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Lina_1995

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Veröffentlicht am 15.04.2021

Eine tiefgründige und charmante Story

Was wir sehen, wenn wir lieben
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Worum geht es in dem Buch:

Teresas Leben schien perfekt zu sein bis zu jenem Tag ihres Unfalls, der die letzten fünf Jahre aus ihrem Gedächtnis löscht. Retrograde Amnesie oder besser bekannt als Gedächtnisverlust ...

Worum geht es in dem Buch:

Teresas Leben schien perfekt zu sein bis zu jenem Tag ihres Unfalls, der die letzten fünf Jahre aus ihrem Gedächtnis löscht. Retrograde Amnesie oder besser bekannt als Gedächtnisverlust lautet die Diagnose. Fünf Jahre in denen Teresa einen neuen Job angenommen hat, eine Affäre mit einem wirklich gutaussehenden jungen Mann beginnt, in eine eigene Wohnung gezogen ist und Henry, der auf einmal nicht mehr Teil ihres Lebens ist, aber leider weiß sie von alle dem nichts mehr. Wie ist das alles passiert? Wie kam es zu dem großen Lebenswandel? Diese Fragen stellt sich auch Teresa und begibt sich auf die Suche nach den Antworten.

Schreibstil:

Der Schreibstil von Kristina Moninger ist sehr angenehm und lässt die Geschichte ein stückweit „einfach“ und „leicht“ erscheinen. So ist die Zeit, wo Teresa ihr Gedächtnis verloren hat, schön und leicht beschrieben, um sich besser in die Situation von Teresa als Leser hineinversetzen zu können – denn wann wiederfährt einem schon ein Gedächtnisverlust. Auch finde ich die Teilung in die Erzählstränge von Terese und Henry fünf Jahre zuvor sehr gelungen und gibt sehr gut die Gefühlslage von Henry wieder. Die Beschreibungen von den einzelnen Charakteren, ihrer Umgebung und den Settings ist sehr genau und detailliert beschrieben, sodass man auch hier das Gefühl hat, selbst im Geschehen zu sein. Das macht die Geschichte umso glaubwürdiger.

Inhalt:

Teresa lebt ein ganz normales und scheinbar auch glückliches Leben bis es im Jahr 2019 zu einem Unfall kommt, der sie die letzten fünf Jahre vergessen lässt. Retrograde Amnesie oder auch Gedächtnisverlust lautet die Diagnose. Teresa glaubt im Jahr 2014 zu leben. Nach dem sie aus dem Krankenhaus entlassen wird, fällt sie förmlich in eine andere Zeit und in ein Leben, dass ihr vollkommen fremd zu sein scheint. Als sie in ihre Wohnung kommt, ist diese auch erst einmal total fremd. Überraschter ist sie jedoch über den Besucher in ihrem Badezimmer, denn diesen gutaussehenden jungen Mann kennt sie nicht. Er stellt sich ihr als Lars vor, der ihr erklärt, dass sie eine Affäre miteinander haben. Doch erinnern kann sich Teresa an ihn gar nicht, denn ihre Erinnerungen hören bei Henry auf. Henry, mit dem sie zuletzt ein Date ausgemacht hatte und viel Zeit mit ihm verbracht hat. Aber er ist nicht mehr da. Die erste Begegnung seit Jahren mit ihm verläuft nicht so, wie Teresa es sich erhofft hatte. Er war distanziert und wütend. Es gab für Teresa keine Chance mit ihm weiter ins Gespräch zu kommen, denn er hat sie einfach auf dem Bürgersteig stehen lassen. Fragen über Fragen stellen sich Teresa, welche sie gerne beantwortet haben möchte. Doch niemand scheint ihr wirklich helfen zu können. Total neu und fremd ist auch ihr neuer Job. Sie arbeitet in einer Galerie und hat eine persönliche Assistentin namens Carla, zu der sie ein freundschaftliches Verhältnis pflegt, wobei sie doch eigentlich Tätowiererin ist. Was ist aus ihrem alten Job mit ihrem besten Freund Benno als gemeinsame Tattoostudiobesitzer geworden? Und was aus dem Vorhaben mit ihrer Begabung Frauen zu helfen, die an Brustkrebs erkrankt sind? Sie macht sich auf den Weg zu ihrem alten Arbeitsplatz, um die fehlende Lücke mit Antworten zu füllen. Doch Benno kann ihr leider nicht wirklich erzählen, was für fünf Jahren genau passiert ist, da er den Grund selbst nicht wirklich versteht. Ihre Sachen hat er aufbewahrt – in der Hoffnung, dass sie doch wieder zu ihrem ursprünglichen Job zurückkehrt. Nicht nur ihre Sachen von der Arbeit hat er aufgehoben, sondern auch ihr altes Auto, welches sie liebevoll „Möhre“ nennt. Sie wollte es verschrotten lassen, aber Benno schien es nicht übers Herz zu bringen und gab der Möhre einen Unterschlupf in seiner Garage. Der einzige, der die Möhre wieder „auf Vordermann“ bringen kann ist niemand anderes als Henry. Doch auch dieses Treffen läuft nicht so ab, wie Teresa es sich in ihren Vorstellungen ausmalt. Henry scheint wütend zu sein, doch weiß Teresa nicht den Grund. Sie probiert alles, um mehr Zeit mit ihm verbringen zu können, da sie sich in seiner Gegenwart sicher und wohl fühlt, als sei nie irgendetwas passiert. Nachdem sie ihm erzählt hat, dass sie sich an die letzten fünf Jahre nicht mehr erinnern kann, lässt er sich dazu überreden, sich die Möhre einmal anzuschauen. Doch sonderlich begeistert scheint er immer noch nicht zu sein. Am darauffolgenden Tag kommt Teresa samt der Möhre zu seiner Werkstatt. Er schaut sich die Möhre an und fängt an, daran zu arbeiten. Mit der Zeit verbringen die beiden wieder sehr viel Zeit miteinander und es fühlt sich für Teresa richtig an. Sie kommen sich sogar wieder so nahe, dass die Zärtlichkeiten wieder zunehmen und sie es noch einmal miteinander probieren wollen. In der Zeit gibt sie ihrer angeblichen Affäre den Laufpass, denn es hat sich für sie noch nie richtiger angefühlt, als mit Henry zusammen zu sein. Nebenher findet Teresa noch durch ihre Schwester Sophie heraus, dass ihre andere Schwester Celine an Krebs gestorben ist – für sie bricht die Welt noch einmal zusammen, denn sie macht sich Vorwürfe ihren Tod vergessen zu haben. Der letzte Wunsch ihrer Schwester war, dass Teresa und auch Sophie niemals etwas mit Henry, der großen Liebe von Celine, anfangen dürfen. Doch davon weiß Teresa nichts mehr. An Sophies Geburtstag nimmt sie Henry mit, um ihn eigentlich der Familie als ihren neuen Freund vorzustellen. Dazu kommt sie jedoch nicht, da ihr Ex Lars auch dort ist und sich beide Männer einen Kampf um Teresa liefern. Während dieses Kampfes bekommt Teresa wieder Erinnerungsschübe. Diesmal sind es direkt mehrere Schübe von den verlorenen fünf Jahren. Nach dem diese Schübe vorbei sind und Teresa sich nun an alles wieder erinnern kann, wird ihr klar, warum sie damals Henry den Laufpass gegeben hat. Sie hat sich und ihr Glück für Celine geopfert, aber nicht an die Folgen ihres eigenen Lebens gedacht. Sie hat sich ständig Vorwürfe gemacht, dass sie lieben und ein glückliches Leben führen kann, während Celine sterben musste. Dies führte dazu, dass sie ihr Leben radikal geändert hat. Sie hat ihren Job und ihre große Liebe aufgegeben und sich in ein Leben begeben, welches sie weder erfüllt noch glücklich macht. Doch so möchte sie nicht weitermachen. Sie möchte sich von Celine nicht vorschreiben lassen, wie sie zu leben und wen zu lieben hat.
Teresa fängt nun an, ihre „beiden“ Leben miteinander zu kombinieren. So kündigt sie den Job in der Galerie und steigt wieder in das Tattoostudio mit ihrem besten Freund ein, geht mit Henry eine richtige Beziehung ein und fängt wieder an ihr Leben zu leben. Ein Happy-End!

Meinung zum Cover:

Das Cover ist in einem hellen blau/türkis mit Pünktchen gehalten welches durch die goldene Schrift und den ebenfalls goldenen Vögeln aufgepeppt wird. Es ist schlicht und elegant und passt zu dem Buch. Die Vögel spiegeln meines Erachtens die Leichtigkeit wieder, mit der man Tag täglich lebt, da man sich keine Gedanken darübermacht, dass jeder Tag der letzte sein kann. Andererseits können die Vögel auch für die Vergänglichkeit des Lebens stehen und den damit einhergehenden - wenn man denn daran glauben mag – zweiten Leben, zu dem man sich nach dem Tod aufmacht.

Meinung:

Das Buch hat mir wirklich super gut gefallen, da es nicht nur sehr emotional, sondern auch gleichzeitig unterhaltsam und lustig war. Es war der perfekte Mix! Sie schafft hier wirklich eine sehr schöne Brücke zwischen Trauer und Freude, sodass das Buch nicht allzu traurig ist. Auch fand ich super, dass Kristina Moninger einen Rückblick aus Sicht von Henry als Kapitel miteingebaut hat. So konnte man die Gefühle von Henry viel besser nachempfinden und verstehen, warum er so abweisend Teresa gegenüber war. Das Buch hat mir viele schöne Lesestunden beschert und mich zum Nachdenken angeregt. Es ist ein Roman mit realen Themen die eine Tiefe schaffen, mit denen jeden früher oder später jeder mal in Berührung kommt.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.04.2021

Super toller und spannender Auftakt für die Dilogie!

Touch of Ink, Band 1: Die Sage der Wandler
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Worum geht es in dem Buch:

Quinn besitzt seitdem sie fünf Jahre alt ist ein geheimes Tattoo im Nacken, jedoch weiß weder sie selbst noch ihre Adoptiveltern woher sie es hat. Zudem plagen sie schon eine ...

Worum geht es in dem Buch:

Quinn besitzt seitdem sie fünf Jahre alt ist ein geheimes Tattoo im Nacken, jedoch weiß weder sie selbst noch ihre Adoptiveltern woher sie es hat. Zudem plagen sie schon eine ganze Weile Visionen, die sie einfach nicht zu fassen bekommt und nicht weiß, was sie zu bedeuten haben. Für ihr Studium, welches sie an der Vancouver Island University absolvieren wird, zieht sie zu ihrer Schwester nach Nanaimo, wo sie die Bekanntschaft mit Nathan macht. Sie ist vom ersten Moment an fasziniert von Nathan, der ganz anders ist, als die anderen Jungen. Dass Nathan der Schlüssel zu den Enthüllungen ihrer Vergangenheit und ihrer Person ist, weiß sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht.

Schreibstil:

Der Schreibstil von Stefanie Lasthaus ist einfach und schlicht. So ist das Buch leicht zu verstehen und man kann der ganzen Geschichte ganz leicht folgen. Sie beschreibt sehr schön jede Person und die Umgebung, sodass man sich ein gutes Bild von beidem machen kann. Auch finde ich es gut, dass sie zwischen manchen Kapiteln eine Zusammenfassung der Tribes miteingebunden hat. So hat man einen besseren Überblick und kann jederzeit noch einmal nachschauen, was diesen Tribe ausmacht und wer der Vorsitzende ist. Die Spannung ist nicht von Anfang an da. Sie nimmt aber im weiteren Verlauf des Buches stetig zu. Der Spannungshöhepunkt liegt am Ende. So ist es nicht verwunderlich, dass dieses Buch – auch im Hinblick auf einen 2. Band – einen Cliffhanger hat. Dieser Cliffhanger hinterlässt viel Interpretationsfreiraum für die Fortsetzung.

Inhalt:

Der Verlauf der Geschichte ist sehr schön beschrieben und passt auch sehr gut zueinander. Quinn befindet sich in einer neuen Stadt, muss sich an der Uni zurechtfinden und möchte neue Freundschaften schließen. An dieser Stelle befürchtet man noch nichts wirklich Schlimmes. Jedoch passieren in Nanaimo komische Dinge, die sie sich anfangs einfach nicht erklären kann. So verschwindet spurlos von heute auf morgen ihre neue Freundin Maya und andere Personen, die zu den Wandlern und Sängern gehören. Joanna und ihr Bruder Gabriel (beiden gehören dem Tribe der Berglöwen an) scheinen ein sehr komisches Geschwisterpärchen zu sein, von denen man sich lieber fernhalten sollte. Sie sind auf den ersten Blick sehr unsympathisch und herrisch. Gabriel scheint jedoch, auch im Hinblick auf den späteren Verlauf der Geschichte, nett zu sein. Gleichzeitig freundet sie sich immer mehr mit Nathan an und fühlt sich zu ihm hingezogen. Auch ihre Visionen werden immer stärker. Diese sind hinterher so schlimm, dass Quinn kurzzeitig in „Ohnmacht“ fällt. Nathan, der sich auch zu Quinn hingezogen fühlt, fällt das Tattoo von ihr auf. Er bespricht es mit seinem besten Freund Sam und hinterher weihen sie Tohmah ein. Diese können sich jedoch nichts Genaues unter diesem Tattoo vorstellen und bitten ihn beim nächsten Mal ein Foto davon zu machen. Das Foto ist daraufhin schnell gemacht. Nathan kehrt zu ihnen zurück und erkennt, dass auch Quinn etwas mit den Tribes zu tun hat und beschließt sie, nach ständigen hin und her, einzuweihen. Nachdem Quinn nun weiß, dass Nathan sich in einen schwarzen Panther verwandeln kann, ist sie davon überzeugt, dass auch sie zu den Wandlern gehört. Damit hat sie Recht, jedoch ist sie nicht nur eine Wandlerin, sondern auch eine Sängerin, also eine Sdáng (Verbotene) – ein Kind von einem Wandler und einem Sänger. Diese besitzen eine so starke Macht, dass man sie in den Tribes ermordet. In dem Fall von Quinn haben die leiblichen Eltern sie zur Adoption freigegeben, ehe die Vorsitzenden herausgefunden haben, was sie ist. Nach dem Nathan, Quinn, Sam und Tohmah weiter nach der Bedeutung des Tattoos recherchieren, stoßen sie auf die Erkenntnis, dass man ihr Tattoo öffnen kann. Quinn ist von dieser Idee so begeistert, dass sie sich heimlich mit Tohmah auf den Weg zu einem Tätowierer macht, der das Tattoo öffnen soll. Damit dies gelingt, muss Quinn allerdings einen Sänger haben. Tohmah, der sich bisher aus dieser ganzen Geschichte mit den Wandlern und Sängern herausgehalten hat, entscheidet sich für Quinn und wird ihr Sänger. Die erste Verwandlung lässt auch nicht lange auf sich warten. So verwandelt Quinn sich in einen Rotluchs und genießt ihre erste Verwandlung in vollen Zügen. Als Nathan davon erfährt ist er nicht begeistert und macht seiner Wut erst einmal Luft. Damit Quinn sich nicht in Gefahr begibt, verwandeln sich Nathan und Quinn gleichzeitig und verbringen gemeinsam die Zeit im Wald, wo sie um die Wette rennen. An diesem Abend kommen Quinn und Nathan sich sehr nahe und küssen sich das erste Mal. Die Jahresfeier in Winter Harbour rückt immer näher. Nathan macht sich auf den Weg, um an der Feier teilzunehmen. Quinn fährt zu Sam, um mit ihm Zeit zu verbringen. Sam bekommt daraufhin jedoch ein Anruf von Isra, einer weiteren vermissten Sängerin. Er und Quinn machen sich auf den Weg, um sie abzuholen. Nachdem sie sie gefunden haben, ruft Sam Nathan an, um ihm die freudige Nachricht mitzuteilen. Er besteht darauf, dass sie sich sofort auf den Weg nach Winter Harbour machen. Dort angekommen sollen Quinn und Isra am Auto warten, bis Nathan mit seinem Vater zurückkommt. In der Zeit werden Quinn, Isra und zwei Wachen von Bären, einem schwarzen Panther und einem Rotluchs angegriffen. Die Sache eskaliert und es sterben Menschen. Quinn und auch Isra schaffen es bis zur Mitte der Stadt und rufen um Hilfe. Nathan und sein Vater und auch andere Schaulustige kommen aus den umliegenden Häusern. Quinn erzählt, was passiert ist. Ihnen glaubt anfangs niemand, da sie nicht verfolgt wurden und es auch sonst sehr still ist. Doch als Nathan von der „gekappten“ Verbindung zu Sam – seinen Sänger - berichtet, glaubt man langsam dem ganzen Geschehen und wird hellhörig. Kurz darauf erscheint hinter ihnen eine Frau gefolgt von anderen Personen – zu Beginn sind davon nur drei zu sehen. Die Frau erzählt, dass sie Oona heißt und eine Sdáng (Verbotene) ist. Sie hat vor sich für die jahrelange Unterdrückung und für die Verachtung zu rächen. Sie bringt den Cousin von Nathan dazu seine Sängerin Isra zu ermorden. Die ganze Situation eskaliert und es kommt zu einem Kampf zwischen den vier Tribes und Oona und ihrer Gefolgschaft. Quinn möchte den Tribes unbedingt helfen und versucht mit ihren Fähigkeiten als Sängerin die Bären zu beeinflussen. Dies gelingt ihr leider erst in der aller letzten Minute, sodass noch einige Tote zu beklagen sind. Oona, die die mächtigen Fähigkeiten von Quinn spürt, verkündet allen Anwesenden, dass es noch eine zweite Sdáng unter ihnen gibt. Anschließend verschwindet Oona mit ihrer Gefolgschaft wieder. Quinn muss sich den Vorsitzenden der Tribes nun stellen und wartet mit Tohmah an ihrer Seite auf die Entscheidung, wie es nun mit ihr weitergeht. Der Vorsitzende der Berglöwen ist für die Hinrichtung von Quinn, sodass sie gefangen genommen wird und mit einem Schlag auf den Kopf niedergestreckt wird. Ab hier lässt Stefanie Lasthaus Interpretationsfreiraum, was mit Quinn als nächstes geschieht – dies erfahren wir dann alle in dem 2. Band.

Meinung:

Ich finde das Buch sehr gelungen, da die Spannung nicht gleich von Anfang da ist, sondern sich erst zum Ende hin richtig aufbaut. Das macht das Buch noch spannender und mit dem passenden Cliffhanger dazu, wird das Buch gleich noch besser – ich warte schon sehnsüchtig auf Band 2. Ich habe das Buch nur so verschlungen, da ich teilweise richtig davon besessen war herauszufinden, was es mit dem Tattoo, den Visionen und Nathan auf sich hat. Das am Ende der Geschichte ein Kampf zwischen den Tribes und einer weiteren Sdáng entfacht wird, damit hätte ich wirklich nicht gerechnet. Auch, dass Nathan etwas mit der ganzen Sachen zu tun hat, war einem schon irgendwie bewusst, aber nicht, dass Quinn direkt Wandler und Sänger in einem ist. Ich hätte eher damit gerechnet, dass sie nur ein Wandler ist, da sie auch die Visionen hat, wo sie durch einen Wald rennt. Am Ende des Buches wird mir jedoch etwas mulmig zu mute, da ich Angst um Quinn habe. Verbotene werden in den Tribes nicht gerne gesehen und sie wurden bisher immer getötet. Das Quinn am Ende außer Gefecht gesetzt wird, sieht für den 2. Band nicht ganz so gut aus. Ich hoffe nur, dass Quinn den Vorsitzenden erklären und auch zeigen kann, dass sie keine Gefahr darstellt und es hinterher doch noch ein Happy End gibt. Bis dahin muss ich mich allerdings noch etwas gedulden. Alles in Allem habe ich dieses Buch wirklich sehr gerne gelesen und werde es auch mit Sicherheit ein weiteres Mal tun.

Meinung zum Cover:

Das Cover ist einfach grandios! Auf dem schwarzen Hintergrund kommt die pinke Pflanze super gut zur Geltung und mit dem silbernen Glitzer sieht das Cover einfach unglaublich klasse aus! Dass dann noch vereinzelte Elemente aus dem Cover kommen macht das Fühlen des Covers einfach unbeschreiblich schön. Ich liebe solche Cover! Jedoch finde ich es irgendwie etwas schade, dass das Cover nicht schon einen Einblick in die verschiedenen Tattoos der Tribes gibt. Aber auf der linken Innenseite des Buches gibt es ein Bild von einem solchen Tattoo; Wobei ich glaube, dass es das Tattoo von Quinn darstellen soll. Mit etwas Phantasie kann man dort auch die unterschiedlichen Elemente entdecken, wie z. B. das Tier in welches sich Quinn verwandelt.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.03.2021

Ein wunderschöner und herzzerreißender Roman mit wahrem Hintergrund

Die Frauen von Paris
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Mein Genre ist dieses Buch normalerweise nicht. Bücher, die die Thematik des 2. Weltkrieges behandeln, habe ich bisher nicht als "meines" angesehen, da ich das einfach alles viel zu schrecklich und traurig ...

Mein Genre ist dieses Buch normalerweise nicht. Bücher, die die Thematik des 2. Weltkrieges behandeln, habe ich bisher nicht als "meines" angesehen, da ich das einfach alles viel zu schrecklich und traurig finde. Dieses Buch jedoch hat mich echt umgehauen. Nach der ersten Seite war ich schon in dem Bann drin und kam nicht mehr raus - ich musste unbedingt wie es weitergeht. An einigen Stellen musste ich das Buch aber einmal beiseite legen, da ich das Gelesene erst einmal verdauen musste. Es war eine sehr schöne Erfahrung auch einmal in untypische Genres einzutauchen und zu schauen, wie sie einem gefallen. Mir hat das Buch äußerst gut gefallen und ich werde es zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal lesen.

Klappentext: Manhattan, 1946: Die junge Witwe Grace Healey gerät an einen Koffer mit einem Dutzend Fotografien junger Frauen, jede von ihnen auffallend attraktiv. Schon bald findet Grace heraus, dass alle zwölf Frauen während des Krieges von England ins besetzte Frankreich geschickt wurden, um die Landung der Alliierten vorzubereiten - und keine von ihnen ist zurückgekehrt. Beim Versuch, das Rätsel ihres Verbleibs zu lösen, stößt Grace auf eine tragische Geschichte von Mut, Liebe und Verrat. London, 1943: Die alleinerziehende Marie ist verzweifelt, weil sie nicht weiß, wie sie ihre kleine Tochter vor den Bombenangriffen der Deutschen schützen soll - zu kostspielig ist die Unterbringung des Kindes auf dem Land. Dann macht ihr der britische Militärgeheimdienst ein Angebot: Weil die männlichen Agenten im besetzten Frankreich zu schnell enttarnt werden, sollen zum ersten Mal in der Geschichte Frauen als Spione eingesetzt werden. Und zunächst scheint der Plan aufzugehen: Es gelingt Marie, ein Funkgerät zum Résistance-Netzwerk des charismatischen Vesper zu bringen. Doch schon bald wird ihr klar, dass es einen Verräter in ihren Reihen geben muss ... Ein bislang unbekanntes, wahres Kapitel des Zweiten Weltkriegs und eine bemerkenswerte Geschichte über den Mut der Frauen.

Schreibstil: Pam Jenhoff beschreibt die Ereignisse und Gefühle in drei unterschiedlichen Perspektiven - aus der Sicht von Marie, Mrs. Trigg und Grace. Die Geschichte von Marie spielt sich nur in dem Jahr 1943 und 1944 ab, die von Mrs. Trigg von 1944 bis 1946 und die von Grace lediglich nach dem Krieg, also 1946. Des Weiteren schreibt Pam Jenhoff sehr leicht und somit entstehenden keine Schwierigkeiten beim Lesen. Das Buch kann man in einem "Rutsch" lesen, oder irgendetwas nachschlagen zu müssen (bezogen auf Fremdwörter o. ä.). Während die Geschichte anfangs etwas schwach erscheint, gewinnt sie (m. E.) im Verlauf der Geschichte immer mehr an Stärke. Ab der guten Mitte steigt der Spannungsbogen und hat dann schließlich seinen Höhenpunkt, wo ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte (wobei ich dies manchmal doch einmal kurz machen musste, um das gerade Gelesene zu verdauen).

Inhalt: Das Buch fängt aus der Sicht und somit mit Maries Geschichte an. Abwechselnd wird dann zwischen den einzelnen Geschichte gewechselt. Marie ist eine Alleinerziehende Mutter während des 2. Weltkrieges in London. Ihre Tochter Tess hat sie zu ihrer Tante auf´s Land gegeben, da die Unterbringung auf dem Land für sie zu teuer ist. Sie wird in einem Café nach Feierabend von einem Mann angesprochen, der sie für die SOE (Geheimdienst) abwirbt. Erst zögert Marie, aber entschließt sich doch, einmal dort vorbeizuschauen. Das Angebot, besonders der Lohn, sind sehr attraktiv und Marie sagt zu, im Namen der SOE an der Ausbildung zur Spionin teilzunehmen. Nach ihrer erfolgreich abgeschlossenen Ausbildung wird sie zu einem Einsatz nach Frankfreich geschickt und muss dort als Funkerin die Waffentransporte und anderes koordinieren und an bestimmten Tagen mit London funken. Hauptsächlich jedoch war die Aufgabe in Frankfreich eine Brücke zu sprengen, damit die Deutschen nicht weiterkamen. Das es einen Verräter unter ihnen gibt, wird relativ schnell klar, da die Funksprüche nicht mehr verschlüsselt und signiert in London ankommen. Mrs. Trigg, welche die Leiterin der Fraueneinheit ist, hat ein ungutes Gefühl und versucht mit dem Obersten der SOE ein Gespräch zu führen, um ihm ihre Sorgen zu erläutern. Leider hört dieser gar nicht richtig zu und beachtet ihre Sorgen und den sehr wahrscheinlichen Bruch in dem System zwischen ihnen und den Funkerinnen gar nicht. Marie, die weiterhin für ihr Netz in Frankfreich kämpft kommt Vesper,dem Chef oder auch Anführer des Netzes, näher und verliebt sich in ihn. Nach der erfolgreichen Brückensprengung wurden jedoch alle festgenommen, gefoltert und sehr viele von ihnen getötet. Marie und Vesper kamen in das Hauptquartier der Deutschen, wo sie beide bis auf´s Äußerste gefoltert wurden. Leider überlebt dies Vesper nicht, da man ihn vor den Augen von Marie in den Kopf schießt. Marie wird dazu gezwungen einen letzten Funkspruch an London abzusetzen und wird anschließend in ein Gefängnis nach Fresnes gebracht. Dort sollte sie dann mit anderen Gefangenen in ein KZ überführt werden. Sie entkam jedoch, da der Zug von Bomben angegriffen wurde und man sie in den Trümmern zurücklies. Mrs. Trigg versuchte alles Mögliche, um den Verbleib ihrer zwölf Funkerinnen ausfindig zu machen und kam dabei dem Verrat auf die Spur. Das es einer aus ihren Reihen war, war ihr bis dato nicht bewusst und als sie dann erfuhr, dass es auch noch ihr eigener Chef war, wollte sie es öffentlich machen. Kurz darauf starb sie an den Folgen eines Autounfalls. Grace, die zwei Jahren nach dem eigentlichen Geschehen den Koffer von Mrs. Trigg durch einen Zufall entdeckte und auf Fotos von verschiedenen Frauen stieß, musste wissen, wer diese Frauen waren und begann Nachforschungen anzustellen. Sie bekommt im Laufe ihrer Geschichte Hilfe von ihrem Chef Frankie und von dem besten Freund ihres verstorbenen Mannes. Gemeinsam schafften sie es, das "Rätsel" zu lösen und erfuhren so, dass Marie als einzige überlebt hatte und in der selben Stadt wie sie lebte. Nachdem Grace Marie in ihrer kleinen Wohnung besucht hatte, haben sie den ganzen Fall öffentlich gemacht.

Meinung: Meiner Meinung nach ist dieses Buch sehr gelungen. Durch die unterschiedlichen Geschichten und deren Abwechslung ist die Spannung, welche sich im Verlaufe des Buches aufbaut, noch größer, da man das eine Kapitel erst lesen muss, um bei dem anderen weiterlesen zu können. Die Genauigkeit der Historie hat bei mir für ein weinendes und auch lachendes Auge gesorgt. Die Gewissheit, dass die Geschichte auf einer wahren Begebenheit beruht, hat bei mir für sehr viel Tränen gesorgt. Die Beschreibung der Szenen von Marie im Hauptquartier der Deutschen, im Gefängnis und hinterher in diesem Zug haben bei mir ein trauriges Bild hinterlassen. Leider, und das macht mich wahnsinnig traurig, haben sich diese Szenen ja leider wirklich so abgespielt im 2. Weltkrieg. Dieses Buch hat aber auch seine schönen und glücklichen Seiten. Die Begegung zwischen Marie und Josie in Schottland während der Ausbildung zeigt mir, dass man auch in schwierigen Situationen Freunde finden kann und man nicht alleine ist. Das Wiedersehen zwischen den beiden in dem Gefängnis ist zwar nicht ganz so toll, aber das Marie ihrer Freundin hilft und sie mit sich schleppt, zeigt, dass Marie keine Angst und einen sehr starken Charakter hat. In dieser Situation wären andere einfach über sie hinweg getreten und hätten sie dort sterben lassen. Marie nicht. Marie ist ein wirklich Herzens guter Mensch und steht zu ihren Freunden und zu dem was sie ist und sagt.

Ich finde dieses Buch wirklich sehr gelungen und kann es nur weiterempfehlen. Es hatte seine Höhen und Tiefen, aber am Ende ist es ein sehr sehr schöner Roman mit wahrem Hintergrund. Ich werde dieses Buch auf jeden Fall noch einmal lesen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.03.2021

Eine Liebesgeschichte zwischen zwei unterschiedlichen Welten, welche hinterher zu einer verschmilzt!

Wild like a River
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Bewertet mit fünf Sternen

Titel: Wild like a River - Autorin: Kira Mohn

Klappentext: Haven lebt als Tochter eines Rangers in einem von Kanadas Nationalparks. Nirgends fühlt sie sich so wohl wie in der ...

Bewertet mit fünf Sternen

Titel: Wild like a River - Autorin: Kira Mohn

Klappentext: Haven lebt als Tochter eines Rangers in einem von Kanadas Nationalparks. Nirgends fühlt sie sich so wohl wie in der wilden Natur, weit ab von allen Menschen. Touristen geht sie lieber aus dem Weg, vor allem wenn sie sich so dämlich verhalten wie Jackson. Er will mit einem Freund wandern, aber die leichtsinnigen Städter bringen sich direkt am ersten Abend in eine gefährliche Situation. Haven hilft ihnen in der Annahme, dass sie anschließend abreisen. Doch stattdessen überredet Jackson sie, ihm ihre Welt zu zeigen. Und plötzlich ist da jemand, der all das, was sie bisher allein erlebt hat, mit ihr teilt. Ein verwirrend schönes, aber auch schmerzhaftes Gefühl. Denn Jackson muss bald wieder zurück in seine eigene Welt …

Inhalt: Haven und ihr Vater sind nach dem tragischen Tot von ihrer Mutter nach Jasper in den Nationalpark gezogen. Ihr Vater arbeitet dort als Ranger. Haven konnte in der wunderschönen und prächtigen Natur aufwachsen. Sie ist mittlerweile 19 Jahre alt und absolviert ein Fernstudium in Umweltwissenschaften. Eines Tages beschließt sie in den Wald zu gehen und lernt dort - mehr oder weniger - Jackson und Cayden kennen. Zwei Stadtmenschen, die dort ihren Wanderurlaub verbringen. Sie campen mittem im Wald (verbotenerweise), weshalb sie von einem Bären besucht werden. Durch einen kleinen Unfall wird Haven von ihrem Vater zu ihnen gerufen, wo Haven und Jackson sofort die Anziehungskraft zueinander spüren. Jackson beschließt darauf hin Haven näher kennenlernen zu wollen und macht sich auf die Suche nach ihrem Haus. Mit der Zeit lernen sich beide besser kennen und auch lieben, weshalb Haven den Entschluss fasst, ein Gastsemester an der Rutherford Universität in Edmonton zu machen, wo Jackson Jura studiert. Ihr Vater jedoch ist damit nicht einverstanden und so kommt es zu einem Streit, in dem Haven erfährt, dass in Edmonton ihre Tante, ihre Cousine und ihr Cousin leben. Sie bittet ihren Vater mit ihnen Kontakt aufzunehmen. Dies ging und kurze Zeit später ist Haven Studentin an der Rutherford. Bevor Haven jedoch nach Edmonton fährt, übergibt ihr Vater ihr noch ein Fotoalbum mit ganz vielen Bildern ihrer Mutter. Doch die ganze Vergangenheit kennt sie immer noch nicht. Haven lernt dort wie im Zeitraffer alles kennen. Sie lernt zwei gute Freundinnen kennen - Rae und Allison. Leider macht Haven aber auch keine so guten Erfahrungen, welche jedoch zu einem "normalen" Leben dazu gehören. Sie wird auf eine Party eingeladen, die, wegen zu viel Alkohol und ihrer fehlenden Menschenkenntnisse, aus dem Ruder läuft. Sie und Jackson verkrachen sich. Zudem möchte sie nur allzu gerne wissen, was es mit dem Tot ihrer Mutter und der angeblichen Trennung zwischen ihrem Vater und ihrer Mutter zu tun hat. So beschließt sie, da sie für die Stadtmenschen sowieso nur "seltsam und ein Waldmädchen" ist, zurück zu ihrem Vater zu fahren. Dort stellt sie diesen zur Rede und bekommt die ganze Geschichte erzählt. Die Wahrheit ist ein "Schlag ins Gesicht" für Haven, worauf sie noch an diesem Abend Jackson anruft. Dieser macht sich sofort auf dem Weg zu ihr. Haven erzählt Jackson die ganze Geschichte über ihre Vergangenheit und auch, dass sie das Gastsemester abbrechen und im Nationalpark bleiben möchte. Jackson kann sie doch noch dazu überreden, wenigstens das Semester zu beenden bevor sie endgültig zurückgeht. Am Ende des Buches wird jedoch klar, dass sie mit Jackson in Edmonton bleibt.

Aufbau: Kira Mohn hat das Buch in zwei Sichtweisen geschrieben - einmal aus der Sicht von Haven und einmal aus der Sicht von Jackson. Der Schreibstil ist die Ich-Perspektive im Präsenz. Durch diesen Schreibstil habe ich sofort eine Verbundenheit mit Haven gefühlt und wurde sofort warm mit ihr und anschließend auch mit Jackson. Es ist ein "leichtes" Buch, in welchem man schnell den Anschluss findet und sich mit den Charakteren vergleichen kann. So war es mir möglich, das Leben von Haven fernab des Stadtlebens nachzuempfinden. Auch ihre Ängste, Sorgen und Gefühle über das neue Abenteuer in der Stadt und die Beziehung zu Jackson waren sehr gut nachzuvollziehen. Es ist schön zu erfahren, dass Haven, wo sie doch zu Beginn des Buches sehr schüchtern zu Gleichaltrigen war, an sich und an den neuen Herausforderungen wächst und sich die Beziehung zu Jackson so intensiv entwickelt. Durch Jackson wird sie selbstbewusster und gewinnt zunehmen an Selbstvertrauen. Es ist wirklich sehr schön die beiden auf ihrem gemeinsamen Weg durch die Höhen und Tiefen zu begleiten. Die Liebesbeziehung zwischen ihnen beginnt am Anfang kaum merklich, da Haven noch keine Erfahrung damit hat, doch nach und nach wird diese Beziehung intensiver und vertrauter. Dadurch wird sie auch zunehmend neugieriger und versucht auch einiges aus. Jackson gibt sich große Mühe sie nicht zu sehr unter Druck zu setzen, dass hilft Haven sich ihm hinzugeben. Kira Mohn schreibt ihr Buch mit so viel Detailgenauigkeit, dass man sich die Geschichte - besonders den Nationalpark - bildlich vorstellen und eintauchen kann.

Fazit: Ich habe dieses Buch sehr genossen und zugleich verschlungen, da ich einfach nicht aufhören konnte es zu lesen. Die Geschichte ist "leicht" und nicht schwer zu verstehen. Kira Mohn achtet wirklich sehr auf die Details und so fiel es mir auch nicht schwer, mir die Umgebung und auch die Charaktere bildlich vorzustellen - einfach großartig! Ich habe mich während des Lesens gefühlt, als sei ich selbst vor Ort gewesen und habe diese hervorragende Stadt Edmonton und auch den Nationalparl selbst gesehen. Ich liebe solche Bücher, in denen ich mir selbst alles "malen" und meiner Fantasie freien Lauf lassen kann. Dies ist ihr auf jeden Fall mit diesem Buch gelungen! Ich werde dieses Buch auf jeden Fall noch viele Male lesen und freue mich auch schon jetzt auf den 2. Band, wenn sie die Geschichte zwischen Rae und Cayden erzählt.

Das Buch bekommt von mir verdiente 5 von 5 Sternen!!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.03.2021

Eine süße Geschichte über Freundinnen

Forever Five - Fabelhafte Freundinnen für immer
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Bewertet mit fünf Sternen

Schon wieder umziehen! Justine hat die Nase voll, immer wieder von vorne anzufangen, und mit ihrem schrägen Outfit erntet sie prompt nur Spott an der neuen Schule, allen voran ...

Bewertet mit fünf Sternen

Schon wieder umziehen! Justine hat die Nase voll, immer wieder von vorne anzufangen, und mit ihrem schrägen Outfit erntet sie prompt nur Spott an der neuen Schule, allen voran bei Becke, dieser versnobbten Fashionista. Doch als Justine sie und ihre Freundinnen näher kennenlernt, merkt sie, dass auch bei ihnen nicht alles so rosig ist, wie es scheint. Becka leitet unter ihrer Therapeuten-Mom, die ihr Teenie-Leben in ihren Erziehungsbüchern verwurstet, und Anna träumt sich in bunten Vintage-Klamotten aus ihrer spießigen Familie fort. Sport-Ass Polly findet sich zu dick und die modebesessene Robin verfällt jedes Mal in einen Kaufrausch, wenn es daheim wieder mal kracht. Doch die coolsten Klamotten helfen nicht, wenn es hart auf hart kommt ... dann zählen nur beste Freundinnen!

Das Buch ist in unterschiedliche Kapitel geteilt, welche die Geschichte aus den fünf Perspektiven der Mädchen (Justine, Becka, Ann, Robin und Polly) erzählt. Das Buch ist super geschrieben und einem flüssigen Lesen (vielleicht auch innerhalb weniger Tagen) stets nicht im Weg.

Die Geschichte ist süß geschrieben und veranschaulicht recht gut die verschiedenen Probleme von jungen Heranwachsenden. Da gibt es zum einen das wiederkehrende Problem mit den Eltern, die Mode verändert sich, man ist mit dem eignen Körper nicht zufrieden und - nicht zu vergessen - die erste Liebe. Das sind alles Probleme, die Jennifer Anne Moses in diesem Buch thematisiert und einem so näher bringt, was in Teenagerköpfen vor sich geht. Die Sache mit der Mode ist in diesem Buch ein ganz großes Thema und zieht sich wie ein roter Faden. Alle fünf stehen auf Mode und "erfinden" sich selbst, so wie sie sich sehen und auch wohl fühlen. Während die eine alles bekommt was sie will, muss die andere ihre alten Sachen gekonnt neu in Szene setzen und erfindet einen neuen einzigartigen Stil. Jede von den Mädchen hat die äußere Seite, die wirklich bei allen perferkt zu sein scheint und die Seite, die sich hinter den Wänden der Häuser abspielt. Das bei Becka so gewaltig etwas zuhause schief läuft, dass sie sich die Pulsandern aufschneidet, ist in den ersten paar Kapiteln nicht absehbar. So war ich doch verwundert, als die Story über Becka eine Wende durch macht und man sie danach in einem anderen Licht sieht.

Der Titel "Fabelhafte Freundinnen für immer" zieht sich, meines Erachtens, nicht von Anfang an durch das gesamte Buch. Es ist zwar irgendwie klar, dass alle der fünf Mädchen irgendwie miteinander befreundet sind, aber der Titel passt erst so richtig nach dem Unfall von Becka zusammen. Da gibt es eine Wendung der Geschichte und der Titel "Fabelhafte Freundinnen für immer" bekommt erst dann seinen "Auftritt". Hinterher kommen die fünf zusammen und "schütten ihre Herzen aus" und von da an sind sie einfach unzertrennlich und immer füreinander da. So, wie echte Freundschaft, auch sein sollte!

Zum Abschluss kann man sagen, dass das eine sehr gelungene und schöne Geschichte ist. Ein wiederholtes Lesen ist auf jeden Fall garantiert. Wenn es eine Fortsetzung gäbe, hätte ich dieses natürlich auch.

Es ist einfach eine süße Geschichte über fünf Mädchen, die sich mit den normalen Problemen eines Teenagers auseinandersetzen und dadurch Freundinnen werden.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere