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Veröffentlicht am 21.02.2022

Gilmore Girl-Vibes und knisternde Romantik!

Like Fire We Burn
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So schön wieder nach Aspen zurückzukehren und ich bin schon etwas traurig, dass die Dilogie hier ihr Ende nimmt! In diesem Teil habe ich die Stimmung in der Stadt nochmal ganz besonderen genossen und habe ...

So schön wieder nach Aspen zurückzukehren und ich bin schon etwas traurig, dass die Dilogie hier ihr Ende nimmt! In diesem Teil habe ich die Stimmung in der Stadt nochmal ganz besonderen genossen und habe richtig die Gilmore Girl-Vibes gefühlt! Die Figuren in Aspen sind ein richtiges Highlight und einfach nur zum wohlfühlen!

Auch der Schreibstil hat es mir erneut angetan und ich konnte wieder nicht aufhören zu markieren. Wieder so eine schöne Mischung mit Humor und Poesie.

Die Ausgangssituation hat mich zugegeben, wie vermutlich viele, ziemlich skeptisch gemacht und mir bis zum Ende ein paar Schwierigkeiten bereitet. Diese moralischen Themen kann ich oft schwer ausblenden, aber es ging hier tatsächlich ganz gut! Wie Aria und Wyatt sich Stück für Stück von der Vergangenheit verabschiedeten und sich näher kamen, hat mich sehr berührt und in einigen Szenen konnte ich die Geschehnisse ausblenden.

Nichtsdestotrotz kam es einige Male wieder hoch und unter Anbetracht der Situation waren die Handlungen von Wyatt nicht nur süß und amüsant, weil er alles versucht um Aria zurück zu bekommen, sondern vor allem auch oft sehr grenzwertig. Aria ist hin- und hergerissen und er nutzt die Anziehung bewusst aus. In einigen Punkten konnte ich die Reaktion von Aria dann auch absolut nicht nachvollziehen.

Mit Aria kam ich insgesamt sonst aber recht gut klar - ich konnte gut mit ihr fühlen und mochte ihren Humor zwischen all den dunklen Gefühlen. Ihre schwankenden Gedanken und Gefühle waren zwischendurch etwas anstrengend, aber irgendwie auch passend, wenn man ihre Situation betrachtet. Sie kann Wyatt einfach nicht aus ihrem Herzen streichen.

Die genannten Kritikpunkte haben das Buch für mich im Vergleich etwas schwächer gemacht. Trotzdem habe ich die Zeit in Aspen hier sehr genossen und unter der Skepsis wurde ich auch insgesamt positiv überrascht. Ich freue mich auf mehr von Ayla Dade!

✩✩✩✩ / 5 Sterne

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Veröffentlicht am 18.02.2022

Real und voller Emotionen!

Like water in your hands
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𝐿𝑖𝑘𝑒 𝑤𝑎𝑡𝑒𝑟 𝑖𝑛 𝑦𝑜𝑢𝑟 ℎ𝑎𝑛𝑑𝑠 war für mich nämlich ein wirklich schönes Buch, welches aber einfach nicht zu diesem Zeitpunkt gepasst hat. Insgesamt war es mir einfach zu düster und belastend. Die Thematik ist ...

𝐿𝑖𝑘𝑒 𝑤𝑎𝑡𝑒𝑟 𝑖𝑛 𝑦𝑜𝑢𝑟 ℎ𝑎𝑛𝑑𝑠 war für mich nämlich ein wirklich schönes Buch, welches aber einfach nicht zu diesem Zeitpunkt gepasst hat. Insgesamt war es mir einfach zu düster und belastend. Die Thematik ist aber richtig, wichtig und für viele alltäglich. Ich finde, dass sie gut aufgegriffen und umgesetzt worden ist. Somit hat diese Stimmung auch mega gut gepasst, denn anders wäre es einfach nicht stimmig gewesen.

Was mich direkt begeistert hat, war der Schreibstil von Mehwish Sohail! Super super schön, wie sie ihre Worte, so poetisch aber auch real, gefunden und zusammengebracht hat. Auch die Sprecher des Hörbuchs waren hier super angenehm.

Dieses Buch war für mich mal wieder so ganz untypisch für das Genre! Besonders die Personen waren sehr real und unperfekt, was mir super gefallen hat. Auch in die Kulturen einzutauchen war für mich absolut grandios und sehr interessant. Die Hochzeit, die sich gefühlt das gesamte erste Buch durchgezogen hat, war für mich ein kleines Highlight. Irgendwie schön in diese Kultur eintauchen zu können!

Man wird hier richtig mit auf eine Reise genommen. Die Entwicklungen der Charaktere waren super, sehr langsam aber auch hier passenderweise so real - so hat es sich zumindestens angefühlt. Ich hab die gesamte Geschichte definitiv trotzdem genossen und der Autorin jedes Wort „abgekauft“. Die dunkle und stürmische Jahreszeit hat sich vielleicht einfach nicht gut geeignet. Trotz allem kann ich 𝐿𝑖𝑘𝑒 𝑤𝑎𝑡𝑒𝑟 𝑖𝑛 𝑦𝑜𝑢𝑟 ℎ𝑎𝑛𝑑𝑠 wärmstens ans Herz legen und bin gespannt auf die Fortsetzungen.

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Veröffentlicht am 15.02.2022

Eine sehr bewegende Geschichte!

SHATTERED HEARTS - Für immer war zu lang (SHATTERED - Reihe 1)
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Dieses Buch hat mir mehrmals das Herz gebrochen, es insgesamt aber auch wieder zusammengesetzt. Die Protagonisten haben sich ziemlich schnell in mein Herz geschlichen und ich habe ihre Geschichte förmlich ...

Dieses Buch hat mir mehrmals das Herz gebrochen, es insgesamt aber auch wieder zusammengesetzt. Die Protagonisten haben sich ziemlich schnell in mein Herz geschlichen und ich habe ihre Geschichte förmlich aufgesaugt. Fesselnd, süchtig machend und gleichzeitig zerstörend. Voller Tiefe und Leid, ich hab’s geliebt.

In der Zeit ging es im Wechsel zwischen „heute“ und „damals“ hin und her, was ich sehr sehr gerne mochte - so hat man Stück für Stück die Geschehnisse mitbekommen und konnte die Beziehung und Gefühle immer weiter nachvollziehen, teilweise mitfühlen und -leiden. Der Schreibstil war angenehm, nicht poetisch oder ausschweifend, aber mit guten Details an positiven und negativen Stimmungen, die gut in die Momente gepasst haben.

Auch die Nebencharaktere, besonders Molly und Lisa, haben die Geschichte perfekt abgerundet und immer den passenden Funken an Humor und Niedlichkeit reingestreut.

Ich möchte in dieser Rezension nicht Spoilern, aber es wurden sehr krasse Themen behandelt, die meiner Meinung nach grandios gelöst worden sind. Ich bin nicht tief in der Materie, aber es fanden Entwicklungen statt, intensive Gespräche und die Charaktere haben auf ganz unterschiedliche Weise die Geschehnisse verarbeitet.

Was ich noch besonders bemerkenswert fand, war diese Realitätsnähe. Die Beziehung hat so viel echtes mitgenommen, Alltag und Wehwehchen, die ich nur selten in Büchern so gut umgesetzt lese. Ein großes Lob an die Autorin, ich bin sehr gespannt auf die Fortsetzung und kann für dieses Buch aufjedenfall eine große Empfehlung aussprechen! 🤍✨

✩✩✩✩✩ / 5 Sterne

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Veröffentlicht am 05.02.2022

Konnte mich leider nicht so überzeugen

Strangers Again (Strangers - Reihe 1)
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An 𝑆𝑡𝑟𝑎𝑛𝑔𝑒𝑟𝑠 𝐴𝑔𝑎𝑖𝑛 bin ich sehr offen rangegangen, was mir definitiv geholfen hat - meine Erwartungen waren demnach nicht so hoch.

Der Anfang war für mich ganz angenehm, denn es wurde in einem guten Tempo ...

An 𝑆𝑡𝑟𝑎𝑛𝑔𝑒𝑟𝑠 𝐴𝑔𝑎𝑖𝑛 bin ich sehr offen rangegangen, was mir definitiv geholfen hat - meine Erwartungen waren demnach nicht so hoch.

Der Anfang war für mich ganz angenehm, denn es wurde in einem guten Tempo in die Geschichte und an die Figuren herangeführt und man wurde nicht immens überfordert. Jamie beschließt von ihrer Mutter wegzuziehen und nach Seattle zu ihrem Bruder zu gehen. Beim Abschied ist bereits aufgefallen, dass Jamie’s Mutter eine sehr schwierige Person ist. Sie ist sehr einnehmend und schenkt Jamie leider keinerlei Vertrauen. Eine sehr toxische Familiensituation. Aber Jamie beschließt Entscheidungen für sich zu treffen und sich davon zu lösen - so weit ganz gut. Auch im Verlauf des Buches gibt es hier eine gute Entwicklung, die nicht von jetzt auf gleich passiert, aber sie passiert.

Um zunächst auf ein paar schöne Dinge einzugehen: Es hat wirklich schöne Szenen in diesem Buch gegeben, wie die Freundschaftskonstellationen, Ausflüge und auch gut gelöste Konfliktgespräche. Allgemein waren gute Dialoge in diesem Buch, die oft mit einer guten Prise Humor ausgestattet worden sind. Mag ich sehr! Die schönen Szenen verliefen für mich allerdings auch manchmal nahtlos zu purem Klischee. So wurde sich hier auch fleißig an Szenen auf Hausdächern, Tanzen im Regen und Campen mit Freunden bedient - soweit nicht dramatisch, dass stört mich meist gar nicht so doll.

Leider leider leider bleibt dieses Buch für mich aber insgesamt sehr negativ hängen - und das liegt hauptsächlich an sehr toxischen Beziehungen. Ich finde den Sinn hinter zwei Personen, die zu sich finden (meinetwegen auch miteinander) sehr schön, jedoch war dieses Gleichgewicht meiner Ansicht nach hier nicht gut ausgewogen. Die Annäherung zwischen Sam und Jamie geht recht schnell, Sam ist allerdings wirklich kaum auszuhalten. Eine Mischung aus Macho und Fuckboy mit Gewaltpotenzial. Dann soll aber auch immer schön die Mitleidsmasche für seine Vergangenheit dazukommen - für mich eine sehr gefährliche Kombi. Als er in einer Situation fast handgreiflich wurde, ist bei mir glaube ich ein kleiner Geduldsfaden gerissen. Er konnte es bei mir jedenfalls nicht mehr gut machen.

Jamie macht eine Entwicklung durch, die für mich aber bis zum Schluss nicht gut gelöst worden ist - sie ist sehr naiv und möchte gleichzeitig immer ihren Kopf durchsetzen. Eine komische Mischung, ich weiß, ich wurde bis zum Ende überhaupt nicht mit ihr warm. Sie hatte immer wieder richtige und tiefergehende Gedankengänge zu der absurden Situation - hat sie aber komplett über Bord geworfen, sobald Sam sich ihr näherte. Die Art und Weise WIE er sich teilweise näherte, fand ich auch ganz und gar nicht gut. Für mich leider absolut toxisch.

Es gab zugegebenermaßen ein paar unerwartete Drehs, die für mich letztlich aber einfach nur seltsam und teilweise sogar unlogisch waren. Viel herbeigeführtes Drama wo keines hingemusst hätte. Besonders am Ende ist im Bezug auf die toxische Situation zwischen Sam und Jamie etwas passiert, dass für mich absolut nicht klar ging. Ohne zu Spoilern: Nach einem „Schlüsselmoment“ wurde letztlich von Sam die Situation umgekehrt - er stand immer wieder im guten Licht, als der arme Typ da und die Situation war wieder Friede-Freude-Eierkuchen, weil sie klein beigab. Absolut unverständlich. Vielleicht hat mich das Buch an irgendwelchen Punkten getriggert, aber für meinen Geschmack war hier ganz viel toxisches in der Geschichte. Daher leider, trotz der süßen Aufmachung dem guten Gedanken dahinter, gar nicht mein Fall. Das Ganze ist wie immer nur meine persönliche Meinung - es wird sicherlich viele Leute geben, die das Buch sehr begeistern kann.

✩✩ / 5 Sterne

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Veröffentlicht am 30.01.2022

Interessant, komplex aber grandios

Umwege des Lebens
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Überforderung - das trifft mein Gefühl nach den ersten 100 Seiten vermutlich ganz gut. Viele Informationen, viele Themen, viele Konstellationen. Besonders neben den vielen New Adult Romanen, war dieses ...

Überforderung - das trifft mein Gefühl nach den ersten 100 Seiten vermutlich ganz gut. Viele Informationen, viele Themen, viele Konstellationen. Besonders neben den vielen New Adult Romanen, war dieses Buch im Vergleich für mich ein echter Brocken. Es ist eben nicht leicht und locker, sondern gab mir mit seinen komplexen Vertiefungen eher ein Gefühl der Schwere. Der Schreibstil war für mich gewöhnungsbedürftig, aber abgesehen von der Informationsdichte auch angenehm. Was für mich die größte Schwierigkeit war: Die vielen Zeit- und Ortswechsel. Manchmal brauchte ich echt lange um zu begreifen, in welcher Situation ich gerade bin. Das klingt im ersten Moment alles sehr negativ, was es letztlich aber überhaupt nicht ist. Ein ungewohntes Buchgenre für mich, aber je mehr ich gelesen habe, desto grandioser fand ich das Buch. Ich konnte von dem Buch, bis auf am Schluss, nicht viele Seiten am Stück lesen, weil mein Kopf sonst nicht hinterhergekommen ist. Insgesamt ist das Buch durch diesen Stil und die vielen hineingearbeiteten Informationen auch eher sehr langgezogen, wobei ich das Ende dann ganz anders empfunden habe - hier ging plötzlich alles ganz leicht und locker, es wurde richtig spannend. Vielleicht lag das aber auch daran, dass ich endlich richtig drin war.

Ägypten, das Zweiwegebuch, die Gräber und Denkmäler - das war die eine Sache, über die ich sehr viel lernen konnte. Dass dann noch Physik und viele Hintergründe vom Beruf der Protagonistin als Sterbe-Doula hinzukam, war interessant, aber machte die Geschichte dann schon echt komplex. Um mal auf eine emotionalere Ebene einzusteigen: Die Charaktere waren für mich sehr besonders. Dawn befand sich an den verschiedenen Orten und zu den Zeitpunkten an sehr verlorenen und komplizierten Stellen ihres Lebens, an denen viele Entscheidungen und Wege von ihr gefordert waren. Brian und Wyatt - so unterschiedlich und doch habe ich beide für ihre Art sehr gemocht. Gerade weil sie so unterschiedlich waren, war diese Konstellation und Dawn’s Geschichte so besonders und so bewegend. Ihre Seele ist ehrlich und tief verletzbar. Besonders in der Beziehung zu ihrer Tochter Meret und in den Momenten mit ihren Patienten, die sie in den Tod begleitete, wurde diese Seite bemerkbar. Auch die Erinnerungen an ihre verstorbene Mutter, dessen Aberglaube, Beziehung und Situation sie sehr geprägt zu haben scheint, brachten Züge hinzu, die den Charakter von Dawn besser zum Vorschein brachten.

Rückblickend finde ich das Buch grandios - wie Jodi Picoult diese unterschiedlichen Themen, Personen, sogar Länder und Kulturen miteinander vereint hat und die Gemeinsamkeit von Leben, Tod und Bedeutungsschwere darin aufgeschlüsselt hat, ist bemerkenswert. Das Ende war ungewöhnlich und ich bin nicht sicher, ob ich mir solch ein Ende für die Geschichte gewünscht hätte, aber irgendwie war es auch perfekt. Ich hätte nicht gedacht, dass mich das Buch in einigen Punkten überrascht. Alles in einem war es komplex, aber lehrreich - verstrickt, aber grandios.

✩✩✩✩ / 5 Sterne

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