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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.01.2026

Fesselnd und ergreifend

Dem Abgrund so nah
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Zum Inhalt muss nicht mehr viel gesagt werden. Dass die Geschichte auf einer wahren Begebenheit beruht, hat die Dramatik nochmal erheblich verstärkt. Dannys Geschichte - leider habe ich Band 1 noch nicht ...

Zum Inhalt muss nicht mehr viel gesagt werden. Dass die Geschichte auf einer wahren Begebenheit beruht, hat die Dramatik nochmal erheblich verstärkt. Dannys Geschichte - leider habe ich Band 1 noch nicht gelesen, werde es aber bald nachholen - hat mich dermaßen vom Hocker geholt, dass ich nach den ersten fünfzig Seiten gar nicht sicher war, ob ich das gesamte Buch lesen kann. Doch schließlich hat mich die Geschichte gefesselt und ich konnte nicht mehr aufhören zu lesen. Die abscheulichen Taten des Vaters, die sich von Seite zu Seite steigern und das Wegschauen der Mutter, haben mich fassungslos gemacht. Der Freund Ricky und seine Familie und die Tante des Opfers waren eine rühmliche Ausnahme, aber es ist wirklich schlimm, dass niemand dem Jungen wirklich geholfen hat. Toll, dass es Menschen wie Jörg gibt, die sich unermüdlich um Kinder wie Danny kümmern.

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Veröffentlicht am 05.01.2026

Tolle Geschichte mit viel Lokalkolorit

Der Markisenmann
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Die Geschichte wird aus Sicht von Kim Papen, einer jungen Frau aus Köln, erzählt. Der erste Teil des Romans spielt im Jahre 2005. Kim, die sich von ihrer Familie nicht verstanden fühlt, verletzt bei einer ...

Die Geschichte wird aus Sicht von Kim Papen, einer jungen Frau aus Köln, erzählt. Der erste Teil des Romans spielt im Jahre 2005. Kim, die sich von ihrer Familie nicht verstanden fühlt, verletzt bei einer Grillparty ihren Stiefbruder Jeff schwer. Sie wird von ihren Eltern in die Psychiatrie geschickt und danach muss sie die kompletten Sommerferien bei ihrem Vater im Ruhrgebiet verbringen, den sie bisher nur von einem verschwommenen Foto her kannte.
Sie ist entsetzt über seine Lebensumstände, denn er wohnt in einer Industriebrache und vertreibt relativ erfolglos Markisen. Kim freundet sich mit Alik, einem Jungen, der im Recyclinghof arbeitet, an und auch die Freunde ihres Vaters sind ihr nicht unsympathisch. Sie begleitet ihren Vater auf seinen Touren und dank ihrer Unterstützung kann Herr Papen seinen Umsatz erheblich steigern.
Der zweite Teil handelt von der Zeit nach den Sommerferien bis in die aktuelle Zeit (2021) und man erfährt hier, wie Kims weiteres Leben verlaufen ist.

Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Die Figuren sind anschaulich beschrieben, besonders diese vier Kneipenbrüder sind klasse. Es ist zwar größtenteils amüsant, allerdings regt es auch zum Nachdenken an und die Schicksalsschläge haben mich sehr berührt.

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Veröffentlicht am 31.12.2025

Spannend bis zum Schluss

Der Küstenpfad
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Der Küstenpfad ist Band 4 der Krimireihe um die Journalistin Doro Kagel. Ich hatte kürzlich den dritten Band gelesen, daher war ich noch im Thema, was ihre familiäre Situation angeht. Man kann das Buch ...

Der Küstenpfad ist Band 4 der Krimireihe um die Journalistin Doro Kagel. Ich hatte kürzlich den dritten Band gelesen, daher war ich noch im Thema, was ihre familiäre Situation angeht. Man kann das Buch aber unabhängig von den anderen Krimis lesen.
Es geht in diesem Roman um eine Wandergruppe, die sich vorab im Internet zu einer Küstenwanderung von Wolgast nach Wismar verabredet hat. Die Kapitel werden teilweise von Mitgliedern der Gruppe erzählt, allen voran von der Seniorin der Gruppe, Elsi, die mit ihrem 17-jährigen Enkel an dem langen Marsch teilnimmt. Diese Kapitel spielen in der Vergangenheit.
Doro Kagel begibt sich erst einige Tage später mit ihrem Sohn Jonas auf die Wanderung, da sie herausfinden will, wer einen der Teilnehmer umgebracht hat. Der Name des Toten wird auch relativ spät bekanntgegeben. Da Doro vom Informationsstand ein bisschen hinter dem Leser/der Leserin, hinterherhinkt, fand ich diese Kapitel teilweise zäh. Es hat mich auch nicht besonders angesprochen, dass Jonas sich in einer Lebenskrise befindet. Er nutzt die Auszeit, um mit sich ins Reine zu kommen. Großartig fand ich die Figuren. Fast jede einzelne wird von mehreren Seiten beleuchtet. Mal aus Elsis Sicht, mal aus Sicht ihres Enkels, mal von Fritzie oder halt aus Sicht von Doro, die die meisten dieser Leute im Nachhinein befragt. Die Truppe bestand aus einem bunt gemischten Haufen im Alter von 17 bis 63. Jede Figur wurde sehr gut in Szene gesetzt. Bei Elsie wurde mir allerdings ein paarmal zu oft betont, wie fit sie noch für ihr Alter ist. Mit Mitte sechzig kann man durchaus körperlich noch sehr fit sein.
Das Ende hielt dann noch einige Überraschungen bereit. Die letzten hundert Seiten konnte ich einfach nicht mehr aufhören zu lesen.

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Veröffentlicht am 23.12.2025

Gute Ansätze

Schluss mit dem täglichen Weltuntergang
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Es ist schon traurig, dass wir in der heutigen Zeit solche Bücher benötigen, denn es müsste doch jedem intelligenten Menschen klar sein, was beim Medienkonsum und dem Umgang mit Smartphone, PC etc. falsch ...

Es ist schon traurig, dass wir in der heutigen Zeit solche Bücher benötigen, denn es müsste doch jedem intelligenten Menschen klar sein, was beim Medienkonsum und dem Umgang mit Smartphone, PC etc. falsch läuft. Es ist schwierig sein eigenes Verhalten zu ändern und dennoch sollte man es von Zeit zu Zeit kritisch hinterfragen. Dazu gibt es hier ein paar gute Vorschläge.

Ich selber gehe sehr achtsam mit Medienkonsum um, habe kein Handy und doch lass ich mich, durch das Internet oft ablenken. Allerdings kann Internetrecherche, wenn sie gezielt durchgeführt wird, auch sehr bereichernd sein. Dennoch bin ich der Autorin unglaublich dankbar, dass sie unserer Gesellschaft den Spiegel vorhält. Nach den ersten Kapiteln wird es mir allerdings zu einseitig. Es geht ständig um Perspective Daily und es hört sich für mich nach Werbung an.

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Veröffentlicht am 23.12.2025

Interessantes Thema

Die Lebenden und die Toten
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Natürlich bin ich der Meinung, dass Nele Neuhaus zur Elite der Deutschen Krimiautoren gehört. In diesem Buch habe ich aber einige Passagen übersprungen. Besonders die immer wiederkehrende Schilderung der ...

Natürlich bin ich der Meinung, dass Nele Neuhaus zur Elite der Deutschen Krimiautoren gehört. In diesem Buch habe ich aber einige Passagen übersprungen. Besonders die immer wiederkehrende Schilderung der familiären Situation sowohl von Pia Kirchhoff als auch von Oliver von Bodenstein haben mich zeitweise genervt. Ich fand es auch absolut unglaubwürdig, dass Pia sich gegen den Urlaub auf den Galapagos-Inseln mit ihrem frisch angetrauten Ehemann entscheidet. Und seine Reaktion, dass er quasi noch nicht mal enttäuscht ist, fand ich noch befremdlicher. Aber wäre Pia in Urlaub gefahren, hätte die Geschichte ja nicht funktioniert. Das sind aber Nebensächlichkeiten. Das Organspende-Thema fand ich sehr gut aufgeschlüsselt und eine tolle Grundlage für diesen Thriller. Die Argumente dafür und dagegen wurden ja sehr plausibel dargelegt.
Die Serienmorde haben das Buch natürlich sehr spannend gemacht und auch das Ende kam relativ überraschend.

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