Wie Narben trennen und einen
Die Narben, die uns einen 02Das zarte Cover in den Pastellfarben steht im starken Gegensatz zum Manga.
Er schmerzt. Er schmerzt, genauso wie der erste Band von „Die Narben, die uns einen“ - Kyonosuke und Akira sind vor Gewalt und ...
Das zarte Cover in den Pastellfarben steht im starken Gegensatz zum Manga.
Er schmerzt. Er schmerzt, genauso wie der erste Band von „Die Narben, die uns einen“ - Kyonosuke und Akira sind vor Gewalt und Mobbing in der Schule und in ihren Familien geflohen. Wollen einen Neuanfang wagen und finden unverhofft Zuflucht bei einem Paar, das in ihnen Teile ihrer eigenen Geschichte wieder erkennt.
Im zweiten Band werden wir mit einigen süßen Alltagsszenen belohnt. Die beiden sind süß zusammen und ich habe das vorsichtige Lachen von Akira und Kyonsuke gern gehört. Das bekommt man in der Geschichte nicht so oft. Außerdem haben wir in diesem Band einen Schauplatzwechsel - es geht in die winterlichen Berge zu einer Auszeit aus dem Alltag. Auch hier wird sichtbar, dass es sich noch Dinge jenseits von Vorsicht und Schmerz gibt.
Wir erfahren viel über die Backstory von Aiko und Koichi, die ähnlich gewaltvoll war wie die von Kyonsuke und Akira. Kyonsuke und Akira müssen sich noch finden, das habe ich den Seiten so schmerzvoll angemerkt. Aus vielen Panels sprachen Unsicherheit und Angst, die die beiden irgendwie zu kompensieren versuchen - und durch die sie auch immer wieder aneinander geraten. Schön finde ich, dass sie das Gespräch suchen, ihr Meinungsverschiedenheiten und Unsicherheiten beilegen wollen. Allein dieses Aufeinanderzugehen ist gegenläufig zu ihren Erfahrungen in der Vergangenheit und setzt einen starken Kontrapunkt.
Es ist nicht immer alles golden und harmonisch. Natürlich nicht. Das macht es umso echter, meiner Meinung nach. Und umso härter. Was bleibt, ist die Zuneigung der beiden zueinander, trotz aller Widrigkeiten - ich bin unglaublich gespannt auf den nächsten Band.