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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.11.2019

Kleine Bücher über große Menschen

Little People, Big Dreams – Jane Austen
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Jane Austen war als Kind schon anders - wissbegierig, neugierig. All das zieht sich durch ihr weiteres Leben. Eine beeindruckende Lebensgeschichte mit zauberhaften Bildern erzählt..



Kinderbücher lese ...

Jane Austen war als Kind schon anders - wissbegierig, neugierig. All das zieht sich durch ihr weiteres Leben. Eine beeindruckende Lebensgeschichte mit zauberhaften Bildern erzählt..



Kinderbücher lese ich selten, auch nicht zum rezensieren. Da habe ich doch zu wenig Bezug zu. Die Reihe "Little People Big Dreams" hat mich aber so sehr angesprochen, dass ich nicht die Finger davon lassen konnte. Ich finde es großartig, schon den kleinsten der Gesellschaft so große Persönlichkeiten näher zu bringen.

Der erste Eindruck hätte besser nicht sein können - das Buch wirkt durch und durch liebevoll gestaltet, der Umschlag ist hochwertig verarbeitet und die Bilder wunderschön und bunt gezeichnet. Ich kann mir gut vorstellen, dass das genau das richtige für Kinder ist. Auch sprachlich bewegt man sich auf einer perfekten Ebene - gut verständliche, kurze Sätze mit schönem Klang.

Das Buch ist zuckersüß und wirklich fast perfekt - ich hätte mir einfach nur noch ein paar Seiten mehr gewünscht. Es wird eben doch kaum etwas aus Janes Leben erzählt. Natürlich, für Kinder kann man nicht zu sehr ins Detail gehen, aber die eine oder andere Facette hätte für mich noch gut gepasst. Die findet man zwar hinten auf der letzten Doppelseite noch - aber da eben in einem Fließtext, eher für ältere Leser.

Trotzdem hat mich das Buch und die ganze Reihe überzeugt - Little People Big Dreams sind wirklich zuckersüß gemacht!

Veröffentlicht am 10.11.2019

Wir sind unseres eigenen Glückes Schmied!

Fünf Wörter für Glück
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Heidis Leben ist vorbei. Zumindest fühl es sich für sie so an. Bei einem Unfall, einem simplen Sturz, hat sie ein Bein verloren. Vorbei die Träume von der großen Schauspielkarriere. Sie muss sich zurück ...

Heidis Leben ist vorbei. Zumindest fühl es sich für sie so an. Bei einem Unfall, einem simplen Sturz, hat sie ein Bein verloren. Vorbei die Träume von der großen Schauspielkarriere. Sie muss sich zurück ins Leben kämpfen - und das erscheint ihr wie ein aussichtsloses Unterfangen. Bis sie in der Rehaklinik die alte, lebensfrohe Maud und ihren Enkel trifft..



Man merkt, dass Ella Dove in dem Roman ihre eigene Geschichte verarbeitet hat. Heidi ist als Protagonistin wahnsinnig authentisch, ihr Leidensweg und ihre Stärke glaubhaft und schön zu lesen. Ihre Entwicklung ist stimmig, mit all den riesigen Schritten nach vorne und alle den großen Stolpersteinen, die ihr das Leben und sie sich selbst in den Weg legt. Das Buch macht Mut - und dafür muss man kein Bein verloren haben. Es zeigt eindrücklich, dass man sein Leben selbst in der Hand hat, dass äußere Umstände zwar vieles schwerer, aber niemals unmöglich machen. Das hat mir wirklich gut gefallen.

Maud hingegen kam mir deutlich zu kurz - die alte Dame hat sich (wie wahrscheinlich auch so geplant) schnell zu meiner Lieblingsfigur entwickelt. Sie nimmt aber leider lange nicht so viel Raum in der Geschichte ein, wie man nach dem Klappentext vermuten könnte. Auch ansonsten sind mir manche Handlungsstränge einfach nicht gut genug ausgearbeitet. Die Probleme von Heidis Vater, ihre Freundschaft zu der nicht ganz leichten, jungen Patienten Skye - all das wird irgendwie angeschnitten, aber nicht weiter vertieft. So bleibt für mich die emotionale Komponente (trotz des berührenden Themas) phasenweise ein bisschen für mich auf der Strecke und ich konnte nicht ganz so gut in die Geschichte eintauchen, wie ich es gerne gewollt hätte.

Trotzdem ist "Fünf Wörter für Glück" ein schöner, hoffnungmachender Roman. Auch wenn das Thema eigentlich ein schweres ist lässt er sich leicht lesen und macht Spaß!

Veröffentlicht am 24.10.2019

Pubertät mitten in der Apokalypse

Jack, der Monsterschreck, und die Zombie-Apokalypse (Jack, der Monsterschreck 1)
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Jack ist kein normaler Junge. Er ist Waise, hat kaum Freunde und verbringt die meiste Zeit mit Videospielen. Wer hätte ahnen können, dass ihm genau das mal helfen wird, wenn Zombies und Monster über seine ...

Jack ist kein normaler Junge. Er ist Waise, hat kaum Freunde und verbringt die meiste Zeit mit Videospielen. Wer hätte ahnen können, dass ihm genau das mal helfen wird, wenn Zombies und Monster über seine Stadt herfallen? Ein perfekter Moment, um seine Angebetete auf sich aufmerksam zu machen. Was würde sich da besser eignen als eine heldenhafte Rettungsaktion?



Primär hatte mich hier interessiert, wie man eine Zombieapokalypse einigermaßen kindgerecht verpacken will. Tendenziell ist das ja doch eher eine blutige, unschöne Geschichte, von der man vielleicht nicht unbedingt will, dass die Kleinen sich viel damit auseinandersetzen. Hier ist es allerdings gut gelungen, das ganze ein bisschen weich zu zeichnen. Klar, Zombies futtern immer noch Hirn und auch Waffen braucht unser Chaostrupp natürlich, Gewaltdarstellungen werden aber sehr sparsam und passend eingesetzt. Ich war positiv überrascht.

Und nicht nur davon. Wirklich überzeugt hat mich der großartige Humor des Buches. Jack ist als Protagonist so herrlich schräg, wie Teenager eben so sind. Mal furchtbar von sich überzeugt, mal komplett am Ende, aber immer mit einer gehörigen Portion Selbstironie, Spaß und Wahnsinn an der Sache. Die liebevollen Illustrationen runden die Sache schön ab.

Ich hätte mir lediglich ein bisschen mehr Handlung gewünscht - wenn man es genau betrachtet, passiert nämlich eigentlich nicht wirklich viel. Trotzdem gibt es von mir eine klare Leseempfehlung - die kleinen Happen, mit denen man angefüttert wird machen nämlich irrsinnig viel Spaß!