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Veröffentlicht am 10.07.2020

Herzzerreißende Geschichte, nur das Ende war nicht mein Fall

Wie die Ruhe vor dem Sturm
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Das Cover ist traumhaft schön. Ich wollte mir das Buch zuerst nicht als Print Exemplar kaufen, da mir „Wenn Donner und Licht sich berühren“ nicht so gut gefallen hat. Als ich dann in der Buchhandlung war, ...

Das Cover ist traumhaft schön. Ich wollte mir das Buch zuerst nicht als Print Exemplar kaufen, da mir „Wenn Donner und Licht sich berühren“ nicht so gut gefallen hat. Als ich dann in der Buchhandlung war, konnte ich einfach nicht daran vorbeigehen. Die kleinen Libellen sind wunderschön und wenn man die Geschichte gelesen hat, weiß man auch warum sie dort abgebildet sind.

Das Buch beginnt mit einem Rückblick in die Vergangenheit von Eleanor und Greyson. Ellie ist ein Bücherwurm durch und durch, was mir sehr gut gefallen hat. Die Beschreibungen ihrer Bücherliebe haben mir ein Lächeln ins Gesicht gezaubert, da sie wohl jeder Bücherwurm verstehen kann. Ihre Cousine Shay schleppt sie auf eine Party und Ellie verbringt den Abend dort lieber mit dem neuesten Harry Potter Buch und Kopfhörern. Aufgrund eines Gefallen muss Grey Zeit mit ihr verbringen, aber schnell merkt er, dass mehr hinter dem schüchternen Mädchen steckt. Die beiden verbringen immer mehr Zeit miteinander und werden Freunde und später ein Pärchen. Das Schicksal treibt sie aber auseinander und wir machen einen Zeitsprung in die Gegenwart.

Eleanor arbeitet als Tagesmutter und ist auf der Suche nach einem neuen Job. Zufällig wird sie die neue Nanny von Greysons Töchtern. Diese haben ihre Mutter bei einem Autounfall vor ca. einem Jahr verloren. Die Familie East ist gebrochen und gerade Grey hat sich zu einem kalten Mann entwickelt. Er hat seine Frau über alles geliebt und weiß nicht wie er ohne sie weitermachen soll. Dank Ellie findet er aber wieder einen Silberstreifen am Horizont….

Die Rückblicke waren einfach so wundervoll und ein toller Beginn für die Liebesgeschichte. Brittainy hat mir auf jeden Fall das Herz gebrochen und ich hatte Tränen in den Augen. Die Beschreibungen sind einfach wunderschön und man wird sofort mitgerissen. In der Gegenwart ist dann alles anders und Ellie ist geschockt, wie sehr sich Grey doch verändert hat. Damals war er aber stets an ihrer Seite und dies möchte sie nun für ihn ebenfalls sein.

Mir hat das Buch wirklich extrem gut gefallen. Ich hatte eigentlich keine großen Erwartungen, da ich „Wenn Donner und Licht sich berühren“ nicht sonderlich toll fand. Diese Geschichte war auf jeden Fall herzzerreißend und sehr emotional. Sie beweist, dass es zweite Chancen im Leben gibt und auch wenn der Schmerz unendlich groß scheint, es ist in Ordnung loszulassen und weiterzuleben. Die Message ist wirklich wundervoll. Auch war es toll, dass Ellie ein absoluter Bücherwurm ist. Als Leser konnte man sich damit sehr gut identifizieren und ich musste immer wieder über die Harry Potter Anspielungen schmunzeln.

Ich würde das Buch gerne in den Himmel loben, aber ich muss auch gestehen, dass es Stellen gab, die mir nicht gefallen haben. An sich ist die Message klasse, aber für mich war es eben kein typischer Liebesroman. Erst bei ca. 80% des Buches entwickelt sich mehr zwischen Ellie und Grey. Es ist absolut verständlich wenn man Zeit braucht nach einem solchen Verlust, aber leider wirkte die Liebe zwischen den beiden nicht so echt, eher nach zweite Wahl, was ich sehr schade finde. Ich hätte es sogar bevorzugt, wenn die beiden nicht zusammengekommen wären, sondern einfach nur Freunde geblieben wären. Grey war so verliebt in seine Frau und die Gefühle für Eleanor kamen dann einfach zu plötzlich auf. Klar die beiden waren schon als Jugendliche ineinander verliebt, aber für mich hinterließ es einfach einen faden Beigeschmack in Anbracht, dass der Großteil des Buches sich darum dreht, wie sehr er seine verstorbene Frau geliebt hat. Ellie schien in einer Warteschleife festzuhängen mit ihren Gefühlen für Grey und dieser hat eben seine große Liebe Nicole getroffen und verloren. Für mich war die Romanze einfach nicht stimmig.

Auch wenn mir das Ende nicht zugesagt hat, war der Rest des Buches dennoch ein wahres Fest. Die Autorin konnte mich auf jeden Fall emotional berühren und ich freue mich wahnsinnig auf Shay und Landons Geschichte!

Fazit: Zwei Drittel des Buches habe ich absolut geliebt und förmlich verschlungen. Dank dem herrlichen Schreibstil musste ich öfters mal zum Taschentuch greifen. Brittany C. Cherry weiß auf jeden Fall mit Worten umzugehen. An sich fand ich die Message des Buches sehr gut und und die Figuren waren mir sympathisch. Ich muss allerdings gestehen, dass mich die Lovestory nicht ergreifen konnte, sondern ich mir eher ein anderes Ende gewünscht hätte. Alles in allem war es eine schöne Geschichte über Freundschaft, Familie und Verlust, nur die eigentliche Liebesgeschichte hinterließ bei mir einen faden Beigeschmack.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.07.2020

Amo Jones macht süchtig

Bad Romance - Elite Kings Club
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Das Cover ist die gespiegelte Version von Mad Prince. Ich finde es wirklich schön und es passt sehr gut zu Nate und dieser dunklen und verdrehten Geschichte. Im Hinblick auf die Spiegelung und dass beide ...

Das Cover ist die gespiegelte Version von Mad Prince. Ich finde es wirklich schön und es passt sehr gut zu Nate und dieser dunklen und verdrehten Geschichte. Im Hinblick auf die Spiegelung und dass beide Bücher somit das gleiche Cover haben, bin ich leider etwas enttäuscht. Es sieht klasse aus, aber hier herrscht auch extreme Verwechslungsgefahr. Ich musste mehrmals nachschauen, welcher Teil denn nun Teil 4 und 5 ist. Da waren die Cover der ersten drei Teile wirklich cooler. Nichtsdestotrotz ist es ein wunderschönes Cover, wenn man es allein betrachtet.

Es geht spannend mit Nate und Tillie weiter. Hierbei handelt es sich jetzt um Teil 5 und man muss Teil 4 „Mad Prince“ vorher gelesen haben, da die Handlung nahtlos weitergeht.

Zur eigentlichen Handlung möchte ich erneut nicht zu viel verraten, da es wieder einige Wendungen gab und man als Leser echt schlucken muss. Amo Jones schreibt wirklich fesselnde und abstrakte Geschichten. Ich hatte gerade Teil 4 beendet und habe sofort weitergelesen. Zum Teil war ich extrem verwirrt, aber ich konnte das Buch auch nicht mehr beiseite legen. Ich hoffe wirklich, dass die restlichen Bände auch noch übersetzt werden, vor allem weil das Ende ein echter Schocker war.

Amo Jones schaffte es erneut mich komplett in ihren Bann zu ziehen. Empörung, Intrigen, Erotik und Romantik gibt es jede Menge. Jede Seite war gefüllt mit unendlich vielen Emotionen. Ich war von Anfang bis Ende gefesselt und selbst nachdem ich das Buch beendet hatte, wusste mein Kopf gar nicht was er denken soll. Diese Bücher sind die reinste Hassliebe. Einerseits sind diese Figuren und die Handlung kaputt und verrückt, andererseits wachsen einem die Figuren dennoch ans Herz und man fiebert mit ihnen mit.

Nate hat so viele unterschiedliche Seiten. Er ist rücksichtslos und eiskalt. Er ist ein Playboy und weiß wie er mit Menschen spielen kann. In diesem Teil zeigt er aber noch eine andere Seite. Er setzt sich mit Verlust und Trauer auseinander. Sein Herz gehört Tillie auch wenn er das eigentlich überhaupt nicht will.

Tillie ist wild. Sie ist den Elite Kings durchaus ebenbürtig, weshalb sie auch bei ihnen sein darf. Sie ist klug und beschützt die Schwächeren. Sie wirkt wie ein fehlendes Puzzelteil, das die Kings vervollständigt. Die Szenen zusammen mit der Gruppe waren echt schön zu lesen und es wurde gezeigt, wie sehr sie zueinander gehören.

Fazit: Ich bin emotional völlig fertig und zerstört, aber auch irgendwie glücklich und eindeutig traurig, dass es vorbei ist. Nate hat mich in diesem Teil nochmal umgehauen. Ich liebe seine weichen, seinen harten (zwinker) und seine verdorbenen Seiten. Die Elite Kings gehen wirklich unter die Haut und lassen einen nicht mehr los. Dieses Buch war erneut ein richtiger Schocker und ich hoffe wir bekommen noch viel mehr Werke von Amo Jones beim LYX Verlag. Ihre Bücher sind einfach einzigartig.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.07.2020

Der dunkle Mad Prince Nate

Mad Prince - Elite Kings Club
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Das Cover hat mich sofort in seinen Bann gezogen. Es ist schaurig schön und spiegelt die dunkle Seele von Nate recht gut wieder. Mir haben zwar die anderen Cover der Reihe noch ein Stück besser gefallen, ...

Das Cover hat mich sofort in seinen Bann gezogen. Es ist schaurig schön und spiegelt die dunkle Seele von Nate recht gut wieder. Mir haben zwar die anderen Cover der Reihe noch ein Stück besser gefallen, aber dieses hier hat wirklich etwas geheimnisvolles und düsteres an sich.

Bereits nach wenigen Kapiteln habe ich wieder gemerkt, wie verrückt die Bücher von Amo Jones sind. Sie hat einen unvergleichbaren Schreibstil und zieht den Leser sofort in eine düstere und verdrehte Welt. Bei Mad Prince handelt es sich um den vierten Teil der Elite Kings Club Reihe und man sollte unbedingt die anderen Teile vorher gelesen haben um die Handlung und die Figuren zu verstehen. In den ersten drei Teilen ging es um Maddie und Bishop. Ihr findet eine Rezension zu Silver Swan hier.

In Mad Prince geht es um Nate, den wir bereits in den vorherigen Teilen kennenlernen durften. In diesen Büchern kam mir Nate als der „normalste“ der Elite Kings Jungs vor, aber mit diesem Buch hat sich das auf jeden Fall geändert. Nate ist alles andere als normal, sondern er verbirgt eine sehr düstere Seele.

Tillie konnten wir in den anderen Teilen auch schon kennenlernen, aber erst mit diesem Buch wurde sie mir sympathischer. Sie musste schon einiges in ihrem Leben durchstehen und die Elite Kings machen es ihr nicht leicht. Die Beziehung zu Nate ist ein ganz schönes Hin und Her. An manchen Stellen im Buch wollte ich die beiden einfach nur anschreien und dann gab es wieder Momente, da konnte ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Es war wirklich eine Achterbahnfahrt der Gefühle.

Der Schreibstil von Amo Jones ist auf jeden Fall verrückt und unvorhersehbar. Ich liebe ihre Bücher, da sie so überraschend und verdreht sind. Die Handlung ist nichts für schwache Nerven, da auch einiges an Blut fließt und auch in Sachen Erotik ging es wirklich heiß her. Die Triggerwarnung am Anfang des Buches ist gut platziert und jeder der möchte, kann am Ende des Buches nachsehen, was hier womöglich triggern könnte. Ich finde das hat der Verlag perfekt gelöst, weil so niemand versehentlich gespoilert wird, man aber trotzdem nachschauen kann, sollte man auf Trigger Warnungen angewiesen sein.

Zur eigentlichen Handlung möchte ich nicht viel sagen, da es sonst die ganze Spannung nehmen würde. Die Autorin hat mir auf jeden Fall wieder gezeigt, wie verrückt ihre Bücher sind. Es gibt jede Menge Wendungen und ich glaube niemand kann diese vorsehen. Das Buch hat mich auf jeden Fall immer wieder schockiert, sprachlos gemacht und mitgerissen. Mir fällt eine richtige Bewertung, so wie ich es bei anderen Büchern mache, tatsächlich auch schwer. Diese Geschichte ist einerseits komplett abgedroschen, andererseits machen die Bücher auch regelrecht süchtig. Die Figuren sind auf jeden Fall alles andere als zahm und lieb. Ich glaube diese Bücher kann man nur hassen oder lieben. Bei mir ist letzteres der Fall.

Ich muss aber gestehen, dass mir die drei vorherigen Teile dennoch ein Stück besser gefallen haben. Ich war damals schon fasziniert von Nate, aber jetzt wirkte er extrem verändert als hätte seine Persönlichkeit eine 180 Grad Drehung gemacht. Auch gab es einige Logikfehler, die ich nicht näher ausführen möchte, da ich sonst einiges spoilern würde. Ich erwarte bei Amo Jones zwar keine super authentischen Stories, aber diese Kleinigkeiten bezüglich des Alters einer Figur, wirkten dennoch sehr unlogisch.

Fazit: Amo Jones ist zurück mit ihren Elite Kings und hat mich wieder komplett in ihren Bann gezogen. Ich hatte total vergessen, wie verrückt und verdreht ihre Bücher sind. Nate und Tillie waren zwei sehr interessante Figuren, die mich auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle mitgenommen haben. Ich war schockiert, wütend und angeturnt. Die Story ist düster, gefährlich und heiß.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.07.2020

Moderne Romeo und Julia Geschichte, aber leider zu oberflächlich

Richer than Sin
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Das Cover sieht nett aus, leider ist es für mich kein Highlight. Die Cover der Sinful Reihe haben mir wesentlich besser gefallen. Auch ist es schade, dass diese Reihe als Paperback erscheint. So passt ...

Das Cover sieht nett aus, leider ist es für mich kein Highlight. Die Cover der Sinful Reihe haben mir wesentlich besser gefallen. Auch ist es schade, dass diese Reihe als Paperback erscheint. So passt es nicht zu den vorherigen Taschenbüchern, da diese kleiner sind.

Der Einstieg war sehr angenehm und interessant. Dem Leser wird hier eine moderne Romeo und Julia Story geliefert. Es gibt eine Familienfehde zwischen Riscoffs und den Gables. Eines Abends trifft Lincoln Riscoff auf Whitney Gabe und ab diesem Zeitpunkt ist es geschehen. Die beiden spüren eine unglaubliche Chemie, jedoch ist ihre Liebe verboten.

Mir hat die Idee der verbotenen Liebesgeschichte sehr gut gefallen und auch die Figuren waren mir sehr sympathisch. Das Setting wurde interessant gestaltet und eigentlich wäre diese Geschichte ein wirkliches Highlight gewesen, wenn sie mehr Substanz geboten hätte.

Der Schreibstil war wieder sehr angenehm und flüssig. Die Seiten sind wirklich nur so dahin geflogen. Mir hat die Idee gefallen, die einzelnen Kapitel im Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit zu erzählen. So hatte man als Leser schöne Einblicke in die familiäre Dynamik.

Ich wusste, dass Meghan March sehr erotische Bücher schreibt und daher auch viele explizite Szenen in diesem Buch sein werden. Dennoch hätte ich mir etwas mehr Substanz gewünscht. Die Familienfehde war interessant und hatte viel Potenzial für Geheimnisse und Intrigen. Letztlich stand aber mal wieder der Matratzensport im Vordergrund, wodurch die Spannung sehr abgeflacht ist. Die große Liebe zwischen Lincoln und Whitney wirkte dadurch auch unglaubwürdig, da die beiden abseits des Bettes kaum eine Unterhaltung geführt haben. Aus diesem Grund muss ich auch Sterne abziehen, da das Potenzial einer modernen Romeo und Julia Lovestory sehr verschenkt wurde.

Fazit: Mit Richer than Sin startet Meghan March eine neue sinnliche Reihe. Mir hat die Idee der Geschichte sehr gut gefallen und auch die Figuren machten einen guten Eindruck. Letztlich ging die Handlung aber aufgrund etlicher expliziter Szenen verloren. Etwas mehr Substanz hätte ich mir dann doch gewünscht. Aus diesem Grund vergebe ich 3,5/5 Sternen. Für zwischendurch ist das Buch eine gute Ablenkung, da es sich schnell lesen lässt und die Idee wirklich klasse ist. Wer tiefgründigere Liebesgeschichten sucht, wird hier aber enttäuscht werden.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.06.2020

Eine nette Geschichte

It was always you
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Das Cover hat mich sofort in seinen Bann gezogen. Mir gefallen die Farben und das Handlettering sehr gut. Die Gestaltung des Buches ist wirklich gelungen. Innerhalb befinden sich 20 weitere Handlettering ...

Das Cover hat mich sofort in seinen Bann gezogen. Mir gefallen die Farben und das Handlettering sehr gut. Die Gestaltung des Buches ist wirklich gelungen. Innerhalb befinden sich 20 weitere Handlettering Seiten. Man merkt sofort, wie viel Liebe im Detail steckt.

Ich habe bisher noch nie etwas von der Autorin gelesen, wodurch meine Erwartungen ziemlich niedrig waren. Ich wusste vorher schon, dass es um eine Liebesgeschichte zwischen Stiefgeschwistern gehen wird. An dieser Stelle muss ich gestehen, dass es sich hierbei nicht um meinen Lieblingstrope handelt, ich aber auch nicht direkt abgeneigt bin. Gott sei Dank sind die beiden nicht zusammen aufgewachsen, wodurch mir die Liebesgeschichte eher zugesagt hat.

Ivys Mutter ist vor vier Jahren bei einem Unfall gestorben und kurz darauf wurde Ivy ins Internat verfrachtet. Seitdem war sie nicht mehr zu Hause und hatte fast keinen Kontakt zu ihrer Familie. Ihr Stiefvater holt sie dann zurück und dort trifft sie auch wieder auf ihre beiden Stiefbrüder Asher und Noah. Zu ersterem fühlt sie sich sehr hingezogen, wobei ich ihre Gefühle mal wieder nicht so richtig nachvollziehen konnte. Asher hat sich nicht gerade toll ihr gegenüber verhalten, aber wir kennen es ja, dass die Typen sich schlecht verhalten, weil sie ja insgeheim Gefühle für die Heldin haben. Ab diesem Punkt war ich leider etwas genervt, da ich bis heute nicht verstehe, wie man Gefühle für jemanden entwickeln kann, der sich alles andere als toll verhält.

Auf den ersten Blick gefiel mir Ivy sehr gut, nur leider im Zusammenspiel mit Asher dann weniger. Hier wirkte sie wie ein junges Naivchen, das sofort vergisst wie man richtig denkt, kaum dass Asher den Raum betritt. Auch dieses Element gibt es zahlreich in Romanen und ich hätte mir mal wirklich eine standhaftere Protagonistin gewünscht, die nicht sofort ihren Kopf abschaltet sobald der heiße Typ auf der Bildfläche erscheint. Für meinen Geschmack fehlte Ivy das Rückgrat, sie ist mir einfach zu oft eingeknickt und hat sich entschuldigt. Erst im Laufe des Buches wurde dies besser.

Der Handlungsverlauf ist typisch fürs Genre, jedoch muss ich sagen wirklich viel passiert auch wieder nicht. Wenn man viele solche Bücher liest, dann gibt es gefühlt auch keine Überraschungen mehr, weshalb mich dieses Buch wohl nicht so fesseln konnte. Das Ende war für meinen Geschmack auch zu viel des Guten. Alles wirkte unglaubwürdig und viel zu überdramatisiert.

Das klang jetzt alles sehr negativ, aber es gab auch wieder tolle Szenen. Die Handlettering Seiten sind wirklich wunderschön gestaltet und die darauf enthaltenen Sprüche haben mir sehr gut gefallen. Auch das Setting ist wunderbar herausgearbeitet. Man konnte den Kontrast zwischen dem idyllischen Familienansitz auf einer eigenen kleinen Insel und der Metropole New York praktisch fühlen. Hierdurch wurde der Zwiespalt von Ivy, zwischen der heimeligen Welt und dem gehetzten NY, sehr gut untermalt.

Der Schreibstil ist auf jeden Fall sehr angenehm und leicht verständlich. Ein paar Seiten hätte man aber durchaus kürzen können, da viele Aspekte, die eigentliche Geschichte nicht voran gebracht haben. Gerade der Anfang wirkte dadurch etwas zäh. Erst ab ca. der Hälfte konnte es mich eher fesseln. Insgesamt war es eine nette Liebesgeschichte, wobei ich gestehen muss, dass mir die Nebenfiguren mehr gefallen haben als die Protagonisten. Auf Noah’s Story bin ich schon sehr gespannt.

Fazit: Die Gestaltung von „It was always you“ ist ein absoluter Traum. Die Handlettering Seiten haben mir auf Anhieb gefallen und machen Lust selbst mit Bullet-Journaling anzufangen. Die Liebesgeschichte zwischen Asher und Ivy jedoch konnte mich nicht so richtig begeistern. Einerseits gab es wirklich schöne Momente, andererseits fehlten mir überraschende Wendungen. Leider wurde dem Leser nichts neues geboten, sondern bekannte Elemente neu aufgearbeitet. Der Schreibstil war angenehm und insgesamt hatte ich doch gemütliche Lesestunden. Für zwischendurch ist das Buch eine gute Wahl und natürlich auch für alle, die Liebesgeschichten zwischen Stiefgeschwistern mögen. Von mir gibt es 3,5/5 Sterne, da mir einfach das gewisse Etwas in der Geschichte gefehlt hat, was leider auch die wunderschön gestalteten Handlettering Seiten nicht kompensieren konnten. Auf den nächsten Teil freue ich mich trotzdem, einfach weil der Klappentext so gut klingt.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere