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Veröffentlicht am 24.01.2026

Humor mit Tiefgang

Pleiten, Pech und Papa
0

Nach einer Hochwasserkatastrophe steht Papa vor der Tür.
Unangemeldet mit einem großen Gepäck. Sogar den Bofrost Katalog
hat er dabei. Sein Haus ist unbewohnbar, steht unter Wasser.
Während sich die Zweitgeborene ...

Nach einer Hochwasserkatastrophe steht Papa vor der Tür.
Unangemeldet mit einem großen Gepäck. Sogar den Bofrost Katalog
hat er dabei. Sein Haus ist unbewohnbar, steht unter Wasser.
Während sich die Zweitgeborene Paloma um das Chaos in seinem Haus
kümmert, sorgt sich Carmen, die Erstgeborene, um ihre Zukunft.
Denn Vater Heinz wirbelt alles sehr durcheinander. Zufällig
findet Papa Heinz dann auch noch Hilde, seine erste Liebe, wieder.
Die beiden vertreiben nicht nur Carmens Freund Frank mit ihren
sehr eigenen Plänen. Das geht so weit, dass Carmen versucht
herauszufinden, was sie eigentlich wirklich vom Leben erwartet.

Eine wunderschöne Geschichte über
das Leben in einem federleichten und sehr
humorvollen Stil erzählt.
Es geht um die Ehe, Partnerschaft und um Vertrauen.
Die Charaktere sind sehr lebensecht beschrieben,
man liebt und leidet mit ihnen.
Es stellt sich das Gefühl ein, direkt vor Ort zu sein.
Der Leser wird richtig in die Geschichte hereingezogen.
Schon nach ein paar Zeilen wird man Teil dieser Familie.
Möchte gar nicht mehr aufhören, zu lesen.
Ein richtig schöner Wohlfühlroman mit ernstem Hintergrund
und sehr viel Humor, der zeigt, was wirklich wichtig ist im Leben.
Vor allem, dass es nie zu spät ist, etwas zu verändern.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.01.2026

Spannende Miljöstudie

Kommissar Gennat und der Raubmord am Ku’damm
0

Regina Stürickow nimmt uns mit auf eine Reise in das Berlin von 1936.
Die Geschehnisse sind sehr echt und packend beschrieben.
Das liegt daran, dass es sich um einen echten Fall des berühmten und
legendären ...

Regina Stürickow nimmt uns mit auf eine Reise in das Berlin von 1936.
Die Geschehnisse sind sehr echt und packend beschrieben.
Das liegt daran, dass es sich um einen echten Fall des berühmten und
legendären Mordermittler Ernst Gennat handelt.
Er hat seinerzeit die systematische Tatort-Arbeit eingeführt.
Es gibt einen tiefen Einblick in die Arbeit von Gennat.
Nicht nur seine Vorliebe für Süßes, ohne zwei Stückchen Kuchen ging
es einfach nicht. Er erfand das „Mordauto“, baute eine riesige Todesermittlungskartei auf, den Vorläufer moderner Datenbanken – und prägte 1930 einen Begriff, der bis heute verwendet wird: Serienmörder. Jahrzehnte, bevor er international bekannt wurde.
Die Atmosphäre der Zeit zwischen dem Ersten und dem Zweiten Weltkrieg
wird wunderbar wiedergegeben.
Im Hintergrund lauert der Zweite Weltkrieg, die politische Stimmung ist am Kippen.
Das spürt die jüdische Bevölkerung schon mehr als deutlich.
Die Wohnsituation der armen Menschen, ihre Sorgen und Nöte sind wunderbar dicht erzählt.
Der alte Kiez mit seinen Originalen lebt wieder auf
Die Charaktere sind echt gezeichnet und sehr lebensnah.
Man lebt und leidet mit ihnen.
Als ob man alles gemeinsam erlebt.
Eine Reise durch eine vergangene, gar nicht so goldene Zeit.
Spannend recherchiert.
Ein wissenschaftlich fundierter Kriminalfall aus der NS-Zeit.
Dazu die Berliner Schnauze, Tiefgang und ein feines Gespür für das Abgründige.
Ein Lesehighlight

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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.01.2026

Enttäuschend

Down Cemetery Road
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Die Leseprobe hat mir sehr gut gefallen. England, Oxford und
englischer Humor. Ein Krimi mit einer Ermittlerin, die süchtig machen soll.
All das liebe ich und es macht für mich auch einen guten Krimi aus.
Vorweg ...

Die Leseprobe hat mir sehr gut gefallen. England, Oxford und
englischer Humor. Ein Krimi mit einer Ermittlerin, die süchtig machen soll.
All das liebe ich und es macht für mich auch einen guten Krimi aus.
Vorweg gesagt: Ich bin nur bis Seite 193 gekommen.
Die Handlung ist sehr komplex beschrieben. Eigentlich müsste das
nicht sein. Es ist ganz einfach. Eine Explosion und ein Kind
wird vermisst. Eine Frau wendet sich an eine Detektei, um dieses
Kind zu finden. So einfach, so gut.
Ich habe immer wieder versucht, ins Buch zu finden, habe gelesen
und gelesen in der Hoffnung, den Faden zu finden.
Das ist mir nicht gelungen.
Immer wenn ich mich ein bisschen eingelesen habe, kommt eine Wendung.
die sich mir nicht erschließt. Viele Passagen sind sehr langatmig,
verlieren sich in Nebensächlichkeiten. Ständige Wechsel der Charaktere, unterbrechen mich im Lesefluss. Es wird zäh, und spannend ist es auch nicht.
Die Schreibweise ist nett, aber fesselt nicht. Langeweile macht sich breit.
Schade!

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Veröffentlicht am 21.12.2025

Oh, diese Nachbarn!

Nur Gundula gärtnerte giftiger
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Auch in Hirschweiler kann man nicht in Ruhe leben, wenn der
Nachbar es nicht will. Was braucht man Feinde?
Gundula und Alfred Böttinger haben ihre ganze Nachbarschaft
gegen sich aufgebracht. Die können ...

Auch in Hirschweiler kann man nicht in Ruhe leben, wenn der
Nachbar es nicht will. Was braucht man Feinde?
Gundula und Alfred Böttinger haben ihre ganze Nachbarschaft
gegen sich aufgebracht. Die können die beiden bis auf den Tod
nicht ausstehen. Gundula ist gegen alles und sagt es auch.
Bis eines Tages der Alfred tot im Wintergarten liegt.
Gundula ist für Jupp sofort die Hauptverdächtige. Sie beteuert allerdings ihre
Unschuld. Ihre geköpften Gartenzwerge machen ihr mehr Sorgen als
ihr toter Ehemann.
Jupp hat zu tun und muss sich außerdem um seine Familie kümmern.
Tochter Eva ist in das Nachbarhaus eingezogen und Käthe ist mal wieder
eingetroffen. Sofort hängt der Haussegen schief. Aber Jupp kann sich
nicht um alles kümmern.
Das ist nun schon der 9. Band dieser Reihe und auch dieser
Fall wird wieder von Jupp Backes auf typische Art gelöst.
Jupp bei den Ermittlungen zu begleiten, macht wie immer großen Spaß.
Der nimmt kein Blatt vor den Mund.
In seiner eigenen erfrischend-skurrilen Art schafft er alles und
jeden. Alle Figuren sind wunderbar gezeichnet, mit lebensechten
Charaktereigenschaften.
Aber nicht nur die Mördersuche, das mit rätseln ist spannend und amüsant.
Es gibt sehr viele lose Fäden, die am Ende dann alle so wunderbar verknüpft werden.
Das Privatleben ist auch nicht so ohne.
Die Dialoge sind super und oft sehr spitzfindig. Bringen es auf den
Punkt.
Der Schreibstil ist flüssig und der saarländische Dialekt sehr unterhaltend.
Es fällt schwer, das Buch aus der Hand zu legen.

Kurzum, ein richtig guter Dorf- Krimi mit ganz viel Humor und Lokalkolorit.
Dieses Buch hat mir wunderbare Lesestunden bereitet.
Für mich ist die Familie Backes bereits Kult.

Bitte mehr davon!

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Veröffentlicht am 15.12.2025

Eindrucksvoll

Was vor uns liegt
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Acht junge Frauen leben und studieren 1934 am Grimaldi-Konvikt in Rom.
Die Nonnen haben stets ein Auge auf sie. Trotzdem freunden sie die Frauen
an und bilden eine Clique. Dort teilen sie Sehnsüchte und ...

Acht junge Frauen leben und studieren 1934 am Grimaldi-Konvikt in Rom.
Die Nonnen haben stets ein Auge auf sie. Trotzdem freunden sie die Frauen
an und bilden eine Clique. Dort teilen sie Sehnsüchte und Hoffnungen
miteinander. Trotz der Nähe hütet jede der Frauen ein Geheimnis.

Das Lebensgefühl und der Zeitgeist in Italien der 1930er Jahre werden sehr gut
wiedergegeben und wunderbar in die Geschichte eingebunden.
Es geht um die Liebe, um Träume, Machtkämpfe und um ein selbst bestimmtes Leben.
Das Frauenbild der 30er Jahre ist allerdings sehr bestimmt von einer Männerwelt. Traditionelle Familien- und Rollenbilder prägen die Gesellschaft.
Das ist nicht einfach, denn die Gleichberechtigung ist noch nicht
so im Alltag angekommen. Radikal und auch sehr aufrührerisch werden die
Frauen gezeichnet. Ihr Kampf gegen alten Strukturen und
ihre Anerkennung im gesellschaftlichen Umfeld.
Das bringt die Autorin sehr lebendig und bildhaft rüber.
Das Buch hat nichts von seiner Kraft verloren.
Im Gegenteil, die neue Übersetzung macht es richtig modern.
Dank der wirklich sehr atmosphärisch dichten Schreibweise hat man das Gefühl, ein Teil zu sein. Man erlebt alle Höhen und Tiefen hautnah mit.
Eine wirklich gelungene Zeitreise in ein faschistisches Italien.













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