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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.03.2026

Nachfolgebuch vom Rosie-Projekt

Der Rosie-Effekt
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Mich hat der zweite Band nicht ganz so begeistert, wie "Das Rosie-Projekt". Die Luft ist irgendwie raus und es passiert auch nicht wirklich viel. Natürlich war ich neugierig zu erfahren, wie die Beziehung ...

Mich hat der zweite Band nicht ganz so begeistert, wie "Das Rosie-Projekt". Die Luft ist irgendwie raus und es passiert auch nicht wirklich viel. Natürlich war ich neugierig zu erfahren, wie die Beziehung des ungleichen Paares verläuft und auch Gene ist wieder mit dabei. Der Schreibstil ist nach wie vor klasse und auch die Figurenzeichnung des Autors kann ich nur loben. Allerdings zieht es sich in die Länge und oft fand ich es auch nicht mehr witzig, wenn sich Don Tillmann, zum Beispiel mit Rosies Schwangerschaft auseinandersetzt. Zu Beginn des Buches ist die Rede davon, dass Don nur noch an einigen Tagen die Woche Alkohol trinkt, was definitiv eine gute Entwicklung wäre. Sein Alkoholkonsum ist aber (auch dank seines Freundes) nach wie vor enorm.

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Veröffentlicht am 21.02.2026

Sehr langatmig

Doch die Sünde ist scharlachrot
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Inspector Lynley hat dem Polizeidienst nach einem persönlichen Schicksalsschlag abgeschworen und befindet sich seit Tagen auf einer Küstenwanderung in Cornwall. Dann stößt er auf eine Leiche und wird in ...

Inspector Lynley hat dem Polizeidienst nach einem persönlichen Schicksalsschlag abgeschworen und befindet sich seit Tagen auf einer Küstenwanderung in Cornwall. Dann stößt er auf eine Leiche und wird in die Ermittlungen eingebunden. Es ist der 15.Band aus der Lynley-Reihe, allerdings mein erster Roman von Elizabeth George. Ich finde den Schreibstil und das Lokalkolorit umwerfend, die Geschichte an sich zieht sich wie Kaugummi. Vieles wird wiederholt. Es gibt kaum Überraschungen. Ich habe an einige Stellen Seiten übersprungen, nur um dann festzustellen, dass ich offenbar nichts verpasst habe. Die Nebenschauplätze werden ordentlich zu Ende erzählt, das eigentliche Verbrechen bleibt jedoch ungesühnt. Ich bin überzeugt, es gibt spannendere Romane der Autorin.

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Veröffentlicht am 29.01.2026

Fesselnd und ergreifend

Dem Abgrund so nah
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Zum Inhalt muss nicht mehr viel gesagt werden. Dass die Geschichte auf einer wahren Begebenheit beruht, hat die Dramatik nochmal erheblich verstärkt. Dannys Geschichte - leider habe ich Band 1 noch nicht ...

Zum Inhalt muss nicht mehr viel gesagt werden. Dass die Geschichte auf einer wahren Begebenheit beruht, hat die Dramatik nochmal erheblich verstärkt. Dannys Geschichte - leider habe ich Band 1 noch nicht gelesen, werde es aber bald nachholen - hat mich dermaßen vom Hocker geholt, dass ich nach den ersten fünfzig Seiten gar nicht sicher war, ob ich das gesamte Buch lesen kann. Doch schließlich hat mich die Geschichte gefesselt und ich konnte nicht mehr aufhören zu lesen. Die abscheulichen Taten des Vaters, die sich von Seite zu Seite steigern und das Wegschauen der Mutter, haben mich fassungslos gemacht. Der Freund Ricky und seine Familie und die Tante des Opfers waren eine rühmliche Ausnahme, aber es ist wirklich schlimm, dass niemand dem Jungen wirklich geholfen hat. Toll, dass es Menschen wie Jörg gibt, die sich unermüdlich um Kinder wie Danny kümmern.

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Veröffentlicht am 05.01.2026

Tolle Geschichte mit viel Lokalkolorit

Der Markisenmann
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Die Geschichte wird aus Sicht von Kim Papen, einer jungen Frau aus Köln, erzählt. Der erste Teil des Romans spielt im Jahre 2005. Kim, die sich von ihrer Familie nicht verstanden fühlt, verletzt bei einer ...

Die Geschichte wird aus Sicht von Kim Papen, einer jungen Frau aus Köln, erzählt. Der erste Teil des Romans spielt im Jahre 2005. Kim, die sich von ihrer Familie nicht verstanden fühlt, verletzt bei einer Grillparty ihren Stiefbruder Jeff schwer. Sie wird von ihren Eltern in die Psychiatrie geschickt und danach muss sie die kompletten Sommerferien bei ihrem Vater im Ruhrgebiet verbringen, den sie bisher nur von einem verschwommenen Foto her kannte.
Sie ist entsetzt über seine Lebensumstände, denn er wohnt in einer Industriebrache und vertreibt relativ erfolglos Markisen. Kim freundet sich mit Alik, einem Jungen, der im Recyclinghof arbeitet, an und auch die Freunde ihres Vaters sind ihr nicht unsympathisch. Sie begleitet ihren Vater auf seinen Touren und dank ihrer Unterstützung kann Herr Papen seinen Umsatz erheblich steigern.
Der zweite Teil handelt von der Zeit nach den Sommerferien bis in die aktuelle Zeit (2021) und man erfährt hier, wie Kims weiteres Leben verlaufen ist.

Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Die Figuren sind anschaulich beschrieben, besonders diese vier Kneipenbrüder sind klasse. Es ist zwar größtenteils amüsant, allerdings regt es auch zum Nachdenken an und die Schicksalsschläge haben mich sehr berührt.

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Veröffentlicht am 31.12.2025

Spannend bis zum Schluss

Der Küstenpfad
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Der Küstenpfad ist Band 4 der Krimireihe um die Journalistin Doro Kagel. Ich hatte kürzlich den dritten Band gelesen, daher war ich noch im Thema, was ihre familiäre Situation angeht. Man kann das Buch ...

Der Küstenpfad ist Band 4 der Krimireihe um die Journalistin Doro Kagel. Ich hatte kürzlich den dritten Band gelesen, daher war ich noch im Thema, was ihre familiäre Situation angeht. Man kann das Buch aber unabhängig von den anderen Krimis lesen.
Es geht in diesem Roman um eine Wandergruppe, die sich vorab im Internet zu einer Küstenwanderung von Wolgast nach Wismar verabredet hat. Die Kapitel werden teilweise von Mitgliedern der Gruppe erzählt, allen voran von der Seniorin der Gruppe, Elsi, die mit ihrem 17-jährigen Enkel an dem langen Marsch teilnimmt. Diese Kapitel spielen in der Vergangenheit.
Doro Kagel begibt sich erst einige Tage später mit ihrem Sohn Jonas auf die Wanderung, da sie herausfinden will, wer einen der Teilnehmer umgebracht hat. Der Name des Toten wird auch relativ spät bekanntgegeben. Da Doro vom Informationsstand ein bisschen hinter dem Leser/der Leserin, hinterherhinkt, fand ich diese Kapitel teilweise zäh. Es hat mich auch nicht besonders angesprochen, dass Jonas sich in einer Lebenskrise befindet. Er nutzt die Auszeit, um mit sich ins Reine zu kommen. Großartig fand ich die Figuren. Fast jede einzelne wird von mehreren Seiten beleuchtet. Mal aus Elsis Sicht, mal aus Sicht ihres Enkels, mal von Fritzie oder halt aus Sicht von Doro, die die meisten dieser Leute im Nachhinein befragt. Die Truppe bestand aus einem bunt gemischten Haufen im Alter von 17 bis 63. Jede Figur wurde sehr gut in Szene gesetzt. Bei Elsie wurde mir allerdings ein paarmal zu oft betont, wie fit sie noch für ihr Alter ist. Mit Mitte sechzig kann man durchaus körperlich noch sehr fit sein.
Das Ende hielt dann noch einige Überraschungen bereit. Die letzten hundert Seiten konnte ich einfach nicht mehr aufhören zu lesen.

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