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Veröffentlicht am 09.07.2023

Humorvoller Wohlfühlroman

C'est la vie, chérie
1

Was tun, wenn es in der Ehe nicht mehr stimmt?
Ulrike denkt über eine Trennung nach.
Ehemann Hans ist zum lahmen Sack mutiert.
Das bringt die Tochter auf den Plan.
Hans ohne Ulrike? Das geht überhaupt ...

Was tun, wenn es in der Ehe nicht mehr stimmt?
Ulrike denkt über eine Trennung nach.
Ehemann Hans ist zum lahmen Sack mutiert.
Das bringt die Tochter auf den Plan.
Hans ohne Ulrike? Das geht überhaupt nicht.
Es kommt die Idee auf, die Eltern kurzerhand
in zweiten Flitterwochen zu schicken.
Nach Paris! Damit sich die beiden nicht pausenlos
streiten, beschließt die gesamte Familie mitzureisen.
Doch so einfach ist es mit dem zweiten Frühling nicht.
Es kommt anders als gedacht.

Die Autorin entführt uns nach Paris,
der Stadt der Liebe.
Eine wunderschöne Geschichte über
die Liebe in einem federleichten und sehr
humorvollen Stil erzählt.
Es geht um die Ehe, Partnerschaft und um Vertrauen.
Die Charaktere sind sehr lebensecht beschrieben,
man liebt und leidet mit Ihnen.
Es stellt dich das Gefühl ein, direkt vor Ort zu sein.
Ein richtiger schöner Wohlfühlroman mit ernstem Hintergrund
der zeigt, was wirklich wichtig ist im Leben.
Vor allem, dass es nie zu Spät ist, etwas zu verändern.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.07.2023

Starker erster Band

Traumfrauen. Petticoat und große Freiheit -
0

Hamburg, Ende der 1950er Jahre
Klara Paulsen lebt in sehr ärmlichen Verhältnissen.
Sie kümmert sich um ihre kranke Mutter.
Der Vater ist im Krieg gefallen. Als Aushilfe in einem
Fotoatelier bringt sie ...

Hamburg, Ende der 1950er Jahre
Klara Paulsen lebt in sehr ärmlichen Verhältnissen.
Sie kümmert sich um ihre kranke Mutter.
Der Vater ist im Krieg gefallen. Als Aushilfe in einem
Fotoatelier bringt sie die kleine Familie über die Runde.
Doch Klara ist damit nicht zufrieden. Sie will
unbedingt eine richtige Ausbildung machen.
Als sie ein Angebot als Fotoassistentin in einem Zeitungsverlag
bekommt, greift sie zu.
Sie ist überglücklich, da es der Beginn zu einem ganz neuen Leben ist.

Das Lebensgefühl und der Zeitgeist der 1950er Jahre werden sehr gut
wiedergegeben und wunderbar in die Geschichte eingebunden.
Es geht um die Liebe, um Träume, Machtkämpfe und um ein selbstbestimmtes Leben.
Das Frauenbild der 50er Jahre ist allerdings noch sehr bestimmt
von einer Männerwelt.
Traditionelle Familien- und Rollenbilder prägen die junge Bundesrepublik.
Bis zur Gleichstellung von Mann und Frau ist der Weg noch weit.
Das ist nicht einfach, denn die Gleichberechtigung ist noch nicht
so im Alltag angekommen.
Die schweren Jahre der Nachkriegszeit gehen zu Ende,
der wirtschaftliche Aufschwung spürbar.
Es darf wieder geträumt werden.
Das bringt die Autorin sehr lebendig rüber.
Ihr gelingt es spielend, die Charaktere interessant
und spannend zu beschreiben und in die Geschichte einzubinden.
Dank der wirklich sehr lebendigen Schreibweise hat man das Gefühl ein Teil
zu sein. Man erlebt alle Höhen und Tiefen hautnah mit.
Eine wirklich gelungene Zeitreise in ein Deutschland kurz nach dem 2. Weltkrieg, der noch lange Schatten wirft.
Ein Buch über eine starke Frau, das Lust auf mehr macht!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.06.2023

Sommerträume

Wo du mich findest
0

Das Cover passt zu diesem Sommerroman.
Kühl und erfrischend, die Verlockung, sich fallen zu lassen.
Es geht ja auch inhaltlich um das Meer und ums schwimmen.

Der Roman erzählt von Verlusten und Neuanfang.
Sophie ...

Das Cover passt zu diesem Sommerroman.
Kühl und erfrischend, die Verlockung, sich fallen zu lassen.
Es geht ja auch inhaltlich um das Meer und ums schwimmen.

Der Roman erzählt von Verlusten und Neuanfang.
Sophie hat den Vater und ihre beste Freundin verloren.
Auch ihre Ehe ist nicht mehr in Ordnung.
Sophie vermisst die Nähe und vor allem die Liebe ihres Ehemannes.
Nach der Trennung fühlt sich einsam und sehr verloren.
Einzig Lotte, die Hündin ihrer Freundin, ist ihr geblieben.
Ihr fällt die flüchtige Begegnung mit einem Mann im Café wieder ein.
Der Mann stolperte über die Hundeleine und es gab einen dicken Kaffeefleck auf seinem Hemd.
Da fällt es nicht schwer, sich in Träume zu retten.
Das geht so weit, dass sie zurück nach Rügen fährt, um den geheimnisvollen
Traummann zu finden.
Eine flüchtige Begegnung und schon wird daraus eine Wunschvorstellung,
eine Illusion. Das bringt die Wirklichkeit so richtig an ihre Grenzen.
Alles wird in einer doch sehr distanzierten Schreibweise wiedergegeben.
Die Charaktere bleiben seltsam kühl und auch fremd.
Geschrieben im Briefstil mit wenig Emotionen.
Die Landschaftsbeschreibungen sind allerdings wunderschön und lassen den Leser in diese Geschichte eintauchen.
Viele Zufälle begleiten Sophie auf ihrer Reise. Voll gepackt mit Lebensweisheiten.

Eine schöne Urlaubslektüre, leicht und luftig, kühl und erfrischend wie der Sommer.
Perfekt für den Liegestuhl!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.06.2023

Ein wunderschöner, packender historischer Roman

Eifelfrauen: Das Haus der Füchsin
0

Inhalt:

Trier 1920

Die Fabrikantentochter Johanna feiert ihre Volljährigkeit in der Villa ihrer Eltern.

Mitten in der Feier wird ihr die Nachricht einer Erbschaft

überbracht. Sie erbt einen Bauernhof ...

Inhalt:

Trier 1920

Die Fabrikantentochter Johanna feiert ihre Volljährigkeit in der Villa ihrer Eltern.

Mitten in der Feier wird ihr die Nachricht einer Erbschaft

überbracht. Sie erbt einen Bauernhof in einem kleinen Eifeldorf.

Von ihrer Tante Lisbeth, die sie nie richtig kennengelernt hat.

Als sie den Hof in Augenschein nimmt, ist sie überwältigt.

Sie beschließt, das Erbe anzunehmen und zieht gegen den Willen

ihrer Eltern in das kleine Dorf. Sie fühlt sich in den verwunschenen

Wäldern sehr wohl und entwickelt ein Gespür für die dort lebenden

Tiere. Das Haus der Füchsin wird ihre Heimat, trotz der schweren Arbeit

gelingt es ihr, ein selbstständiges Leben zu führen. Doch wer war Lisbeth

wirklich. Warum macht ihre Familie ein Geheimnis daraus?

Meinung:

Ein Roman, der einen gleich vom ersten Satz an tief in die Geschichte zieht.

Ein nicht gerade einfaches Leben in den 1920/1930er Jahre. In der wunderschönen Eifellandschaft um Trier. Die Beschreibungen von der Natur und ihrer Tierkinder sind sehr eindrucksvoll und lassen den Leser mit dem Kopf mitreisen.

Das liegt an dem wunderbaren Schreibstil der Autorin. Mitreißend, spannend, teilweise mystisch erzählt und vor allem sehr genau recherchiert.

Das Landleben in einer schweren Zeit mit viel körperlicher Arbeit, Weltwirtschaftskrise und aufkommenden Nationalsozialismus.

Die Figuren bringen einen enormen Nuancenreichtum in die Handlung und

sorgen dadurch für viel Farbe und Abwechslung.

Sie alle haben ihre guten oder schlechten Eigenschaften.

Und genau diese Fehler und Macken lassen sie so natürlich und echt wirken.

Man lebt und leidet mit den Charakteren. Sie sprühen vor Leben, sodass man das Gefühl hat, sie wahrhaft zu kennen und die Geschichte gemeinsam mit ihnen zu erleben.

Fazit:

Ich lese seit Jahren die Bücher von Brigitte Riebe. Von allen ihrer Bücher war ich bisher

begeistert. Auch dieser Roman ist einfach nur schön. Man spürt einen Sog und mag dieses

Buch nicht mehr aus der Hand legen. Will unbedingt wissen, was Johanna und die anderen

noch so alles erleben. Hofft das es noch ewig dauert bis man es aus der Hand legen muss.

Das dann auch nur, weil es beendet wurde. So schöne und fesselnde Lesemomente machen

diesen Roman für mich zu einem absoluten Lesehighlight, der noch lange nachklingen wird!

Ein wunderschöner, packender historischer Roman um eine starke Frau, die sich nicht unterkriegen lässt.

Eine unbedingte Leseempfehlung

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Veröffentlicht am 31.05.2023

Lebensträume

Morgenluft
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Leicht und locker geschrieben, mit vielen ernsten Tönen begleiten wir
die kleine Gruppe von Kolonisten in ihrer Sorge bald die Gärten
räumen zu müssen. Wir erfahren viel über ihre Lebenssituationen,
über ...

Leicht und locker geschrieben, mit vielen ernsten Tönen begleiten wir
die kleine Gruppe von Kolonisten in ihrer Sorge bald die Gärten
räumen zu müssen. Wir erfahren viel über ihre Lebenssituationen,
über ihr Glück und über ihre Verzweiflung.
Wie wird es weiter gehen mit ihrem Leben? Jeder ist irgendwie
auf sein kleines Gartenglück angewiesen. Die Pächter wollen vor allem
eines. Zusammenhalten gegen den Investor, der hier einen großen
Wohnriegel errichten möchte. Kann ihnen die Fremde mit ihrem
Insiderwissen helfen?
Durch das Auftauchen von Lu einer Architektin verändern sich alles in ihrem Leben.
Schnell wird klar, wie wichtig sie sein kann.
Wir erfahren, was die Charaktere denken und fühlen.
Diese sind sehr lebensecht, sodass man richtig in die Geschichte
eintauchen kann.
Die Höhen und Tiefen werden hier wunderbar widergespiegelt, mit sehr realen und sympathischen Figuren.
Kleine und große Katastrophen werden bewältigt.
Vergangenes wird aufgearbeitet. Das alles wird so wunderbar wiedergegeben.
Lu schafft es neuen Lebensmut und einen starken Zusammenhalt zu geben.
Man wünscht sich, ein Teil davon zu sein.
Es sind nicht nur die Alltäglichkeiten, die dieses Buch lesenswert machen.
Vor allem geht es um die Frage: Wie wollen wir leben?
Dieser Roman macht Mut und beschert schöne Lesestunden.

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