Düstere Fantasy meets Ballett & Romance
Girls of Dark Divine − Eine Tänzerin. Ein Fluch. Eine verzweifelte Liebe.Nach einiger Zeit habe ich endlich mal wieder zu einem Buch aus dem Kyss-Verlag gegriffen – denn „girls of dark divine“ hat mich direkt angesprochen! Das Ballett-Thema verwoben mit einer düsteren Fantasy-Geschichte ...
Nach einiger Zeit habe ich endlich mal wieder zu einem Buch aus dem Kyss-Verlag gegriffen – denn „girls of dark divine“ hat mich direkt angesprochen! Das Ballett-Thema verwoben mit einer düsteren Fantasy-Geschichte klang für mich nach einer sehr spannenden Kombi. Ballett meets Fantasy – und auch eine Prise Romantik ist dabei. Und eins kann ich direkt sagen: Der Klappentext hat mich nicht enttäuscht!
Das Buch steigt ziemlich schnell in die Handlung ein. Das Erzähltempo ist recht schnell und dennoch werden handlungstreibende Szenen, dramatische sowie emotionale Momente gut ausgeschmückt und ausgedehnt. Der Ton trifft eher einen poetischeren Stil, ließ sich für mich dabei aber sehr angenehm lesen. Die teilweise schnörkeligen Sätze haben vor allem das Setting und die Stimmung mehr hervorgehoben – fand ich sehr gelungen (und gut übersetzt)! Wir erleben die Geschichte der Marionettes mit Blick auf die Emberlyn. Sie erhofft sich, ihren Traum vom Tanzen in der berühmtesten Ballettgruppe New Koras zu leben und findet sich in einer grausamen Realität wieder. Denn die Tänzerinnen tanzen statt aus Leidenschaft und freiem Willen durch einen dunklen Fluch, der sie buchstäblich zu Marionetten macht. Ihre Bewegungen werden vom Puppenspieler und Leiter Malcolm kontrolliert, der eine Tänzerin nach der nächsten Rekrutiert. Nach und nach stößt Emberlyn auf der Suche nach einem Ausweg auf immer mehr schreckliche Wahrheiten…
Die Stimmung ist von Beginn an ziemlich düster, stellenweise fast schon erdrückend. Die erste Hälfte des Buches gibt es kaum hoffnungsvolle und schöne Momente. Die Geschichte hat mir definitiv einen guten Lesefluss beschert und mich bei Lesen sehr bewegt. Es kam auch zunehmend eine leichte Liebesgeschichte dazu, die aber eher am Rand der Handlung stattfand. Sie war für mich an sehr passender Stelle in gutem Tempo eingefädelt. Die Geschichte wurde mit zwei Enden abgeschlossen. Mir hat das originale Ende sogar etwas besser gefallen, da es für mich realistischer und mehr den Ton der Geschichte getroffen hat. Aber, dass die Autorin extra ein alternatives Ende geschrieben und Kyss beide Varianten eingebaut hat, finde ich richtig richtig nice! Insgesamt ein starkes Romantasy-Debüt, das ich definitiv empfehlen kann, wenn ihr Lust auf eine etwas düstere Ballett-Fantasygeschichte habt!
4/5 Sterne