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Dark CinderellaBisher habe ich die Bücher von Anya Omah immer sehr gerne gelesen. Als „Dark Cinderella“ angekündigt wurde, war ich hellauf begeistert und wollte am liebsten sofort lesen. Die Idee ein modernes Märchen-Retelling ...
Bisher habe ich die Bücher von Anya Omah immer sehr gerne gelesen. Als „Dark Cinderella“ angekündigt wurde, war ich hellauf begeistert und wollte am liebsten sofort lesen. Die Idee ein modernes Märchen-Retelling mit Suspense-Romance zu verbinden, fand ich spannend und vielversprechend.
Anfangs war mir die Protagonistin sehr sympathisch, sie wirkte vielschichtig und mit authentischer innerer Zerrissenheit. Doch im Verlauf der Geschichte entwickelte sie sich zunehmend zu einem wandelnden Klischee. Durch die vielen klischeehaften Elemente lies meine anfängliche Begeisterung immer mehr nach. Vieles fühlte sich einfach sehr forciert an, als wollte die Autorin zwanghaft eine bestimmte Symbolik anbringen. Der Schreibstil ist flüssig und die Seiten verfliegen sehr schnell. Einige Dialoge wirkten dennoch unnatürlich. Auch hier wirkte vieles künstlich inszeniert um die Figuren an gewisse Punkte zu bringen.
Die Handlung selbst schwankt zwischen fesselnden Wendungen und vorhersehbaren Entwicklungen. Besonders im Mittelteil zieht sich die Geschichte, da so viele verschiedene Elemente gleichzeitig untergebracht wurden. Märchen-Retelling, Intrigen, dunkle Geheimnisse und eine Liebesgeschichte, die dann schnell sehr intensiv wird, ohne dabei emotional wirklich in die Tiefe zu gehen.
Die Geschichte wird aus der Perspektive von Maximilian und Sofia erzählt, wodurch man sowohl in die Welt der Privilegierten als auch in die der „normalen“ Menschen eintaucht. Gerade durch die unterschiedlichen Blickwinkel erhält der Leser gute Einblicke, da beide Figuren jeweils andere Aspekte in die Handlung einbringen.
Bei mir hinterlässt das Buch gemischte Gefühle. Ich liebe den flotten Schreibstil von Anya Omah sehr und habe mich auf eine royale Geschichte gefreut. Leider aber konnte mich das Buch nicht komplett überzeugen. Es war ein auf und ab. Es gab immer wieder Momente, in denen es so schien, als würde die Handlung richtig an Fahrt aufnehmen – doch kaum wurde die Spannung aufgebaut, ebbte sie auch direkt wieder ab. Eigentlich sollte es ja auch eine Suspense-Romance werden, aber der Krimi-Anteil war praktisch nonexistent. Keine Ahnung, ob hier erst mehr im zweiten Teil kommt, aber in Band 1 wurde im Klappentext diesbezüglich schon alles gesagt. Aus diesem Grund kann ich nur ⭐️3/5⭐️ vergeben.