Solide, aber nicht umwerfend
Die Ehefrau – Was hat sie zu verbergen?Zunächst konnte ich in das Buch nicht gut reinstarten. Es hat etwas gedauert, bis ich in den Flow gekommen bin. Danach war es gut zu lesen, wie immer.
Evtl. Spoiler
Was mich jedoch direkt von Anfang ...
Zunächst konnte ich in das Buch nicht gut reinstarten. Es hat etwas gedauert, bis ich in den Flow gekommen bin. Danach war es gut zu lesen, wie immer.
Evtl. Spoiler
Was mich jedoch direkt von Anfang an gestört hat war, dass die Ähnlichkeit zu „Wenn sie wüsste“ sehr nahe lag. Eine junge Frau auf der Suche nach einem Job. Ein „gutaussehender und „attraktiver“ Mann, der ihr einen anbieten kann. Letztendlich gab es im ganzen Verlauf so viele Parallelen, die mich echt gestört haben und das Ranking so nach unten haben fallen lassen.
Zusätzlich stört mich (aber eigentlich leider bei allen Büchern von McFadden), dass Männer im allgemeinen (und hier: Adam) so unfassbar attraktiv und unwiderstehlich dargestellt werden. Jeder würde was mit ihnen haben wollen, niemand würde sie links liegen lassen. Die Frauen (die wirklich oft sehr leichtsinnig und -gläubig dargestellt werden) lassen sich direkt in ihren Bann ziehen - und gehen eine Affäre ohne Weiteres ein, ohne zunächst mit Konsequenzen zu rechnen.
Naja, und die ganzen Red-Flags die am laufenden Band aufgewiesen werden, werden ebenfalls gekonnt ignoriert. Ist definitiv ein Charakterzug dieser Figuren, allerdings lässt sich das in den meisten der McFadden Thriller ausfindig machen.
Zusätzlich ist mir noch negativ aufgestoßen, wie die „Tagebucheinträge von Vicky“ verfasst wurden. Macht im Verlauf der Handlung definitiv Sinn, aber als Tagebucheinträge lassen sie sich schwer lesen mit der wörtlichen Rede und den viel zu genauen Details. Wie gesagt, am Ende des Buches macht es Sinn.
Zudem sind einige Figuren sehr fraglich eingesetzt. Es wirkt zunächst; als hätten sie eine viel größere Rolle - werden am Ende auch als diese dargestellt aber nicht so in die Geschichte integriert. Sie sind total wichtig (wie Freddy und Maggie), aber bekommen sehr wenig Raum für die Wichtigkeit, die sie im Prinzip haben. Schade irgendwie.
Schlussendlich lässt sich noch sagen, dass ich die Storyline und das Storytelling als sehr vorhersehbar empfunden habe. Ich habe auf einen anderen Plot gehofft, aber dieser ist leider nicht in „Erfüllung“ gegangen. So ziemlich alles blieb letztendlich auf meiner Theorie, die ich nach den ersten 150 Seiten hatte … das zieht so ein Buch natürlich auch nochmal, wenn noch 250 Seiten vor einem liegen und sich keine andere Theorie richtig anfühlt/aufstellen lässt.
Insgesamt eher eins der schlechteren McFadden, dass mich nicht sonderlich gecatcht hat. Vermutlich einfach zu viele Parallelen zu „Wenn sie wüsste“, ansonsten soweit gut.