Medizin für miese Männer
Die versteckte ApothekeVielfach hier auf Bookstagram gesehen, haben mich gleich Cover und Titel angesprochen. Einen Roman über eine Apotheke habe ich zwar schon einmal gelesen, aber diese hier hat sich nicht auf Heilmittel spezialisiert, ...
Vielfach hier auf Bookstagram gesehen, haben mich gleich Cover und Titel angesprochen. Einen Roman über eine Apotheke habe ich zwar schon einmal gelesen, aber diese hier hat sich nicht auf Heilmittel spezialisiert, sondern auf die Mordwaffe der Frauen: Gift.
Außerdem geht es noch ein bisschen um‘s Mudlarking. Dabei wird an der Themse nach angespülten Schätzen aus vergangenen Zeiten gesucht und ich liebe es, mir Videos davon auf Youtube anzusehen(Tipp: Nicola White Mudlark Tidelineart).
Und damit auf in das Lesevergnügen!
Für Caroline wird die geplante Hochzeitstagsreise nach London zu einem Selbstfindungstrip, nachdem sie hinter die Affäre ihres Mannes gekommen ist. Beim Mudlarking entdeckt sie dann ein kleines Fläschchen mit Gravur. Das entfacht Carolines alte Leidenschaft für Geschichte und so beginnt sie über die Herkunft des Fläschchens zu recherchieren.
1792: Nach mehreren Schicksalsschlägen und vom Leben enttäuscht, führt Nella im geheimen eine Giftapotheke. Hier können sich betrogene und misshandelte Frauen ein passendes Elixier besorgen, um sich der verhassten Männer zu entledigen. Doch dann bringt die junge Eliza Nellas Leben durcheinander und alles droht aufzufliegen.
Grundsätzlich hat mich die Geschichte gut unterhalten. Der Einblick in die Heil- und Giftkunde einer Apotheke im späten 18. Jhd. war das Highlight für mich. Auch der leichte Hauch von Spiritualismus hat mir sehr gefallen, besonders weil dieser Teil die Geschichte um Eliza und Nella zu einem harmonischen Ende mit kleinem Fragezeichen geführt hat.
Auf Carolines Ehedrama hätte ich verzichten können, aber immerhin hat sich die Autorin hier eine nette Überleitung zum Thema Vergiften einfallen lassen und die Gegenwart ist bei solchen Romanen sowieso meist der schwächere Part.
Mehr hat mich hingegen die berühmte Romanlogik genervt. Ich weiß nicht, bei manchen Roman nervt es mich mehr als bei anderen. Angefangen bei utopisch gut erhaltenen historischen….Fundstücken, bis hin zur hirnrissigen Fahrlässigkeit der Apothekerin. Ich will ja nicht zu viel verraten, aber das waren zwei Punkte die mich gestört haben.
Deswegen gibt es von mir einen Stern Abzug und somit 4 Sterne für ein sehr lesenswertes Buch.