleinkind- und Teenageralter und daher eher geringe Chancen auf stille Stunden. Sie lebt in der Nähe von Baltimore.
(Quelle: https://www.harpercollins.de/autoren/kemmerer-brigid).

Erster Satz:
„Es gibt da dieses Foto, das ich einfach nicht aus dem Kopf kriege.“

Klappentext:
Immer hat Juliet Briefe an ihre Mutter geschrieben – selbst nach deren Tod vor Monaten hinterlässt sie ihr Nachrichten am Grab. Eines Tages findet sie eine Antwort – von einem Jungen, der genauso verzweifelt ist wie sie. Spontan schreibt sie zurück, und der Gedankenaustausch wird ihr zunehmend wichtiger. Doch dann erfährt Juliet, wem sie ihre tiefsten Gefühle offenbart hat. Sie kann nicht fassen, dass die Worte, die sie so berührt haben, von einem Loser wie Declan stammen. Oder ist seine raue Fassade nur ein Schutz, hinter dem sich eine verletzliche Seele verbirgt?

Cover:
Das Cover trifft nicht so ganz meinen Geschmack, obwohl es gut gemacht ist. Zu sehen ist die Silhouette eines Baumes neben dem rechts und links ein Junge und ein Mädchen sitzen, die etwas lesen. Darüber steht der schöne Titel. Im ersten Moment hat mich das Cover an eine sehr viel jüngere Zielgruppe erinnert und ich persönlich hätte mir ein etwas frischeres Cover gewünscht. Dennoch passt es sehr gut zum Inhalt des Buches und es macht neugierig auf den Inhalt.

Leseprobe:
https://www.harpercollins.de/buecher/liebesromane/der-himmel-in-deinen-worten-harpercollins-ya

Meinung:
An dieser Stelle meinen herzlichsten Dank an den Harper Collins Verlag für das Rezensionsexemplar.

Die Geschichte erfahren wir abwechselnd aus Sicht der beiden Protagonisten Juliet Young und Declan Murphy erzählt, die beide unterschiedlicher nicht sein können. Sie gehen zwar auf dieselbe Schule, haben aber nichts gemeinsam - weder den Freundeskreis, noch Kurse oder AGs. Beide haben einen schweren Schicksalsschlag erfahren, der sie aus der Bahn wirft. Durch einen Zufall werden die beiden zueinander geführt und erkennen, dass sie doch mehr gemeinsam haben, als angenommen und das Vorurteile oft ein Hindernis sind …
Ich mochte Juliet sehr, mit deren Brief die Geschichte beginnt und deren schweren Schicksalsschlag wir als Leser sofort hautnah miterleben. Vor einem Jahr ist ihre Mutter bei einem Verkehrsunfall tödlich verunglückt und für Juliet ist eine Welt zusammengebrochen. Ihre Mutter war ihr großes Vorbild und ihr Verlust hat ein großes Loch hinterlassen. Mit ihrem Vater über ihre Trauer zu sprechen fällt ihr schwer, deswegen geht sie täglich zum Grab ihrer Mutter und hinterlässt ihr dort Briefe. Genau so, wie sie es früher immer getan haben. Als sie eines Tages eine Antwort unter ihrem Brief an ihre Mutter von einem völlig Fremden findet, ist Juliet völlig vor den Kopf gestoßen und außer sich. Erst weiß sie nicht, wie sie reagieren soll, doch dann antwortet sie dem Fremden und schon bald beginnt sich eine Brieffreundschaft zu entwickeln, die mehr in ihr berührt, als sie je gedacht hätte …
Juliet ist ein toughes junges Mädchen, das noch dabei ist zu erkennen, wer sie sein will. Ihr Gefühlschaos war für mich sehr authentisch und nachvollziehbar in der Geschichte verwoben. Der Verlust ihrer Mutter ist für sie kaum zu ertragen und ihre Trauer noch ganz frisch. Sie fühlt sich unverstanden, alleine und will unbedingt herausfinden, wie es zu dem Tod ihrer Mutter gekommen ist. Dabei stößt sie alle von sich, die ihr helfen wollen und ausgerechnet in dem Badboy Declan findet sie jemanden, der sie versteht und ihr Halt gibt. im Verlauf der Geschichte setzt Juliet sich mit ihrer Familie, ihren Gefühlen, Ängsten und Sorgen auseinander und geht am Ende als eine gestärkte erwachsenere Person hervor.
Ihr gegenüber finden wir Declan, der ebenfalls einen schweren Schicksalsschlag erlebt hat und bereits sein gesamtes Leben über ein dunkles Geheimnis hütet. Seine Schwester ist jung verstorben und sein Vater ist im Gefängnis. Mit dem neuen Mann seiner Mutter kommt er nicht zurecht und hat zu allem Überfluss auch noch Sozialstunden abzuleisten. Sein Leben könnte nicht kaputter und komplizierter verlaufen, als er eines Tages an einem Grab einen Brief findet. Neugierig wie er ist, liest er ihn und hinterlässt eine Antwort. Nicht ahnend, wem er da schreibt und was sich aus dieser Brieffreundschaft entwickeln würde …
Declan ist, ähnlich wie Juliet, ein wandelndes Klischee. Er ist der Badboy der Schule und lebt diese Rolle voll aus. Überall eckt er an und wird von vornherein verurteilt. Doch wenn man ihm erst einmal eine Chance gibt, entdeckt man, was wirklich in ihm steckt. Denn eigentlich ist Declan ein sehr sensibler Junge, voller Ängste, Sorgen und Schuldgefühlen. Er fühlt sich allein und einsam. Im Verlauf der Geschichte erfahren wir seine ganze Geschichte und Declan schafft es zusammen mit Juliet, sich seiner Vergangenheit zu stellen und sich seiner Familie zu öffnen. Auch wenn er für mich keine Überraschungen bereit gehalten hat, habe ich dennoch sehr gerne seine Geschichte verfolgt.

Diese Geschichte hat mich vor allem mit ihrem sehr ehrlichen, gefühlvollen und empathischen Briefaustausch begeistert. In der Anonymität erleben Juliet und Declan zum ersten Mal echtes Verständnis, Akzeptanz und finden ein Gegenüber, der ähnliches erlebt hat. Nicht zu wissen, mit wem sie schreiben, ermöglicht es ihnen ganz offen über ihre Gefühle zu sprechen, über ihre Ängste, Sorgen und vielleicht dunkelsten Geheimnisse. Das hat mir wirklich sehr gut gefallen.
Juliets Trauer und ihre damit verbundenen Gefühle und Empfindungen waren für mich sehr authentisch. Was mich persönlich gestört hat, war die Sicht der anderen auf ihre Trauer. Ihr erklären zu wollen, wie und wie lange sie zu trauern hat, passt nicht mit meinem Verständnis von Trauer zusammen.
Auch hat es mich persönlich etwas gestört, wie mit Declans „Schuldfrage“ und der Rolle seiner Eltern umgegangen wurde. Für mich hat eindeutig der Aspekt gefehlt, Declan zu zeigen, dass er nicht schuld ist (hier nehme ich auf etwas Bezug, was ich hier nicht spoilern möchte). Stattdessen hat er von allen Seiten noch mehr Vorurteile und Schuldzuweisungen bekommen. Ihm zu zeigen, dass er verstanden wird und dass er nicht schuld ist (hier nehme ich auf etwas Bezug, was ich hier nicht spoilern möchte), wäre für seine gesamte Entwicklung, sein Weltbild und seine Sicht auf sich selbst enorm wichtig gewesen. Zwar zeigt die Autorin für Declan Hilfe und Lösungswege, aber für meinen Geschmack geraten diese sehr zu kurz und kommen eindeutig zu spät. Ich gehe da an dieser Stelle so sehr darauf ein, da es mir wichtig ist, wenn solche ernsten Themen in Büchern aufgegriffen werden, Lösungswege aufzuzeigen und nicht noch zu verdeutlichen, wie aussichtslos das Leben ist. Denn das sollte es nicht sein. Als AutorIn hat man die Chance und auch die Verantwortung, das mit zu bedenken.

Der Schreibstil der Autorin war mir bis zu diesem Buch nicht bekannt, aber ich muss sagen, dass er mir gut gefallen hat. Sie erzählt ganz klar und deutlich, ohne große Umschweife. Sehr emotional und gefühlvoll erleben wir die Charaktere mit ihren schweren Schicksalen. Obwohl für mich der Einstieg in das Buch etwas holprig war, manches etwas zu klischeehaft war (was eindeutig Geschmackssache ist) und ich thematisch ein paar Kritikpunkte hatte, habe ich die Geschichte von Declan & Juliet gerne gelesen und freue mich vor allem über das schöne Ende.

„Der Himmel in deinen Worten“ war für mich eine sehr gefühlvolle Liebesgeschichte über zwei junge Menschen, die schwere Schicksalsschläge erlitten haben und erst gemeinsam einen Weg aus ihrem Gefühlschaos finden. Obwohl für mich der Einstieg in das Buch etwas holprig war, manches etwas zu klischeehaft war (was eindeutig Geschmackssache ist) und ich thematisch ein paar Kritikpunkte hatte, habe ich die Geschichte von Declan & Juliet gerne gelesen und freue mich vor allem über das schöne Ende.

Im August 2018 erscheint bei uns „Worte, die leuchten wie Sterne“. Es ist die Geschichte von Rev, dem besten Freund von Declan, den wir bereits in diesem Band kennenlernen durften.

Lg
Levenya
http://levenyasbuchzeit.blogspot.de/

Vielen DANK für das Rezensionsexemplar!

Veröffentlicht am 07.02.2018

... das Finale von Luca & Sage ...

Verliere mich. Nicht.
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Verliere mich. Nicht

2/2
Laura Kneidl wurde 1990 in Erlangen geboren und entwickelte bereits früh in ihrem Leben eine Vorliebe für alles, was mit dem Schreiben zu tun hat. Inspiriert von zahlreichen Fantasy-Romanen ...

Verliere mich. Nicht

2/2
Laura Kneidl wurde 1990 in Erlangen geboren und entwickelte bereits früh in ihrem Leben eine Vorliebe für alles, was mit dem Schreiben zu tun hat. Inspiriert von zahlreichen Fantasy-Romanen begann sie 2009 an ihrem ersten eigenen Buchprojekt zu arbeiten, seitdem wird ihr Alltag von Büchern, Katzen und Pinterest begleitet.
(Quelle: https://www.luebbe.de/lyx/autoren/laura-kneidl/id_2759147)

„Verliere mich. Nicht“ ist der 2.Teil der „Luca & Sage“ Dilogie.

Website der Autorin:
www.laura-kneidl.de

Erster Satz:
„Ich starrte auf die zerkratzte Tür mit dem abgesprungenen Lack und zögerte, den Schlüssel herumzudrehen.“

Klappentext:
Sie fürchtet sich vor der Liebe. Doch noch mehr fürchtet sie, ihn zu verlieren ...

Mit Luca war Sage glücklicher als je zuvor in ihrem Leben. Er hat ihr gezeigt, was es bedeutet, zu vertrauen. Zu leben. Und zu lieben. Doch dann hat Sage' dunkle Vergangenheit sie eingeholt – und ihr Glück zerstört. Sage kann Luca nicht vergessen, auch wenn sie es noch so sehr versucht. Jeder Tag, den sie ohne ihn verbringt, fühlt sich an, als würde ein Teil ihrer selbst fehlen. Aber dann taucht Luca plötzlich vor ihrer Tür auf und bittet sie, zurückzukommen. Doch wie soll es für die beiden eine zweite Chance geben, wenn so viel zwischen ihnen steht?

"Dieses Buch bricht einem das Herz und setzt es anschließend liebevoll wieder zusammen." Mona Kasten. Das große Finale der mitreißenden Liebesgeschichte von Sage und Luca!

Cover:
Das Cover finde ich, wie schon beim ersten Band, wirklich toll. Zu sehen ist erneut ein Blumenmuster diesmal in einem blauen Arrangement und groß darüber gelegt ist der wunderbare Titel. Es ist ein ganz unaufgeregtes Cover, das für meinen Geschmack aber toll zu der Geschichte und zu der Protagonistin Sage passt. Das Cover lädt zum Träumen ein und ist auf jeden Fall mal etwas anderes. Mir gefällt es wirklich gut und ich finde es toll, dass das Cover zum ersten Band so wunderbar dazu passt.

Leseprobe:
http://www.bic-media.com/mobile/mobileWidget-jqm1.4.html?buyButton=no&showExtraShopButton=false&fullscreen=yes&isbn=9783736305496

Meinung:
An dieser Stelle meinen herzlichsten Dank an LYX für das Rezensionsexemplar.

Mit großer Begeisterung habe ich den ersten Band der „Luca & Sage“-Dilogie, „Berühre mich. Nicht“, gelesen und habe das Finale herbei gesehnt.

Die Geschichte wird uns erneut aus Sicht der jungen Sage erzählt, die ein neues Leben in Nevada beginnen will. Sie lässt alles hinter sich, ihre Mutter, ihre Schwester, ihren Stiefvater und alles, was dort vorgefallen ist und beginnt mit wenigen Dollar in der Tasche und einem alten Bus als Wohnung. Sage versucht alles, um neu zu beginnen, doch immer wieder wird sie von ihren Erinnerungen eingeholt und die Angst ist nicht nur ein ständiger Begleiter, sondern lähmt sie und schränkt sie ein. Als sie dem attraktiven Luca begegnet, scheinen sich all ihre Ängste in ihm widerzuspiegeln. Dass sie ausgerechnet zusammen in der Bibliothek arbeiten sollen, macht es nicht besser. Aber dann lernt sie Luca mehr und mehr kennen und beginnt, sich in ihrem neuen Leben einzurichten und sich ihren Ängsten zu stellen …
Die Geschichte knüpft direkt an den Ereignissen aus dem ersten Band an. Am Ende hat Sages Vergangenheit sie eingeholt und hat alles zerstört, was sie sich so mühsam aufgebaut hat. Jetzt steht sie erneut vor dem nichts, weiß nicht wohin, hat kein Geld und weiß auch nicht, wie es mit ihrer Freundschaft zu April weitergehen soll. Zudem ist ihr Herz gebrochen, seit sie Luca so verletzt und ihn zurückgelassen hat. Und alles nur, um ihn nicht mit ihrer Vergangenheit in Kontakt zu bringen. Erneut muss Sage all ihre Kräfte sammeln, um von vorne zu Beginnen. Sie stellt sich ihrem Leben und versucht, ihre Ängste in den Griff zu bekommen. Doch dann taucht ausgerechnet ihre dunkle Vergangenheit in Nevada auf und droht, Sage in ein noch tieferes Loch zu stürzen …
Sage habe ich gleich wieder in mein Herz geschlossen und das hat sich über das gesamte Buch hinweg nur noch mehr verstärkt. Sie hat es wirklich nicht leicht gehabt und versucht alles, um die Schatten ihrer Vergangenheit hinter sich zu lassen, was ihr schwerer fällt, als gedacht. Ihre Angstzustände und Panikattacken hängen mit den Ereignissen aus der Vergangenheit zusammen, die im Verlauf der Geschichte immer weiter ans Tageslicht kommen und die ich hier nicht genauer beschreiben werde, um nicht zu spoilern. Mit dem wenigen Geld, das sie hat, kommt sie kaum über die Runden und muss zu allem Überfluss in ihrem Bus übernachten. Mit ihrem selbstgemachten Schmuck verdient sie sich etwas Geld auf Etsy dazu, aber das reicht nicht. Erst als sie die quirlige April kennenlernt, scheint sich für Sage alles zu wenden. Denn April nimmt Sage mit zu sich, wo sie auf der Couch einen Schlafplatz findet. Doch Sage hat nicht mit Aprils Bruder gerechnet …
Sage liebt ihre Mutter und ihre Schwester über alles und es bricht ihr das Herz, die beiden zu verlassen. Zugleich ist sie aber auch extrem wütend auf die beiden mit ihrer Unwissenheit. Sage ist niemand, der viel redet und beobachtet jeden ganz genau, immer auf der Hut. Sie hat einen Blick für Menschen und deren Stimmungen. Ihre Ängste sind ganz real, auch wenn sie nicht immer greifbar sind und gehören zu Sages Leben dazu. Sehr authentisch erleben wir diese mit Sage und erfahren im Verlauf der Geschichte, wie sie damit umgeht und Schritt für Schritt in ein selbstbestimmtes Leben findet.
In diesem Band findet sie den Mut und die Stärke, mit ihren Freunden offen über ihre Angstzustände zu sprechen und schafft es, Luca von ihrer Vergangenheit zu erzählen. In einem großen Finale muss sie sich ihrem größten Feind stellen und offenbart sich endlich ihrer Mutter an. Sage macht noch einmal in diesem Band eine unglaubliche Entwicklung durch und findet für sich einen Abschluss mit der Vergangenheit und einen Weg in eine selbstbestimmte Zukunft. Ich kann gar nicht in Worte fassen, was mich alles an Sage fasziniert hat, aber ich hoffe, dass ich es euch ein wenig nahe bringen konnte. Sie hat mich von der ersten bis zur letzten Seite begeistert und ich bin von ihrem Finale sehr begeistert.
Ihr zur Seite steht auch in diesem Band der attraktive Luca, der mit seinen Tätowierungen und seiner muskulösen Gestalt, alle Alarmglocken in Sage wachruft und ihre Ängste noch verstärkt. Dass Sage ausgerechnet zusammen mit ihm in der Bibliothek arbeiten muss, ist für sie zunächst unvorstellbar, doch dann lernt sie ihn weiter kennen und beginnt, hinter seine toughe Fassade zu blicken. Auch Luca mochte ich sofort. Auf den ersten Blick wirkt er wie der klassische Badboy mit seinen Tätowierungen und seiner Haltung gegenüber Beziehungen zu Frauen. Doch eigentlich steckt ein richtiger Nerd in ihm. Ein Buchnerd, der Bibliothekswesen studiert und Bücher über alles liebt. Für seine Schwester und seinen besten Freund würde er alles tun und hat das Herz am rechten Fleck. Zu seiner Mutter pflegt er eine ziemlich schwierige Beziehung, was ihm mehr zu schaffen macht, als er zugeben würde. Von Sage fühlt er sich augenblicklich angezogen. Obwohl er keine feste Beziehung sucht, beginnt er sich Sage zu öffnen und weckt dabei völlig neue Seiten an ihr.
Die beiden sind am Ende des ersten Bandes mehr als unschön auseinander gegangen und er versteht einfach nicht, was in Sage gefahren ist. Trotzdem kommt er nicht von ihr los und so ist er es, der ihr in ihrer schwersten Stunde zur Seite steht. Luca ist ein sexy Buchnerd, der mir mehr und mehr gefallen hat und vor allem zusammen mit Sage einfach wunderbar war. Je weiter man ihn kennenlernt, umso mehr schließt man ihn ins Herz. Ich fand es toll, dass er Sage nicht einfach aufgegeben hat, sondern sich weiterhin um sie bemüht. Er schafft es, dass sie sich ihm anvertraut und das fand ich einfach toll. Auch er macht in diesem zweiten Band eine super Entwicklung durch, was die beiden noch mehr zusammenwachsen lässt. Ich liebe Luca!
Auch die übrigen Charaktere sind erneut, wie ich es von Laura Kneidl gewohnt bin, wundervoll charmant und liebenswert ausgearbeitet. Ich fand alle sehr sympathisch. Sei es nun April, die neue beste Freundin von Sage, Gavin, der beste Freund von Luca oder die kreative Megan. Je weiter wir im Buch fortschreiten, umso mehr erfahren wir über die einzelnen Charaktere und umso mehr wachsen sie zusammen. Es war wunderbar zu sehen, dass niemand Sage fallen lässt, sondern dass sie ihr Halt bieten, Verständnis entgegen bringen und sie so nehmen, wie sie ist.

Ich habe noch nicht viele New Adult Bücher gelesen und bin ganz offen an das für mich neue Genre herangegangen. Es war auch Laura Kneidls erste New Adult Reihe und ich muss sagen, dass sie auch dieses Genre sehr gut beherrscht und mich auf jeden Fall begeistert hat. Sehr authentisch erzählt sie die Geschichte von Sage, die ein neues Leben beginnen will. Zum ersten Mal von Zuhause fort, am College und auf dem Weg zum Erwachsenwerden. Doch Sage werden wesentlich mehr Steine in den Weg gelegt, als man es erwarten würde.
Sehr authentisch, anschaulich und gefühlvoll wagt sich die Autorin an das Thema „Mentall Illness“. Denn Sage hat nicht nur unvorstellbar Schreckliches in ihrem Leben erlebt, sondern kämpft seit Jahren mit Angstzuständen und Panikattacken. Laura Kneidl verwebt in ihrer Geschichte um Sage Krankheitsbilder, die in unserer Gesellschaft oft ein Tabuthema darstellen, aber durchaus viele (junge) Menschen betreffen. Durch Sage bekommen wir einen Einblick, wie schwer es ist, wenn man durch Panikattacken, eine Angststörungen oder leichte Depressionen beeinträchtigt wird und wie wenig Verständnis Außenstehende oftmals dafür aufbringen. Die Darstellung von der Autorin war für mich nicht nur sehr schlüssig und glaubwürdig, sondern auch sehr empathisch. Noch dazu hat mir Sages realistische Entwicklung sehr gut gefallen.
Ich finde es toll, dass die Autorin sich für ein solch ernstes oftmals tabuisiertes Thema entschieden hat. Zudem hat sie nicht nur sehr authentisch die Sorgen, Ängste und eingeschränkten Lebensweisen aufgezeigt, sondern hat in ihrer Geschichte für Bezugspersonen in Sages Umfeld Raum geschaffen und Hilfeangebote sowie Lösungsstrategien aufgezeigt. Ich finde es enorm wichtig und freue mich, dass Laura Kneidl auch diesen Aspekt berücksichtigt hat.

„Ich habe keine Angst.
Die Angst ist nicht real.“

In diesem Band stellt sich Sage ihrer dunklen Vergangenheit und der Person, der sie all ihre Schrecken zu verdanken hat. Sie wird mit ihren schlimmsten Ängsten konfrontiert, aber durch Lucas Unterstützung schafft Sage es, sich ihrer Familie zu offenbaren und bei der Polizei auszusagen.
Ich persönlich hätte mir am Ende ein wenig mehr gewünscht. Die Konfrontation kam für mich etwas schnell und wurde auch ein wenig schnell abgewickelt. Auch die Auseinandersetzung mit der Mutter fiel für mich etwas knapp aus und ich hätte mir auch ein Treffen mit Nora gewünscht. Aber das ist Meckern auf hohem Niveau.

Die Liebesgeschichte zwischen Sage und Luca hat mir ebenfalls sehr gut gefallen. Nach dem sehr fiesen Cliffhanger von Band eins habe ich sehr dem Finale entgegen gefiebert. Ich habe die ganze Zeit über gehofft und gebangt, ob es eine zweite Chance für Luca und Sage geben wird.
Unterschiedlicher können zwei Menschen gar nicht sein und gerade das ist es, was den beiden so gut tut. Vor allem für Sage ist es schwer, sich auf einen Mann einzulassen. Ganz langsam und behutsam baut sich Vertrauen auf beiden Seiten auf und vor allem Sage beginnt, ihr Herz zu öffnen. Sie fühlt, was sie noch nie gefühlt hat. Beide lernen, sich aufeinander zu verlassen, sich gegenseitig Halt zu geben und trauen sich wieder, zu lieben und jemanden zu zeigen, wie sie wirklich sind. In diesem Band finden die beiden erneut zueinander und vor allem Sage öffnet sich Luca noch mehr. Sie vertraut ihm ihre dunkelsten Geheimnisse an, was die Beziehung der beiden noch verstärkt.
Die Liebesgeschichte von Luca & Sage ist eine ganz besondere, sehr gefühlvolle und auf Vertrauen und Gleichberechtigung basierende. Ich bin vollkommen begeistert von den beiden und hätte am liebsten noch mehr von ihnen gelesen.

Der Schreibstil von Laura Kneidl ist einfach toll und ich mag es sehr, ihre Bücher zu lesen. Ich kann mich immer augenblicklich in ihren konstruierten Welten zurecht finden, mich mit ihren Charakteren identifizieren und Teil der Geschichte werden. Sehr schön angenehm, bildhaft, gefühlvoll und darüber hinaus noch authentisch erzählt die Autorin ihre Geschichte.
Ich persönlich hätte mir am Ende ein wenig mehr gewünscht. Die Konfrontation kam für mich etwas schnell und wurde auch ein wenig schnell abgewickelt. Auch die Auseinandersetzung mit der Mutter fiel für mich etwas knapp aus und ich hätte mir auch ein Treffen mit Nora gewünscht. Aber das ist Meckern auf hohem Niveau.
Zusammen mit Luca & Sage lernen wir, mit Ängsten zu leben, eine dunkle Vergangenheit hinter sich zu lassen und sich auf eine unglaubliche Liebe einzulassen. Die Reihe lässt einen einfach nicht mehr los.

„Verliere mich. Nicht“ ist ein ganz wundervolles Finale zur „Luca & Sage“-Dilogie, die mich stark berührt zurück lässt. Dieses Buch besticht mit seinem sehr gut durchdachtem Setting, dem ernsten Thema, das sehr authentisch und einfühlsam erzählt wird und den sehr einnehmenden Charakteren. Ich kann dieses Buch wirklich nur jedem empfehlen, der eine tolle Geschichte, mit super Charakteren, eine ganz besonderen Liebesgeschichte und eine sehr einnehmende Protagonistin erleben möchte. Man wird bestimmt nicht enttäuscht und ich persönlich werde gleich zum nächsten Buch der Autorin greifen!

Lg
Levenya
http://levenyasbuchzeit.blogspot.de/

Vielen DANK für das Rezensionsexemplar!

Veröffentlicht am 07.02.2018

... Luca & Sage ...

Berühre mich. Nicht.
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Berühre mich. Nicht

1/2
Laura Kneidl wurde 1990 in Erlangen geboren und entwickelte bereits früh in ihrem Leben eine Vorliebe für alles, was mit dem Schreiben zu tun hat. Inspiriert von zahlreichen Fantasy-Romanen ...

Berühre mich. Nicht

1/2
Laura Kneidl wurde 1990 in Erlangen geboren und entwickelte bereits früh in ihrem Leben eine Vorliebe für alles, was mit dem Schreiben zu tun hat. Inspiriert von zahlreichen Fantasy-Romanen begann sie 2009 an ihrem ersten eigenen Buchprojekt zu arbeiten, seitdem wird ihr Alltag von Büchern, Katzen und Pinterest begleitet.
(Quelle: https://www.luebbe.de/lyx/autoren/laura-kneidl/id_2759147).

„Berühre mich. Nicht“ ist der 1.Teil der „Luca & Sage“ Dilogie.

Website der Autorin:
www.laura-kneidl.de

Erster Satz:
„Ich habe keine Angst.“

Klappentext:
Als Sage in Nevada ankommt, besitzt sie nichts – kein Geld, keine Wohnung, keine Freunde. Nichts außer dem eisernen Willen, neu zu beginnen und das, was zu Hause geschehen ist, zu vergessen. Das ist allerdings schwer, wenn einen die Erinnerungen auf jedem Schritt begleiten und die Angst immer wieder über einen hereinbricht. So auch, als Sage ihren Job in einer Bibliothek antritt und dort auf Luca trifft. Mit seinen stechend grauen Augen und seinen Tätowierungen steht er für alles, wovor Sage sich fürchtet. Doch Luca ist nicht der, der er auf den ersten Blick zu sein scheint. Und als es Sage gelingt, hinter seine Fassade zu blicken, lässt das ihr Herz gefährlich schneller schlagen ...

Cover:
Das Cover finde ich wirklich toll. Zu sehen ist ein Blumenmuster in einem rosa Arrangement und groß darüber gelegt ist der wunderbare Titel. Es ist ein ganz unaufgeregtes Cover, das für meinen Geschmack aber toll zu der Geschichte und zu der Protagonistin Sage passt. Das Cover lädt zum Träumen ein und ist auf jeden Fall mal etwas anderes. Mir gefällt es wirklich gut und ich finde es toll, dass das Cover zum zweiten Band so wunderbar dazu passt.

Leseprobe:
http://www.bic-media.com/mobile/mobileWidget-jqm1.4.html?buyButton=no&showExtraShopButton=false&fullscreen=yes&isbn=9783736305274

Meinung:
Ich bin schon lange ein großer Fan von den Büchern von Laura Kneidl, wie z.B. „Water & Air“ oder „Light & Darkness“. Jetzt habe ich ihren ersten New Adult Roman gelesen und bin schwer begeistert!

Die Geschichte wird uns aus Sicht der jungen Sage erzählt, die ein neues Leben in Nevada beginnen will. Sie lässt alles hinter sich, ihre Mutter, ihre Schwester, ihren Stiefvater und alles, was dort vorgefallen ist und beginnt mit wenigen Dollar in der Tasche und einem alten Bus als Wohnung. Sage versucht alles, um neu zu beginnen, doch immer wieder wird sie von ihren Erinnerungen eingeholt und die Angst ist nicht nur ein ständiger Begleiter, sondern lähmt sie und schränkt sie ein. Als sie dem attraktiven Luca begegnet, scheinen sich all ihre Ängste in ihm widerzuspiegeln. Dass sie ausgerechnet zusammen in der Bibliothek arbeiten sollen, macht es nicht besser. Aber dann lernt sie Luca mehr und mehr kennen und beginnt, sich in ihrem neuen Leben einzurichten und sich ihren Ängsten zu stellen …
Sage habe ich gleich in mein Herz geschlossen und das hat sich über das gesamte Buch hinweg nur noch mehr verstärkt. Sie hat es wirklich nicht leicht gehabt und versucht alles, um die Schatten ihrer Vergangenheit hinter sich zu lassen, was ihr schwerer fällt, als gedacht. Ihre Angstzustände und Panikattacken hängen mit den Ereignissen aus der Vergangenheit zusammen, die im Verlauf der Geschichte immer weiter ans Tageslicht kommen und die ich hier nicht genauer beschreiben werde, um nicht zu spoilern. Mit dem wenigen Geld, das sie hat, kommt sie kaum über die Runden und muss zu allem Überfluss in ihrem Bus übernachten. Mit ihrem selbstgemachten Schmuck verdient sie sich etwas Geld auf Etsy dazu, aber das reicht nicht. Erst als sie die quirlige April kennenlernt, scheint sich für Sage alles zu wenden. Denn April nimmt Sage mit zu sich, wo sie auf der Couch einen Schlafplatz findet. Doch Sage hat nicht mit Aprils Bruder gerechnet …
Sage liebt ihre Mutter und ihre Schwester über alles und es bricht ihr das Herz, die beiden zu verlassen. Zugleich ist sie aber auch extrem wütend auf die beiden mit ihrer Unwissenheit. Sage ist niemand, der viel redet und beobachtet jeden ganz genau, immer auf der Hut. Sie hat einen Blick für Menschen und deren Stimmungen. Ihre Ängste sind ganz real, auch wenn sie nicht immer greifbar sind und gehören zu Sages Leben dazu. Sehr authentisch erleben wir diese mit Sage und erfahren im Verlauf der Geschichte, wie sie damit umgeht und Schritt für Schritt in ein selbstbestimmtes Leben findet. Ich kann gar nicht in Worte fassen, was mich alles an Sage fasziniert hat, aber ich hoffe, dass ich es euch ein wenig nahe bringen konnte. Sie hat mich von der ersten bis zur letzten Seite begeistert und ich bin schon sehr gespannt darauf, wie sie sich im Finale machen wird.
Ihr zur Seite steht der attraktive Luca, der mit seinen Tätowierungen und seiner muskulösen Gestalt, alle Alarmglocken in Sage wachruft und ihre Ängste noch verstärkt. Dass Sage ausgerechnet zusammen mit ihm in der Bibliothek arbeiten muss, ist für sie zunächst unvorstellbar, doch dann lernt sie ihn weiter kennen und beginnt, hinter seine toughe Fassade zu blicken. Auch Luca mochte ich sofort. Auf den ersten Blick wirkt er wie der klassische Badboy mit seinen Tätowierungen und seiner Haltung gegenüber Beziehungen zu Frauen. Doch eigentlich steckt ein richtiger Nerd in ihm. Ein Buchnerd, der Bibliothekswesen studiert und Bücher über alles liebt. Für seine Schwester und seinen besten Freund würde er alles tun und hat das Herz am rechten Fleck. Zu seiner Mutter pflegt er eine ziemlich schwierige Beziehung, was ihm mehr zu schaffen macht, als er zugeben würde. Von Sage fühlt er sich augenblicklich angezogen. Obwohl er keine feste Beziehung sucht, beginnt er sich Sage zu öffnen und weckt dabei völlig neue Seiten an ihr.
Luca ist ein sexy Buchnerd, der mir mehr und mehr gefallen hat und vor allem zusammen mit Sage einfach wunderbar war. Je weiter man ihn kennenlernt, umso mehr schließt man ihn ins Herz. Auch bei ihm freue ich mich auf mehr. Vor allem nach dem Ende!
Auch die übrigen Charaktere sind, wie ich es von Laura Kneidl gewohnt bin, wundervoll charmant und liebenswert ausgearbeitet. Ich fand alle sehr sympathisch. Sei es nun April, die neue beste Freundin von Sage, Gavin, der beste Freund von Luca oder die kreative Megan. Je weiter wir im Buch fortschreiten, umso mehr erfahren wir über die einzelnen Charaktere und umso mehr wachsen sie zusammen. Ich bin gespannt, wie sie sich im nächsten Teil machen werden.

Ich habe noch nicht viele New Adult Bücher gelesen und bin ganz offen an das für mich neue Genre herangegangen. Es war auch Laura Kneidls erstes New Adult Buch und ich muss sagen, dass sie auch dieses Genre sehr gut beherrscht und mich auf jeden Fall begeistert hat. Sehr authentisch erzählt sie die Geschichte von Sage, die ein neues Leben beginnen will. Zum ersten Mal von Zuhause fort, am College und auf dem Weg zum Erwachsenwerden. Doch Sage werden wesentlich mehr Steine in den Weg gelegt, als man es erwarten würde.
Sehr authentisch, anschaulich und gefühlvoll wagt sich die Autorin an das Thema „Mentall Illness“. Denn Sage hat nicht nur unvorstellbar Schreckliches in ihrem Leben erlebt, sondern kämpft seit Jahren mit Angstzuständen und Panikattacken. Laura Kneidl verwebt in ihrer Geschichte um Sage Krankheitsbilder, die in unserer Gesellschaft oft ein Tabuthema darstellen, aber durchaus viele (junge) Menschen betreffen. Durch Sage bekommen wir einen Einblick, wie schwer es ist, wenn man durch Panikattacken, eine Angststörungen oder leichte Depressionen beeinträchtigt wird und wie wenig Verständnis Außenstehende oftmals dafür aufbringen. Die Darstellung von der Autorin war für mich nicht nur sehr schlüssig und glaubwürdig, sondern auch sehr empathisch. Noch dazu hat mir Sages realistische Entwicklung sehr gut gefallen.
Ich finde es toll, dass die Autorin sich für ein solch ernstes oftmals tabuisiertes Thema entschieden hat. Zudem hat sie nicht nur sehr authentisch die Sorgen, Ängste und eingeschränkten Lebensweisen aufgezeigt, sondern hat in ihrer Geschichte für Bezugspersonen in Sages Umfeld Raum geschaffen und Hilfeangebote sowie Lösungsstrategien aufgezeigt. Ich finde es enorm wichtig und freue mich, dass Laura Kneidl auch diesen Aspekt berücksichtigt hat.

„Ich habe keine Angst.
Die Angst ist nicht real.“

Auf ihre dunkle Vergangenheit werde ich an dieser Stelle nicht weiter eingehen, um nicht zu spoilern. Was mir aber in diesem Zusammenhang sehr gut gefallen hat, waren die Erinnerungen von Sage daran, die sehr einnehmend waren.

Die Liebesgeschichte zwischen Sage und Luca hat mir ebenfalls sehr gut gefallen. Unterschiedlicher können zwei Menschen gar nicht sein und gerade das ist es, was den beiden so gut tut. Vor allem für Sage ist es schwer, sich auf einen Mann einzulassen. Ganz langsam und behutsam baut sich Vertrauen auf beiden Seiten auf und vor allem Sage beginnt, ihr Herz zu öffnen. Sie fühlt, was sie noch nie gefühlt hat. Beide lernen, sich aufeinander zu verlassen, sich gegenseitig Halt zu geben und trauen sich wieder, zu lieben und jemanden zu zeigen, wie sie wirklich sind. Es war ganz wunderbar, die aufkeimende Beziehung der beiden zu erleben und das Ende mit dem fiesen Cliffhanger hat mich fast verzweifeln lassen!
Die Liebesgeschichte von Luca & Sage ist eine ganz besondere, sehr gefühlvolle und auf Vertrauen und Gleichberechtigung basierende. Ich bin vollkommen begeistert von den beiden und fiebere dem Finale entgegen.

Der Schreibstil von Laura Kneidl ist einfach toll und ich mag es sehr, ihre Bücher zu lesen. Ich kann mich immer augenblicklich in ihren konstruierten Welten zurecht finden, mich mit ihren Charakteren identifizieren und Teil der Geschichte werden. Sehr schön angenehm, bildhaft, gefühlvoll und darüber hinaus noch authentisch erzählt die Autorin ihre Geschichte. Zusammen mit Luca & Sage lernen wir, mit Ängsten zu leben, eine dunkle Vergangenheit hinter sich zu lassen und sich auf eine unglaubliche Liebe einzulassen. Das Buch lässt einen einfach nicht mehr los.


„Berühre mich. Nicht“ ist ein ganz wundervoller Auftakt zur „Luca & Sage“-Dilogie, die mich stark berührt zurück lässt. Dieses Buch besticht mit seinem sehr gut durchdachtem Setting, dem ernsten Thema, das sehr authentisch und einfühlsam erzählt wird und den sehr einnehmenden Charakteren. Ich kann dieses Buch wirklich nur jedem empfehlen, der auf eine tolle Geschichte, mit super Charakteren, eine ganz besonderen Liebesgeschichte und eine sehr einnehmende Protagonistin erleben möchte. Man wird bestimmt nicht enttäuscht und ich persönlich werde gleich zum Finale „Verliere mich. Nicht“ greifen!

Lg
Levenya
http://levenyasbuchzeit.blogspot.de/

Veröffentlicht am 09.12.2017

... ein Sommer unter Sternen ...

Sternenmeer
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Tanja Voosen wurde 1989 in Köln geboren und lebt heute in der Nähe der Eifel. Während ihres Abiturs begann sie sich zum ersten mal mit dem Schreiben von Geschichten zu befassen und kurze ...

Sternenmeer

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Tanja Voosen wurde 1989 in Köln geboren und lebt heute in der Nähe der Eifel. Während ihres Abiturs begann sie sich zum ersten mal mit dem Schreiben von Geschichten zu befassen und kurze Zeit später auch zu publizieren. Wenn sie nicht gerade damit beschäftigt ist, den Weg nach Hogwarts zu suchen, weil die Realität so schlecht ohne echte Magie auskommt, steckt sie ihre Nase in gute Bücher und treibt sich in der Welt der Blogger herum. Quelle

Erster Satz:
„Wo siehst du dich in zehn Jahren?“

Klappentext:
*Für die perfekte Sommerliebe muss man nach den Sternen greifen*

Wenn Laurie in ihrem Leben nicht weiterweiß, sucht sie nachts den Himmel nach Sternschnuppen ab, um sich all ihre Probleme wegzuwünschen. Doch davon bräuchte sie im Moment eine ganze Menge. Ihre Eltern streiten nur noch und wollen sie diesen Sommer ausgerechnet in das Feriencamp ihres Onkels abschieben. Um das zu verhindern, ist Laurie alles recht. Nur leider geht ihr Plan nach hinten los und endet damit, dass sie aus Versehen Derek, den unausstehlichen Bruder ihrer besten Freundin küsst. Aber es kommt noch viel schlimmer: Nicht nur muss sie trotzdem ins Camp fahren, sie läuft dort auch prompt wieder Derek über den Weg…

//Alle Bände der romantisch-humorvollen Young-Adult-Reihe:
-- Band 1: Sternenmeer
-- Band 2: Mondfunken//
Alle Bände der Reihe können unabhängig voneinander gelesen werden und haben ein abgeschlossenes Ende.

Cover:
Das Cover hat mich wieder sehr angesprochen und ich muss sagen, es ist für mich bis jetzt eines der schönsten, von Tanjas Büchern :). Ein junges Paar steht unter einem wunderschönen Sternenhimmel. Ein Sternenmeer, das zum Träumen einlädt. Alles ist in leuchtenden Nachtfarben gehalten und man fühlt sich direkt an diesen Ort versetzt. Dazu der schöne Titel in der Mitte. Es wirkt sehr harmonisch und lädt total ein zum Träumen! Ich kann es nur immer wieder betonen. Ich LIEBE die Impress-Cover. Dieses ist wieder einmal ein wunderschönes Exemplar. Toll auch, dass es so schön zum zweiten Teil passt :)

Meinung:
An dieser Stelle meinen herzlichsten Dank an Impress für das Rezensionsexemplar.

Die Geschichte wird uns aus Sicht von Laurie Emerson erzählt, die vor ihrem Abschluss steht und deren Leben gerade komplett aus den Fugen gerät. Ihre Eltern streiten sich nur noch und lassen Laurie nicht a sich heran. Weder sprechen sie mit ihr über die familiären Probleme, noch wird mit einem einzigen Wort das Thema Scheidung angesprochen. Als Laurie dann auch noch in ein Sommercamp „abgeschoben“ wird, ist sie absolut enttäuscht und wütend. Zu allem Überfluss trifft sie auch noch Derek Roscoe wieder, dem unausstehlichen Zwillingsbruder ihrer besten Freundin und vermeintlicher Kusspartner …
Laurie mochte ich von der ersten Seite an. Sie ist ein typischer Teenager, der nicht nur mit Zukunftsängsten und Jungsproblemen zu tun hat, sondern sich auch mit der Scheidung ihrer Eltern arrangieren muss. Zum Glück hat sie eine beste Freundin, mit der Laurie alles teilen kann. Aber leider kommt Savannah nicht mit ins Sommercamp und Laurie ist mehr oder weniger auf sich gestellt. Als sie dann auch noch Derek wiedertrifft, ist Gefühlschaos vorprogrammiert.
Laurie hat es schwer im Moment und wird immer wütender, auf alles und jeden. Dabei ist sie eigentlich ein Herzensguter Mensch, der sehr humorvoll und ehrlich ist. Sie beschließt, es ihren Eltern heimzuzahlen und schmiedet einen Plan nach dem anderen, um sie zur Weißglut zu treiben. Doch ausgerechnet im Sommercamp, wo sie nach langer Zeit wieder auf ihren Onkel trifft, findet Laurie das, wonach sie gesucht hat. Im Verlauf der Geschichte wächst sie mehr und mehr über sich hinaus und erkennt, dass manche Dinge nicht zu ändern sind und es vor allem darauf ankommt, dass man glücklich ist. Sie lässt sich auf neue Dinge ein, erlebt einen Sommer voller Abenteuer, Hochs und Tiefs, lernt neue Leute kennen und findet ihren Sternatlas ausgerechnet in jemanden, von dem sie es nicht erwartet hätte. Ich habe Lauries Geschichte total gerne verfolgt und mochte ihre Entwicklung sehr. Sehr authentisch tauchen wir in ihre Gefühlswelt ein und können miterleben, wie sie wieder auf Kurs kommt und für sich erkennt, was es braucht, um glücklich und zufrieden zu sein. Einfach toll :)
Derek Roscoe ist nicht nur laut Laurie ein Idiot, sondern auch noch der Zwillingsbruder ihrer besten Freundin Savannah. Es ist ausgerechnet Derek, der Laurie ein ums andere Mal aufmuntert und ihr zeigt, wie man seiner Wut Luft machen kann. Nach einem vermeintlichen Kuss zwischen ihnen knistert es gewaltig und als sie sich im Sommercamp wiedersehen, ist das Gefühlschaos vorprogrammiert. Ich mochte Derek auch sofort. Er war mir einfach sympathisch und war für mich von Anfang das perfekte Gegenstück zu Laurie. Er ist eher ruhiger und bedachter, kann dafür aber genauso stur sein. Doch am Ende zeigt sich, wie gut die beiden zusammenpassen, sich gut tun und einander ergänzen.
Auch die übrigen Charaktere haben mir sehr gut gefallen, wie z.B. Savannah oder Indie. Alle sind so wunderbar ausgearbeitet worden. Mit ganz viel Liebe zum Detail, Charme, Humor und Kreativität hat die Autorin die Charaktere in die Geschichte verwoben und bietet jedem Raum, für seine eigene Geschichte.

Die Idee mit dem Sommercamp hat mir sehr gut gefallen und passte perfekt zum Sommer. Das Setting war toll und wurde wunderbar beschrieben. Ich hatte richtig Urlaubsstimmung und konnte mir das Camp Summerset wunderbar vorstellen. Hier erleben wir zusammen mit Laurie einen Sommer voller Abenteuer, schwerer Entscheidungen, neuen und alten Freundschaften, verrückten Aufgaben einen Himmel voller Sterne und die ganz große Liebe. Die Autorin verpackt den Herzschmerz in eine wunderbare Sommergeschichte, bei der wir in Lauries Gefühlswelt eintauchen, große Gefühle erleben, die einen nicht inne halten lassen und dabei Geheimnissen auf die Spur kommen. Die Suche nach dem Sternenatlas, jede Menge Abenteuer, Erwachsenwerden und zudem eine prickelnde Liebesgeschichte, welche die Herzen erwärmt. Gespickt wird die Geschichte mit ganz viel Humor, Sommercampflair, Freundschaft, verrücken Aufgaben und natürlich ganz viel Liebe.

Das Schönste an der Geschichte war für mich die aufkeimende Beziehung zwischen Laurie und Derek. Nach der Kussverwechslung mit Derek ist Laurie vollkommen durcheinander und als er ihr dann ausgerechnet im Sommercamp wieder begegnet, ist das Gefühlschaos vorprogrammiert. Doch ausgerechnet er ist es, der ihr zuhört, sie so nimmt, wie sie ist und sie mit seiner Art immer wieder aufs Neue zum Lachen bringt. Er erobert ihr Herz und Laurie muss erkennen, dass er mehr für sie bedeutet, als sie immer angenommen hat. Doch dann droht ein fieses Gerücht alles zu zerstören … Die beiden sind einfach genial zusammen und ich musste sehr viel lachen. Eine sehr bewegende, frische und einfach gefühlvolle Liebesgeschichte, die sich zärtlich entwickelt und zu etwas ganz großem wird.

Den Schreibstil der Autorin habe ich bereits in ihrer „Flüster-Reihe“ und vielen weiteren Büchern kennen- und lieben gelernt. Mir war gleich klar, dass ich jederzeit zu einem weiteren Buch von ihr greifen würde. Sehr wortgewandt, gefühlvoll und extrem spannend erzählt uns Tanja Voosen die Sternengeschichte von Laurie und Derek, die ich nicht mehr aus der Hand legen konnte. Gerne hätte ich einfach immer weiter gelesen. Dieses Buch ist (wieder einmal) meine absolute Leseempfehlung und ich bin werde jetzt gleich zu „Mondfunken“ greifen und hoffe, dass ich Laurie und Derek dort wiedertreffen werde.

„Sternenmeer“ war für mich wieder einmal, eine wunderschöne und sehr gefühlvolle Liebesgeschichte, mit großen Worten und herzergreifenden Taten. Es ist die Geschichte von Laurie, die eine schwere Zeit durchmacht und ausgerechnet im verhassten Sommercamp nicht nur zu sich selbst findet, sondern auch in Derek jemanden entdeckt, der ihr Sternatlas sein könnte. Diese spannende und gefühlvolle Geschichte kann ich wirklich jedem empfehlen, der eine Sommercampgeschichte voller Liebe, Abenteuer und Freundschaft erleben will, die unter die Haut geht, einen nicht mehr loslässt und einlädt, von der großen Liebe zu träumen. Die Dilogie ist meine absolute Leseempfehlung und ich werde jetzt zu „Mondfunken“ greifen.

Lg
Levenya
http://levenyasbuchzeit.blogspot.de/

Vielen DANK für das Rezensionsexemplar!