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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.11.2025

Gestückelte Interviews

Bestseller schreiben wie Fitzek, Link, Adler-Olsen u.v.m.
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Es ist mal ein etwas anderer Schreibratgeber und es stecken auch einige Tipps von Bestsellerautoren darin. Interessanter sind eigentlich die Grundstruktur gebenden Interviews, die aber anstatt durch Gegenfragen ...

Es ist mal ein etwas anderer Schreibratgeber und es stecken auch einige Tipps von Bestsellerautoren darin. Interessanter sind eigentlich die Grundstruktur gebenden Interviews, die aber anstatt durch Gegenfragen in die Tiefe gehen, eher von Einschüben unterbrochen werden, die als Schreibtipps daherkommen, aber manchmal eher den Fluss stören. Manchmal stecken sogar Fragen in diesen Einschüben, doch statt den Interviewpartner antworten zu lassen, geht der Ratgeber mit Tipps weiter. Es ist zwar eine Struktur zu erkennen, aber für mich war das Konzept noch nicht ganz ausgereift. Einen kleinen Kritikpunkt habe ich zudem noch. Klar, soll der Ratgeber das Unternehmen der Autorin vorstellen, aber sie immer wiederkehrende Andeutung, die ich als Werbung wahrnehme, hat mich eher gestört,

Wenn man sich aber auf die Aussagen der bekannten Autor:innen konzentriert hat man hier eine schöne Sammlung an Einblicken in Werdegängen und Schreibroutinen, die sowohl für Lesende als auch angehende Schreibende spannend sein können.

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Veröffentlicht am 26.11.2025

Gefühle in den heutigen Zeiten

Wie fühlst du dich?
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Das Hörbuch wurde vom Autoren selbst gelesen und das sehr gut. Ich konnte dem Ganzen richtig gut lauschen und habe einiges für mich mitgenommen. Ich habe es Ruck zuck in einem Rutsch gehört, das ist immer ...

Das Hörbuch wurde vom Autoren selbst gelesen und das sehr gut. Ich konnte dem Ganzen richtig gut lauschen und habe einiges für mich mitgenommen. Ich habe es Ruck zuck in einem Rutsch gehört, das ist immer ein gutes Zeichen, dass es angenehm und doch lebendig gelesen wurde. Hacke geht auf die verschiebende Gefühle ein und hat auch sehr gut recherchiert, bringt tolle Vergleiche oder Beispiele aus der Geschichte, Religion, Literatur, Wissenschaft und Politik. Ein richtig gut gelungener Mix. Besonders spannend fand ich die Einblicke zur Einsamkeit, die in den heutigen Lebensstrukturen trotz besserer Vernetzung zum größten Problem und Leidensdruck werden können. Auch die Entstehung von Hass, als Resultat von verweigerter Liebe mit dem Beispiel der Kain und Abel Geschichte fand ich spannend.und ganz wichtig fand ich auch das Thema Angst.

Ein tolles Buch, zur heutigen Zeit und zeigt nochmal die Dringlichkeit sich auch mit den eigenen Gefühlen auseinanderzusetzen, hineinzuhören statt wegzudrücken. Aber auch ein kleiner Appell daran, die Gefühle anderer nachvollziehen zu können.

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Veröffentlicht am 26.11.2025

Hineingehört

Organisch
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In dem neuen Buch von Giulia Enders geht es nun einmal durch den ganzen Körper. Für ein bessere Verständnis zu den Abläufen und auch für einen Respekt vor der Einheit, die unser Körper bildet.

Ich fand ...

In dem neuen Buch von Giulia Enders geht es nun einmal durch den ganzen Körper. Für ein bessere Verständnis zu den Abläufen und auch für einen Respekt vor der Einheit, die unser Körper bildet.

Ich fand den Erzählstil richtig gut. Locker, humorvoll und zeitgleich unglaublich informativ. So muss ein Sachbuch sein. Die Messlatte ist ab jetzt sehr hoch gelegt worden bei mir.

Es gibt die verschiedenen Einblicke in Muskulatur, Lungen, und Gehirn. Besonders spannend fand ich dabei die Abläufe, die im schlaf geschehen, was unser Kopf da abgibt und ankurbelt, wie Träume entstehen. Aber auch die Einblicke in Sport, Muskelarbeit und Fitness waren sehr erhellend.

Unbedingt lesen, wenn man den Körper etwas besser verstehen möchte und das Hörbuch kann ich enorm empfehlen, hier kommt der Humor auch richtig zur Geltung, ganz toll von der Sprecherin eingesprochen.

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Veröffentlicht am 26.11.2025

Poetisch aber ausbaufähig

Lázár
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Lázár ist ein historischer Roman, der eine ungarische Adelsfamilie in einer Zeit des Umbruches begleitet. Ich empfand die Sprache an manchen Stellen als poetisch, muss aber gestehen, dass die Handlung ...

Lázár ist ein historischer Roman, der eine ungarische Adelsfamilie in einer Zeit des Umbruches begleitet. Ich empfand die Sprache an manchen Stellen als poetisch, muss aber gestehen, dass die Handlung für mich etwas zu sprunghaft war. Immer wieder hat der Autor mich in den langen Schachtelsätzen verloren. Es geht um die Liebe und die Irrungen und Wirkungen vor und während des Weltkrieges, um eine Familie, die einst glanzvoll nun alles abgibt. Historisch betrachtet ist es ein lesenswertes Werk, doch mir war es etwas zu wiederholend (zum Beispiel „Kissen zwischen ihren Beinen“ habe ich zweimal gelesen). Zudem hätte ich in dieser Art von Buch keine Spice Szenen erwartet. An sich habe ich damit keine Probleme, hier waren sie aber schwerfällig beschrieben und abgeblendet. Oder so formuliert, dass es mich innerlich geschüttelt hat (nicht knochenvibrierend im Sinne des Werkes). Dann besser weglassen, wenn man es nicht gut schreiben kann.
Daher kann ich, trotz guter Sprache (zumindest in den meisten Szenen) und Bildererschaffenden Worten keine 5 Sterne geben. So Leid es mir tut, aber die Lobeshymnen auf dieses Buch kann ich nicht ganz nachvollziehen. Es hat was, aber überzeugen konnte es mich nicht.

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Veröffentlicht am 25.11.2025

Bolt und Felix

Und mir bleibt der hässliche Hund
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Felix ist das erschreckendste, was man sich vorstellen kann, wiederfahren. Auf einen Schlag hat er seine Familie verloren. Von jetzt auf gleich, ist seine Tante seine Erziehungsberechtigte und nur noch ...

Felix ist das erschreckendste, was man sich vorstellen kann, wiederfahren. Auf einen Schlag hat er seine Familie verloren. Von jetzt auf gleich, ist seine Tante seine Erziehungsberechtigte und nur noch er und der (in seinen Augen) hässliche Hund da. Nun sind die beiden, Bolt und er, die vorher nie etwas miteinander zu tun hatten und eher „Mitbewohner“ innerhalb des Familienvaters waren, eine neue Einheit.

Das Buch hat immer wieder enorm bewegende Momente, zum Beispiel, das Felix in seiner Trauer und damit auftauchenden Depression es erst dann schafft das Haus zu verlassen, als er sich Sorgen um Bolt macht und deswegen zum Tierarzt geht. Oder als Mo, den Felix über die Therapie kennenlernt, sich öffnet und von seinen schrecklichen Erlebnissen in Aleppo und der anschließenden Flucht erzählt.

Felix beschreibt sich oft als der „Felix danach“ und entdeckt sich neu, lässt neue Freunde in sein Leben, wie Mo inklusive seiner Familie und Marie, zu der sich schnell mehr entwickelt. Gemeinsam stellen die drei sich den Ängsten von Mo und Felix. Und mittendrin Bolt, der fast schon zu einem Therapiehund wird.

Ein berührender Roman über Verlust und Verarbeitung, Ängste, Traumata, Selbstfindung und Neubeginnen.

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