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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.02.2019

magischer Ausflug mit tollen Abenteuern

Sturmwächter
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Fionn Boyle begleitet diesen Sommer seine Schwester mit auf die Insel Arranmore. Sie verbringen die Zeit auf der Insel, auf der sie geboren sind, bei ihrem Großvater. Dieser ist ein wenig eigenartig, wer ...

Fionn Boyle begleitet diesen Sommer seine Schwester mit auf die Insel Arranmore. Sie verbringen die Zeit auf der Insel, auf der sie geboren sind, bei ihrem Großvater. Dieser ist ein wenig eigenartig, wer sammelt schon Kerzen und gibt ihnen noch dazu auch noch Namen?


Der Schreibstil führt den Leser schnell in die Geschichte und auf eine wundervoll bildlich dargestellte Insel.
Sehr realistisch beschrieben wird dabei das Ankommen von Fionn und seiner anfänglichen Skepsis der Insel gegenüber. Denn die Insel verbirgt, wie auch die Kerzen und sein Großvater ein Geheimnis.

Im Vordergrund stehen zwischen den Abenteuern der Geschwister immer wieder die Banden, die eine Familie ausmachen. Dabei gilt es gerade für Geschwister so manch eine zusätzliche Hürde zu nehmen. So kann es durchaus vorkommen, dass der Leser sich (wenn er Geschwister hat) an seine eigene Familie erinnert fühlt.

Insgesamt ein magischer Ausflug mit tollen Abenteuern. So bewerte ich mit 4,5 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 23.02.2019

Viele ungenutzte Chancen, definitiv keine wirkliche Dystopie und ein unverständlicher Hype

Davor und Danach
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Mhairi ist unterwegs zu ihrer Großmutter, zu Fuß, denn die Grenzen sind geschlossen. Sie hat kein Geld mehr, jedoch noch ihre Papiere. Volljährig ist sie mit ihren 14 Jahren auch noch nicht, sie muss es ...

Mhairi ist unterwegs zu ihrer Großmutter, zu Fuß, denn die Grenzen sind geschlossen. Sie hat kein Geld mehr, jedoch noch ihre Papiere. Volljährig ist sie mit ihren 14 Jahren auch noch nicht, sie muss es unbedingt zu ihrer Großmutter schaffen. Doch dann trifft sie kurz vor der schottischen Grenze auf einen kleinen Jungen, den sie nicht einfach sich selbst überlassen kann...


Versprochen wurden aktuelle Themen wie Flucht und Klimawandel. Da die Flucht von Mhairi im Vordergrund steht, dabei das Grauen von Auffanglagern, die Willkürlichkeit von Mensch und Gesetz erwähnt werden, kann eine gewisse Aktualität nicht abgesprochen werden. Doch eine Flucht durch den Klimawandel, naja, es wurde kurz erwähnt, aber das war es auch.
Auch am Ende des Buches ist noch nicht wirklich klar, warum Mhairi zu Anfang noch mit ihren Eltern aus dem Sudan geflohen ist.

Eine Dystopie liegt leider zudem auch nicht vor, denn das Buch spielt zwar in der Zukunft und das beschriebene kann wirklich passieren. Doch Mhairi steht mit ihrer Ich-Perspektive so im Vordergrund, dass nichts anderes durch kommt. Die Welt um sie herum wird nur unzureichend beschrieben, so tauchen zwar hier und da ein paar technische Spielereien auf, die jedoch nie erklärt werden und das war es auch schon vom Danach. Das Davor kennen wir alle, es ist die aktuelle Welt.

Mhairi berichtet in der bereits angesprochenen Ich-Perspektive in kurzen abgehakten Sätzen, vergisst dabei immer wieder den Leser auf ihrer Reise durch beschreibende Elemente wirklich mit zu nehmen. Etwas, was wirklich deutlich wird, sind die Probleme, vor allem psychischer Natur, die ein Mensch auf der Flucht ertragen muss. So versucht sie sich all dem durch eine selbst geschaffene Festung zu entziehen und das erlebte Grauen wegzuschließen.

Insgesamt war die Chance da, eine Dystopie zu kreieren, die zum Nachdenken anregt und das Ändern der eigenen Verhaltensweisen zu ermöglichen. Das Buch ist jedoch auf voller Linie gescheitert. Ich weiß auch Stunden nach Beenden des Buches nicht wirklich, was es mir sagen will, sodass mir der Hype, um dieses Buch vollkommen unverständlich ist. Einzig positiv ist, dass die kurzen Sätze einen das Buch in sehr schneller Geschwindigkeit lesen lassen. So bewerte ich mit 2 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 23.02.2019

Netter Ausflug, doch ohne Hindernisse

Roman Quest - Flucht aus Rom
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Juba, Fronto und seine Schwester Ursula müssen aus ihrem privilegierten Leben in Rom fliehen. Der Kaiser ist hinter der Familie her. So machen sich die drei auf den Weg nach Britannien zu ihrem Onkel.

Der ...

Juba, Fronto und seine Schwester Ursula müssen aus ihrem privilegierten Leben in Rom fliehen. Der Kaiser ist hinter der Familie her. So machen sich die drei auf den Weg nach Britannien zu ihrem Onkel.

Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen und die vielen kurzen Kapitel machen es möglich in kleinen Abschnitten zu lesen. Anfangs werden die Charaktere und ihre Eigenarten genauer vorgestellt: So ist Fronto zwar der älteste der drei, doch stark abergläubisch. Alles hängt damit an Juba und seinen Entscheidungen.

Heutzutage ist eine Flucht aus Rom mit einem Flugzeug mal eben nach London natürlich kein Problem. Doch die gab es zum Handlungszeitpunkt dieses Buches noch lange nicht. Also über ein Schiff und dann in die nächste Großstadt ohne irgendwelche Probleme sich zurecht zu finden? So ergeht es den dreien immer wieder. Nebenbei hier ein Abenteuer und dort eins, aber wirkliche Hindernisse gibt es nicht.
Auch gelingt es den dreien viel zu schnell ihr Leben im Luxus hinter sich zu lassen und sich an die neuen Gegebenheiten zu gewöhnen...

Insgesamt somit ein netter Ausflug, doch ohne Hindernisse. Sehr schade, denn es wäre mehr drin gewesen in dieser Geschichte. So bewerte ich mit 2,5 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 28.12.2018

Interessante Idee mit vorhersehbarer Entwicklung

Wovon du nichts ahnst
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Sarah Havenant führt ein glückliches Leben als Ärztin, Ehefrau und Mutter von drei Kindern. Bis sie eines Tages plötzlich auf ein Facebook Profil aufmerksam gemacht wird, dass öffentlich private Fotos ...

Sarah Havenant führt ein glückliches Leben als Ärztin, Ehefrau und Mutter von drei Kindern. Bis sie eines Tages plötzlich auf ein Facebook Profil aufmerksam gemacht wird, dass öffentlich private Fotos von ihr und ihren Kindern präsentiert.

Erst denkt sie an einen bösen Scherz, doch dann werden Briefe an sie verschickt, die sie angeblich selbst verfasst hat...

Erzählt wird die Geschichte in längeren Kapiteln aus Sarahs Sicht und immer wieder gibt es Einblicke in den mutmaßlichen Verursacher.
Gut dargestellt ist die Entwicklung in Sarahs Ehe und ihre Psyche, auf die sich bietenden Probleme.

Doch mich hat es irgendwie nicht so fesseln können. Immer wieder fand ich es etwas seltsam, dass die Polizei so wenig tun konnte und gerade zum Ende hin, dass der gefundenen Lösung so wenig Wert zugeschrieben wird. Auch war mir die zweite Perspektive recht schnell klar, sodass es etwas vorhersehend war.

Insgesamt somit interessante Idee mit vorhersehbarer Entwicklung. So bewerte ich mit 2 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 28.12.2018

Spannend, jedoch teilweise unrealistisch

Böse Bilder
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In einem Park in London wird eine Leiche gefunden, nachdem Fotos von kurz vor dem Mord und nach dem Mord online gestellt wurden. Ein beispielloser Medienzirkus beginnt und DCI Dan Fenton tut alles, um ...

In einem Park in London wird eine Leiche gefunden, nachdem Fotos von kurz vor dem Mord und nach dem Mord online gestellt wurden. Ein beispielloser Medienzirkus beginnt und DCI Dan Fenton tut alles, um den Mörder zu finden...


Der Schreibstil ist angenehm zu lesen und lässt einen schnell in diese grausige Geschichte einfinden. Interessant sind dabei vor allem die Reaktionen auf die im Netz verbreiteten Bilder und die realistisch dargestellten Zeitungsartikel, jeweils passend zum "Niveau" der Zeitung.

Leider entwickelt sich die Geschichte, die aus dieser recht guten Idee stammt, etwas unrealistisch. Persönlich auf den Ermittler, kein Problem, aber das Verhalten des Ermittlers ist einfach nicht nachvollziehbar im Vergleich zu seinem vorher dargestellten Charakterzügen.

Insgesamt somit wirklich spannend, jedoch teilweise unrealistisch. So bewerte ich mit 3 von 5 Sternen.