Episch!
Blood and SteelFrauen dürfen keine Waffe in den Händen halten – geschweige denn eine in den Kampf führen. Brave Köche, Wäscherinnen und auch Alchemistinnen dürfen sie sein. Doch diese Regel hat Althea Zoltaire nicht ...
Frauen dürfen keine Waffe in den Händen halten – geschweige denn eine in den Kampf führen. Brave Köche, Wäscherinnen und auch Alchemistinnen dürfen sie sein. Doch diese Regel hat Althea Zoltaire nicht mehr interessiert, seit sie laufen gelernt hat. Thea will kämpfen, ihr Reich beschützen vor den bösen Mächten genau so, wie es die Kriegerinnen zu Zeiten der Furien getan haben. Sie trainiert, bespitzelt das Training der Schildwächter …. und lauert den Schwertmeistern auf. Vor allem Wilder Hawthorne. Als es darauf hinaus läuft, das sie natürlich erwischt wurde und nun für ihr Recht kämpfen muss, beginnt ein Abenteuer sondersgleichen!
Oh wooow. Ich hatte schon eine zeitlang kein Buch mehr in den Händen, das mich so überrascht und aus den Socken gehauen hat. Die Geschichte der jungen, temperamentvollen und ehrgeizigen Althea hat mich unfassbar beeindruckt. Ihr werden so viele Steine, ja schon Berge in den Weg geworfen, aber Thea macht ein verdammtes Schloss daraus und geht ihren Weg entschlossen weiter. Kämpft bis zum Äußersten! Und dabei hat sie eine so starke, loyale, echte Art – ich hab sie ins Herz geschlossen und mag ihre direkte Weise!
Wilder Hawthorne ist eine undurchschaubare, heftige Kampfbestie mit einer Aura, die dir gleichzeitig das Fürchten lehrt und dich zum Niederknien bringt vor lauter Ausdrucksstärke. Ich spüre seine Wunden, die sein inneres verletzt haben, konnte in manchen Situationen das verborgene hinter seinen Entscheidungen erahnen und trotzdem. Dieser Mann ist ein Geheimnis, das ich im nächsten Band unbedingt noch aufdecken möchte. Fakt ist auf jeden Fall, das er blutrünstig, loyal und unfassbar heiß ist. Sein besonderer Charme macht ihn anziehend und sein gutes Herz (tiiieeef versteckt) regelrecht liebenswert. Doch auch Wilder hat Ecken und Kanten und die Fetzen fliegen nicht nur einmal.
Doch vor allem bin ich hingerissen von dieser Geschichte, diesen neuen Ideen und dem Schauplatz! Nicht nur das Worldbuilding ist genial und so gut von Helen Scheuerer beschrieben, dass mich diese Story einfach mit sich gerissen hat. Die wortgewandte, abwechslungsreiche Schreibweise, die authentischen Charaktere und der heftige Spannungsbogen sind der Wahnsinn. Die Emotionen haben mich berührt und mit sich gezogen, ich habe mit Thea gelitten, aber auch Kipp und Cal ins Herz geschlossen. Mitfiebern war hier nicht nur eine Option, es war ein Muss und ich ließ mich auch von der intensiven Anziehungskraft zwischen Wilder und Thea mitreißen.
Doch das Ende war fulminant. Der große Showdown – wird sie die Prüfungen bestehen?- und was passiert danach? Ich liebs total und kann euch den ersten Teil nur empfehlen! Es ist düster, blutig, voller Verrat und einer Protagonistin mit ganz eigenen Geheimnissen, die sich dem ganzen stellt! Ich brauch unbedingt den nächsten Band.