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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.12.2019

Solide, aber wohl der schwächste Teil der Reihe

Die perfekte Strafe
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Dies ist nun schon der 3. Band über Luc und Ava und nachdem ich den ersten Band absolut verschlungen habe, hab ich mich natürlich auch sehr auf diesen hier gefreut.
Aber wie auch schon der zweite Band, ...

Dies ist nun schon der 3. Band über Luc und Ava und nachdem ich den ersten Band absolut verschlungen habe, hab ich mich natürlich auch sehr auf diesen hier gefreut.
Aber wie auch schon der zweite Band, konnte auch dieser für mich nicht an den ersten Band heranreichen.

Zunächst hat das Privatleben der Ermittler für mich etwas zu viel Raum eingenommen. Ich mag es zwar, dass das Privatleben in der Reihe nicht zu kurz kommt, aber hier war es doch sehr präsent.
Insbesondere das Hin und Her zwischen Ava und Luc empfand ich eher als störend.

Aber auch was die Fälle anging, hatte ich ein paar Probleme.
So entkommt Luc einigen Situationen, die definitiv negative Konsequenzen nach sich ziehen würden, unverschämt einfach und Ava verhält sich wie ein naiver Teenie in einem YA Mystery Roman, obwohl sie es definitiv besser wissen müsste.

Die Fälle haben mich aber dennoch wieder gut unterhalten. Wie schon im ersten Band lässt uns die Autorin auch aus der Sicht des Täters lesen und das bekommt sie wieder einmal großartig hin.
Und auch die angesprochenen Thematiken haben mir gut gefallen.

Leider der schwächste Teil der Reihe, aber immer noch sehr solide. Ich freue mich auf jeden Fall auf den 4. Band und vielleicht schafft es ja dieser den ersten zu übertreffen.

  • Cover
  • Spannung
  • Geschichte
  • Charaktere
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 08.09.2019

Spannender zweiter Band

Die Spiegelreisende
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Nachdem mich der erste Band der Spiegelreisenden-Reihe so begeistert hatte, musste ich natürlich unbedingt auch den zweiten lesen.

Der erste Band wurde oft mit Harry Potter verglichen, wie das eben so ...

Nachdem mich der erste Band der Spiegelreisenden-Reihe so begeistert hatte, musste ich natürlich unbedingt auch den zweiten lesen.

Der erste Band wurde oft mit Harry Potter verglichen, wie das eben so bei einem neuen Fantasy-Roman ist. Der Vergleich ergibt meistens überhaupt keinen Sinn, bei dieser Buchreihe hab ich es aber tatsächlich etwas verstanden. Die Handlung, das Worldbuilding und und und ist natürlich ganz anders als bei Harry Potter, aber dennoch hat man beim Abtauchen in die Geschichte einfach ein ähnliches, magisches Gefühl. Dieses Gefühl hat mir im zweiten Band jetzt tatsächlich etwas gefehlt. Obwohl die Magie noch vorhanden war und wir sogar noch mehr Arten der Magie kennengelernt haben, hat es sich für mich nicht mehr so magisch angefühlt und ich hab dieses Gefühl tatsächlich ein bisschen vermisst.

Was ich dieses Mal aber gar nicht vermisst habe, war die Spannung. Ich hab von einigen gehört, dass ihnen der letzte Band etwas zu langatmig war und zu wenig passiert ist. Diesen Leuten würd ich auf jeden Fall empfehlen, mal zum zweiten Band zu greifen. Denn es ist wirklich unglaublich viel passiert, Verschnaufpausen gab es kaum.

Die Handlung und die Charaktere (insbesondere Archibald, auch wenn er meiner Meinung nach viel zu wenig vorkam) haben mir wieder gut gefallen, auch wenn ich kein großer Fan der Liebesbeziehung bin und gehofft hatte, dass der Freundschaft etwas mehr Platz eingeräumt wird.

Der Band hat zwar einige meiner Fragen beantwortet, aber zugleich auch wieder einige weitere aufgeworfen. Vor allem das Ende war richtig überraschend und ich bin unglaublich gespannt, wie es nun im dritten Band weitergehen wird. Zum Glück müssen wir auf diesen auch wieder nicht allzu lange warten.

  • Cover
  • Geschichte
  • Figuren
  • Originalität
  • Amtosphäre
Veröffentlicht am 30.03.2019

Magischer Reihenauftakt

Die Spiegelreisende
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"Die Verlobten des Winters" wurde bereits mehrmals mit Harry Potter verglichen. Auch wenn ich solche Vergleiche immer überhaupt nicht mag, weil sie nun mal so gut wie nie zutreffen, kann ich es bei diesen ...

"Die Verlobten des Winters" wurde bereits mehrmals mit Harry Potter verglichen. Auch wenn ich solche Vergleiche immer überhaupt nicht mag, weil sie nun mal so gut wie nie zutreffen, kann ich es bei diesen beiden Buchreihen tatsächlich ein bisschen nachvollziehen. Nicht weil sich Harry Potter und Die Spiegelreisende so ähnlich wären - was sie nämlich nicht sind - sondern weil mich die Magie in beiden Welten ähnlich verzaubern konnte.

In der Welt der Spiegelreisenden hat man allerdings nicht die "typische" Magie mit Hexen und Zauberern, sondern hauptsächlich Gegenstände mit einer Seele (oder wie auch immer man das bezeichnen möchte). Es gibt Häuser, die genervt sind, weil unangekündigter Besuch kommt, Brillen, die je nach Stimmung des Trägers die Farbe ändern, anhängliche Schals usw. Das hat mir unglaublich gut gefallen.

Gleichzeitig hatte ich mit dem Worldbuilding aber leider auch ein paar Probleme. Es wurde mir viel zu wenig erklärt und auch nach dem Beenden des ersten Bandes habe ich unglaublich viele offene Fragen. Dazu kommt, dass es mir teilweise schwierig fällt, mir die Welt vorzustellen. Eine Karte hätte da wirklich geholfen.

Die Handlung konnte mich ganz gut unterhalten, auch wenn sie sich doch etwas zieht und es vielen aus der Leserunde zu langweilig war. Wenn man also ein wirklich spannendes Buch sucht, ist das Buch definitiv nichts für einen.

Auch die Protagonistin Ophelia ist wohl nichts für jeden, hat mir aber sehr gut gefallen. Sie ist recht zurückhaltend und still, was sie sehr von den Charakteren unterscheidet, von denen ich normalerweise lese. Nur wenn es ihr wirklich wichtig ist, kommt sie aus sich heraus und steht dann auch mal für sich ein.
Die anderen Charaktere fand ich ähnlich interessant und erfrischend unterschiedlich.

Ich bin wirklich neugierig, wie es weitergeht und habe mich richtig gefreut, als ich gesehen habe, dass sowohl der zweite als auch der dritte Band noch dieses Jahr auf deutsch erscheinen werden.

  • Cover
  • Geschichte
  • Figuren
  • Originalität
  • Amtosphäre
Veröffentlicht am 05.02.2019

War es wirklich Selbstmord?

Deine letzte Lüge
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Inhalt

Nachdem Anna am Todestag ihrer Mutter einen Brief mit der Botschaft "Selbstmord? Von wegen." erhält, stellt das ihr Leben natürlich auf den Kopf und sie versucht herauszufinden, was dahintersteckt. ...

Inhalt

Nachdem Anna am Todestag ihrer Mutter einen Brief mit der Botschaft "Selbstmord? Von wegen." erhält, stellt das ihr Leben natürlich auf den Kopf und sie versucht herauszufinden, was dahintersteckt. War es vielleicht sogar Mord? Um diese Frage zu klären, wendet sie sich an Murray, einem älteren Kommissar, der versucht ihr so gut wie möglich zu helfen.

Meine Meinung

Das Buch konnte mich leider nicht so packen, wie ich es gehofft hatte.

Die Charaktere fand ich ganz gut.
Anna fand ich recht sympathisch und ihre Gefühle waren sehr nachvollziehbar beschrieben.
Am Besten fand ich aber definitiv Murray, ein starker Charakter mit einer traurigen Geschichte, der es immer wieder geschafft hat mich wirklich zu berühren.

Die Handlung war teilweise wirklich spannend, dann aber immer wieder auch mal langatmig.

Die Autorin hat es mit ihrer Geschichte definitiv darauf abgesehen, den Leser zu verwirren. Das mag ich eigentlich recht gerne. Aber nur, wenn der Autor es schafft, dass ich im Nachhinein feststelle, dass alles bisher gelesene zwar auch zu dem passt, was ich mir bisher dachte, aber eben auch genauso gut oder sogar besser zur Wahrheit. Und das ist der Autorin hier leider nicht ganz gelungen. Natürlich passen die Geschehnisse, Formulieren etc. auf beide Szenarien, aber sie passen leider viel zu oft besser zu dem, was wir glauben sollen als zu dem eigentlich Geschehenen.

Auch das Ende konnte mich nicht ganz überzeugen. Es ist in gewisser Weise in offenes Ende, was mich doch irgendwie stört. Ich hatte zwar die Möglichkeit, das Buch in einer Leserunde mit Autorenbegleitung zu lesen, bei der uns die Autorin auch den Grund für dieses Ende genannt hat, aber obwohl ich diesen wirklich gut fand, hätte ich lieber auf ein offenes Ende verzichtet. Es mir einfach zu viele Fragen aufgeworfen und meiner Meinung nach auch nicht wirklich Sinn gemacht.

Insgesamt war das Buch auch eher ein Familiendrama als ein Psychothriller.
Dennoch kein schlechtes Buch, aber auch nichts Herausragendes.

  • Cover
  • Spannung
  • Erzählstil
  • Figuren
  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 19.01.2019

Wunderschön - innen wie außen

Animant Crumbs Staubchronik
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Das Buch ist hauptsächlich wegen des tollen Covers bei mir eingezogen und ich hab so gehofft, dass mir der Inhalt ähnlich gut gefällt, damit ich es auch damit rechtfertigen kann, dass das Buch einen Sonderplatz ...

Das Buch ist hauptsächlich wegen des tollen Covers bei mir eingezogen und ich hab so gehofft, dass mir der Inhalt ähnlich gut gefällt, damit ich es auch damit rechtfertigen kann, dass das Buch einen Sonderplatz in meinem Regal bekommt.

Und ich wurde wirklich nicht enttäuscht. Man kann nicht sagen, dass unglaublich viel passiert oder dass es spannend ohne Ende wäre - das ist überhaupt nicht der Fall. Es ist einfach nur schön und lässt sich toll lesen. Die Bibliothek hat eine unglaubliche Atmosphäre geschaffen und die slow-burning romance war einfach schön.
Dazu noch eine sympathische Protagonistin, die im Laufe des Buchs auch noch eine super Entwicklung hingelegt hat.

Minuspunkte gabs aber trotzdem, da ich nach dem Ende einfach noch ein, zwei Kapitel mehr gebraucht hätte.