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Veröffentlicht am 15.09.2016

Die Schattenjäger sind zurück

Lady Midnight
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In Los Angeles tauchen immer wieder Leichen auf. Doch unter den Opfern sind nicht nur normale Menschen sondern auch Schattenweltler, was die örtlichen Schattenjäger auf den Plan ruft. Vor allem Emma interessiert ...

In Los Angeles tauchen immer wieder Leichen auf. Doch unter den Opfern sind nicht nur normale Menschen sondern auch Schattenweltler, was die örtlichen Schattenjäger auf den Plan ruft. Vor allem Emma interessiert sich für die Fälle, wurden doch die Leichen mit den gleichen Schriftzeichen gekennzeichnet, die einst die toten Körper ihrer Eltern zierten, und deren Tod ihr noch immer ein Rätsel ist. Zusammen mit ihrem Parabatai Julian und den anderen Schattenjäger versucht Emma herauszufinden, wer dahinter steckt. Doch das ist nicht ihr einziges Problem…

Die Geschichte wird aus Sicht eines Erzählers erzählt, legt den Fokus aber immer wieder auf verschiedene Charaktere, sodass der Leser einen Einblick in die verschiedenen Charaktere bekommt und auch verschiedenen Handlungssträngen folgen kann. Vor allem die Charaktere haben mir gut gefallen. Sie sind alle sehr unterschiedlich, haben ihre Ecken und Kanten und auch die ein oder andere ärgerliche Eigenschaft. Die Hauptprotagonistin Emma ist zum Beispiel sehr impulsiv und manchmal einfach zu risikofreudig. Aber sie ist auch tough und sympathisch. Und auch die anderen Charaktere mochte ich sehr, vor allem Christina und Mark.

Schön fand ich auch, dass verschiedene Charaktere aus den anderen Reihen auftauchen, das ist immer wie eine Begegnung mit alten Freunden. Allerdings gibt es auch viele Verweise auf die anderen Bücher, die sich häufig wiederholen, was ich an vielen Stellen unnötig fand.

Die Story war spannend, wenn auch stellenweise etwas in die Länge gezogen. Es gab einige Überraschungen und vor allem viele offene Fragen, die auch am Ende der Lektüre noch bestehen und mich gespannt auf den zweiten Teil warten lassen. Außerdem gab es tolle Dialoge und die Interaktionen der Charaktere waren einfach schön und haben eine ganze Menge Humor mit reingebracht.

Das Hörbuch wird von Simon Jäger fantastisch gelesen. Er hat einfach eine tolle Stimme die den Hörer direkt in die Geschichte mitnimmt. Ich fand es allerdings schade, dass einige wirklich schöne Szenen weggekürzt wurden, die zwar nicht für die Story relevant waren, aber einfach einen tieferen Einblick in die Charaktere bieten.

Fazit
“Lady Midnight” ist eine tolle Rückkehr in die Welt der Schattenjäger mit neuen Protagonisten, die mir super gefallen haben, einer spannenden Story und viel Humor. Für Fans der Schattenjäger auf jeden Fall zu empfehlen.

Veröffentlicht am 23.04.2017

In einem Land voll Dunkelheit...

Königreich der Schatten: Die wahre Königin
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Luna lebt gemeinsam mit zwei engen Vertrauten in einem verborgenen Turm im Wald. Dort sind sie nicht nur geschützt vor den Kreaturen, die in der ewigen Dunkelheit lauern, welche über das Reich Relhok hereingebrochen ...

Luna lebt gemeinsam mit zwei engen Vertrauten in einem verborgenen Turm im Wald. Dort sind sie nicht nur geschützt vor den Kreaturen, die in der ewigen Dunkelheit lauern, welche über das Reich Relhok hereingebrochen ist, sondern auch versteckt, vor den Schergen des Königs, der bereits Lunas Eltern auf dem Gewissen hat. Doch der Turm bleibt nicht sicher, und Luna muss fliehen. Dabei steht ihr, mehr unfreiwillig, der junge Fowler zur Seite, und schon bald wird klar, dass sie einander Vertrauen müssen, um zu überleben, denn die Gefahr kommt nicht nur aus der Dunkelheit.

Diese Geschichte hat ein gelungenes Setting, mit einer Welt, die in Dunkelheit versunken ist, in der unheimliche Kreaturen auf der Erde aufsteigen und die Menschen verschlingen. Und auch die Menschen haben sich in ihrem Kampf ums Überleben verändert. Die ständige Bedrohung und die Dunkelheit werden gut rüber gebracht und die Atmosphäre, die das Buch erzeugt hat mir sehr gefallen.
Auch der angenehm leichte und jugendliche Schreibstil lässt die Seiten nur so dahin fliegen und trägt einen schnell durch die Geschichte.

Charaktere gibt es insgesamt nicht viele, und Luna und Fowler stehen ganz klar im Mittelpunkt. Gemeinsam mit ihnen erfahren wir mehr über ihre Vergangenheit und Relhok, wobei sich ihre Perspektiven abwechseln. Ich mochte beide sehr gerne, auch wenn ich mich manchmal über Lunas (durchaus verständliche) Naivität aufgeregt habe. Aber sie ist stark, auch wenn sie manchmal wirklich dumme Entscheidungen getroffen hat. Fowler hingegen fand ich klasse. Ich habe ihn sehr gut verstanden und konnte seine Handlungen gut nachvollziehen.

Die Geschichte war schön geschrieben und hatte viele spannende Szenen. Die Perspektivwechsel haben ihr übriges dazu getan, die Spannung aufrecht zu erhalten. Manche Szenen fand ich allerdings etwas übertrieben und unrealistisch. Und mir persönlich hat auch ein bisschen ein roter Faden gefehlt, denn die Geschichte ist in eine andere Richtung gelaufen, als ich erwartet hätte.
Da es sich um den Auftakt einer Reihe handelt, kann sich das aber auch noch ändern, und nach diesem Auftakt bin ich schon gespannt, wie es mit Luna und Fowler weitergehen wird.

Fazit

„Die wahre Königin – Königreich der Schatten“ ist ein guter Auftakt zu einer neuen Reihe. Obwohl noch einiges an Luft nach oben ist, mochte ich die Charaktere doch sehr, und bin schon gespannt, wie ihre Geschichte in Zukunft weiter geht.
Der zweite Band erscheint übrigens am 12. Februar 2018.

Veröffentlicht am 02.04.2017

Gute solide Fantasy

Die Chimäre - Silben der Macht
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Ezra ist anders. Ihre Sinne sind schärfer als die der anderen Menschen und auch ihre körperliche Kraft und Geschwindigkeit übersteigt ein normales Maß. Nachdem ihr Leben von Kopfgeldjägern bedroht wird, ...

Ezra ist anders. Ihre Sinne sind schärfer als die der anderen Menschen und auch ihre körperliche Kraft und Geschwindigkeit übersteigt ein normales Maß. Nachdem ihr Leben von Kopfgeldjägern bedroht wird, flieht sie und versucht, den Grund für ihre Andersartigkeit zu finden. Schnell findet sie Wegbegleiter für ihre Reise zur Selbsterkenntnis, doch die Gefahren auf ihrem Weg sind nichts zu unterschätzen, und Ezra muss sich immer wieder neuen Herausforderungen stellen.


Ezras Geschichte wird von einem Erzähler erzählt, und folgt hauptsächlich Ezras Perspektive. Ab und zu wird ihre Geschichte jedoch von ungewöhnlichen Szenen unterbrochen, in denen Kristallgremlins im Mittelpunkt stehen, die unter einem Berg Schicksalstafeln suchen, um das Schicksal einzelner Menschen zu enthüllen. Mit darunter auch Ezras Schicksal. Es war eine witzige Idee, auch wenn ich gestehen muss, dass mich die Gremlins nicht so packen konnte und ich immer darauf brannte, bei Ezra weiterzulesen.


Die Charaktere waren divers und spannend. Besonders Ezra unterscheidet sich mit ihrer Art zu denken sehr von typischen Protagonistinnen, die ja oft von romantischen Gefühlen geleitet werden. Ezra ist eher rational, wenig gefühlsduselig, manchmal fast ein bisschen kalt. Aber es passt sehr gut zu ihr und ich mochte es sehr gern, ihre Entwicklung zu verfolgen. Über ihre Begleiter möchte ich noch nicht so viel verraten, aber auch sie mochte ich und fand sie gut gestaltet, auch wenn ich zum Teil gern noch mehr Hintergrundwissen zu ihnen gehabt hätte.


Die Story an sich war spannend, und hatte die ein oder andere Überraschung zu bieten, wenn natürlich das Grundkonzept . Insgesamt fand ich die Handlung zwar relativ geradlinig, würde es aber nicht als besonders negativ ankreiden. Gestört hat mich nur zum Teil, dass mir Ezras Mission manchmal fast etwas zu leicht erschien. Dennoch war es insgesamt sehr stimmig, obwohl mich das Ende leider nicht ganz überzeugen konnte.


Schön fand ich aber auch, das Themen wie Ausgrenzung, Vorurteile, religiöser Fanatismus und ähnliches aufgegriffen wurden, ohne stark wertend mit diesen Themen umzugehen, so dass sich jeder seine eignen Meinung bilden kann.


Fazit

“Die Chimäre – Silben der Macht“ ist ein gelungener Fantasyroman, der eine interessante Welt schafft und mit diversen Charakteren bevölkert, deren Geschichte mich bisher überzeugen konnte. Ich bin gespannt, noch mehr aus dieser Welt zu lesen.

Veröffentlicht am 24.03.2017

Ein Märchen aus 1001 Nacht

Rache und Rosenblüte
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Während Chalid in seiner zerstörten Stadt ausharren muss, wurde Sharzad von ihrem besten Freund Tarik zu den Rebellen in die Wüste gebracht, wo sie Unterschlupf findet, und auch ihrer Schwester und ihrem ...

Während Chalid in seiner zerstörten Stadt ausharren muss, wurde Sharzad von ihrem besten Freund Tarik zu den Rebellen in die Wüste gebracht, wo sie Unterschlupf findet, und auch ihrer Schwester und ihrem Vater wieder begegnet. Während Chalid beim Wiederaufbau seiner Stadt hilft und mit den Konsequenzen des Fluches kämpft, versucht Sharzad alles, um einen Weg zu finden, den Fluch zu brechen. Doch schon bald zeigt sich, dass der Fluch nicht ihr einziges Problem ist, denn alle Zeichen stehen auf Krieg…

Die Geschichte aus diesem Buch wird immer wieder aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Während die Hauptereignisse erneut Sharzad folgen, nehmen diesmal auch dies Szenen bei Chalid und ihrer Schwester Irsa einen großen Raum ein, ebenso wie ein paar andere, die interessante Einblicke liefern. Ich mochte diesmal vor allem die Szenen mit Irsa, sie war einfach so ein bezaubernder Charakter.

Ebenso wie in Band eins waren die Charaktere in diesem Buch vielfältig und haben mir insgesamt wieder gut gefallen. Schade fand ich, dass Charaktere wie Despina, die im ersten Band doch recht wichtig war, hier nur vergleichsweise kleine Rollen hatte, da sich der Handlungsschauplatz im Großteil aus dem Palast von Ray hinaus in die Wüste verlagert hat. Dafür kamen aber auch neue Charaktere hinzu, wie Sharzads jüngere Schwester Irsa, die mir schnell ans Herz gewachsen ist und aufgrund ihrer starken Entwicklung einer meiner Lieblingscharaktere ist. Natürlich mochte ich auch Sharzad und Chalid weiterhin sehr gern. Schade fand ich, dass es einen weiteren neuen Charakter gab, er zwar sehr spannend war, und super viel Potential hatte, man über ihn allerdings kaum etwas erfahren hat.

Ich liebe Märchen, und auch die Märchen aus 1001 Nacht sind ein kleiner Schatz in meinem Bücherregal. Der erste Band konnte mich mit seinen märchenhaften Details und der doch ganz eigenen Story schon voll in seinen Bann ziehen und auch Band zwei wurde wieder verschlungen. Die verschiedenen Charaktere und die Story sind erneut spannend miteinander verwoben und halten den Leser in Atem. Obwohl es eine kleine Schwäche gab, mit der ich euch natürlich jetzt nicht spoilern werde, war das Buch alles in allem ein toller Abschluss dieser Dilogie.

Was mir auch am zweiten Band wieder positiv aufgefallen ist, ist natürlich der tolle Schreibstil, der einfach eine fesselnde Atmosphäre erzeugt. Man spürt die Hitze der Wüste auf der Haut, oder auch mal die Gefühle der Charaktere. Bei mir floss auf jeden Fall das ein oder andere Tränchen und manchmal habe ich mich vor lauter Spannung kaum getraut, umzublättern.


Fazit

"Rache und Rosenblüte" ist ein toller Abschluss dieses orientalischen Märchens. Ich hatte viel Freue beim Lesen und kann es allen Fans von Märchen, 1001 Nacht und fantastischen Liebesgeschichten wärmstens empfehlen.

Veröffentlicht am 18.03.2017

Ein wortgewaltiges Märchen wie aus 1001 Nacht

Zorn und Morgenröte
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Der junge Chalid ist der Kalif von Chorasan, und sein ganzes Volk lebt in Angst und Schrecken. Jeden Tag heiratet er ein Mädchen, das am Tag darauf hingerichtet wird. Als auch Sharzads beste Freundin Shiva ...

Der junge Chalid ist der Kalif von Chorasan, und sein ganzes Volk lebt in Angst und Schrecken. Jeden Tag heiratet er ein Mädchen, das am Tag darauf hingerichtet wird. Als auch Sharzads beste Freundin Shiva von diesem Schicksal ereilt wird, schwört Sharzad Rache und meldet sich freiwillig als Braut. Doch während sie versucht, Rache zu üben, und dabei ihr eigenes Leben zu retten, muss sie erkennen, dass im Palast nichts so ist, wie es scheint, und Chalid nicht nur das grausame Monster ist, das alle Welt in ihm sieht.

Die Geschichte aus diesem Buch wird immer wieder aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Während die Hauptereignisse Sharzad folgen, erfährt man auch etwas über Chalid, Sharzads Vater, oder ihren besten Freund Tarik. So hat man nicht nur den Überblick über verschiedenen Handlungsorte, sondern natürlich werden die unterschiedlichen Perspektiven genutzt, um die Spannung bei kleinen Cliffhangern weiter hinauszuzögern, was wunderbar funktioniert.

Die Charaktere in diesem Buch waren vielfältig und haben mir insgesamt sehr gut gefallen. Sei es nun die kecke Despina, die Sharzad einige wichtige Tipps zum Leben im Palast gibt, und ihr eine Freundin wird, der schweigsame Rajput, oder Sharzads bester Freund Tarik, der alles tut, um sie aus den Klauen des Kalifen zu befreien, und dem dazu jede verrückte Idee recht ist. Aber vor allem mochte ich Sharzad und Chalid. Sharzad ist unglaublich mutig und entschlossen. Sie stellt sich ihrem möglichen Tod stolz und unbeugsam entgegen, wird von ihrem Wunsch nach Rache aber nicht geblendet. Und auch Chalid ist ein spannender Charakter, wenn man es einmal geschafft hat, hinter seine Fassade zu schauen.

Ich liebe Märchen, und auch die Märchen aus 1001 Nacht sind ein kleiner Schatz in meinem Bücherregal. Und einige Aspekte der Geschichte erinnern den kundigen Leser schnell an die Geschichte von Scheherazade, die durch ihre Geschichten dem Tod entging und letztlich die Liebe fand. Nicht zuletzt die Namensähnlichkeit der Protagonistin ist hier ein bekanntes Element. Die Richtung, in die sich die Geschichte entwickelt ist abgesehen von einigen Kleinigkeiten jedoch eine ganz andere und wurde hier auf eine sehr spannende und mitreißende Weise umgesetzt, die mich auf jeder Seite fesseln konnte. „Zorn und Morgenröte“ ist ganz eindeutig eines dieser Bücher, dass man nicht mehr aus der Hand legen mag, ehe auch die letzte Zeile gelesen ist.

Was mir an diesem Buch besonders positiv aufgefallen ist, ist neben der tollen Story ganz eindeutig dieser zauberhafte Schreibstil. Renée Ahdieh schafft es mit ihren Worten, ein grandioses Kopfkino zu erzeugen und einen tief in die Atmosphäre eintauchen zu lassen. Man kann förmlich die Hitze auf der Haut spüren oder den Duft der Blumen wahrnehmen.

Fazit

Eine wunderschöner Roman wie aus 1001 Nacht, der einem beim Lesen farbenprächtige Bilder in den Kopf zaubert und mit seinen Worten in eine fremde Welt entführt. Ich mochte die Charaktere und habe auf jeder Seite mitgefiebert.