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Veröffentlicht am 14.07.2025

Über weibliche Scham

Sorry not sorry
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Anika Landsteiners Buch "Sorry not Sorry" geht auf das Thema Scham und die Tendenz von Frauen ein, sich ständig zu entschuldigen. Zunächst mag es wie eine nette Lektüre erscheinen, doch es stellt sich ...

Anika Landsteiners Buch "Sorry not Sorry" geht auf das Thema Scham und die Tendenz von Frauen ein, sich ständig zu entschuldigen. Zunächst mag es wie eine nette Lektüre erscheinen, doch es stellt sich als äußerst lesenswert heraus. Landsteiner untersucht, was eine weiße cis Frau in der modernen Welt erlebt und warum sie das Bedürfnis hat, sich für jede Kleinigkeit zu rechtfertigen. Sie greift zahlreiche persönliche Erlebnisse auf und verbindet diese mit großen Begriffen wie "Feminismus" und dem "Patriarchat". Für Leserinnen, die bereits tief in diese Themen eingetaucht sind, könnte es teilweise Wiederholungen geben, dennoch bleibt es interessant. Das Buch beleuchtet auch Themen wie die große Liebe und Lebensabschnittspartner*innen ausführlich. Insgesamt ist es eine gelungene Lektüre, besonders für weiße cis Frauen. Das auffällige Cover und der zugängliche Schreibstil tragen zur Attraktivität des Buches bei, das schnell gelesen ist. Es ist in 10 Kapitel unterteilt, die verschiedene Essays zu Themen wie der "me too"-Bewegung, Endometriose, Hochzeit und Altern umfassen. Sie beschreibt weibliche Scham als ein Werkzeug des Patriarchats. Wer die Debatten der letzten Jahre verfolgt hat, findet aber wahrscheinlich wenig Neues und vermisst vielleicht eine vielschichtigere Analyse. Besonders spannend ist aber der Einblick in die medizinische Forschung zu Frauen- versus Männerleiden. Landsteiners Schreibstil ist sehr nahbar, und die Einbindung eigener Erlebnisse und Anekdoten macht die behandelten Themen lebendig und einprägsam. Insgesamt bietet das Buch einen guten Überblick über feministische Themen und weibliche Scham, auch wenn eine tiefere Analyse und Ausarbeitung in einigen Bereichen wünschenswert gewesen wäre, um für mich einen größeren Mehrwert zu bieten.

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Veröffentlicht am 14.07.2025

Keine Liebesgeschichte

Will & Will
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Wider erwarten handelt es sich hier nicht um eine Liebesgeschichte, obwohl das Buch so vermarktet wird. Es ist völlig anders als man nach dem Klappentext denken würde. Konnte mich nicht überzeugen. Der ...

Wider erwarten handelt es sich hier nicht um eine Liebesgeschichte, obwohl das Buch so vermarktet wird. Es ist völlig anders als man nach dem Klappentext denken würde. Konnte mich nicht überzeugen. Der passendere Titel wäre eigentlich "Die Tiny-Show", weil es nur um diesen nervigen Typen geht.

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Veröffentlicht am 14.07.2025

Es gibt bessere Bücher von John Green

Die erste Liebe
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Das Buch war leider nicht mein Fall. Das Ende ist total vorhersehbar und die Figuren alle eher oberflächlich beschrieben. Hassan war witzig, der Rest plätscherte so dahin.

Das Buch war leider nicht mein Fall. Das Ende ist total vorhersehbar und die Figuren alle eher oberflächlich beschrieben. Hassan war witzig, der Rest plätscherte so dahin.

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Veröffentlicht am 14.07.2025

Guter Thriller

Fuchsmädchen
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Solider Thriller, der einige spannende Passagen aufzuweisen hatte. Es war aber teilweise zu viel "Drumherum". Dass auch private Hintergründe der Protagonist:innen vorkommen, finde ich an sich immer gut, ...

Solider Thriller, der einige spannende Passagen aufzuweisen hatte. Es war aber teilweise zu viel "Drumherum". Dass auch private Hintergründe der Protagonist:innen vorkommen, finde ich an sich immer gut, vor allem wenn es sich um Reihen handelt und man eine Entwicklung beobachten kann. Hier war es mir aber teilweise zu viel. Die beiden Ermittlerinnen stolpern - getrieben von ihrer eigenen Vergangenheit - umher und überschreiten dabei Grenzen - was irgendwie keinerlei Konsequenzen hat.

Die Story selbst war ganz interessant, hat mich aber nicht so mitgerissen, wie ich erwartet habe. Eigentlich mag ich auch meist die Atmosphäre in skandinavischen Thrillern, ich habe mich hier beim Lesen aber die ganze Zeit in dem Sinne unwohl gefühlt, als dass die beiden Ermittlerinnen irgendwie ständig schmuddelig wirken, sich selten waschen geschweige denn die Zähne putzen oder aufwachen und so, wie sie sind, ins Revier fahren. Die Auflösung war auch etwas unglaubwürdig, daher nur 3 Sterne.

Und nur am Rande, das Wort "mager" wurde viel zu oft benutzt.

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Veröffentlicht am 14.07.2025

Solider Thriller

Rotwild
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Im Gegensatz zu vielen anderen Rezensent:innen hat mir Band 1 der Reihe besser gefallen. Wir treffen wieder auf die Ermittlerinnen Sanna und Eir, die Handlung spielt drei Jahre nach dem ersten Fall.

Ich ...

Im Gegensatz zu vielen anderen Rezensent:innen hat mir Band 1 der Reihe besser gefallen. Wir treffen wieder auf die Ermittlerinnen Sanna und Eir, die Handlung spielt drei Jahre nach dem ersten Fall.

Ich habe das Buch recht zügig durchgelesen, langweilig war es nicht - viel Thrill gab es allerdings auch nicht. Bei der Auflösung dachte ich nur "achso"; wirklich damit gerechnet habe ich zwar nicht, aber jede andere Auflösung wäre genauso weit hergeholt und semi glaubwürdig gewesen. Nachdem der eigentliche Fall gelöst ist, wird es auf den letzten 20 Seiten dann nochmal etwas spannender, den Abschluss fand ich gut.

Was bei einer Übersetzung natürlich extrem blöd ist, ist eine Lösung, die auf etwas sprachlichem beruht. Ohne Schwedischkenntnisse hätte man ja niemals darauf kommen können, dass Gyr "GUL" zu Sanna sagt und die gleichzeitig die Farbe "gelb" als auch eine Autokennzeichen-Kennung meint.
Und warum Eir den Hund zu Sanna gibt, weil sie selbst kaum Zeit für ihn hat - Sanna ihn dann aber permanent bei den Nachbarn abgibt, erschließt sich mir auch nicht ganz.

Es waren mir in diesem Buch irgendwie zu viele Nebenschauplätze und unnötige Handlungen/Gespräche, sodass es mir schwerfallen würde, den gesamten Inhalt nochmal chronologisch wiederzugeben.

Für Eir tut es mir leid - da fragt man sich natürlich, ob es wirklich so "leicht" möglich ist, dass jemand einen drei Jahre lang anlügt bzw. einen riesigen Teil der Persönlichkeit verschweigt. Wenn es wirklich 10-12 Männer waren, wie konnten die ihr gesamtes toxisches Männlichkeitsbild bei jedem Treffen in den letzten Jahren (wo Eir die Männer und deren Familien nach eigener Aussage gut kennengelernt hat) so verbergen, dass NIE ein Gespräch in die Richtung ging oder eine der anderen Frauen (die ja vermutlich auch angelogen wurden) Verdacht geschöpft haben? Und jetzt ist sie auch noch schwanger ...

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