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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.12.2020

Ein grausames Märchen

Der Mädchenwald
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ZUSAMMENFASSUNG
Die dreizehnjährige Elissa wird bei einem Schachturnier entführt und anschließend in einem Keller unter der Erde gefangen gehalten. Während die Polizei nach ihr sucht, setzte Elissa all ...

ZUSAMMENFASSUNG
Die dreizehnjährige Elissa wird bei einem Schachturnier entführt und anschließend in einem Keller unter der Erde gefangen gehalten. Während die Polizei nach ihr sucht, setzte Elissa all ihre Hoffnung zu Entkommen in den zwölfjährigen Elijah, der sie regelmäßig in ihrem Gefängnis besucht.

MEINUNG
Besonders gut hat mir der Schreibstil gefallen. Er ist voller düsterer Metaphern und verleiht der Geschichte eine schaurige Märchenatmosphäre. Die Beschreibungen sind so bildhaft, dass ich beim Hören alles genau vor mir gesehen habe.
Die Geschichte wird aus drei Perspektiven erzählt, die jede mit ihrer eigenen Stimme gesprochen wurde. Die Sprecherinnen haben für mich perfekt zu den Charakteren gepasst und sie lebendig werden lassen. Die unheimliche Stimmung wurde noch stärker hervorgebracht und hat für Gänsehaut gesorgt.
Durch Elissas Part erlebt man mit, wie sie entführt und gefangen gehalten wird. Sie ist nicht nur begeisterte Schachspielerin (was einige Schach-Bezüge mit sich bringt), sondern auch sehr intelligent und reif für ihr Alter. Ich fand es wirklich beeindruckend, wie sie mit der Situation umgegangen ist und habe mit ihr mitgelitten.
Elijahs Part war besonders unheimlich und verworren. Man merkt schnell, dass er kein gewöhnlicher Junge ist und dass er nicht unter normalen Umständen aufgewachsen sein kann. Er ist weltfremd, kennt nur die Hütte, in der er aufgewachsen ist und den Wald darum herum. Seine Erzählungen sind lückenhaft und nicht immer nachvollziehbar. Er scheint in seiner eigenen Märchenwelt zu leben und es ist nicht immer klar, was real ist und was nicht.
Die dritte Perspektive ist die der ermittelnden Polizistin, die hin und hergerissen zwischen ihren privaten Problemen und der Suche nach Elissa war. Man erfährt kaum etwas über sie oder ihr Leben, weswegen ich mich kaum in sie hineinversetzen konnte. Für mich war die Perspektive trotzdem interessant, um zu hören, wie mit Elissas Verschwinden umgegangen wird und was sich während ihrer Gefangenschaft außerhalb des Mädchenwaldes abspielt.
Die Handlung geht nur langsam voran, genau genommen passiert gar nicht besonders viel. Der Autor hat es geschafft, dass die Geschichte auch ohne viel Action oder Gewalt, spannend und beängstigend ist. Die Spannung wurde einerseits durch die beklemmende Atmosphäre, die durchgängig vorherrscht, erzeugt, aber vor allem auch dadurch, dass man unbedingt erfahren wollte, was hinter alldem steckt. Durch mehrere unerwartete Wendungen und Enthüllungen, ist es der Geschichte gelungen, mich immer wieder zu überraschen oder sogar zu schocken. Die ganze Geschichte wirkte sehr gut durchdacht und glaubhaft.
Das Ende war für meinen Geschmack etwas zu sehr in die Länge gezogen, wodurch die Spannung sich etwas verloren hat, das ändert aber nichts daran, dass mich das Buch insgesamt mehr als überzeugt hat.

FAZIT
Ein unvorhersehbarer Psychothriller mit beklemmender Atmosphäre, der durch die drei Sprecher
innen besonders unheimlich wirkt.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.12.2020

Große Empfehlung!

MODERN AYURVEDA
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Das Kochbuch ist sowohl außen als auch innen sehr schön gestaltet und macht einen hochwertigen Eindruck. Vor allem die vielen Fotos haben mir gut gefallen. Die Rezepte sind in Frühstück, Salate, warme ...

Das Kochbuch ist sowohl außen als auch innen sehr schön gestaltet und macht einen hochwertigen Eindruck. Vor allem die vielen Fotos haben mir gut gefallen. Die Rezepte sind in Frühstück, Salate, warme und sättigende Speisen, Snacks und Beilagen, Desserts und Getränke unterteilt.
Zu Beginn gibt es eine ausführliche Einleitung, die neben der persönlichen Geschichte der Autorin, die Grundsätze des Ayurveda inklusive eines Tests, welcher Konstitution man angehört, ein Bezug zur heutigen Ernährungsweise und ein Überblick über die Wirkung der wichtigsten Gewürze umfasst. Meiner Meinung nach hat es die Autorin geschafft, die wichtigsten Informationen zusammenzufassen, ohne zu weit auszuschweifen. Die Erklärungen sind dabei leicht verständlich und gut nachvollziehbar. Besonders gefallen hat mir, dass hier weniger Wert auf starre Regeln gelegt wurde, sondern die Autorin Empfehlungen ausspricht, die sich realistisch in den Alltag integrieren lassen. Hier ging vor allem hervor, dass die Freude am Kochen und Essen im Vordergrund stehen sollte und das Ziel, eine gesunde Einstellung zu seinem Körper und seiner Ernährung zu entwickeln. Insgesamt fand ich die Tipps und Hinweise nicht nur sehr einleuchtend, sondern auch einfach umzusetzen.
Alle Gerichte sind vegan, gluten- und zuckerfrei. Anders als bei vielen anderen Kochbüchern dieser Art, sind die Rezepte größtenteils unkompliziert. Sie umfassen nur wenige Arbeitsschritte, sind schnell gemacht und erfordern nur wenig Zutaten, die man - bis auf ein paar Ausnahmen - im Supermarkt finden kann. Gut fand ich auch den Hinweis, dass ayurvedische Ernährung auch bedeutet, dass man regionale und saisonale Zutaten verwendet und sich ayurvedische Gerichte damit von Region zu Region unterscheiden. Deswegen findet man auch weniger ausgefallene exotische Rezepte in dem Buch, sondern viele vertraute Zutaten, die durch neue Kombinationen und Gewürze hervorstechen.
Wie bei jedem Kochbuch kommt es immer auch auf den persönlichen Geschmack an, was man von den Gerichten hält. Ich glaube das hier ist das erste Kochbuch, bei dem mich auf Anhieb so gut wie alle Rezepte angesprochen haben und ich Lust hatte, alles sofort auszuprobieren. Besonders gut hat mir der Frühstücksteil gefallen, weil ich gern warm frühstücke und hier sehr viele interessante Alternativen zum klassischen Haferbrei gezeigt wurden. Davon abgesehen finde ich, dass viele der Rezepte besonders gut in die kalte Jahreszeit passen und schon beim Anschauen der schönen Fotos bekommt man ein wohlig warmes Gefühl. Ich hatte Spaß dabei, die ersten Rezepte auszuprobieren, neue Gewürze kennenzulernen und meinen Speiseplan abwechslungsreicher zu gestalten.
Insgesamt konnte mich das Kochbuch sehr begeistern und ich kann es uneingeschränkt weiterempfehlen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
Veröffentlicht am 25.10.2020

Konnte mich leider nicht richtig packen

INFINITUM - Die Ewigkeit der Sterne
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INHALT
Bei der Untersuchung eines Planeten stürzt Forscherin Kira in eine Felsspalte und kommt mit einer fremden Substanz in Kontakt, womit sie eine Kette von weitreichenden Ereignissen in Gang setzt. ...

INHALT
Bei der Untersuchung eines Planeten stürzt Forscherin Kira in eine Felsspalte und kommt mit einer fremden Substanz in Kontakt, womit sie eine Kette von weitreichenden Ereignissen in Gang setzt. Es folgt ein Weltraumabenteuer, in dem es um die Entdeckung fremder Spezies, eine lange Reise ohne klares Ziel und vor allem um Krieg geht.

MEINUNG
Ich hatte von Anfang an bedenken, ob die Geschichte überhaupt etwas für mich ist. Aber weil ich die Eragon-Reihe so sehr mochte, war ich zu neugierig auf Infinitum, um es nicht zu lesen. Dass mich das Buch nicht wirklich überzeugen konnte, liegt daher vor allem an meinem persönlichen Geschmack.
Die gesamte Geschichte wird aus Kiras Sicht geschildert. Das ist einerseits gut, weil so nicht noch mehr Komplexität reingebracht wurde, anderseits könnte ich mir vorstellen, dass etwas Abwechslung in der Erzählperspektive bei ca. 900 Seiten ganz gutgetan hätte. Dazu kommt, dass Kira nicht unbedingt mein Lieblingscharakter war. Anfangs mochte ich sie noch ganz gern, sie war offen, neugierig, mutig, eine starke Protagonistin, mit der ich mitfühlen konnte. Irgendwann ab der Hälfte merkte ich aber, dass ich mich – anders als sonst - immer mehr von ihr distanzierte, als mich ihr näher zu fühlen. Durch ihr Schicksal wirkte sie auf mich immer unnahbarer, fast schon übermenschlich und zu perfekt. Irgendwann war ich tatsächlich eher genervt von ihrer Art und, dass sie, egal welche Probleme aufkamen, sofort eine Lösung parat hatte. Hätte sie einen auch nur annähernd ebenbürtigen Charakter an ihrer Seite gehabt, wäre meine Sympathie für sie vielleicht nicht verloren gegangen.
Die Nebencharaktere, genauer gesagt die Mitglieder der Crew, mit der Kira im Laufe der Geschichte zusammenstößt, sind mir deutlich stärker ans Herz gewachsen. Eigentlich waren Falconi, seine Crew und das Schiffsgehirn seines Raumschiffs sogar mein persönliches Highlight der ganzen Geschichte.
Die Handlung ist unvorhersehbar, aber nicht wirklich abwechslungsreich. Die meiste Zeit war mir gar nicht klar, welches Ziel die Protagonistin überhaupt gerade verfolgt. Es gab keinen richtigen Spannungsbogen, sondern für mich war die Handlung eher durchwachsen. Während der Anfang mich mit dem Einblick in eine interessante neue Welt und eine spannende Zukunftsvision gefangen genommen hat, verlor sich die Geschichte auf den langen Reisen durch das All immer wieder. Teilweise war es mir einfach zu abstrakt. Bis zum letzten Drittel haben mir die Zwischenmenschlichen Beziehungen gefehlt, die mich mehr mitfühlen und mitfiebern lassen als jede Kampfszene, von denen es einige gab und für die ich mich einfach nicht begeistern konnte.
Insgesamt hatte ich das Gefühl, der Fokus lag eher auf dem detailliert ausgearbeiteten und komplexen Worldbuilding sowie auf logischen Zusammenhängen, als auf den Charakteren oder spannenden Twists im Handlungsverlauf. Man merkt, wie gut durchdacht die Hintergründe sind, die Welt wirkt authentisch und es ist fast als würde Realität und Fiktion miteinander verschmelzen. Technische Vorgänge werden ausführlicher erklärt als eigentlich notwendig wäre (vor allem, da es ein Glossar gibt), wodurch die Handlung immer wieder ins Stocken gerät. Auch die vielen sperrigen Fachbegriffe haben meinen Lesefluss mehr gestört als dass sie die Geschichte bereichert haben. Sie haben den Text nicht nur anspruchsvoll gemacht, sondern fast schon überladen. Vor allem finde ich aber, dass sie dem sonst so schönen, bildhaften Schreibstil etwas von seiner Wirkung genommen haben.

FAZIT
Bei dieser Länge muss eine Geschichte mich schon richtig packen, damit ich von Anfang bis Ende dranbleibe. Das hat Infinitum leider nicht geschafft. Trotzdem bin ich sicher, dass Paolini hier eine großartige Welt geschaffen hat, die noch viele Leser*innen begeistern wird.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.10.2020

Viel Gefühl und Spannung

Alaska Love - Winter in Wild River
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ZUSAMMENFASSUNG
Erika ist eine erfolgreiche Ärztin, deren Leben nur aus Arbeit besteht. Als sie mitten in der Weihnachtszeit in den Zwangsurlaub geschickt wird, beschließt sie ihre beste Freundin Cassie ...

ZUSAMMENFASSUNG
Erika ist eine erfolgreiche Ärztin, deren Leben nur aus Arbeit besteht. Als sie mitten in der Weihnachtszeit in den Zwangsurlaub geschickt wird, beschließt sie ihre beste Freundin Cassie in der kleinen Stadt Wild River zu besuchen. Das Wiedersehen nach langer Zeit verläuft eher holprig, denn die beiden Freundinnen scheinen sich in verschiedene Richtungen entwickelt zu haben. Und auch mit Cassies Bruder Reed gerät Erika immer wieder aneinander. Schnell kommen die beiden sich aber näher und arbeiten im Search-and-Rescue Team Seite an Seite.

MEINUNG
Kleinstadtidylle trifft auf nervenaufreibende Rettungseinsätze in den verschneiten Bergen. Die perfekte Mischung für eine gemütliche Geschichte, der es aber nicht an Spannung fehlt. Der angenehme Schreibstil und witzige Dialoge sorgen dafür, dass man förmlich durch die Seiten fliegt. Außerdem bekommt man interessante und glaubhafte Einblicke in die Arbeit des Search-and-Rescue-Teams.
Erika ist besonders am Anfang ein eher schwieriger Charakter. Sie wirkt unnahbar und durch ihre Unbeholfenheit in zwischenmenschlichen Beziehungen auch mal zickig. Doch nach und nach taut sie auf und man versteht, warum sie ihre kalte Fassade aufgebaut hat. Sie trifft vielleicht nicht immer die richtigen Entscheidungen, trotzdem sind diese gut nachvollziehbar. Ihr innerer Konflikt zwischen Karriere und Beziehung wurde gut rübergebracht.
Reed dagegen war mir von Anfang an sympathisch. Er ist warmherzig, geradezu aufopferungsvoll und ein liebevoller Bruder. Man merkt gleich, dass ihm das Wohl seiner Mitmenschen sehr wichtig ist. Die kleinen Streitereien zwischen ihm und Erika am Anfang haben wirklich Spaß gemacht zu lesen.
Reeds Schwester und Erikas beste Freundin Cassie ist quirlig, verrückt und ich habe sie sofort ins Herz geschlossen, genauso wie ihren narkoleptischen Hund. Ich hoffe, dass es in Band 2 mit ihrer Geschichte weitergeht, denn das Potenzial ist schon mal da.
Ich fand es schön zu lesen, wie Erika und Cassie sich nach anfänglichen Schwierigkeiten schnell wieder angenähert haben, wie es wohl nur bei so engen Freunden wie den beiden möglich ist. Auch die Entwicklung, die Erika während ihrer Zeit in Wild River und vor allem durch Reed genommen hat, fand ich sehr gut.
Mein einziger Kritikpunkt ist, dass ich mir noch etwas mehr weihnachtliche Stimmung gewünscht hätte. Es gab zwar weihnachtliche Dekoration und es wurde über die Feiertage gesprochen, aber so richtige Weihnachtsgefühle kamen beim Lesen irgendwie nicht auf. Trotzdem passt der Roman mit viel Schnee, Skifahrten und Bergrettungen perfekt in die kalte Jahreszeit.

FAZIT
Eine winterliche romantische Geschichte mit viel Gefühl und Spannung.

  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 31.01.2020

Eine Geschichte, die durch ihre Charaktere begeistert

Someone Else
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Mir hat es gefallen, dass man bei dieser Geschichte nicht durch irgendein dunkles Geheimnis, das es aufzudecken gilt, oder unerwartete Wendungen bei Laune gehalten wurde. Für mich lagen die Stärken bei ...

Mir hat es gefallen, dass man bei dieser Geschichte nicht durch irgendein dunkles Geheimnis, das es aufzudecken gilt, oder unerwartete Wendungen bei Laune gehalten wurde. Für mich lagen die Stärken bei dem angenehmen Schreibstil und vor allem bei den Charakteren.
Ich finde es wirklich toll, wie jeder einzelne, egal ob Haupt- oder Nebencharakter zu etwas ganz Besonderem gemacht wurde. Selten habe ich Bücher gelesen, in denen die Besetzung so vielseitig ist. Jede Figur hat etwas ganz Eigenes und man merkt anhand kleiner Details wie gut ausgearbeitet jeder einzelne Charakter wurde. In anderen Büchern verschmelzen die unwichtigen Nebencharaktere manchmal ineinander, weil sie sich zu sehr ähneln, oder man kann sich die Namen nicht merken, weil sie einen überhaupt nicht interessieren. Hier ist genau das Gegenteil der Fall, zumindest ging es mir so, dass ich über jeden Einzelnen mehr erfahren wollte (weswegen ich mich auch schon sehr auf den nächsten Band freue).
Cassie mochte ich besonders gern, weil ich mich gut mit ihr identifizieren konnte, aber auch Auri war ein starker Charakter, der auf den ersten Blick vielleicht widersprüchlich wirkt, dessen Handeln ich aber gut nachvollziehen konnte. Mir hätte es auch gefallen, wenn die Geschichte (teilweise) aus seiner Sicht erzählt worden wäre, weil er eine so große Entwicklung durchgemacht hat.
Auch die Beziehung zwischen Cassie und Auri, vor allem ihre tiefe Freundschaft fand ich rührend. Sie haben einfach perfekt harmoniert und sich gegenseitig so gut ergänzt, auch ihre gemeinsamen Hobbys und wie sehr sie meistens auf einer Längenwelle waren.
Etwas, womit ich mich weniger auskenne, was aber eine wichtige Rolle in der Geschichte gespielt hat, war das Cosplay. Hier war für mich manchmal nicht ganz nachvollziehbar, wie viel Konfliktpotenzial sich dahinter wohl verbirgt und ich hatte das Gefühl, dass hier stellenweise etwas überdramatisiert wurde und Probleme entstanden sind, wo eigentlich gar keine waren.
Außerdem kam mir die erste Hälfte des Buches etwas langwierig vor und ich glaube es lag daran, dass ein sehr großer Teil der Handlung in einer der beiden Wohnungen stattgefunden hat, was sicher auch dem Fakt geschuldet ist, dass Cassie einfach auch viel Zeit zu Hause verbringt. Hier hätte ich mir vielleicht etwas mehr Orts-Abwechslung gewünscht, so wie es in der zweiten Hälfte auch gekommen ist.
Allgemein fand ich, dass es keinen richtigen Spannungsaufbau gab, sondern eher ein auf und ab. Cassie und Auri sind sich mal nähergekommen, dann herrschte wieder Funkstille. Es war so ein kleines Hin und Her zwischen den beiden, was wahrscheinlich anstrengend oder nervig für mich gewesen wäre, wenn ich die beiden nicht so sympathisch gefunden hätte.
Someone Else ist vielleicht nicht unbedingt der spannendste New Adult Roman, den es gibt, aber ich denke, das sollte auch gar nicht das Ziel der Geschichte sein und vielleicht unterscheidet sie sich gerade dadurch von anderen Geschichten dieses Genres. Ich habe mich jedenfalls gut unterhalten gefühlt, wurde hin und wieder zum Nachdenken und vor allem auch zum mitfühlen angeregt und hatte sehr viel Freude dabei, Cassie und Auri ein Stück auf ihrem gemeinsamen Weg zu begleiten.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere