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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.04.2021

Kein einfacher Roman

Die lustlosen Touristen
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Ulia und Gustavo lernen sich während der Terroranschläge in Madrid kennen und begeben sich auf eine gemeinsame Reise, eine Autofahrt, ins Baskenland. Man ist nicht direkt dabei, da Ulia diese Geschichte ...

Ulia und Gustavo lernen sich während der Terroranschläge in Madrid kennen und begeben sich auf eine gemeinsame Reise, eine Autofahrt, ins Baskenland. Man ist nicht direkt dabei, da Ulia diese Geschichte in einem Brief an ihren Mann Gustavo Revue passieren lässt. Eine Reise in ihre Vergangenheit, die Offenbarung eines Familiengeheimnisses ...

Ein Buch mit wenigen Seiten, aber es ist definitiv keine kurze Reise, kein Reiseführer durch Spanien, es bildet eher den Schauplatz für diese Geschichte.

Katixa Agirres Roman ist kein Buch das man mal schnell zwischendurch liest. Der Schreibstil erfordert schon etwas Aufmerksamkeit, da er eher anspruchsvoll ist. Es sind keine einfachen Sätze.

Eine Geschichte über Heimat, Familie und zwischenmenschliche Beziehungen, Terrorismus, Vergangenheit und die Schönheit des Baskenlands.

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Veröffentlicht am 22.04.2021

Im Wald

Wer wohnt denn da im tiefen Wald?
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Dieses zauberhafte Kinderbuch hat uns sofort begeistert!

Es gibt so viel im Wald zu entdecken, zu jeder Tageszeit, im Winter wie im Sommer. Von der ersten bis zur letzten Seite tummeln sich jede Menge ...

Dieses zauberhafte Kinderbuch hat uns sofort begeistert!

Es gibt so viel im Wald zu entdecken, zu jeder Tageszeit, im Winter wie im Sommer. Von der ersten bis zur letzten Seite tummeln sich jede Menge Tiere. Manche sieht man bei uns eher selten im Wald, wie die Stinktiere, Bären und Füchse. Andere dagegen findet man auch im heimischen Wald.

Es werden Feste gefeiert, gelernt, Sport getrieben, Lagerfeuer veranstaltet (wobei das vieleicht nicht so gut ist im Wald) und man kann die vielen Tiere dabei beobachten. Kinder können sehen, wie und wo sie leben und sich alle gemeinsam den Wald teilen.

Kleine Gedichte und Suchaufgaben sind auf jeder Doppelseite zu finden. Die Illustrationen sind einfach wunderschön und kindgerecht.

Dieses Buch bleibt nie lange im Regal stehen, wir nehmen es immer wieder zur Hand und entdecken jedesmal etwas Neues

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Veröffentlicht am 21.04.2021

Moh und Nala

Calypsos Irrfahrt
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Oscar befindet sich mit seinen Eltern auf einem Segeltörn im Mittelmeer. Vier langweilige Wochen, die Ferien hatte er sich anders vorgestellt.

Eines Tages sieht er einen Rettungsring im Meer treiben, ...

Oscar befindet sich mit seinen Eltern auf einem Segeltörn im Mittelmeer. Vier langweilige Wochen, die Ferien hatte er sich anders vorgestellt.

Eines Tages sieht er einen Rettungsring im Meer treiben, mit zwei kleinen afrikanischen Kindern! Sie retten die beiden und nehmen sie auf ihr Boot. Die Verständigung ist schwierig, da sie nur einen afrikanischen Dialekt sprechen. Aber Kinder verstehen sich auch ohne Worte und so freundet Oscar sich, nach anfänglichem Misstrauen, schnell mit ihnen an.

Die Eltern versuchen die Geschwister in verschiedenen Häfen den Behörden zu übergeben. Aber das stellt sich als großes Problem heraus, da sie keine Ausweispapiere besitzen. Niemand fühlt sich zuständig...


Die Autorin Cornelia Franz beschreibt mit "Calypsos Irrfart" ein Flüchtlingsdrama, dass Kindern einen Einblick auf dieses aktuelle Thema vermitteln soll.

Kindgerecht und einfühlsam schildert sie die Situation in der sich die Moh und Nala befinden, die Gefühle aller und die Ohnmacht der Eltern, angesichts der vielen Probleme, den beiden zu helfen.
Einzig der Schluß passt nicht so ganz, er ist dann doch etwas unrealistisch.

Eltern solten dieses Buch mit ihren Kindern gemeinsam lesen und darüber sprechen. Nicht alles ist nur schwarz und weiß.

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Veröffentlicht am 21.04.2021

nicht mein Geschmack

Die dritte Frau
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Bei diesem Buch habe ich mich schwergetan, sowohl mit dem Lesen, als auch mit der Bewertung.

Die Buchbeschreibung fand ich sehr interessant. Ich habe eine Geschichte erwartet, die historische Begebenheiten ...

Bei diesem Buch habe ich mich schwergetan, sowohl mit dem Lesen, als auch mit der Bewertung.

Die Buchbeschreibung fand ich sehr interessant. Ich habe eine Geschichte erwartet, die historische Begebenheiten mit gegenwärtigen Geschehnissen mischt. Die Hintergründe des Gemäldes, warum wählte der Maler dieses Motiv, was steckt dahinter. Und was kann die Nachfahrin einer der abgebildeten Frauen, dazu beitragen.

Aber leider konnte mich der Roman nicht überzeugen. Die Protagonisten blieben mir alle fremd. Sie waren nicht überzeugend und vielschichtig charakterisiert.

Ich habe das Buch zweimal angefangen, manchmal kommt man einige Zeit später doch in eine Geschichte. Nur war das hier nicht der Fall. Vielleicht hatte ich einfach andere Vorstellungen von diesem Buch.

Aber das soll nicht heißen, dass es nicht gut ist. Lesegeschmäcker sind ja zum Glück verschieden!

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Veröffentlicht am 21.04.2021

berührend und informativ

Der gefrorene Himmel
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Der gefrorene Himmel ist ein wunderbarer Roman. Ein Roman gegen das Vergessen der Verbrechen, die den indianischen Ureinwohnern angetan wurden.

Vor dem Hintergrund der sogenannten Residential Schools ...

Der gefrorene Himmel ist ein wunderbarer Roman. Ein Roman gegen das Vergessen der Verbrechen, die den indianischen Ureinwohnern angetan wurden.

Vor dem Hintergrund der sogenannten Residential Schools in Kanada, in denen noch bis 1996 indigene Kinder gequält wurden, spielt die Geschichte von Saul Indian Horse. Ich hatte bis zu diesem Buch noch nie davon gehört, wie viele andere sicherlich auch nicht. Deshalb ist dieses Buch auch so wichtig, um aufzuklären und nicht zu vergessen!
Saul, der nach dem Tod der geliebten Großmutter, von der kanadschen Regierung in eines dieser katholische Heime kam, erlebte am eigenen Leib, die Züchtigungen, Schikanen und Quälereien mit. Alleine durch sein Talent für Eishockey schaffte er es, auszubrechen und einen anderen Weg zu gehen. Aber seine Vergangenheit lässt ihn nicht zur Ruhe kommen...

Der Roman ist nicht sehr lang, aber vollgepackt mit Informationen, Emotionen und poetischen Beschreibungen.
Richard Wagamese, selbst indigener Herkunft, versteht es seine Geschichte zu erzählen, die Leser zu fesseln und zum Nachdenken anzuregen. Ein sehr berührendes Buch!

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