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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.03.2026

Nichts ist wie es scheint

Tatort Trelleborg - Gunni Hilding ermittelt
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Das schöne Cover verspricht nicht zu viel. Ein rotes Häuschen am Waldesrand an einem idyllischen See gelegen.
Dass dort ein Mord passiert ist, ist schlecht vorstellbar.
Gleich am Anfang geht es sehr spannend ...

Das schöne Cover verspricht nicht zu viel. Ein rotes Häuschen am Waldesrand an einem idyllischen See gelegen.
Dass dort ein Mord passiert ist, ist schlecht vorstellbar.
Gleich am Anfang geht es sehr spannend los und ohne Umschweife ist man mitten drin im Geschehen.
Mattias Edvardsson hat eine besondere Ermittlerin erschaffen.
Gunni Hilding, Polizeimeisterin, ist in einer Familie aufgewachsen, die den Zeugen Jehovas angehört.
Als der kleine Robin im Wald tot aufgefunden wird, heuert der Chef vom Dezernat für Gewaltverbrechen Gunni an.
Überhaupt der Wald und die Umgebung.
Die Beschreibung der Orte und Menschen in dieser abgelegenen Gegend.
Alles ist so gut beschrieben, dass ich mich mitten drin und dazugehörig fühlte.
Der Autor spielt geschickt mit den Ängsten. Ein Mörder treibt sein Unwesen und es könnte jeder gewesen sein.
Die Charaktere sind bis in die Nebenrollen stark besetzt und sehr gut beschrieben.
Der Schreibstil ist fließend, die Kapitel sind kurz gehalten.
Dadurch wird alles sehr intensiv und besonders realistisch.
Ein guter schwedischer Krimi, atmosphärisch dicht, der durch seine Authentizität überzeugt.
Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt,
habe mit Rätseln können und ein tolles Kopfkino gehabt.

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.03.2026

Ein Wohlfühlroman

Die Bücherfrauen von Listland. Der Duft des Strandhafers
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Der Leser wird richtig in die Geschichte hereingezogen.
Schon nach ein paar Zeilen wird man ein Teil dieser Familie.
Lebt und hofft mit ihnen. Möchte gar nicht mehr aufhören, zu lesen.
In zwei Zeitzonen ...


Der Leser wird richtig in die Geschichte hereingezogen.
Schon nach ein paar Zeilen wird man ein Teil dieser Familie.
Lebt und hofft mit ihnen. Möchte gar nicht mehr aufhören, zu lesen.
In zwei Zeitzonen gegliedert, liest es sich leicht und fließend.
Gefühlvoll und mitreißend wird eine richtig schöne
Wohlfühlatmosphäre erzeugt, die sich durch das ganze Buch zieht.
Dazu kommen noch die wunderbaren Landschaftsbeschreibungen.
Das gibt einem das Gefühl, direkt vor Ort zu sein.
Das Kopfkino läuft auf Hochtouren.
Überhaupt hat die Autorin die wunderbare Gabe, den Leser
so richtig in den Roman einzubinden.
Die Figuren überzeugen durch ihre unterschiedlichen Charakterzüge.
Sie sprühen vor Leben und Energie und zeigen die Stärke,
die in jedem einzelnen stecken kann.

Dieser Roman ist wie ein kleiner Urlaub. Kurzweilig und zum Wohlfühlen.

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Veröffentlicht am 09.03.2026

Berliner sind keine Pfannkuchen

Berlinerisch
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Berliner sind keine Pfannkuchen

Lea Streisand hat ein wunderbares Buch über die Kulturgeschichte des Berlinerischen für Einheimische und Zugereiste geschrieben.
Humorvoll und klug. Alles mit feiner Heiterkeit. ...

Berliner sind keine Pfannkuchen

Lea Streisand hat ein wunderbares Buch über die Kulturgeschichte des Berlinerischen für Einheimische und Zugereiste geschrieben.
Humorvoll und klug. Alles mit feiner Heiterkeit. Man bemerkt schnell, dass Lea Streisand eine "Waschechte" ist.
Mit ihrer so besonderen Art erklärt sie, warum die Hauptstadt eigentlich nichts mit dem Bären zu tun hat, dass das Berlinerische eigentlich Berlinisch heißt.
Mit diesem kleinen Mundart-Wörterbuch entdecken Leserinnen und Leser Sprachgeschichte ganz neu.
Die Berliner Schnauze ist weit mehr ist als nur eine regionale Färbung der Sprache, sie ist Ausdruck von Identität, Geschichte und Lebensgefühl.
Diese Mischung aus Sprachgeschichte, persönlichen Anekdoten und linguistischen Erklärungen führt durch die faszinierende Welt des Berlinischen.
Ein sehr interessantes und auch heiteres Wörterbuch für jeden, der mehr über die Berliner erfahren und verstehen möchte.

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Veröffentlicht am 05.03.2026

Haarige Angelegenheiten

Einer flog über das Möwennest
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Telje, die Tochter von Dorfcop Thies Detlefsens, absolviert gerade ihr
klinisches Jahr in einer Hautklinik. Leider passieren dort eigenartige
Dinge. Mäuse laufen über den Flur und noch schlimmer: Es verschwinden
Patienten. ...

Telje, die Tochter von Dorfcop Thies Detlefsens, absolviert gerade ihr
klinisches Jahr in einer Hautklinik. Leider passieren dort eigenartige
Dinge. Mäuse laufen über den Flur und noch schlimmer: Es verschwinden
Patienten. Als dann Altthippie Bounty mitten in einem entspannten
Picknick, in einem Nest mit flauschigen Möwenküken eine Urne finden,
reicht es Thies. Er wittert ein Verbrechen und fängt an zu ermitteln. 

Von Anfang an ist man mitten drin in der Geschichte. Die Charaktere sind herrlich authentisch. Friesisch, originell und pfiffig. Bringen einen immer wieder zum Schmunzeln.
Es menschelt auch wieder so schön.
Die bildhaften Beschreibungen lassen den Leser problemlos in den Krimi eintauchen.
Der ausgeprägte Humor und der Sprachwitz machen die Geschichten um das
eingespielte Team Thies Detlefsen und Nicole Stappenbeck zu einem Leseerlebnis.
Lebensfroh, bodenständig und gewitzt gehen sie auf Mördersuche.
Unterstützt wird dies durch die wunderbare Schreibweise, dem
Sprachwitz und Situationskomik.

Der eigentliche Fall ist schlüssig erzählt, bis zum Ende spannend, mit immer neuen Wendungen. Man kann bis zum Schluss miträtseln und mitfiebern.
Kurzum, ein richtig guter Küstenkrimi. Mit viel Humor und Lokalkolorit, der sich unheimlich gut liest, spannend ist und Spaß macht.

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Veröffentlicht am 24.02.2026

Wunderbar erzählt

Villa Rivolta
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Piero, der Sohn von Renzo Rivolta, einem Automobilunternehmer
wächst unbeschwert in der Villa seiner Eltern auf.
Für Valeria, die Tochter der Hausangestellten, ist der Garten das Paradies auf Erden.
Die ...

Piero, der Sohn von Renzo Rivolta, einem Automobilunternehmer
wächst unbeschwert in der Villa seiner Eltern auf.
Für Valeria, die Tochter der Hausangestellten, ist der Garten das Paradies auf Erden.
Die beiden verbindet eine wunderschöne Kindheit und Vertrautheit, die
ein ganzes Leben lang halten wird. Sie erleben den Aufstieg seines
Vaters und das Unglück ihrer Mutter. Je älter sie werden, umso mehr
wird ihr gesellschaftlicher Unterschied sichtbar. Bestimmt ihr
familiäres Erbe ihre Identität oder können sie sich davon lösen?

Dieser Roman ist fast schon eine Liebeserklärung an die Rivolta-Modelle,
den italienischen Klassikern der Fünfziger, Sechziger und Siebziger Jahre.
Alles ist atmosphärisch dicht beschrieben.
Das liegt auch an dem unglaublich schönen Schreibstil des Autors.
Eher ruhig, aber voller wunderbarer Details. Komplex, facettenreich, fast schon poetisch wird die Zeit des rasanten, wirtschaftlichen Wiederaufbaus und Aufschwungs Italiens wiedergegeben.
Das Leben und Schaffen der Familie Rivolta, verpackt in eine spannende Familiengeschichte.
Die Charaktere werden brillant zum Leben erweckt, sind klar gezeichnet.
Haben eine starke Präsenz.
Es geht um Menschen und ihre Alltagsschicksale. Um die Kraft des täglichen Daseins. Das kleine bisschen Glück, das sich jeder so wünscht.
Vor allem aber um den Sinn des Lebens, mit all seiner Härte und Bitterkeit.
Das alles wird mit einer wunderschönen, reduzierten Sprache atmosphärisch dicht erzählt, mit viel Sinn für die Details des Lebens.
Trotz der Schwere blitzt immer wieder die Hoffnung auf.
Jeder ist seines Glückes Schmied.
Eine bewegende Geschichte über Aufbruch und den Wandel des Lebens.
Es ist ein charmanter, heiterer bis melancholischer und auch ein sehr warmherziger Roman und vor allem eine bittersüße Liebeserklärung an Italien.

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