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Veröffentlicht am 21.12.2017

Freund oder Feind?

Verzaubert 2: Gefährliche Freunde
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„Sie schlug ihre Augen auf. Der Untergrund, auf dem sie lag, war hart und kalt. Bei dem Versuch, sich zu bewegen, wurde sie zurückgehalten. Einzig ihren Kopf konnte sie heben. Ihr Herz raste so schnell, ...

„Sie schlug ihre Augen auf. Der Untergrund, auf dem sie lag, war hart und kalt. Bei dem Versuch, sich zu bewegen, wurde sie zurückgehalten. Einzig ihren Kopf konnte sie heben. Ihr Herz raste so schnell, dass es ihr die Luft abdrückte.“

Auch mir blieb in manchen Momenten die Luft weg.

Im zweiten Teil der Verzaubert-Reihe „Gefährliche Freunde“ von Anna-Sophie Caspar steht Effies endgültige Verwandlung bevor. Und wie der Titel schon sagt, stellt nicht nur Nathaniel eine Gefahr dar, sondern auch geglaubte Freunde bergen ein gewisses Risiko. Wem können unsere liebgewonnen Protagonisten und vor allem auch der Leser noch trauen?

Ja, die Frage des Vertrauens spielt in diesem Teil eine große Rolle. Ich persönlich war während der ganzen Geschichte hin und her gerissen. Wem kann ich vertrauen, wem wieder nicht....Positiv überrascht wurde ich von Vespa, die auch im zweiten Teil nicht fehlen durfte. Ich fing ziemlich schnell an sie zu mögen, sie wurde mir richtig sympathisch und ich begann ihr zu vertrauen. Ebenfalls verpasste sie mit ihrer direkten, ironischen Art der Story das gewisse Etwas.
Wohingegen ich den anderen Charakteren, vor allem Ted, sehr stark misstraute. Dieses Tauziehen des Vertrauens hielt sich durch das ganze Buch, was mir besonders gut gefiel und so es stets spannend blieb.
Da Effies Verwandlung bevor steht und Nathaniel ihr auf den Versen ist, spitzt sich die Situation für Effie und Eden langsam zu. Doch erfahren wir auch endlich mehr über Vespas, Nathaniels und vor allem Edens Vergangenheit, die mich sehr berührte. Diese neuen Infos trugen bei mir dazu bei, dass ich die Charaktere besser verstand, unter anderem auch Nathaniel und sogar anfing Mitleid für ihn zu empfinden. Ich bin sehr gespannt wie es mit ihm im dritten Teil weiter gehen wird.
Der einzige Punkt, der mir nicht so optimal gefallen hat, war Effies endgültige Verwandlung, die mir etwas zu schnell ablief und mir auch zu kurz kam.

Fazit:
Besonders toll finde ich, dass Anna-Sophie Caspar mit dem Leser und dessen Vertrauen zu den Charakteren spielt. Wem kann man vertrauen? Ebenso war es schön mehr über die Vergangenheit mancher Charaktere zu erfahren um auch so ein besseres Verständnis, wie auch Einfühlungsvermögen zu bekommen. Ein gelungener zweiter Band, der Vorfreude auf die Fortsetzung und somit den leider letzten Teil dieser Reihe macht.

Veröffentlicht am 21.12.2017

Zwei Likes für Lena und dieses Buch

Zwei Likes für Lena
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„Es ist immer leichter, anderen Ratschläge zu geben, als selbst welche anzunehmen.“

Ich möchte an dieser Stelle keinen Ratschlag geben, allerdings meine Empfehlung für „Zwei Likes für Lena“ aussprechen. ...

„Es ist immer leichter, anderen Ratschläge zu geben, als selbst welche anzunehmen.“

Ich möchte an dieser Stelle keinen Ratschlag geben, allerdings meine Empfehlung für „Zwei Likes für Lena“ aussprechen.

Jürgen Seibold entführt uns in „Zwei Likes für Lena“, in das Leben der beiden charakterstarken und impulsiven Personen Lena und Jonathan. Zwei Charaktere die unterschiedlicher nicht sein könnten, aber vielleicht doch mehr gemeinsam haben als sie denken.

Ich persönlich muss sagen, dass ich etwas anderes erwartet habe, was jetzt nicht als Kritik oder negativer Punkt aufgefast werden soll, sondern lediglich als Tatsache, die das Lesen der Geschichte keineswegs beeinflusste. Ich begann das Buch mit der Einstellung, dass es zwischen Jonathan und Lena eine fast durchgehende Interaktion gibt, dem nicht so war. Doch ich lasse mich gerne überraschen. So liegt am Anfang der Geschichte der Fokus auf Lena und die neue Wende in ihrem Leben. In der Mitte liegt der Schwerpunkt mehr auf Jonathan und wieder gegen Ende mehr auf Lena. Dazwischen tauchen noch weitere Nebencharaktere auf, die dem Ganzen einen weiteren Schwung mit geben, ohne dass ein einziges Charakterchaos entsteht. Es hat alles Hand und Fuß. Letztendlich fand ich es sehr gut, dass die Hauptcharaktere nicht ständig aufeinander „hockten“ und man so intensiver in Jonathans Leben und Lenas eintauchen konnte und auch ein besseres Verständis für die beiden und ihre Probleme bekam. Kurz gesagt: gut, dass meine Erwartungen nicht erfüllt wurden, denn diese Struktur hat mich voll und ganz überzeugt.
Ein weiterer Punkt, den ich in Bücher besonders liebe und der nicht immer selbstverständlich ist, ist wenn Titel in der Geschichte aufgegriffen werden und man so einerseits versteht was es mit dem Titel auf sich hat und andererseits eine Verbindung zwischen Titel und Geschichte entsteht. Demzufolge, ja wir erfahren was es mit den „Zwei Likes für Lena“ auf sich hat und die Idee dahinter hat mich einfach nur zum Schmunzeln gebrachte. Einfach wunderbar.

Der angenehme Schreibstil und die ganze Story, Theamtik harmonisieren richtig gut miteinander und verleihen dem ganzen Buch somit eine gewisse Leichtigkeit, so dass es sich sehr gut durchliest. Dabei wird es keineswegs langweilig, da immer etwas passiert, dass die Spannung und das „Weiterlesen müssen“, aufrecht hält.

Fazit:
Es ist wirklich eine sehr unterhaltsame Geschichte, gespickt mit einigen Wendungen, die man so nicht erwartet hätte bzw. ich nicht erwartet hätte. Dazu noch eine Prise Humor und Witz. Daher gibt es von mir nicht nur zwei Likes, sondern fünf in Form von Sternen.?

Veröffentlicht am 21.12.2017

✨"Was wären wir ohne Wünsche?"✨

Wir fliegen, wenn wir fallen
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"Unsere Welt besteht aus vielen kleinen Wundern, wir nehmen uns nur zu selten die Zeit für sie.“

So sehe ich dieses Buch von Ava Reed, unter anderem als solch kleines Wunder, das uns daran erinnert sich ...

"Unsere Welt besteht aus vielen kleinen Wundern, wir nehmen uns nur zu selten die Zeit für sie.“

So sehe ich dieses Buch von Ava Reed, unter anderem als solch kleines Wunder, das uns daran erinnert sich Zeit für die kleinen aber auch für die großen Dinge des Lebens, zu nehmen. Sich Zeit nehmen für das Leben.

In „Wir fliegen, wenn wir fallen“ nimmt uns Ava Reed auf die gemeinsame Reise von Yara und Noel mit. Gemeinsam erfüllen sie die 10 letzten Wünsche des verstorbenen Phils. Doch sollen sie einfach nur die Liste erfüllen, weil Phil dazu nicht mehr in der Lage war oder steckt vermutlich noch mehr dahinter? Und welche Entwicklung durchlaufen Yara und Noel als Einzelpersonen und zueinander?

Zehn Wünsche in einem Buch. Klang für mich nach Material für eine ganze Trilogie, aber zehn Wünsche passen auch durchaus in ein Buch. Zwar hatte ich zu Beginn etwas die Befürchtung, dass manche Stellen zu kurz kommen könnten, aber dem war nicht so. Jedes einzelne Ereignis hatte genau die richtige Länge, das eine war mal länger, das andere mal kürzer.
Zu dem war die Geschichte in sich abgerundet. Sie wird im Wechsel aus der Sicht von Yara und Noel erzählt, wodurch man beide Charaktere gleich gut kennen lernt. Durch diesen Wechsel kann man sich wiederum besser in beide Personen einfühlen und versteht welche persönliche Bedeutung die Liste und die Reise für Yara und Noel hat. Wobei ich hier anmerken muss, dass ich das Gefühl hatte, dass die Entwicklung von Yara eher schleppend voran kam und ich manchmal den Eindruck hatte sie ginge einen Schritt zurück als nach vorne. Hingegen Noels Entwicklung am Deutlichsten heraus stach und einem stärkeren, stetigen Anstieg glich.
Die zehn Wünsche haben mir besonders gut gefallen, da kein Wunsch dem anderen glich und jeder für sich besonders war. Passend dazu fand ich es sehr schön, dass Yara jeden erfüllten Punkt auf der Liste in einer anderen Farbe durchgestrichen hat. Ich empfand es als Symbol dafür, dass langsam die Farbe wieder in Yaras graue Welt zurückkehrt.
Komme ich noch zu dem atemberaubenden, wunderschönen Cover, das ein sofortiger „Eyecatcher“ ist. Die Farben und die wehenden Pusteblumen, grandios.
Besonders toll finde ich, dass die Abbildungen, die vorne zu sehen sind Bestandteile der Geschichte sind und nicht nur dazu dienen, damit das Cover schön aussieht. Äußerst rührend und wunderschön, war die Einbindung und somit die Bedeutung, der Pusteblume in die Geschichte, die auf dem Cover und vor jedem neuen Kapitel zu finden ist.

Fazit:
Nach dem Buch „Mondprinzessin“, das mich unbeschreiblich begeistert hat, war „Wir fliegen, wenn wir fallen“ das zweite Buch von Ava Reed, das ich gelesen habe. Und ich kann nur sagen, die nächsten Bücher der Autorin werden nicht sehr lange auf mich warten müssen.
Ich mag es sehr wenn Bücher mit sämtlichen Weisheiten und wahren Aussagen, die das Leben betreffen gefüllt sind. Ich fühle mich durch sie verstanden und sie sorgen dafür, dass das Buch für mich zu etwas besonderem wird. Daher kann ich dieses Buch jedem empfehlen, der sich selbst finden möchte. Vielleicht ist dieses Buch ja der erste Schritt!

„Worte sind mächtig. Sie können Wunden verursachen, sie aufreißen oder sie heilen. Sie können dich glücklich machen oder dich zerstören. Worte können das so gut, weil sie dich äußerlich nicht berühren, sondern innerlich. Sie dringen in dich ein, sie heilen oder verletzten dich, ohne sichtbare Spuren zu hinterlassen, ohne dass du etwas dagegen tun kannst.“

Und diese Buch ist gefüllt mit mächtigen Worten, die einfach ins Herz, in die Seele eindringen, sobald man sich der Geschichte öffnet und sich auf sie einlässt.
"Hinterlassen wir einen Teil von uns selbst zwischen den Zeilen dieses Buches!"

Veröffentlicht am 21.12.2017

Versuchen wir den Berg zu erklimmen!

Die wirkliche Wahrheit
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„Ich bin oft gestürzt, auf diesem langen Marsch […].Genau genommen alle paar Schritte. Und jedes Mal stand ich einfach wieder auf. Aber irgendwann kam der Punkt, wo ich in den Schnee fiel, vom Wind umheult, ...

„Ich bin oft gestürzt, auf diesem langen Marsch […].Genau genommen alle paar Schritte. Und jedes Mal stand ich einfach wieder auf. Aber irgendwann kam der Punkt, wo ich in den Schnee fiel, vom Wind umheult, und nicht mehr aufstand.“

Wir alle gehen im Leben unseren eigenen Weg, mit Höhen und Tiefen und jedes Mal liegt es an uns, ob wir die Kraft aufbringen wieder aufzustehen oder liegen bleiben.

So hat der Junge Mark in „Die wirkliche Wahrheit“ von Dan Gemeinhart, all seinen Mut und seine Kraft gesammelt, um vielleicht das letzte Abenteuer seines Lebens zu erleben, natürlich immer an seiner Seite, sein treuer Hund Beau.

Die Handlung ist in erster Linie sehr klar. Der kranke Mark läuft mit seinem Hund von zu Hause weg, um einen Berg zu erklimmen. Ich ließ mich durchaus von dieser „Einfachheit“ etwas in die Irre führen und glaubte dadurch, schon im Voraus zu wissen, wie das Ende aussehen könnte. Allerdings wurde ich durchaus positiv überrascht und meine Vermutungen wurden nicht bestätigt.
An einigen Punkten war ich allerdings etwas skeptisch und fragte mich: ob es einem 12-jährigen wirklich gelingen würde so einfach abzuhauen, während nach ihm fahndet wird und ob wirklich so viele Leute ein Desinteresse zeigen würden, an einem Kind, das wie im Buch, nachts in einem Restaurant auftaucht, bedient wird, der Kellnerin eine Lüge erzählt und wieder von dannen ziehen kann? Und ob man wirklich so viel Glück haben kann, wenn man glaubt seinen Freund verloren zu haben?
Aber es ist eine Geschichte und ich denke, in einem Buch ist einfach alles möglich. Vor allem Glück und auch Wunder. Daher empfehle ich, die Geschichte nicht so kritisch und realistisch zu sehen wie ich, sondern einfach wirken lassen und offen sein.

Der Schreibstil ist sehr leicht und locker, so dass man als Leser in einen sehr angenehmen „Lese-Flow“ hineingelangt und die Geschichte sich schon quasi von selbst liest.
Ganz besonders hat mir die, für mich neuartige Aufteilung der Kapitel gefallen und dass man auch Einblicke von Marks beste Freundin Jessie bekam. Denn in den Kapitel, wie 1,2,3...erzählt Mark seine Geschichte. In den Kapitel 1 ½, 2 ½, 3 ½...dürfen wir Jessie genauer kennen lernen und erfahren auch wie sie zu Mark steht und wie kostbar und besonders ihre Freundschaft ist.
Ebenso hat mir die Kommunikation zwischen Mark und Jessie gefallen, denn sie verständigen sich sehr gerne mit der Gedichtform des Haiku. Und so sind immer am Anfang von Jessies Kapiteln und auch ab und zu im Laufe des Geschehens, Haikus zu finden, die Gefühle und Gedanken verraten. Wirklich eine tolle Idee des Autors, die das Buch zu etwas Besonderem werden lässt.

Fazit:
Auf eine umfangreiche Handlung mit vielen festen, unterschiedlichen Charakteren, brauch man hier nicht zu erwarten. Es tauchen zwar kurzweilig verschiedene Personen in der Geschichte auf, die allerdings für die wesentliche Handlung kaum von Bedeutung sind. Es geht im Ganzen nur um Mark.
Am Besten unvoreingenommen sich auf die Geschichte einlassen und das Abenteuer mit Mark erleben. Bei einer Buchlänge von 254 Seiten, ist es eine in sich, kleine und feine geschlossene Geschichte. Das Buch ist sehr flott durchgelesen und ich denke, jeder der es liest und offen für alles ist, kann und wird etwas in der Geschichte von Mark für sich entdecken und mitnehmen können.

Veröffentlicht am 21.12.2017

Es waren einmal 18 Märchen...

Hinter Dornenhecken und Zauberspiegeln
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"Eine Geschichte, die zu Tränen rührt, ist am schwersten zu spinnen. Sie ist mehr wert als Gold."

Und in dieser Anthologie sind nicht nur die traurigsten Geschichten mehr wert als Gold, sondern jede ...

"Eine Geschichte, die zu Tränen rührt, ist am schwersten zu spinnen. Sie ist mehr wert als Gold."

Und in dieser Anthologie sind nicht nur die traurigsten Geschichten mehr wert als Gold, sondern jede einzelne. 

In "Hinter Dornenhecken und Zauberspiegeln" findet man einen wunderbaren Garten mit 18 besonderen Blüten und 18 unterschiedlichen Gärtnern/Gärtnerinnen. Von Pendants zu Aschenputtel oder Rumpelstilzchen bis hin zur Gestalt der Baba Jaga oder sonstigen Märchen, die ich persönlich zu keinem mir bekannten Märchen zuordnen konnte, von denen aber auch einige mich begeistert haben. Innerhalb der Geschichten gibt es keine Grenzen, alles ist möglich. Um nicht im Voraus zu viel zu verraten aber dennoch einen kleinen Einblick in dieses Buch zu verschaffen, habe ich mir 2 Märchen raus gepickt, die mir ganz besonders gut gefallen haben ( die Wahl viel mir wirklich unglaublich schwer). Und 2 (bei der Anzahl ist es auch geblieben, was bei 18 Geschichten fast nichts ist), die mir weniger zugesagt haben.

1) Der Schwarze Schwan - Susan Wade Wade      
Wie weit ist man bereit zu gehen, um das Herz eines anderen zu erobern? Soweit, bis zu völligen Selbstzerstörung? Eine sehr rührende Geschichte zweier Menschen deren Liebe unerwidert bleibt. Dazu ein wunderbarer, leichter Schreibstil, durch den man die Geschichte nicht nur liest, sondern auch fühlt.

2) Der Schuh der Dryade - T. Kingfisher                                                     
Ein rebellisches Aschenputtel, das sich nicht weich quatschen lässt auf den Ball, wegen des Prinzens, zu gehen. Sich dafür allerdings mehr für dessen Orangerie interessiert. Bei dieser Geschichte hatte ich fast durchgängig ein dauergrinsendes Gesicht. Flüssiger, leichter Schreibstil und eine so leicht erzählte Geschichte. Einfach wundervoll.

3) Sei still und lausche - Seanan McGuire                                             
Eine Geschichte über ein Mädchen, ihre Mutter, Feen und in die ich mich leider nicht einfinden konnte. Für mich war die Handlung sehr verwirrend, da ich meistens nicht erkennen konnte von wem gesprochen wurde und mir bis zum Endeeinfach nicht klar war worum es eigentlich ging. 

4) Das knöcherne Mütterlein - Björn Springorum
Ein Märchen, das von Baba Jaga handelt. Grundlegend fand ich das Vor- und Nachwort am gruseligsten, als die Geschichte selbst. Dies ging ganz schön unter die Haut. Die Geschichte an sich war leider nicht mein Fall, was daran lag, dass sich das eigentliche Geschehen in seiner Struktur wiederholte und mich so nicht packen konnte. So hatte ich das Gefühl, dass es keine in sich abgeschlossene Handlung gab und die Geschichte auch nicht rund und stimmig in meinen Augen war. 

Erwähnenswert wäre noch, dass jede Geschichte ein Vorwort hat, das ich als äußerst gelungen und passend betrachte. So wurde ein Übergang von einem zum anderen Märchen gegeben, in dem man Zeit findet, mit dem Gelesenen abzuschließen und sich auf die neue Geschichte vorzubereiten.


Fazit:
Ich denke, ich kann mit gutem Gewissen sagen, dass in dieser Anthologie jeder mindestens ein Märchen für sich findet, das ihn begeistern kann. Denn keine Geschichte ähnelt oder gleicht der anderen, jede ist einzigartig.
Ebenso ist die Gesamtkomposition der Märchen und der einzelnen Autoren einfach stimmig und geben diesem Buch die gewisse Magie, die es besonders macht. Ich muss gestehen, dass ich seit meiner Kindheit keinen Kontakt mehr mit Märchen hatte. Von daher war diese Anthologie eine tolle Reise und Erlebnis, die Märchenwelt neu zu entdecken.
Somit ist sie eine eindeutige Empfehlung von mir an alle, die wieder Märchen für sich entdecken möchten, aber auf eine neue Art und Weise.