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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.11.2022

Spannend, wie ein Film aber das Ende enttäuscht

Beste Freunde
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Für mich hat sich bei dem Buch schon der Klappentext wie ein guter Thriller angehört! Letztendlich fand ich das Buch gar nicht so extrem Thriller-typisch, wie ich es bisher kannte. Die Figuren haben direkt ...

Für mich hat sich bei dem Buch schon der Klappentext wie ein guter Thriller angehört! Letztendlich fand ich das Buch gar nicht so extrem Thriller-typisch, wie ich es bisher kannte. Die Figuren haben direkt neugierig gemacht. Sechs beste Freunde, deren Mutprobe das eine Mal komplett schief läuft. Sie haben Menschen auf dem Gewissen und eine aus der Gruppe büßt dafür zwanzig Jahre im Gefängnis. Als sie wieder herauskommt, ist jeder der anderen ihr etwas schuldig...

Bis zur Gefängnisstrafe war es trotz der Gewissheit durch den Klappentext direkt schon sehr spannungsgeladen. Danach wurde es noch intensiver. Der Schreibstil hat mit kurzen, prägnanten Sätzen zu der spannenden Stimmung beigetragen und das Ganze durch die Seiten transportiert. Ich bin nicht so ein Fan von Perspektive aus dritter Person, aber es wurde gut gemacht und es stand immer jemand anderes aus der Gruppe im Mittelpunkt. Wie sich die Charaktere entwickelt haben und wie unterschiedlich sie teilweise mit der Last der Vergangenheit leben und mit der Rückkehr ihrer Freundin aus dem Gefängnis umgehen, fand ich cool gemacht.

Leider wurde das Ende absolut seltsam, weil Dinge passiert sind, die meiner Meinung nach einen schlecht gemachten „Plottwist“ hergeführt haben. Der war random, unvorbereitet und meiner Meinung nach auch nicht so ganz logisch. Ich hatte auch einige Fragezeichen im Kopf. Und das unschöne Ende hat für mich das Buch letztlich auch ziemlich runtergezogen, irgendwie schade.

3,5 von 5 Sternen

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Veröffentlicht am 15.11.2022

Süße Kleinstadtgeschichte!

Lake Paradise – Ein Zuhause für das Glück
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Pure Kleinstadt-Idylle! Und genau so bin ich auch ins Buch gestartet - die Autorin fällt quasi direkt mit der Tür in die Kleinstadt und man landet mitten zwischen dem Kleinstadt-Klatsch-und-Tratsch. Der ...

Pure Kleinstadt-Idylle! Und genau so bin ich auch ins Buch gestartet - die Autorin fällt quasi direkt mit der Tür in die Kleinstadt und man landet mitten zwischen dem Kleinstadt-Klatsch-und-Tratsch. Der lockere Schreibstil brachte mich gut durch das Buch gebracht. Manuela Inusa bringt darin Humor und auch Gefühle gut zur Geltung und vor allem: Sie hat ein so so schönes und gemütliches Setting für die Geschichte geschaffen, in dem man sich eigentlich nur wohlfühlen kann. Bildreihe Sprache und Details kreieren die Szenen beim Lesen im Kopf.

Die Charaktere waren ziemlich Kleinstadt-typisch - ein unterhaltsamer Bürgermeister, Tratschtanten, Ladenbesitzer und mehr. Lexi und Aaron waren auch etwas klischeebehaftet, was mich aber in der Geschichte nicht so sehr gestört hat. Aaron ist der typische Bad-Großstadt-Boy, der nach Lake Paradise kommt und die liebenswerte in der Stadt verankerte Lexi in den Bann zieht. Sie ist tief in Lake Paradise verwurzelt, möchte die Stadt eigentlich niemals verlassen. Außerdem hängt sie in großer Trauer, die sie bewältigen muss, während Aaron mit ganz eigenen Hürden zu kämpfen hat. Dass er in Lake Paradise seinem Vater, dem er eine unschöne Kindheit zu verdanken hat, wieder nahekommen muss, gestaltet die Situation schwierig.

Eine süße Geschichte mit tiefgründigen und humorvollen Verstrickungen, die in wundervollem Setting erzählt wird. Ich habe mich in der Geschichte sehr wohlgefühlt und kann sie jedem ans Herz legen, der eine gemütliche, niedliche Liebesgeschichte sucht, die übrigens auch gut in die kalte Jahreszeit passt! Ich freu mich sehr auf Band zwei.

4,5 von 5 Sternen

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Veröffentlicht am 15.11.2022

Drama statt Hochzeitstag

Sechs Tage zwischen dir und mir
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Die arme Gemma wurde vor dem Altar stehen gelassen. Der Tag, der eigentlich der schönste ihres Lebens werden sollte, wurde somit zum Start einer Nervenaufwühlenden und emotionalen Achterbahnfahrt. Die ...

Die arme Gemma wurde vor dem Altar stehen gelassen. Der Tag, der eigentlich der schönste ihres Lebens werden sollte, wurde somit zum Start einer Nervenaufwühlenden und emotionalen Achterbahnfahrt. Die Protagonistin lässt nichts unversucht, um ihren Bräutigam beziehungsweise Verlobten Finn wiederzufinden, obwohl ihr auf dem Weg einige düstere Erkenntnisse und Fragen entgegenkommen. Was ist mit Finn passiert? Hat er kalte Füße bekommen?

Ein Rätsel, dass von Beginn an Spannung in das Buch von Dani Atkins bringen sollte. In Zeitsprüngen zwischen Gegenwart und verschiedenen Rückblicken in vergangene Jahre bekommt man Einblicke in das nicht immer ganz so glanzvolle gemeinsame Leben der Beiden. So kommt man als Leser selbst ins Grübeln, ob Finn sich nicht doch einfach aus dem Staub gemacht haben könnte.

„Sechs Tage zwischen dir und mir“ war mein erstes Buch von Dani Atkins, von der ich bisher schon viel gutes gehört hatte. Der Schreibstil der Autorin ist mir sehr positiv aufgefallen. Locker, ungeschwungen und mit Humor. Mir haben allerdings oft Emotionen gefehlt, was natürlich auch an den Charakteren liegen wird. Gemma und Finn sind mir beide im Einzelnen und als Paar leider nicht so nahe gegangen. Man hat ihr Höhen, Tiefen und Leidensmomente miterlebt, aber mir fehlten hier einfach tiefere Einblicke und Alltagsmomente, um richtig einsteigen zu können. Gemma ist mir anfangs etwas kühl vorgekommen, was sich im Laufe der Geschichte definitiv gebessert hat. Besonders durch Nebencharaktere wie ihrer beste Freundin Hannah oder ihrem Vater sind nochmal etwas mehr Gefühle in dieser offensichtlich für sie dramatischen Situation deutlich geworden. Finn wurde mir mit jedem Rückblick leider unsympathischer, aber das Ende hat es wieder einigermaßen aufholen können.

Das Buch hat wirklich gut angefangen - und auch so aufgehört. Allerdings konnte mich der komplette Mittelteil eher weniger in den Bann ziehen und ich war leider vielmehr gelangweilt, weil mir Emotionen und Tempo gefehlt haben und es sich dadurch ziemlich gezogen hat. Zum inhaltlichen Ende werde ich nichts sagen, weil ich nicht spoilern möchte, aber der letzte Teil des Buches war nochmal geladen mit Spannung und Dramatik, die sich bis dahin langsam aufgebaut hatte, und hat mich nochmal für ein paar Seiten mitziehen können. Auch wenn das Buch keine Begeisterungssprünge in mir auslösen konnte, kann ich mir durchaus vorstellen nochmal zu einem Roman von Dani Atkins zu greifen. In diesem Fall hat mir die Geschichte einfach nicht zugesagt, die eher auf instinktivem Vertrauen und Sicherheit in der Beziehung als auf Liebesgefühlen und Schmetterlingen basierte.

2, 5 von 5 Sternen

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Veröffentlicht am 02.11.2022

Ein mehr als perfekter Abschluss

Dunbridge Academy - Anytime
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Olive und Colin, wo fang ich da an. Sarah Sprinz hat mir mit diesem Buch doch tatsächlich bewiesen, dass ich Enemys-to-Lovers-Geschichten doch viel mehr mag, als ich dachte! Ihren Schreibstil kann ich ...

Olive und Colin, wo fang ich da an. Sarah Sprinz hat mir mit diesem Buch doch tatsächlich bewiesen, dass ich Enemys-to-Lovers-Geschichten doch viel mehr mag, als ich dachte! Ihren Schreibstil kann ich auch in diesem Buch wieder gar nicht kritisieren. Ich bin wirklich gut durch die Geschichte geflogen und fand die Mischung aus Humor, Ernsthaftigkeit und Lockerheit sehr angenehm.

Olive war mir bei der ersten Begegnung in Band Eins wirklich unglaublich unsympathisch. Alleine deshalb hatte ich große Sorge, dass mich ihre Geschichte nicht abholen wird, weil ich keinen Draht zu ihr finde. Aber dem war überhaupt nicht zu. Ihre sensible und gleichzeitig so starke Art hat mich echt schnell mit reingezogen. Sie hatte gerade im Hinblick auf die Stärke echt zu kämpfen, hat sich aber im Laufe der Geschichte so so toll entwickelt. Und ich hab’s geliebt ihr dabei zuzusehen. Genau so auch der Beziehung zu Colin. Ein so toller Charakter, der Olive so ähnlich ist und gleichzeitig doch einen unglaublichen Kontrast in die Gruppe bringt. Er hat Konflikte förmlich angezogen und nach außen ganz taff gewirkt, obwohl er selbst so große Kämpfe in seinem Inneren auszufechten hat. Die Art, wie die zwei sich Schlagabtausche geliefert haben und die Anziehung zueinander nicht abstreiten konnten, hat mich so gut unterhalten können. Und natürlich der Weg, den die beiden gemeinsam gemeistert haben und wie sie sich einander beim heilen geholfen haben. Ganz große Liebe!

Über die Clique muss ich glaube ich gar nicht sprechen - sie waren alle da und haben so viel Freundschaft, Loyalität, Beistand und natürlich Humor mit in die Geschichte getragen. Es tut echt ein bisschen weh, die ganze Bande ziehen zu lassen. Ich habe es geliebt nochmal in die Welt der Dunbridge Academy einzutauchen und werde den Ort und die Charaktere sehr vermissen. Mir ist bei diesem Band übrigens nochmal aufgefallen, wie gut auch wieder das Setting und die umliegenden Orte genutzt worden, obwohl man als Leser denkt, von der Academy schon alles gesehen zu haben. Anytime konnte mich letztlich am allermeisten und damit auch wirklich komplett überzeugen. Ich kann für die Reihe, besonders Band Drei, nur erneut meine wärmste Empfehlung aussprechen - vor allem wenn ihr Lust auf ein tolles Internats-Setting im schönen Edinburgh habt!

✩✩✩✩✩ / 5 Sterne

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Veröffentlicht am 02.11.2022

Vielfältige Gedichte volle Gefühle

Denn wir sind aus Sternenstaub gemacht
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"𝖦𝖾𝖿𝗎𝖾𝗁𝗅𝖾 𝗂𝗇 𝖶𝗈𝗋𝗍𝖾 𝗓𝗎 𝗏𝖾𝗋𝗉𝖺𝖼𝗄𝖾𝗇, 𝖺𝗅𝗌 𝗐𝖺𝖾𝗋𝖾𝗇 𝗌𝗂𝖾 𝖾𝗂𝗇 𝖦𝖾𝗌𝖼𝗁𝖾𝗇𝗄, 𝗂𝗌𝗍 𝖶𝖺𝖼𝗁𝗌𝗍𝗎𝗆, 𝗇𝗈𝖼𝗁 𝗆𝖾𝗁𝗋 𝖺𝖻𝖾𝗋 𝖧𝖾𝗂𝗅𝗎𝗇𝗀."

Ich habe schon viel von Sophie Bichon gehört und war umso gespannter, in ihrem neuen Gedichtband einen ...

"𝖦𝖾𝖿𝗎𝖾𝗁𝗅𝖾 𝗂𝗇 𝖶𝗈𝗋𝗍𝖾 𝗓𝗎 𝗏𝖾𝗋𝗉𝖺𝖼𝗄𝖾𝗇, 𝖺𝗅𝗌 𝗐𝖺𝖾𝗋𝖾𝗇 𝗌𝗂𝖾 𝖾𝗂𝗇 𝖦𝖾𝗌𝖼𝗁𝖾𝗇𝗄, 𝗂𝗌𝗍 𝖶𝖺𝖼𝗁𝗌𝗍𝗎𝗆, 𝗇𝗈𝖼𝗁 𝗆𝖾𝗁𝗋 𝖺𝖻𝖾𝗋 𝖧𝖾𝗂𝗅𝗎𝗇𝗀."

Ich habe schon viel von Sophie Bichon gehört und war umso gespannter, in ihrem neuen Gedichtband einen Eindruck von ihrer poetischen Schreibe zu bekommen. Und ihr Talent für die richtigen Worte an der richtigen Stelle sind mir direkt aufgefallen. In so wenigen Worten stecken viele Facetten, viel Wahrheit, viel Liebe und viel Schmerz. Vor allem machen sie auch Mut und geben Zuversicht. Ein weiterer Beweis für mich selbst, wie sehr ich Worte liebe und wie sehr einem so wenige davon direkt ins Herz gehen können.

Man bekommt viele verschiedene Eindrücke, die einfach wirken und es wird deutlich, wie viele Gefühle und Gedanken Sophie Bichon in dieses süße Büchlein gesteckt hat. Darin stecken kurze und etwas längere, mal intensivere und mal leichter zu greifendere Texte. Es gab auch einige, die mich emotional weniger abholen konnten, was vermutlich an der jeweiligen Thematik lag, mit der ich mich dann nicht ganz so identifizieren konnte. Die Aufmachung ist insgesamt auch süß gemacht. Mal ist der Stil schwarz-weiß gehalten, mal mit bunten Illustrationen oder Emojis. Wer gerne mal in die Welt der Poesie und in facettenreiche bedeutungsschwere Worte eintauchen möchte, sollte unbedingt mal einen Blick auf dieses Buch werfen. Es wird sicher nicht mein einziges Buch von Sophie Bichon bleiben und ich freue mich auch in die Romane der Autorin einzutauchen.

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