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Veröffentlicht am 27.07.2025

Gelungener Thriller

Was sie nicht wusste
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Die Bücher von Nicci French haben mich bisher noch nie enttäuscht. Auch "Was sie nicht wusste" kommt in dem gewohnt angenehmen, unaufgeregten Schreibstil daher. Neve hat eine Affäre mit ihrem Chef - als ...

Die Bücher von Nicci French haben mich bisher noch nie enttäuscht. Auch "Was sie nicht wusste" kommt in dem gewohnt angenehmen, unaufgeregten Schreibstil daher. Neve hat eine Affäre mit ihrem Chef - als sie sich eines Morgens mit ihm in seiner Wohnung treffen will, findet sie ihn dort niedergeschlagen auf. Damit die Affäre nicht herauskommt, putzt sie die Wohnung akribisch, um alle Spuren, dass sie je da war, zu entfernen. Wieder Zuhause fällt ihr ein, dass sie ihr Armband dort vergessen hat. Als sie es aus der Wohnung holen will, ist es weg - und auch die Tatwaffe ist verschwunden. Da sie niemandem erzählen kann, dass sie den Toten gefunden hat, beginnt sie selbst, Nachforschungen anzustellen und auf einmal wirkt jeder verdächtig, selbst ihre besten Freunde, die eigene Tochter, der Ehemann.

Man hätte den Mittelteil des Buches sicher kürzer halten können, ich habe mich selbst beim Lesen regelrecht erschöpft gefühlt, weil Neve nicht mehr schläft und nur noch (hauptsächlich Nachts und/oder bei Regen) mit dem Rad unterwegs ist, um herauszufinden, wer ihren Chef auf dem gewissen hat. Und nebenbei muss sich auch noch die von allen geliebte und geschätzte Ehefrau, Freundin und vor allem Mutter spielen: Pausenbrote schmieren, kochen, das Meerschweinchen füttern, Gäste bewirten, die einfach nicht mehr gehen wollen. Manchmal wollte ich echt an ihrer Stelle schreien, dass alle endlich mal verschwinden und sie in Ruhe lassen sollen. Noch dazu schneit ständig ein Detective herein, der etwas zu ahnen scheint.

Obwohl nicht so richtig viel passiert, passiert in Neve doch ganz schön viel, sodass die Bezeichnung "Psychothriller" sehr passend ist. Jede:r hat irgendwelche Geheimisse und Neve weiß nicht, wem sie noch trauen kann. Die Auflösung am Ende war auch stimmig.

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Veröffentlicht am 27.07.2025

Toller Thriller!

Eine bittere Wahrheit
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Ein wirklich guter Thriller! Die 500 Seiten fühlen sich beim Lesen an wie 100 - es wird einfach nie langweilig.
Tabitha sitzt in Untersuchungshaft, weil ihr vorgeworfen wird, ihren Nachbarn getötet zu ...

Ein wirklich guter Thriller! Die 500 Seiten fühlen sich beim Lesen an wie 100 - es wird einfach nie langweilig.
Tabitha sitzt in Untersuchungshaft, weil ihr vorgeworfen wird, ihren Nachbarn getötet zu haben - an den ganzen Tag des angeblichen Geschehens kann sie sich aber nicht erinnern. Obwohl das Buch über weite Strecken ausschließlich im Gefängnis spielt, ist es so interessant und gut geschrieben, wie Tabitha innerlich kämpft und versucht, zu rekonstruieren, was wirklich passiert ist.

Tolle Charaktere, unglaubliche Geschichte und eine starke Protagonistin - solche Bücher liebe ich!

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Veröffentlicht am 27.07.2025

Spannender KI-Escape-Room-Thriller

Die Burg
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Da ich ausnahmslos alle Bücher von Ursula Poznanski gelesen habe und es meiner Meinung nach ein paar noch viel bessere gibt, kann ich "Die Burg" daher "nur" 4 Sterne geben. Dennoch ein super Thriller, ...

Da ich ausnahmslos alle Bücher von Ursula Poznanski gelesen habe und es meiner Meinung nach ein paar noch viel bessere gibt, kann ich "Die Burg" daher "nur" 4 Sterne geben. Dennoch ein super Thriller, der mich mal wieder sehr gut unterhalten hat!

Trotz einiger Längen am Ende (so ab S. 300) habe ich durchgehend mitgebangt, mich aufgeregt und permanent ein beklemmendes Gefühl gehabt bei der Vorstellung, einer KI so komplett ausgeliefert zu sein. Wie real es sich für die Protagonist:innen angefühlt hat, mag ich mir gar nicht vorstellen. Das Buch hat mich sehr zum Nachdenken gebracht, das ist auf jeden Fall immer ein gutes Zeichen.

Ich nutze KI teilweise selbst bei der Arbeit und weiß die Vorteile daher durchaus zu schätzen. Und zunächst klingt auch die Idee, auf welcher das Buch basiert - eine unterirdische "Escape Room"-Experience unter einer echten Burg, deren jahrhundertealte Höhlen und Gänge mit modernster Technik, LED-Bildschirmen, Mikrofonen, Lautsprechern, sogar Wasserdüsen und der Möglichkeit, verschiedene Gerüche zu erzeugen, ausgestattet ist - sehr spannend.

Der Besitzer der Burg, Nevio, möchte die hochmoderne Escape-Welt vor der Eröffnung nochmal auf Herz und Nieren testen lassen. Für ihn ist das ein riesiges Spaß-Projekt und er bietet allen Teilnehmer:innen dafür eine hohe Summe. Die Protagonist:innen sind gezielt ausgewählt, durch die ganz verschiedenen Charaktere wirkt die Truppe trotzdem bunt zusammengewürfelt: eine Influencerin, ein C-Promi, eine Rätsel-Gewinnspiel-Gewinnerin, ein Mediävistik-Professor und unsere Hauptfigur Maxim, der selbst einige "normale" Escape-Rooms besitzt.

Keine Escape-Erfahrung ist hier wie die andere, da die KI die unterirdischen Räume immer genau auf die Wünsche der Teilnehmer:innen zuschneidet und es somit ein endloses Potenzial für immer neue Rätselwelten gibt. Nachdem die Gruppe der KI ihre Wünsche mitgeteilt hat, startet die Tour, und zunächst kommen sie auch gut voran und können gemeinsam alle Rätsel lösen. Als sie aber ihre geplante Tour durchgespielt haben und auch die vorher festgelegte Zeit abgelaufen ist, öffnet die KI jedoch nicht wie gewohnt die Türen und die Gruppe sitzt fest. Auch das vorher festgelegte Safe Word, durch das das Spiel sofort abbrechen sollte, ist angeblich falsch Laut der KI haben sie noch nicht die erforderlichen letzten Rätsel gelöst und so beginnt eine Odyssee durch das Rätsel-Labyrinth.

Auch die "Game Master", Angestellte, welche die Geschehnisse unter der Burg jederzeit über Monitore im Auge behalten und ggf. eingreifen können, können ihnen nicht helfen, weil die KI sich völlig verselbstständigt und alle Verbingungen kappt. Auf sich allein gestellt versucht die Gruppe, zu entkommen, aber die KI scheint einen anderen Plan zu haben und schreckt auch nicht davor zurück, die Gruppe in Lebensgefahr zu bringen.

Die Thematik ist hochaktuell und wir können uns momentan wahrscheinlich noch nicht mal annähernd vorstellen, was in Zukunft durch den Einsatz von KI möglich sein wird. Ich fand die Story am Ende sehr gut aufgelöst, damit hatte ich wirklich nicht gerechnet. Ohne zu spoilern, aber man muss wirklich aufpassen, womit man eine KI "füttert", denn was sie daraus macht, kann man vielleicht irgendwann nicht mehr beeinflussen ...

Ich fand es sehr spannend zu verfolgen, was die KI sich immer wieder für die Protagonist:innen ausdenkt. Ich hatte zwischendurch verschiedene Vermutungen, was hinter dem Ganzen stecken könnte, aber das Ende habe ich dann nicht so erwartet.

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Veröffentlicht am 27.07.2025

Langweiliger Abschluss der Reihe

A Place to Shine
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Dieser Band vierte und letzte Band konnte mich irgendwie gar nicht abholen. Leider fand ich, dass diese Reihe von Buch zu Buch schlechter wurde. Die Story wirkte ein wenig wie lieblos hingeklatscht und ...

Dieser Band vierte und letzte Band konnte mich irgendwie gar nicht abholen. Leider fand ich, dass diese Reihe von Buch zu Buch schlechter wurde. Die Story wirkte ein wenig wie lieblos hingeklatscht und oft zu konstruiert, wie um die Serie endlich abschließen zu können.



Enthält Spoiler!





In Band 1 wirkte Poppy noch positiv und aufgeschlossen. Aber nach und nach fand ich sie immer unerträglicher, störrisch und egoistisch. Erst verlangt sie in Band 3 von Maggie und Flynn, dass die beiden sich voneinander fernhalten, weil sie denkt, Gefühle für Flynn zu haben. Am Ende tut sie dann ganz selbstlos, dass sie den beiden "erlaubt", zusammen zu sein.

In diesem Band ist sie (meiner Meinung nach) viel zu übertrieben sauer auf Trace und macht ständig Drama, wo gar keins ist. Die beiden haben vor fünf Jahren EINMAL auf einem Parkplatz geknutscht und offenbar waren auch Gefühle zwischen ihnen. Darüber hat Trace einen Song geschrieben, der ihm zum Durchbruch verholfen hat. Ja, er hätte sich bei ihr melden können - aber dass ein:e Sänger:in in den Songs romantische Gefühle verarbeitet, ist ja relativ weit verbreitet (sonst hätte Tailor Swift wohl keine Karriere). Dass sie ihm das nach FÜNF Jahren immer noch vorhält ist wirklich kindisch undihr gesamtes Verhalten sehr theatralisch.

Es gibt natürlich einige Twists und Missverständnisse, das gehört zu einem guten Romance-Buch dazu. Allerdings waren Poppys Gefühlsschwankungen nicht wirklich nachvollziehbar. Eigentlich hasst sie ihn, findet ihn aber hot - viel mehr erfahren wir über Trace auch nicht - und das scheint zu reichen. Außer, dass er ein mittelmäßiger Countrysänger ist, erfahren wir nicht viel über ihn.

Alles in allem haben für mich viele Sachen nicht zusammengepasst. Zum einen die angebliche Erkrankung der Mutter, die sich aber wundersamer Weise nie zeigt, sodass die Mutter den ganzen Tag die gesamte Farm bekochen kann. Dann hat Flynn angeblich so viel mit dem Studium zu tun, aber mal eben kurz zig Baumhäuser gebaut (wie man sich die vorstellen soll habe ich auch nach 4 Bänden nicht verstanden. Was sind das für Bäume, die gesamte Häuser mit Badezimmern, Toilette und Dusche halten, die an die Kanalisation sowie Elektrik angeschlossen sind?!). Außerdem unterschreibt Poppy eine Geheimhaltungserklärung erzählt aber trotzdem ungefähr jedem von dem Deal? (Außer wenigen Freunden, die sie offenbar so gut wie nie sieht).



Der Konflikt war dann völlig aus der Luft gegriffen und hat nur existiert, weil Poppy mal wieder total kindisch überreagiert hat. Ich persönlich konnte nicht nachvollziehen, warum sie sich so sehr an den Songs stört - hier hat einfach eine stimmige Erklärung gefehlt. Ihr Name wurde nirgendwo genannt. Ich fand es im Gegenteil gemein und unfair, dass sie Trace den Erfolgt nicht gönnen kann. Und darum konnte ich auch bis zuletzt nicht verstehen, was Trace an ihr findet, dass er angeblich seit fünf Jahren unsterblich in sie verliebt ist. Vor allem die Szenen, in denen sie ihm beim Aufschreiben der Songs hilft (weil sein Arm gebrochen ist) haben mich echt sauer gemacht, weil sie sich einfach über alle Sätze lustig macht. Dass sie Country eigentlich scheiße findet, ist ja aus den vorherigen Bänden auch zur Genüge bekannt.


Ich hätte es spannender gefunden, wenn sie und der Fitnesstrainer zusammengekommen wären - zwischen den beiden hat man wenigstens einen Funken gespürt und es wäre überraschend gewesen! So zog sich die Story dahin, der Ausgang war klar, aber der Weg dorthin leider etwas fad.

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Veröffentlicht am 27.07.2025

Skurrile Reise durch die DDR-Geschichte

Heinz Labensky - und seine Sicht auf die Dinge
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"Heinz Labensky - und seine Sicht auf die Dinge" entführt die Leser:innen auf eine skurrile Reise durch das Leben eines älteren Herren, der sich aufmacht, ein lang gehütetes Geheimnis zu lüften. Das Ehepaar ...

"Heinz Labensky - und seine Sicht auf die Dinge" entführt die Leser:innen auf eine skurrile Reise durch das Leben eines älteren Herren, der sich aufmacht, ein lang gehütetes Geheimnis zu lüften. Das Ehepaar Tsokos präsentiert dabei einen flüssigen und gut lesbaren Schreibstil.

Die Geschichte dreht sich um Heinz Labensky, einen Mann, der sein Leben im Seniorenheim "dahinvegetiert". Er war nie ganz der hellste und hat sein Leben lang den Osten nie verlassen. Ein unerwarteter Brief von der Tochter seiner Jugendliebe Rita bringt plötzlich Bewegung in sein monoton gewordenes Dasein. Heinz entschließt sich spontan zu einer Reise nach Warnemünde, um endlich Antworten auf Fragen zu bekommen, die sein Leben seit Jahrzehnten begleiten. Während seiner Fahrt im Flixbus teilt Heinz seine Geschichten und Erinnerungen, wobei die Grenzen zwischen Realität und Fantasie verschwimmen.



Hervorheben muss ich wirklich den humorvollen und lebendigen Schreibstil der Tsokos, der durch Heinz' liebenswerte Art geprägt ist. Die Dialoge während der Busfahrt werden humorvoll und mit Esprit beschrieben, wodurch die Geschichte mit ihren skurrilen Elementen unterhaltsam bleibt. Die Reise durch die DDR-Geschichte bietet interessante Einblicke in die Vergangenheit, wobei die Perspektive von Heinz Labensky, vor allem wegen seiner "Lernschwäche" und oft eigenen Interpretation der Dinge, eine einzigartige Sichtweise darstellt.

Allerdings habe ich das Buch nicht ganz lesen können, weil es mir ab der Mitte zu langatmig und verworren war. Vielleicht kenne ich mich zu wenig mit typischen DDR-Dingen und -Ereignissen aus, vielleicht war Heinz' Schwadronieren doch zu viel. Ich konnte der Story gar nicht mehr folgen, habe ständig den Faden verloren und wusste irgendwann nicht mehr, worum es überhaupt geht.

Ich konnte mich mit keiner Figur identifizieren und fand Heinz' Naivität auch oft anstrengend.

Die skurrile Erzählweise und der ungewöhnliche Protagonist können aber ein sehr unterhaltsames Leseerlebnis bieten, wenn man sich für DDR-Historie und Kuriositäten interessiert.

Wegen des schönen Schreibstils gebe ich trotz "schwieriger" Story drei Sterne.

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