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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.02.2026

Sehr tiefgründig

Der unsichtbare Elefant
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Der dramatische Auftakt lässt einen so schnell nicht los: Rechtsanwalt Thomas Siebenmorgen wählt vor den Augen seiner Kollegin María den Freitod. Zurück bleiben Entsetzen und die quälende Frage nach dem ...

Der dramatische Auftakt lässt einen so schnell nicht los: Rechtsanwalt Thomas Siebenmorgen wählt vor den Augen seiner Kollegin María den Freitod. Zurück bleiben Entsetzen und die quälende Frage nach dem „Warum“. Hätte man es sehen müssen? Gemeinsam mit Victor vom Kriseninterventionsteam und ihrem Kollegen Simon begibt sich María auf eine schmerzhafte Spurensuche. Doch während das Trio versucht, Thomas' Beweggründe zu entschlüsseln, werden sie unweigerlich mit den Schatten ihrer eigenen Geschichte konfrontiert.
Für mich war dieses Buch ein absolutes Jahreshighlight. Es ist weit mehr als ein herkömmlicher Roman; es ist ein dicht gewobenes Netz aus Anspielungen auf Musik, Kunst und Literatur. Die Charaktere sind psychologisch tiefgründig gezeichnet und die Handlung ist so komplex wie brillant konstruiert.
Selten passt ein Titel so präzise zum Inhalt. Ein fesselndes Werk, das mich tief bewegt und noch lange nach dem Umblättern der letzten Seite zum Nachdenken angeregt hat.

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Veröffentlicht am 22.02.2026

Eisige Stille und düstere Familiengeheimnisse

Eisnebel
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Ich habe „Eisnebel“ von Kate Alice Marshall als Hörbuch genossen, fantastisch eingelesen von Heike Warmuth. Besonders das Setting hat es mir angetan: Ein abgelegenes, winterliches Anwesen mitten im Wald ...

Ich habe „Eisnebel“ von Kate Alice Marshall als Hörbuch genossen, fantastisch eingelesen von Heike Warmuth. Besonders das Setting hat es mir angetan: Ein abgelegenes, winterliches Anwesen mitten im Wald – die perfekte Kulisse für diesen Thriller.
Die Story folgt Theo, die mit ihrem neuen Freund Connor das luxuriöse Weihnachtsfest seiner steinreichen Familie besucht. Als ehemaliges Pflegekind stößt Theo dort auf eisige Ablehnung. Doch während die Gegenwart durch einen mysteriösen Todesfall immer gefährlicher wird, kehren in Theo dunkle Kindheitserinnerungen zurück. Wie ein Puzzle fügen sich Vergangenheit und Gegenwart zusammen. Die düstere Atmosphäre bleibt durchweg packend, und jedes Mal, wenn ich glaubte, das Rätsel gelöst zu haben, überraschte mich die Autorin mit einer neuen Wendung. Ein absolut gelungenes Werk!

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Veröffentlicht am 13.02.2026

Spannendes Szenario

Happy Head
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"Happy Head" von Josh Silver hat mir sehr gefallen, obwohl es eindeutig ein Jugendbuch ist. Es wird noch eine Fortsetzung geben, die ich auch lesen werde, man kann die Geschichte aber auch als abgeschlossen ...

"Happy Head" von Josh Silver hat mir sehr gefallen, obwohl es eindeutig ein Jugendbuch ist. Es wird noch eine Fortsetzung geben, die ich auch lesen werde, man kann die Geschichte aber auch als abgeschlossen betrachten.
Sebastian, Seb, darf an einem Programm teilnehmen. Insgesamt werden einhundert Jugendliche in einer Art Camp "eingesperrt" und den ganzen Tag mit Challenges und ähnlichem beschäftigt.
Seb ist ein toller Protagonist, er hat Angst, obwohl er oft total mutig ist, er steht auf Jungs, obwohl er hier ein Mädchen küsst und er hat Humor. Ich habe ihn gerne begleitet. Von den Teilnehmern ist er aber auch der einzigste, dem wir hier so nahekommen. Leider bleiben die meisten der anderen Randfiguren.
Die ständige Jagd nach Glück, Erfolgen und auch Wohlfühlmomenten wird hier an der Pranger gestellt. Wettbewerb, Sieg, Anerkennung, Aufstieg, genau die Themen, die hier mit fokussiert werden.
Die queere Liebesgeschichte war gut eingebaut und hat sich nie in den Vordergrund gespielt.
Der Roman lässt sich schnell und leicht lesen, das Thema mentale Gesundhit wird mal anders beleuchtet, mir hat er gefallen, obwohl er kein Highlight war.

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Veröffentlicht am 11.02.2026

Was Freiheit bedeutet

Der letzte Sommer der Tauben
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"Der letzte Sommer der Tauben" von Abbas Khider ist nicht mein erstes Buch des Autors, aber es ist das, welches sich am einfachsten lesen ließ. Es fesselte mich von der ersten Seite an und am liebsten ...

"Der letzte Sommer der Tauben" von Abbas Khider ist nicht mein erstes Buch des Autors, aber es ist das, welches sich am einfachsten lesen ließ. Es fesselte mich von der ersten Seite an und am liebsten hätte ich es gar nicht mehr aus der Hand gelegt.
Noah ist ein Junge , 14 Jahre alt, sein Hobby ist das züchten und halten von Tauben und er lebt in einer Stadt, die sich verwandelt. Das Kalifat übernimmt das Regime und nach und nach verschwindet alles aus seinem Leben, was ihm wichtig und normal erscheint.
Sein Vater muss Plakate schwärzen und Waren vernichten, die Frauen der Familie dürfen nicht mehr arbeiten oder alleine aus dem Haus, Musik und Spiele sind verboten, die Religionen sich uneins.
Das Leben ist gefährlich, man muss aufpassen, wem man vertraut. Als er selber Zeuge einer Steinigung wird, versteht er das komplette Ausmaß und lehnt sich innerlich auf.
Das Buch nimmt einen komplett mit und wirkt sehr nachhaltig, vielleicht gerade, weil wir die Geschichte von einem Jungen erzählt bekommen. Es ist sehr gefühlvoll, obwohl wir es aus einer gewissen Distanz erleben, dem Autor gelingt hier eine sehr geschickte Gratwanderung.
Mich hat diese Geschichte sehr beeindruckt, zu sehen, wie schnell sich alles wandeln kann und wie machtlos die Menschen sind. Ein Buch, welches ich nur weiter empfehlen kann, mich wird es noch lange beschäftigen.

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Veröffentlicht am 31.01.2026

Ein liebevoller Begleiter für die Abendstunden

Familienreihe 1: Ich bin noch gar nicht müde!
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Wer kennt es nicht? Der Tag war lang, die Augen sind schwer, aber zur Ruhe zu kommen ist trotzdem eine Herausforderung. Dieses Buch fängt genau diese alltägliche Dynamik ein, in der plötzlich noch tausend ...

Wer kennt es nicht? Der Tag war lang, die Augen sind schwer, aber zur Ruhe zu kommen ist trotzdem eine Herausforderung. Dieses Buch fängt genau diese alltägliche Dynamik ein, in der plötzlich noch tausend Bedürfnisse auftauchen.
Besonders beeindruckt hat mich die ruhige, wertschätzende Haltung der Bezugsperson in der Geschichte – ein tolles Vorbild für die Eltern! Durch die integrierten Fragen werden Kinder aktiv zum Erzählen angeregt, während wir Großen wertvolle Impulse für entspanntere Rituale erhalten. Die warmen Illustrationen runden das Ganze perfekt ab. Ein Buch, das keinen Druck aufbaut, sondern Mut macht, auf das eigene Bauchgefühl zu hören. Absolut empfehlenswert für mehr Harmonie am Abend!
Teilweise geeignet, um mit dem Kind gemeinsam die Bilder anzusehen und die Texte vorzulesen und abzusprechen. Allerdings können beim Kind auch zusätzliche abendliche Bedürfnisse geweckt werden, hier muss man selbst sensibel vorsortieren.

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