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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.05.2021

Spannend aber nicht ganz überzeugend

Die Quellen von Malun - Blutschicksal
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Im großen Finale erreicht die Spannung ihren Höhepunkt und die vielen verschiedenen Handlungsstränge finden zusammen.
Zusätzlich zum aktuellen Geschehen gibt es kurze Rückblicke in die Vergangenheit, die ...

Im großen Finale erreicht die Spannung ihren Höhepunkt und die vielen verschiedenen Handlungsstränge finden zusammen.
Zusätzlich zum aktuellen Geschehen gibt es kurze Rückblicke in die Vergangenheit, die noch mehr Hintergrundinformationen geben und offene Fragen klären. Durch neue Enthüllungen und das Aufdecken weiterer Verbindungen setzen sich die letzten Puzzleteile zusammen und es ergibt sich ein komplexes Gesamtbild. Die Magie nimmt hier eine noch größere Rolle ein als zuvor.
Mit jedem Band sind neue Charaktere und Handlungsstränge dazugekommen, wovon einiges nur sehr oberflächlich geblieben ist, sodass es teilweise sehr verwirrend und undurchsichtig wurde.
Bei den vorherigen Bänden hat mir die Individualität der Charaktere immer gut gefallen. Mit zunehmender Handlung wurden sie sich aber alle immer ähnlicher, haben entweder die gleiche Vergangenheit oder das gleiche Schicksal geteilt. Dadurch fiel es mir nicht nur immer schwerer, die verschiedenen Informationen auseinanderzuhalten, es wurde dahingehend auch etwas eintönig und vorhersehbar. Genauso glichen sich die Charaktere darin, dass sie sehr mächtig waren. Mir haben die Normalsterblichen gefehlt, mit denen ich mich hätte identifizieren können.
Außerdem hatte ich oft das Gefühl, dass es den Charakteren etwas zu einfach gemacht wurde. Elemente sind plötzlich wie durch Zauberhand aufgetaucht, damit die Geschichte aufgeht, das wirkte auf mich manchmal zu konstruiert. Insgesamt ergab aber alles ein rundes Ende.

Fazit: Für mich der schwächste Teil, auch wenn das Ende zufriedenstellend war.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.05.2021

Noch düsterer als Band 1

Die Quellen von Malun - Blutsohn
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Die Fortsetzung schließt nahtlos an den Vorgänger an und man ist sofort mitten in der Geschichte drin.
Neue Perspektiven bringen Abwechslung in die Geschichte und man bekommt zunehmend Einblicke in die ...

Die Fortsetzung schließt nahtlos an den Vorgänger an und man ist sofort mitten in der Geschichte drin.
Neue Perspektiven bringen Abwechslung in die Geschichte und man bekommt zunehmend Einblicke in die Gedankenwelt der Bösewichte, wodurch die Atmosphäre noch düsterer wird als im ersten Band. Trotz der vielen Hauptcharaktere sind sie vielschichtig und je mehr man über die Vergangenheit einiger erfährt, desto besser versteht man ihre Taten. Allerdings wirken manche der weniger wichtigen Charaktere eher wie anonyme Platzhalter ohne Tiefe, die nur für einen bestimmten Zweck in die Geschichte hineingeschrieben wurden. Dadurch habe ich schnell den Überblick verloren und konnte auch nicht wirklich mit ihnen mitfühlen.
Im Laufe der Geschichte wurden immer mehr Informationen über die Hintergründe preisgegeben. Ich finde es gut, dass man nicht gleich im ersten Band mit allen Infos überschüttet wurde, sondern die Spannung länger aufrecht gehalten wurde. Die Handlung blieb unvorhersehbar, vor allem Verbindungen, die zwischen den Charakteren aufgedeckt wurden, haben mich überrascht. So tauchen bspw. Charaktere, die man erst für unwichtig hält, später wieder auf und nehmen eine immer wichtigere Rolle in der Geschichte ein. Trotzdem muss ich sagen, dass dieser Band mich nicht so packen konnte, wie der erste. Es gab Handlungsstränge, in denen die Magie weiter in den Vordergrund gerückt ist, wodurch es für mich etwas zu abstrakt wurde und ich irgendwann das Interesse verloren habe. Das Ende blieb aber spannend und man will wissen, wie es mit den Charakteren weitergeht.

Fazit: Eine Fortsetzung, die mich trotz Spannung und überraschenden Wendungen nicht ganz überzeugen konnte.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 23.05.2021

Düster und spannend

Die Quellen von Malun - Blutgöttin
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„Blutgöttin“ ist ein düsterer High Fantasy Roman, der in einer Welt spielt, die der unseren auf den zweiten Blick gar nicht so unähnlich ist, nur dass hier die Abgründe der Menschheit schonungslos zur ...

„Blutgöttin“ ist ein düsterer High Fantasy Roman, der in einer Welt spielt, die der unseren auf den zweiten Blick gar nicht so unähnlich ist, nur dass hier die Abgründe der Menschheit schonungslos zur Schau gestellt werden.
Die Brutalität und Grausamkeit der Geschichte ist oft schwer zu ertragen und hat mich beim Lesen teilweise an meine Grenzen gebracht. Besonders schön zu lesen ist dagegen der bildhafte Schreibstil, der mich sofort gefesselt hat und zur düsteren Atmosphäre beiträgt.
Die Welt ist komplex aufgebaut und wirkt gut durchdacht, wenn auch teilweise etwas kompliziert, wenn es beispielsweise um die verschiedenen Zeitrechnungen geht. Besonders gefallen hat mir die Idee mit den zwei Sonnen, die eine wichtige Rolle in der Geschichte einnehmen und das Ganze für mich noch etwas origineller und interessanter gemacht haben.
Es gibt vier unterschiedliche Hauptcharaktere, aus deren Perspektiven die Handlung erzählt wird. Sie heben sich gut voneinander ab, haben alle ihre eigenen Stärken und Schwächen und wirken dadurch authentisch und nahbar. Sie stammen aus den unterschiedlichsten Schichten der Gesellschaft, wodurch man ganz beiläufig nicht nur die individuellen Lebensräume kennenlernt, sondern auch einen guten Überblick über das gesamte System erhält, ohne dass man mit Informationen überschüttet wird. Ich mochte es, wie die unterschiedlichen Perspektiven im Laufe der Geschichte auseinander gegangen sind und sich später wieder neu zusammengefunden haben und so ein immer weiter verstricktes Netz aufgebaut wurde.
Es gibt keinen einheitlichen Spannungsbogen, der sich durch den ersten Roman zieht, sondern jede Perspektive hat ihren eigenen. Dabei gibt es teilweise große Unterschiede, wie schnell die Handlung voranschreitet. So passiert bei einigen Charakteren sehr viel, während ein anderer erst langsam in die Geschichte eingeführt wird. Es gab ein paar Längen, die sich aber insgesamt gut mit den spannenderen Abschnitten ergänzt haben. Am Ende blieben viele Fragen offen und man hat insgesamt wenig über die Hintergründe der Geschichte erfahren, wodurch die Spannung aufrechterhalten blieb.

Fazit: Ein gelungener Reihenauftakt, mit vielen interessanten Charakteren für Leser:innen, die sich von viel Gewalt nicht abschrecken lassen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 28.12.2020

Ein grausames Märchen

Der Mädchenwald
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ZUSAMMENFASSUNG
Die dreizehnjährige Elissa wird bei einem Schachturnier entführt und anschließend in einem Keller unter der Erde gefangen gehalten. Während die Polizei nach ihr sucht, setzte Elissa all ...

ZUSAMMENFASSUNG
Die dreizehnjährige Elissa wird bei einem Schachturnier entführt und anschließend in einem Keller unter der Erde gefangen gehalten. Während die Polizei nach ihr sucht, setzte Elissa all ihre Hoffnung zu Entkommen in den zwölfjährigen Elijah, der sie regelmäßig in ihrem Gefängnis besucht.

MEINUNG
Besonders gut hat mir der Schreibstil gefallen. Er ist voller düsterer Metaphern und verleiht der Geschichte eine schaurige Märchenatmosphäre. Die Beschreibungen sind so bildhaft, dass ich beim Hören alles genau vor mir gesehen habe.
Die Geschichte wird aus drei Perspektiven erzählt, die jede mit ihrer eigenen Stimme gesprochen wurde. Die Sprecherinnen haben für mich perfekt zu den Charakteren gepasst und sie lebendig werden lassen. Die unheimliche Stimmung wurde noch stärker hervorgebracht und hat für Gänsehaut gesorgt.
Durch Elissas Part erlebt man mit, wie sie entführt und gefangen gehalten wird. Sie ist nicht nur begeisterte Schachspielerin (was einige Schach-Bezüge mit sich bringt), sondern auch sehr intelligent und reif für ihr Alter. Ich fand es wirklich beeindruckend, wie sie mit der Situation umgegangen ist und habe mit ihr mitgelitten.
Elijahs Part war besonders unheimlich und verworren. Man merkt schnell, dass er kein gewöhnlicher Junge ist und dass er nicht unter normalen Umständen aufgewachsen sein kann. Er ist weltfremd, kennt nur die Hütte, in der er aufgewachsen ist und den Wald darum herum. Seine Erzählungen sind lückenhaft und nicht immer nachvollziehbar. Er scheint in seiner eigenen Märchenwelt zu leben und es ist nicht immer klar, was real ist und was nicht.
Die dritte Perspektive ist die der ermittelnden Polizistin, die hin und hergerissen zwischen ihren privaten Problemen und der Suche nach Elissa war. Man erfährt kaum etwas über sie oder ihr Leben, weswegen ich mich kaum in sie hineinversetzen konnte. Für mich war die Perspektive trotzdem interessant, um zu hören, wie mit Elissas Verschwinden umgegangen wird und was sich während ihrer Gefangenschaft außerhalb des Mädchenwaldes abspielt.
Die Handlung geht nur langsam voran, genau genommen passiert gar nicht besonders viel. Der Autor hat es geschafft, dass die Geschichte auch ohne viel Action oder Gewalt, spannend und beängstigend ist. Die Spannung wurde einerseits durch die beklemmende Atmosphäre, die durchgängig vorherrscht, erzeugt, aber vor allem auch dadurch, dass man unbedingt erfahren wollte, was hinter alldem steckt. Durch mehrere unerwartete Wendungen und Enthüllungen, ist es der Geschichte gelungen, mich immer wieder zu überraschen oder sogar zu schocken. Die ganze Geschichte wirkte sehr gut durchdacht und glaubhaft.
Das Ende war für meinen Geschmack etwas zu sehr in die Länge gezogen, wodurch die Spannung sich etwas verloren hat, das ändert aber nichts daran, dass mich das Buch insgesamt mehr als überzeugt hat.

FAZIT
Ein unvorhersehbarer Psychothriller mit beklemmender Atmosphäre, der durch die drei Sprecher
innen besonders unheimlich wirkt.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.12.2020

Große Empfehlung!

MODERN AYURVEDA
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Das Kochbuch ist sowohl außen als auch innen sehr schön gestaltet und macht einen hochwertigen Eindruck. Vor allem die vielen Fotos haben mir gut gefallen. Die Rezepte sind in Frühstück, Salate, warme ...

Das Kochbuch ist sowohl außen als auch innen sehr schön gestaltet und macht einen hochwertigen Eindruck. Vor allem die vielen Fotos haben mir gut gefallen. Die Rezepte sind in Frühstück, Salate, warme und sättigende Speisen, Snacks und Beilagen, Desserts und Getränke unterteilt.
Zu Beginn gibt es eine ausführliche Einleitung, die neben der persönlichen Geschichte der Autorin, die Grundsätze des Ayurveda inklusive eines Tests, welcher Konstitution man angehört, ein Bezug zur heutigen Ernährungsweise und ein Überblick über die Wirkung der wichtigsten Gewürze umfasst. Meiner Meinung nach hat es die Autorin geschafft, die wichtigsten Informationen zusammenzufassen, ohne zu weit auszuschweifen. Die Erklärungen sind dabei leicht verständlich und gut nachvollziehbar. Besonders gefallen hat mir, dass hier weniger Wert auf starre Regeln gelegt wurde, sondern die Autorin Empfehlungen ausspricht, die sich realistisch in den Alltag integrieren lassen. Hier ging vor allem hervor, dass die Freude am Kochen und Essen im Vordergrund stehen sollte und das Ziel, eine gesunde Einstellung zu seinem Körper und seiner Ernährung zu entwickeln. Insgesamt fand ich die Tipps und Hinweise nicht nur sehr einleuchtend, sondern auch einfach umzusetzen.
Alle Gerichte sind vegan, gluten- und zuckerfrei. Anders als bei vielen anderen Kochbüchern dieser Art, sind die Rezepte größtenteils unkompliziert. Sie umfassen nur wenige Arbeitsschritte, sind schnell gemacht und erfordern nur wenig Zutaten, die man - bis auf ein paar Ausnahmen - im Supermarkt finden kann. Gut fand ich auch den Hinweis, dass ayurvedische Ernährung auch bedeutet, dass man regionale und saisonale Zutaten verwendet und sich ayurvedische Gerichte damit von Region zu Region unterscheiden. Deswegen findet man auch weniger ausgefallene exotische Rezepte in dem Buch, sondern viele vertraute Zutaten, die durch neue Kombinationen und Gewürze hervorstechen.
Wie bei jedem Kochbuch kommt es immer auch auf den persönlichen Geschmack an, was man von den Gerichten hält. Ich glaube das hier ist das erste Kochbuch, bei dem mich auf Anhieb so gut wie alle Rezepte angesprochen haben und ich Lust hatte, alles sofort auszuprobieren. Besonders gut hat mir der Frühstücksteil gefallen, weil ich gern warm frühstücke und hier sehr viele interessante Alternativen zum klassischen Haferbrei gezeigt wurden. Davon abgesehen finde ich, dass viele der Rezepte besonders gut in die kalte Jahreszeit passen und schon beim Anschauen der schönen Fotos bekommt man ein wohlig warmes Gefühl. Ich hatte Spaß dabei, die ersten Rezepte auszuprobieren, neue Gewürze kennenzulernen und meinen Speiseplan abwechslungsreicher zu gestalten.
Insgesamt konnte mich das Kochbuch sehr begeistern und ich kann es uneingeschränkt weiterempfehlen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung