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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.12.2020

Herzensbuch

Sweet like you
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Das Cover sieht sehr hübsch aus und im Inneren des Buches befinden sich zwei Rezepte. Ich finde die Gestaltung des Buches mal wieder top.

Der Einstieg war richtig gut. Anfangs wirkt Cassie noch wie eine ...

Das Cover sieht sehr hübsch aus und im Inneren des Buches befinden sich zwei Rezepte. Ich finde die Gestaltung des Buches mal wieder top.

Der Einstieg war richtig gut. Anfangs wirkt Cassie noch wie eine eingebildete New Yorkerin, da sie oft ins Fettnäpfchen tritt und niemand von Honey Springs erpicht auf sie ist. Nach und nach erkennt der Leser und auch die Stadtbewohner wie viel Herz in der jungen Frau steckt. Der Anfang ist wirklich witzig, da die Bewohner sehr kühl gegenüber Cassie sind, nur Nick unterstützt sie. Er und Cassie kennen sich schon seit früher und es war damals die erste Liebe. Leider klappte es nicht und auch jetzt scheint die Beziehung unter keinem guten Stern zu stehen. Cassies Leben spielt in der Großstadt und Nicks in Honey Springs.

Honey Springs ist mal wieder eine entzückende Kleinstadt in die man sich als Leser verlieben muss. Es hat mich sofort an andere Kleinstädte wie Stars Hollow oder Redwood erinnert. Ich liebe solche Kleinstadt Geschichten und auch dieses Buch konnte mich überzeugen. Nick ist ein wundervoller Mensch, der Cassie tatkräftig in ihrer Aufgabe als Interimsbürgermeisterin unterstützt. Beide Protagonisten sind sehr sympathisch, genau so wie die restlichen Nebenfiguren. Das Buch versprüht einen tollen Charme und es gab wieder humorvolle Szenen. Gerade auch auf den zweiten Teil bin ich sehr gespannt, in dem es um Madison und Patrick gehen wird.

Der Schreibstil ist flüssig und einfach. Das Buch hatte mal wieder eine richtige Sogwirkung auf mich und ich habe es innerhalb eines Tages gelesen. Es gab viele Szenen, die mich zum Schmunzeln gebracht haben und es war schön zu sehen wie die Wichtigkeit von Bienen in diesem Buch hervorgehoben wurde.

Mein persönliches Highlight war dann noch Belle, die Katze von Cassies Tante Etta. Ich bin ein absoluter Katzenmensch, weshalb mir diese Szenen so super gefallen haben. Tiere in Büchern lassen jedes Mal mein Herz höher schlagen.

Natürlich ist die Handlung sehr vorhersehbar und wirkliches Drama gibt es auch nicht. Mich persönlich störte das aber überhaupt nicht, weil es einfach von den sympathischen Figuren und dem Kleinstadt-Charme lebt. Wer einen süßen Roman für zwischendurch sucht, wird bestimmt viel Freude mit diesem Buch und seinen Charakteren haben.


Fazit: „Sweet like you“ ist mal wieder ein richtiges Herzensbuch. Es ist romantisch, charmant und mit jede Menge Zucker, pardon Honig. Ich habe mich wieder sehr wohlgefühlt beim Lesen und mich sofort in Honey Springs verliebt. Trotz der sehr vorhersehbaren Handlung, empfehle ich das Buch jedem, weil der Auftakt der Dilogie super süß ist. Die Kleinstadt-Bewohner sind schrullig und witzig. Das Buch versprüht einen wundervollen Charme, wodurch ich tolle Lesestunden hatte.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.12.2020

Guter Abschluss

Shadow Tales - Die dunkle Seite der Sonne
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Das Cover sieht wieder wunderschön aus. Mir gefällt die Gestaltung des Buches sehr. Im Inneren befindet sich auch eine bunte Karte.

Es handelt sich hierbei um den zweiten Teil und bereits der erste konnte ...

Das Cover sieht wieder wunderschön aus. Mir gefällt die Gestaltung des Buches sehr. Im Inneren befindet sich auch eine bunte Karte.

Es handelt sich hierbei um den zweiten Teil und bereits der erste konnte mich sehr in seinen Bann ziehen. Lelani hat es geschafft und konnte ihre Mutter retten, jedoch sind noch viele Fragen offen und Lelani reist nach Kuraigan und hoffe dort die Antworten zu finden.

Der Einstieg gestaltete sich wieder sehr leicht. Das Liebesdreieck zieht sich auch in diesem Teil weiter. Eigentlich bin ich kein Fan von Dreiecken, aber hier störte es mich eher weniger. Lelanis Gefühle für Kyran sind verwirrend. Sie wurde von ihm verraten, aber trotzdem bleibt er in ihrer Nähe. Die Beziehung der beiden war spannend. Trotz der beiden Männer in ihrem Leben, gibt es wichtigere Probleme zu lösen, weshalb sich Lelani erstmal darauf konzentriert. Natürlich sind ihre Gefühle für Haze und Kyran deshalb nicht vorbei….

Der Schreibstil gefiel mir wieder richtig gut. Man merkte auch wieder die märchenhaften Einflüsse, die bereits im ersten Teil schon vorhanden waren. Ich liebe Märchen, deshalb fand ich diese Elemente echt klasse, auch wenn sie manchmal etwas von der eigentlichen Haupthandlung abgelenkt haben. Größtenteils wird das Buch aus Sicht von Lelani erzählt, aber hin und wieder dürfen wir auch in die Köpfe der männlichen Protagonisten blicken. Diesen Wechsel finde ich immer klasse, weil man die Figuren und deren Handeln dadurch besser verstehen kann. Ich hätte gerne noch mehr aus Sicht der beiden gelesen. Nichtsdestotrotz war es aber auch in Lelanis Kopf sehr interessant.

Der zweite Teil ist spannend und mitreißend. Ich fand zwar das meiste vorhersehbar, dennoch war ich nicht gelangweilt und wollte wissen wie es weitergeht. Das Worldbuilding hat mir richtig gut gefallen und ich hätte so gerne noch mehr von den Sonnen-und Mondmagie gesehen. Auch die Schattengänger waren sehr interessant.

Das bringt mich jetzt zu meinem größten Kritikpunkt bzw. was ich am meisten vermisst habe, war die Magie. Hier hätte ich gerne noch mehr gehabt, da es sich ja schließlich um einen Fantasy Roman handelt. Die Fähigkeiten waren wirklich cool und interessant gestaltet, aber leider ging es etwas manchmal unter bei dem ganzen Gefühlwirrwarr. Das ist echt schade, weil hier so viel Potenzial ist. Isabell May hat wirklich eine tolle Welt erschaffen. Gerade auch in der Mitte des Buches wurde es etwas langatmig, weil gefühlt nichts neues eingebracht wurde. Die letzten ca. 100 Seiten hat die Handlung dann wieder an Fahrt aufgenommen und mich wieder richtig gefesselt.


Fazit: Mit „Die dunkle Seite der Sonne“ ist das Shadow Tales Duet beendet. Ich bin sehr traurig, weil ich mich sofort in die magische Welt verliebt habe. Die Handlung war spannend und interessant. Ich bin zwar nicht so der Fan des Liebesdreiecks, dennoch waren die beiden männlichen Protagonisten sympathisch. Trotz einiger Längen, ist das Buch ein gelungener Abschluss dieses Jugendroman-Dilogie. Ich bin gespannt in welche Welt uns die Autorin als nächstes entführt.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.12.2020

Nett für zwischendurch

Girl At Heart
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Das Cover sieht wunderschön aus. Ich liebe die Farben! Es passt auf jeden Fall zur Highschool, da das Cover einer Uniform ähnelt.

Der Klappentext hat mich sofort angesprochen, weshalb ich das Buch unbedingt ...

Das Cover sieht wunderschön aus. Ich liebe die Farben! Es passt auf jeden Fall zur Highschool, da das Cover einer Uniform ähnelt.

Der Klappentext hat mich sofort angesprochen, weshalb ich das Buch unbedingt lesen wollte.

Charlie ist im letzten Schuljahr ihrer Highschool und eine sehr begabte Baseballspielerin. Als der Abschlussball näher rückt planen ihre Freunde diesen ohne sie und können nicht verstehen wieso es Charlie stört, dass diese in den Plänen zum Abschlussball nicht muteingeplant wird. Da merkt Charlie zum ersten Mal, dass sie immer nur der Kumpeltyp ist und nicht wirklich als Mädchen wahrgenommen wird. Kein Wunder also auch, dass ihre heimlichen Gefühle für ihren besten Freund Eric auch unerwidert sind. Ziemlich schnell steigt Charlie also aus dem Baseballteam aus, was wiederum Jace, den Kapitän des Teams, auf die Matte ruft, der versucht Charlie zu helfen. Nicht überraschend kommen sich Jace und Charlie dabei näher und schon bald verdreht er ihr gehörigen den Kopf…

Die Grundidee dieses Buches klingt einfach nur toll und hat mich auf jeden Fall an ein paar Teeniefilme erinnert. Nur bei der Umsetzung gelang es der Autorin nicht so recht mich zu fesselnd. Bereits am Anfang wirkten die Figuren sehr stereotypisch und leider auch flach. Es dauerte bis ich wirklich warm mit dem Buch wurde und so richtig kam es auch nicht aus der Klischeekiste heraus. Vieles wirkt einfach nur sehr bekannt und überspitzt, einfach zu perfekt und passend. Jace und seine Schwester Leila wollen Charlie sofort helfen, was noch ok war, aber dann ging alles super schnell. Umstyling, neue Klamotten und auch noch Freunde. Hier passen alle Puzzleteile sofort zusammen, was einfach nur unglaubwürdig wirkte. Klar es ist ein Jugendbuch, wo gerne manche Sachen etwas over the top sein dürfen, aber hier wirkte alles so gestellt und konstruiert.

Erst später wurde es dann besser und endlich schien auch Charlie eine tiefere Persönlichkeit zu haben, als nur die Kumpel-Problematik. Ich fand es auf jeden Fall gut, dass die Autorin versucht hat die Ungleichbehandlung im Sport anzusprechen. Charlie ist zwar sehr gut im Baseball, aber auf den College wirkt sie trotzdem kaum eine Chance haben, da der Sport von Männer dominiert ist. Die Idee dieses Thema aufzugreifen war gut, wobei die Autorin sich am Ende irgendwie selber widersprochen hat, aber Hauptsache das Ende war süß. Schön wäre es aber gewesen, wenn der Sport besser erklärt geworden wäre. Stellenweise wurde über Spielzüge geredet, von denen ich keine Ahnung habe, aber eine Erklärung blieb aus. Naja vielleicht sind viele Jugendliche ja Baseballfans und kennen sich damit aus….

Der Schreibstil ist flüssig und man kommt zügig durch das Buch. Im Gegensatz zu V is a Virgin, konnte mich das Buch aber nicht so richtig packen. Vor allem das Verhalten der Figuren war einfach nur nervtötend. Die Jungs im Buch sind alle um die 18 Jahre alt, verhalten sich aber gefühlt wie 12 Jährige. Ich konnte manchmal nur noch den Kopf schütteln, weil sie so viel Quatsch geredet haben. Wieso Charlie mit ihnen befreundet ist, blieb für mich auch rätselhaft. Klar sie spielen gemeinsam in einem Team, aber ansonsten verbindet sie überhaupt nichts. Die Liebesgeschichte war nett mitzuverfolgen, aber so wirklich konnte ich keine Verbindung zu Jace aufbauen. Die beiden sind ein süßes Paar.


Fazit: „Girl at Heart“ ist eine süße Geschichte für zwischendurch, die mich aber trotzdem mit sehr gemischten Gefühlen zurücklässt. Mir persönlich war es manchmal zu süß und teeniehaft, was wohl an meinem Alter liegt. Die Figuren wirkten leider flach und die Geschichte zu konstruiert. Einerseits gab es nette Szenen und das angeschnitten Thema war auf jeden Fall gut. Die Umsetzung war aber voll mit nervigen, übertriebenen und unglaubwürdigen Szenen. Die Figuren verhalten sich wie Teenies, obwohl sie kurz vor ihrem Highschool-Abschluss stehen, die Lovestory war nett, aber auch nichts bahnbrechendes. Insgesamt war die Unterhalt kurzweilig, weshalb ich 3 von 5 Sternen vergebe.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.12.2020

Schwächster Teil der Reihe, aber trotzdem faszinierend

All Saints High - Der Verlorene
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Das Cover sieht wieder wunderschön aus. Leider passt das Cover nicht wirklich zur düsteren Atmosphäre, die im Buch gegeben ist. Hier hätte man vielleicht noch dunklere Farben benutzen müssen, aber letztlich ...

Das Cover sieht wieder wunderschön aus. Leider passt das Cover nicht wirklich zur düsteren Atmosphäre, die im Buch gegeben ist. Hier hätte man vielleicht noch dunklere Farben benutzen müssen, aber letztlich soll man ein Buch nicht durch sein Cover bewerten. Alle drei Bände nebeneinander sehen auf jeden Fall klasse aus.

Ich habe die beiden vorherigen Teile geliebt und dementsprechend hoch waren auch meine Erwartungen an Vaughn’s Buch. Ich gestehe, dass ich Vicious überhaupt nicht leiden kann, aber Vaughn konnte mein Interesse in den vorherigen Büchern wecken und ich wollte unbedingt wissen, wieso er so vor Nähe zurückschreckt. Meine Antwort habe ich erhalten, allerdings konnte das Buch nicht so richtig meine Erwartungen erfüllen.

Der Einstieg war richtig gut. Vaughn und Lenora lernten sich bereits im zweiten Teil kennen. Die beiden sind Künstler und dürfen nun gegeneinander auf der Carlisle Prep antreten. Das Setting und die Atmosphäre des Buches waren dunkel und wirkten gefährlich. Hier wurde eindeutig das sonnige Setting der High School aus Todos Santos verlassen und es geht in ein Spukschloss. L.J. Shen hat mit dem dritten Teil auf jeden Fall in Richtung Dark (New Adult) Romance gezielt, jedoch an manchen Stellen weit darüber geschossen. An manchen Stellen hatte ich eher das Gefühl einen Vampirroman zu lesen, als ein New Adult Buch. Die düstere Atmosphäre war top, nur leider wollte sie nicht so richtig zu den Figuren passen.

Vaughn und Lenora sind sehr unterschiedlich, trotzdem verbindet sie die Leidenschaft zur Kunst. Beide haben zwar eine unterschiedliche Definition davon, aber im Herzen sind sie beide Künstler. Die Beziehung der beiden war durchzogen von Leidenschaft aber auch viel Toxizität. Ich habe mich auf jeden Fall in Lenora verliebt. Sie ist kein Fußabtreter und liefert Vaughn einiges an Kontra. Sie spielt mit ihm und das mochte ich sehr. Dabei gab es eine richtig WTF Szene, die so wohl noch nie in einem New Adult Roman vorkam. Hut ab vor Lenora und ihren verrückten Ideen!

Vaughn ist der dunkle Prinz der All Saints High, der nie menschliche Emotionen zeigt. Umso mehr sorgt es für Aufregung als Lenora ihm Reaktionen entlockt, die er sonst noch nie gezeigt hat. Lenora kennt sein Geheimnis und natürlich wollen die beiden sich gegenseitig zerstören. Diese Ausgangssituation ist nichts neues bei L.J. Shen und das Buch erinnerte mich sehr an Vicious Love, wie könnte es auch anders sein, da Vaughn der Sohn von Vicious ist. Vaughn ist auf jeden Fall ein Arsch, genau so wie sein Vater. Zwar ändern sich seine Motive und Zielpersonen im Buch, trotzdem bleibt er der wütende Gott.

Der Schreibstil ist wie gewohnt flüssig und zieht einen praktisch förmlich ins Buch. Auch wenn viele Szenen mich eher abgestoßen haben, konnte und wollte ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Die Faszination wie auch bei allen anderen Büchern der Autorin war auf jeden Fall wieder vorhanden. Nur leider hat sie es für mich ein wenig in diesem Buch übertrieben, was die dunkle Atmosphäre anging. Das ganze Bluttrinken passte einfach nicht zum sonstigen New Adult Buch.

L.J.Shen hat wieder ein ernstes Thema in diesem Buch integriert. Bereits in den anderen Büchern hat man gerätselt wieso Vaughn so abweisend und kalt ist. Endlich erfährt man was passiert ist und ich musste natürlich erstmal schlucken. Ich finde es gut dass die Autorin solche Themen mit einbindet und mehr Aufmerksamkeit schafft. Die Art und Weise wie hier Probleme gelöst werden, ist natürlich nicht auf die Wirklichkeit übertragbar, aber das ist ein anderes Thema…

Das Ende war für mich allerdings nicht mehr so überzeugend bzw. wirkte es sehr konstruiert. Es ist wirklich sehr unlogisch, dass Emilia und Vic so lange brauchten um herauszufinden was mit Vaughn los war. Am Ende konnten sie es sich sehr gut zusammenreimen, wodurch man sich als Leser leider fragt, wieso es dann Jahre gebraucht hat bis sie etwas bemerkt haben?! Die plötzlich schnelle Auflösung des Rätsels war einfach nicht authentisch. Schade fand ich auch, dass Rosie in diesem Buch überhaupt keine Rolle mehr gespielt hat, obwohl sie Emilias Schwester ist. Obwohl die Figuren alle miteinander verbunden oder verwandt sind, fühlte sich das Buch zu sehr nach Standalone an, was sehr schade ist, da man die Reihe und Figuren liebt aufgrund ihrer Verbindungen. Der Epilog war dann wieder sehr Shen-typisch. Mir ist das zwar immer zu viel des Guten, aber letztlich liebe ich auch Happy Ends. Ich hoffe auf jeden Fall, dass wir irgendwann noch eine Kurzgeschichte zu allen Figuren und ihren späteren Lebensabschnitten erhalten.


Fazit: „ASH – Der Verlorene“ ist der dritte und letzte Teil der All Saints High Reihe. Für mich war das Buch leider das schwächste der Reihe, was vor allem an den Figuren und einigen abstoßenden Szenen lag. Ich mochte die dunkle Atmosphäre und vor allem Lenora war eine willkommene und interessante Protagonistin, doch so richtig konnte mich die Liebesgeschichte mit Vaughn nicht packen und vor allem das Ende des Buches wirkte sehr konstruiert und unlogisch. Für Vicious Fans ist es auf jeden Fall ein Muss und auch als Shen Fan wird man wohl nicht um dieses Buch vorbeikommen. Ich verspürte die gleiche Faszination wie bei den anderen Teilen, weshalb ich es natürlich auch empfehle. An die beiden vorherigen Teile kommt es nur leider nicht heran, weshalb ich auch nur 4 von 5 Sternen vergebe.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.11.2020

Schöne New Adult Geschichte

Forever Mine - San Teresa University
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Das Cover sieht wieder sehr hübsch aus. Dieses Mal ist es pink anstatt türkis. Ich hatte auf jeden Fall wieder Lust nach San Teresa zurückzukehren.

Der Einstieg hat mir richtig gut gefallen. Der Leser ...

Das Cover sieht wieder sehr hübsch aus. Dieses Mal ist es pink anstatt türkis. Ich hatte auf jeden Fall wieder Lust nach San Teresa zurückzukehren.

Der Einstieg hat mir richtig gut gefallen. Der Leser kennt Kate bereits aus dem ersten Teil. Sie ist Bloggerin und hat eine große Reichweite von 850.000 Followern. Mit dem Blogger-Dasein sind natürlich auch viele Unannehmlichkeiten verbunden. Jeder hat eine Meinung zu ihrem Leben und Kate möchte einfach mal nur ein Mädchen sein. Sie fühlt sich sofort zu Alec hingezogen, da ihm die Meinung von anderen egal scheint. Nach einer sinnlichen Nacht, muss Kate aber feststellen, dass ihre Follower ihren One-Night-Stand mit dem Campus-Playboy alles andere als toll finden.

Ich mochte die Figuren auf Anhieb. Bereits im ersten Teil sind sie mir ans Herz gewachsen. Kate und Alec waren mir auch um einiges sympathischer als Hunter und Raelyn. Der Handlungsverlauf ist gut durchdacht und es gibt einige emotionale Momente. Ich konnte mich mit Kate sehr gut definieren. Sie liebt es Bloggerin zu sein, allerdings gibt es auch viele Schattenseiten. Ihre Fans haben ein bestimmtes Bild von ihr und durch Alec weicht sie sehr davon ab. Alec hingegen kümmert sich nicht um die Meinung von anderen. Er kennt genügend dumme Sprüche über seine Bisexualität und lebt sein Leben wie es ihm gefällt. Alec ist sofort auf meine Bookboyfriend Liste gewandert. Er war durch und durch ein wundervoller Protagonist.

Die Themen, die in diesem Buch angesprochen werden sind sehr wichtig und die Autorin hat sie gut eingebunden. Selbstzweifel und das Eigen- und Fremdbild spielen eine wichtige Rolle. Kate versucht ihr Leben so gut es geht zu balancieren, allerdings vergisst sie sich selbst dabei. Ihre Entwicklung hat mir gut gefallen. Generell würde ich dem Buch gerne 5 Sterne geben, da die Figuren und die Haupthandlung auf voller Länge überzeugen und die angesprochenen Themen auf jeden Fall den Zeitgeist treffen.

Jedoch hatte ich meine Probleme mit dem Schreibstil. Er ist durchaus flüssig, aber mir persönlich viel zu detailreich. Kara Atkin beschreibt jede Szene bis ins letzte Detail, oftmals schwadronieren die Figuren seitenweise um die gleichen Probleme. Ich hatte hier manchmal echt das Gefühl die Gedanken drehen sich im Kreis. Leider wirkte dadurch vieles langatmig. Gerade die Liebesbeziehung leidet darunter, da sie gefühlt zur Nebenhandlung mutiert. Am Ende ging alles super schnell. Bei über 400 Seiten hätte die Entwicklung noch etwas glaubwürdiger sein können. Durch die vielen unnötigen Details und Szenen ging gerade Alec‘s Part zu sehr unter. Die Handlung hätte sich etwas mehr auf einen Hauptplot fokussieren sollen.

Auch wurden mir manche Aspekte im Buch zu übertrieben dargestellt. Kate ist erfolgreiche Bloggerin, aber fast eine Millionen Follower zu haben erscheint mir dann doch abwegig, genauso der rasante Verlust nach dem ONS. Ich meine was macht Kate so besonders? Sie ist eine Fashionbloggerin und die gibt es heutzutage wie Sand am Meer. Dieser Aspekt der Story wirkte etwas lächerlich. Klar ist der ONS nicht gerade gut für den Ruf, aber das ganze Drama wirkte auf mich leider sehr inszeniert. Ich meine wir leben im 21. Jahrhundert und so stark in Ungnade zu fallen wegen eines ONS wirkt komplett an den Haaren herbeigezogen. Ich meine ihre Follower sind im gleichen Alter und diese Empörung wäre vielleicht verständlich gewesen, wenn Kate ihr Geld als Escort verdienen würde. Dem ist aber nicht so. Wegen eines Fehltritts wird sie so heftig online angegegangen? Selbst Todeswünsche werden ausgesprochen, was einfach nur noch überzogen und unglaubwürdig wirkte.

Nichtsdestotrotz wurde ich sehr gut vom Buch unterhalten. Trotz einiger Unstimmigkeiten und forcierten Aspekten, gefielen mir die Charaktere sehr gut. Es war auch klasse, dass Alecs Bisexualität thematisiert wurde. Sein bester Freund ist übrigens schwul. Die Diversität wurde toll eingebunden ohne gezwungen zu wirken. Die Schattenseiten von Social Media, das Onlinemobbing, wurden passend zum Zeitgeist eingefügt.


Fazit: Mir hat „Forever Mine“ wieder gut gefallen, sogar noch ein Stück mehr als der erste Teil. Alec war ein wunderbarer Protagonist, der eindeutig einen Platz auf meiner Bookboyfriend Liste verdient hat. Auch Kate war mir sympathisch und ich konnte mit ihr mitfühlen. Zwar gab es einige Aspekte an der Handlung, die mir zu übertrieben, inszeniert und detailliert dargestellt wurden, aber im Gesamten hatte ich sehr schöne Lesestunden. Ich würde dem Buch für seine tolle Message und Charaktere gerne 4 Sterne vergeben, aber leider war mir der Schreibstil zu langatmig und unfokussiert. Aus diesem Grund vergebe ich 3,5 Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere