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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.11.2019

Ein netter Abschluss

Die Pan-Trilogie: Das gestohlene Herz der Anderwelt (Pan-Spin-off 2)
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Nach einem rasanten ersten Band mit bösem Cliffhanger erfuhr ich nun endlich, wie es mit Allie, Finn und der magischen Pforte der Anderwelt weiter gehen würde. Das Buch startet mit einem erklärenden Prolog ...

Nach einem rasanten ersten Band mit bösem Cliffhanger erfuhr ich nun endlich, wie es mit Allie, Finn und der magischen Pforte der Anderwelt weiter gehen würde. Das Buch startet mit einem erklärenden Prolog aus Finn’s Sicht und bestätigte damit schon, was ich mir gedacht habe. Natürlich ist euch auch klar, das Allie den Wurf in die Ruinenstadt überstehen muss, sonst wäre das Buch gleich zu Ende, aber die Details sind wirklich genial und wichtig für den weiteren Verlauf.

Wäre ich Allie, würde ich genauso wütend auf Finn reagieren, doch irgendwie tut er mir auch leid. Finn bekommt im zweiten Band ein offenes Wesen und so langsam wächst ihm Allie auch ans Herz. Leider erfahren wir in seinen kurzen, seltenen Kapiteln nicht, was er über sie denkt, aber die Gesten bringen das Leserherz schon zum klingen.

Der Spannungsbogen wird die ganze Zeit über interessant gehalten, zwischendurch gibt es kleine Adrenalinspitzen, die den Leser neugierig machen und am Ende finden wir uns natürlich in einer nervenaufreibenden Situation wieder, aber so komplett überzeugen konnte mich Sandra Regnier nicht.

Die Ideen waren klasse gewählt, die Charaktere authentisch und sympathisch und vor allem das Setting war genial, aber das Gefühl kam nicht immer durch und mir fehlte einfach etwas. Ab und zu gab es Details im Verlauf – wie zum Beispiel das fehlende Auswärtsessen mit den Eltern, dass fest angekündigt war, obwohl Allie in Gefahr war und das Internat nicht verlassen sollte laut Finn, aber anscheinend nicht statt fand oder übergangen wurde – hat mich stutzig gemacht. Hier und da ist mir etwas aufgefallen, was einfach nicht gepasst hat.

Auch emotional konnte ich nur bedingt verstehen, wie es zu dem gegenseitigen Interesse von Allie, aber vor allem von Finn kam. Da waren ab und zu schon Gesten und Handlungen, die vielleicht auf Gefühle hin deuten hätten können, aber so richtig nachvollziehbar war es nicht. Das war schade, weil ich von der Pan-Trilogie doch wirklich so begeistert war.

Das, was mich am Ende geärgert hat, war die Auflösung. Es war nur bedingt logisch und doch eben fragwürdig, auf jeden Fall zu glatt und eher mit viel Fantasie konnte man sich das vorstellen. Ich fühlte mich abgekanzelt und quasi so, als würde mir hier und jetzt das Wort Ende mit einem fetten Punkt serviert werden müssen. Es gab keine Erklärung mehr, wie das machbar war und das nahm mir total die Glücksgefühle.

Alles in allem ist der zweite Band eine interessante, spannende Geschichte mit vielen kreativen Situationen typisch für die Schreibweise von Sandra Regnier. Die frechen Dialoge haben mich zum schmunzeln gebracht und das Buch war schnell gelesen. Das Spin off schafft es auf jeden Fall die Leser nochmal in die Anderwelt und ihr magisches Geschehen eintauchen zu lassen, allerdings kommt die Dilogie nicht an die “Pan-Reihe” heran.

Veröffentlicht am 13.11.2019

Ich bin absolut begeistert!

Cinder & Ella
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Fortsetzungen von eigentlich sehr gut abgeschlossenen ersten Bänden machen mich oft skeptisch, doch natürlich auch neugierig. Den ersten Teil von Kelly Oram habe ich am Stück inhaliert und konnte trotz ...

Fortsetzungen von eigentlich sehr gut abgeschlossenen ersten Bänden machen mich oft skeptisch, doch natürlich auch neugierig. Den ersten Teil von Kelly Oram habe ich am Stück inhaliert und konnte trotz Skepsis nicht am zweiten Teil vorbei laufen.

Und meine Güte, was bin ich froh!!!

Erst wenn man sich dem Rest der Geschichte stellt, bemerkt man, wie wichtig diese Fortsetzung doch ist. Brian und Ella’s Happy End hat mit ihrem großen Moment auf der Premiere des Druidenprinzen erst so richtig begonnen und jetzt bekommen wir das, was in vielen Liebesgeschichten eigentlich zu Beginn statt findet. Eine ungewöhnliche Mischung aus kribbeligem Kennenlernen und doch schon vorhandener tiefer Liebe.

Diesen Spagat zu meistern und sich nicht zu fühlen, als würde man zwei Ebenen einer Beziehung gleichzeitig begehen, ist unglaublich schwer. Ich kann das selbst sehr gut nachvollziehen und hatte öfters die Verzweiflung von Ella direkt vor Augen. Dazu kommt das Einfinden in Brian’s öffentliches Leben und die Herausforderung seine Berühmtheit nicht nur zu akzeptieren, sondern sie gedanklich auch mit in ihr alltägliches Leben einfließen zu lassen um nicht ständig auf die Nase zu fallen – und auch das passiert leider ein paar Mal.

Ella kämpft wie eine Löwin, doch ihrer größten Angst muss sie sich sogar erst selbst bewusst werden. Ich liebe ihre freche Art und ihr selbstbewusstes Auftreten. Ich liebe den Verlauf der Handlung und das die Autorin der Protagonistin ein so großes Entwicklungspotenzial schenkt. Ich liebe es, das Brian einen reifen, bodenständigen, jedoch temperamentvollen und intensiven Part einnimmt, und das das Paar uns nach und nach als immer stärker hervorgehende Einheit präsentiert wird. Ich hatte Angst es gäbe künstliche Dramen, die mit Klischees überhäuft werden würden, aber nichts davon.
Es war atemberaubend!


Der Aufbau ihrer Beziehung, die Bewältigung ihrer Probleme gerade was die Familienmitglieder beider Parteien angeht, und vor allem diese intensive Achterbahnfahrt der Gefühle haben mich total in den Bann gerissen. Ich bin froh den zweiten Band gelesen zu haben und ich würde sofort wieder zu einem Buch von Kelly Oram greifen.

Ihre Schreibweise ist locker und leicht, flüssig und gerade in den ernsten Situationen tiefgehend und berührend. Die Autorin zeigt ein feines Gespür für die Ausmaße einer körperlichen Entstellung und dabei gibt sie dem Leser auch noch in vielerlei psychologischer Hinsicht einiges zu denken mit. Kelly’s Geschichten fließen natürlich und harmonisch dahin, mit einem kleinen magischen Schicksalshauch, einer großen Portion realitätsnaher Tragik und viel Gefühl. Trotz den Herausforderungen einer solchen Liebesgeschichte bleibt die Autorin bei einer authentischen Herangehensweise und das hat mich stark beeindruckt. Ich hätte gerne mehr und bin regelrecht traurig mich jetzt von Cinder und Ella verabschieden zu müssen!

Veröffentlicht am 13.11.2019

Ein angenehmer Mittelteil

Shadow of Light 2: Königliche Bedrohung
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Sie haben noch das andere Leben… so war der Gedanke von Domino als er Lunaja in der Welt des Lichts dazu verdonnerte Königin zu werden. Doch würde es ausreichen mit der Liebe seines Lebens nur den Tag ...

Sie haben noch das andere Leben… so war der Gedanke von Domino als er Lunaja in der Welt des Lichts dazu verdonnerte Königin zu werden. Doch würde es ausreichen mit der Liebe seines Lebens nur den Tag zu erleben und in der Nacht im schlimmsten Fall sogar noch eine andere zu ehelichen? Fragwürdig.
Zum Glück gibt Luna sich nicht so leicht geschlagen, auch wenn sie oft mit sich selbst kämpft. Auch als Anna beginnt sie natürlich Pläne zu schmieden, doch die Krönung rückt immer näher – genauso wie auch die Schattenkrieger…

Haben wir im ersten Band eher den Kampf beobachten können, den Anna und Marco für ihre Liebe ausfechteten, geht es nun mehr um Lunaja und Domino. So richtig überrascht bin ich nicht, denn die einen haben sich ja durch ihre Hindernisse durch geschlagen, doch irgendwie hatte ich erwartet mehr Einsatz vom männlichen Part im zweiten Band zu bekommen. Es wirkt teilweise ein wenig unausgeglichen, weil immer sie nicht aufgibt und mehr fordert und er hingegen eher an den leichten Weg glaubt, auch wenn ihm das durchaus genauso stark zu schaffen macht.
Domino ist eben eher der vernünftig, rational denkende Mensch, weil er Luna beschützen will. Um jeden Preis. Lunaja hingegen ist die temperamentvolle Person, die auch gern mal mit dem Kopf durch die Wand will.

Aufgefallen ist mir, dass es einen ganz gut aufgebauten Spannungsbogen und auch zwei, drei nervenaufreibende Situationen gibt, aber die wurden für mein Empfinden immer so schnell gelöst, dass es gar nicht so richtig dramatisch werden konnte. Im Gegensatz dazu wurde der Grundstein im zweiten Band intensiv auf die Liebesgeschichte gelegt. Es war schön, weil ich mittlerweile die Verbindung gerade von Domino zu Lunaja noch ein Stück stärker finde, als zu ihren Pendants in der normalen Welt. Ihre Reaktionen fallen ein wenig rauer und instinktiver aus, weil das einfach auch gut zum Setting dieser eher mittelalterlichen Welt passt. Doch ich hätte mir einen Tick weniger Vorhersehbarkeit in den Lösungen und Handlungen gewünscht, dafür ein bisschen mehr Adrenalingefühl in den Gefahrensituationen. Dafür bekommt man wahnsinnig viel Gefühl, Leidenschaft und Knistern, was das Herz berührt und die Emotionen stark hervorhebt.

Ich habe den zweiten Band zügig und locker lesen können. Ab und zu fehlten so ein paar kleinere Details oder auch ein paar Erklärungen, was zum Beispiel plötzlich aus Sina geworden ist. Die war ja eigentlich hartnäckig, doch auch hier kam kein weiteres Treffen vor. Es ging mir einfach zu glatt in manchen Sachen. Die Schreibweise ist dafür flüssig und toll. Vor allem was die malerischen Beschreibungen angeht. Ich konnte vor meinem inneren Auge selbst die Welt des Lichts mit erleben und auch wenn die Spannung etwas gediegen war, hatte ich ein tolles Leseerlebnis. Ich mag die Charaktere wirklich sehr.

Umso mehr macht das Ende, das man eigentlich gut als richtiges Ende sogar stehen hätte lassen können, neugierig. Verdammt neugierig! Denn ich als Leser wittere noch eine böse Rückkehr, die ich hier nicht weiter erklären möchte und irgendwie fehlt da ja doch noch so ein richtiger Showdown. Also, freue ich mich auf Band 3 und ein hoffentlich richtig nervenaufreibendes Finale.

Veröffentlicht am 13.11.2019

Eine schöne Story

Love You Tonight
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Als Ellie zurück in ihre Heimatstadt zieht, um sich um ihren Vater zu kümmern, passt es ganz gut, dass ihr Jugendschwarm Roger auch gerade zurück gekommen ist. Doch wie einen Mann für sich gewinnen, der ...

Als Ellie zurück in ihre Heimatstadt zieht, um sich um ihren Vater zu kümmern, passt es ganz gut, dass ihr Jugendschwarm Roger auch gerade zurück gekommen ist. Doch wie einen Mann für sich gewinnen, der “spezielle Sexwünsche” zu haben scheint und sich deshalb gerade erst von seiner Verlobten getrennt hat?
Da kommt der Bad Boy Tyler genau richtig. Bekannt für Abenteuer und guten Sex, und in der Schuld der jungen Ärztin stehend, ist er der perfekte Kandidat für ihren Plan. Sexnachhilfe.
Ob das gut geht?

“Love you tonight” war für mich das erste Buch von Samanthe Beck und ich kann mich nicht beklagen. Zwei Protagonisten mit vielschichtigen Charakterzügen, einer Prise Dramatik und einer guten Portion Humor, dazu eine große Menge Leidenschaft und voilà – wir bekommen eine perfekte Geschichte für Zwischendurch.

Ich liebe das Zusammenspiel der Hauptpersonen und ihr unkompliziertes Miteinander, die frechen Dialoge und der tiefgründige Hauch in ihren Gesprächen. Ich finde es toll, wie die Nebencharaktere in dem kleinen Örtchen gerade die lockeren Szenen abrunden und ein typisches Stadtbild erschaffen. Man bekommt zwar ziemlich schnell mit, was am guten Roger nicht so ganz in Ellie’s Bild passt, aber es ist einfach lustig, locker und nicht zu schwer.

Die Schreibweise der Autorin hat mich einfach amüsiert und unterhalten. Locker, leicht und flüssig schreibt sie in einem angenehm verständlichen Stil eine süsse, lockere Liebesgeschichte mit ein klein wenig Drama darin. Besonders gut gefallen hat mir aber gerade der Verstand von Tyler. Es gibt keine überzogenen Situationen, in denen man sich als Leser an den Kopf greifen muss, weil sie die Gründe einer Tat oder Situation nicht durchblicken. Im Gegenteil. Beide Charaktere sind recht verständig und erwachsen, wenn auch Ellie manchmal ein wenig blind wirkt.

Für mich ist das Buch eine gelungene Unterhaltung für Zwischendurch und ich würde wieder zu einem Buch von Samanthe Beck greifen.

Veröffentlicht am 13.11.2019

Der absolute Wahnsinn

Burning Bridges
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“Burning Bridges” ist der erste Band der “Fletcher-University-Reihe” von Tami Fischer und ich möchte jubeln!
Endlich mal wieder etwas Neues!!!
Ihr wisst, ich bin Fan von New Adult und Liebesgeschichten ...

“Burning Bridges” ist der erste Band der “Fletcher-University-Reihe” von Tami Fischer und ich möchte jubeln!
Endlich mal wieder etwas Neues!!!
Ihr wisst, ich bin Fan von New Adult und Liebesgeschichten etc. Aber es ist manchmal so unfassbar schwer innovative Bücher in den Genre zu finden. Es gibt viele gute, aber die Wiederholungen häufen sich und hier kann ich einfach nur fangirlen!

Ella ist ein relativ unbedarftes, junges Mädchen, 21 Jahre alt und studiert Literatur. Anstatt einer Weltreise hat sie sich den Traum von der eigenen Wohnung erfüllt, nachdem ihr Vater starb, und gerade wurde sie notgedrungen frisch wieder zum Single. Genau dieser beknackte Abend, an dem ihr nun Exfreund sich auf böse Art von ihr trennt, lässt sie blindlings durch die Straßen rennen, genau in die Hände von richtig ekligen Kerlen. Rettung eilt herbei und das ist der Beginn ieiner ungewöhnlichen Geschichte…

Ich würde euch am liebsten sofort verraten, was es mit Chester, seinem momentanen Leben auf der Straße und den vielen Verletzungen an seinem Körper auf sich hat, aber dann würde euch total die Spannung flöten gehen. Ich hasse Spoiler, aber hier ist die Versuchung schon wirklich groß, weil ich euch so gerne mehr über die genialen Ideen der Autorin verraten würde!!!

Es ist so spannend, gefährlich und versehen mit ein paar thrillähnlichen Elementen.
Mir ging der Po dermaßen auf Grundeis!

Die Protagonisten sind authentisch und bodenständig gehalten, mit tiefgehenden Vergangenheiten, individuellen Charakterzügen und sympathischen Zügen. Jeder – selbst die Nebencharaktere – tragen wichtige Seiten zur Handlung bei und ich möchte keinen missen. Vor allem macht jede Person mich super neugierig auf deren eigenen Geschichte! Ich will, nein, ich muss sie alle kennen lernen!!!

Sowohl Ella als auch Ches haben ungewöhnlich großes Potenzial innerhalb der Handlung zu reifen und genau das lässt Tami Fischer ihnen zu kommen. Die Schreibweise ist flüssig, leicht und locker. Die Autorin hat ein Händchen für freche und doch gehaltvolle Gespräche und nichts an diesem Buch ist so 0815, wie es heutzutage öfters vor kommt. Ich war gefesselt und mitgerissen, ich habe gelacht, gelitten und mit gefiebert! Die ganze Story hat mich auf eine emotionale Achterbahnfahrt geschickt und ich konnte mich kaum vom Buch trennen.



Ches ist so verschlossen zu Beginn, vorsichtig und trotzdem umgibt ihn ein Hauch Intelligenz, Charme und diese geheimnisvolle Ausstrahlung, die nicht nur Ella vereinnahmt, sondern auch den Leser sofort mit reißt. Ich war fasziniert und hingerissen.
Ich will unbedingt mehr und ich freue mich auf den nächsten Band!