Ich bin absolut begeistert!
Cinder & EllaFortsetzungen von eigentlich sehr gut abgeschlossenen ersten Bänden machen mich oft skeptisch, doch natürlich auch neugierig. Den ersten Teil von Kelly Oram habe ich am Stück inhaliert und konnte trotz ...
Fortsetzungen von eigentlich sehr gut abgeschlossenen ersten Bänden machen mich oft skeptisch, doch natürlich auch neugierig. Den ersten Teil von Kelly Oram habe ich am Stück inhaliert und konnte trotz Skepsis nicht am zweiten Teil vorbei laufen.
Und meine Güte, was bin ich froh!!!
Erst wenn man sich dem Rest der Geschichte stellt, bemerkt man, wie wichtig diese Fortsetzung doch ist. Brian und Ella’s Happy End hat mit ihrem großen Moment auf der Premiere des Druidenprinzen erst so richtig begonnen und jetzt bekommen wir das, was in vielen Liebesgeschichten eigentlich zu Beginn statt findet. Eine ungewöhnliche Mischung aus kribbeligem Kennenlernen und doch schon vorhandener tiefer Liebe.
Diesen Spagat zu meistern und sich nicht zu fühlen, als würde man zwei Ebenen einer Beziehung gleichzeitig begehen, ist unglaublich schwer. Ich kann das selbst sehr gut nachvollziehen und hatte öfters die Verzweiflung von Ella direkt vor Augen. Dazu kommt das Einfinden in Brian’s öffentliches Leben und die Herausforderung seine Berühmtheit nicht nur zu akzeptieren, sondern sie gedanklich auch mit in ihr alltägliches Leben einfließen zu lassen um nicht ständig auf die Nase zu fallen – und auch das passiert leider ein paar Mal.
Ella kämpft wie eine Löwin, doch ihrer größten Angst muss sie sich sogar erst selbst bewusst werden. Ich liebe ihre freche Art und ihr selbstbewusstes Auftreten. Ich liebe den Verlauf der Handlung und das die Autorin der Protagonistin ein so großes Entwicklungspotenzial schenkt. Ich liebe es, das Brian einen reifen, bodenständigen, jedoch temperamentvollen und intensiven Part einnimmt, und das das Paar uns nach und nach als immer stärker hervorgehende Einheit präsentiert wird. Ich hatte Angst es gäbe künstliche Dramen, die mit Klischees überhäuft werden würden, aber nichts davon.
Es war atemberaubend!
Der Aufbau ihrer Beziehung, die Bewältigung ihrer Probleme gerade was die Familienmitglieder beider Parteien angeht, und vor allem diese intensive Achterbahnfahrt der Gefühle haben mich total in den Bann gerissen. Ich bin froh den zweiten Band gelesen zu haben und ich würde sofort wieder zu einem Buch von Kelly Oram greifen.
Ihre Schreibweise ist locker und leicht, flüssig und gerade in den ernsten Situationen tiefgehend und berührend. Die Autorin zeigt ein feines Gespür für die Ausmaße einer körperlichen Entstellung und dabei gibt sie dem Leser auch noch in vielerlei psychologischer Hinsicht einiges zu denken mit. Kelly’s Geschichten fließen natürlich und harmonisch dahin, mit einem kleinen magischen Schicksalshauch, einer großen Portion realitätsnaher Tragik und viel Gefühl. Trotz den Herausforderungen einer solchen Liebesgeschichte bleibt die Autorin bei einer authentischen Herangehensweise und das hat mich stark beeindruckt. Ich hätte gerne mehr und bin regelrecht traurig mich jetzt von Cinder und Ella verabschieden zu müssen!