Gut, aber nicht so gut wie Band 1
Das CampGut, aber nicht so gut wie Band 1
„Das Camp“ ist Band 2 der Donkerbloem-Trilogie. Man sollte den ersten Band „Der Trailer“ besser gelesen haben, denn beide hängen inhaltlich doch stark zusammen.
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Gut, aber nicht so gut wie Band 1
„Das Camp“ ist Band 2 der Donkerbloem-Trilogie. Man sollte den ersten Band „Der Trailer“ besser gelesen haben, denn beide hängen inhaltlich doch stark zusammen.
Von Band 1 war ich absolut begeistert. Band 2 ist zwar auch gut, aber wirkt vor allem anfangs sehr zerrissen. Viele verschiedene Handlungsstränge, die scheinbar nichts miteinander zu tun haben, vermitteln nicht den Eindruck einer einzigen runden Geschichte. Für meinen Geschmack dauert es zu lange, bis die Verbindungen klar werden. Dem fällt die Spannung etwas zum Opfer, weil man immer wieder durch Orts- und Perspektivwechsel aus dem Geschehen gerissen wird. Hamburg, Köln, Hannover, Lausitz, Donkerbloem - das waren mir einfach zu viele Sprünge.
Gut gefallen hat mir die Entwicklung der Charaktere, die ich sehr authentisch empfand. Die vier Hauptfiguren Wout, Tayfun, Kathinka und Frieda sind ja bereits aus Band 1 bekannt und wir lernen sie hier noch besser kennen. Der Barbesitzer und Kriminelle Wout und die Polizistin Frieda sind dabei keine einfachen Personen, doch auch wenn sie nicht immer sympathisch rüber kommen, kann man doch gut verstehen, warum sie so denken und handeln, wie sie es nun mal tun. Ihnen zur Seite stehen der Ex-Boxer Tayfun und Kathinka, die wesentlich mehr Empathie für ihre Mitmenschen aufbringen und die ich beide ins Herz geschlossen habe.
Der Thriller endet mit einem Teilabschluss, aber immer noch ein wenig offen, sodass ich nun schon sehr gespannt bin auf den letzten Band, der für Juli 2026 geplant ist.
Die Donkerbloem-Reihe:
1. Der Trailer
2. Das Camp
3. Die Schlucht (erscheint voraussichtlich im Juli 2026)
★★★★☆