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Veröffentlicht am 11.09.2020

Die Chroniken von Alice - Christina Henry

Die Chroniken von Alice - Finsternis im Wunderland
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Meine Meinung:

Wer hier eine wunderschöne Alice-Geschichte erwartet, ist bei diesem Buch auf jeden Fall an der falschen Stelle. Das Cover und der Klappentext lassen es zwar nicht ganz vermuten, aber hier ...

Meine Meinung:

Wer hier eine wunderschöne Alice-Geschichte erwartet, ist bei diesem Buch auf jeden Fall an der falschen Stelle. Das Cover und der Klappentext lassen es zwar nicht ganz vermuten, aber hier geht es ordentlich blutig und düster zur Sache. Das Cover, sowie den Buchschnitt finde ich im Übrigen sehr gelungen und finde es klasse, dass die Cover aus dem Englischen übernommen wurden. So oder so habe ich schon die englischen Bücher immer im Auge gehabt und freue mich, dass sie nun übersetzt werden.

Wie gesagt geht es hier eher anders als erwartet in dem Buch zu. Man sollte kein Problem mit Thrillern haben, denn mit einer super schönen Fantasygeschichte hat das Ganze hier nichts zu tun. Das Märchen 'Alice im Wunderland' dient in diesem Buch nur als Grundlage. Wir treffen hier zwar auf Alice, die auch die typischen Charaktereigenschaften hat, aber wir finden uns in einer komplett anderen Umgebung wieder. Und zwar in einem Hospital, aus dem Alice mit einem Bekannten ausbricht. Auch im weiteren Verlauf der Geschichte treffen wir auf andere Charaktere aus dem Wunderland, welche aber kaum etwas mit denen aus dem Märchen zu tun haben.

Alice und Hatcher bestreiten in dem Buch nun also gemeinsam eine abenteuerliche Flucht mit einigen Kämpfen, die sehr actionreich sind. Ich mochte es wie Alice dargestellt ist. Das Buch ist aus ihrer Sicht geschrieben und wirkt deshalb manchmal sehr kindlich, aber da sie quasi ihrer Kindheit beraubt wurde finde ich das gar nicht schlimm. Zudem merkt man eine deutliche Entwicklung ihres Charakters. Hatcher hingegen ist meiner Meinung nach sehr oberflächlich, sowie eher alle anderen auch und hätte ein bisschen mehr Pepp vertragen können.


Fazit:

Mich hat im großen und ganzen die Geschichte super gut unterhalten. Trotzdem muss nochmal betont werden, dass man auch auf düstere Geschichten stehen sollte damit einem das Buch gefällt.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.09.2020

Raum der Angst - Marc Meller

Raum der Angst
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Meine Meinung:

Endlich habe ich mich mal an einen Thriller getraut, auf dessen Cover nicht Fitzek steht und ich habe es wirklich nicht bereut! Dieses Buch war so unglaublich spannend, dass ich es kaum ...

Meine Meinung:

Endlich habe ich mich mal an einen Thriller getraut, auf dessen Cover nicht Fitzek steht und ich habe es wirklich nicht bereut! Dieses Buch war so unglaublich spannend, dass ich es kaum aus der Hand legen konnte. Ich habe vor Kurzem meine liebe zu Escape Rooms entdeckt und als ich gesehen habe, dass es zu diesem Thema ein Buch geben wird, war ich Feuer und Flamme. Ich war gespannt wie der Autor dieses Thema umsetzen wird.

Zu Anfang war ich etwas verwirrt, da die Kapitel aus verschiedenen Sichten geschrieben sind und man die Personen alle erstmal zuordnen muss. Aber sobald man dies durchblickt hat, steckt man mittendrin. Ich war selten so gefesselt von einem Buch!

Ein Wissenschaftler hat ein Experiment mit 7 Probanden geplant. Diese sieben Leute werden dann allerdings entführt und finden sich in einem Escape Room wieder. Nun müssen sie nach und nach die Rätsel der verschiedenen Räume lösen. Dass hier nicht alles ganz glücklich abläuft kann man sich ja denken. Zum Anderen lesen wir den Handlungsstrang aus Sicht der Ermittler, die die vermissten Leute finden wollen.

Ich mochte es was für Charakterzüge die verschiedenen Protagonisten hatten. Ganz besonders Alexander hat es mir angetan. Es ist für mich immer wieder faszinierend wie ein Autor es schafft den Leser so in den Kopf von Psychopathen, wie Mörder etc., schauen zu lassen. Meiner Meinung nach muss hier auch viel Recherche hinter stecken wenn man nicht gerade selbst als Autor psychisch instabil ist.

Wie gesagt hatte ich anfangs kurz Probleme alle Namen zuzuordnen. Das hat man aber schnell drauf. Ganz besonders spannend fand ich auch den Handlungsstrang von Hannah, die sich ohne Erinnerungen in der Gruppe der Rätsellöser wiederfindet. Ich fand es klasse, dass man die Räume so detailliert beschrieben bekommen hat, sodass man etwas miträtseln konnte und selbst immer auf Spannung war was als nächstes passiert. Mich hat es etwas schockiert wie die Entführten manchmal auf einige Dinge, die dort passieren, reagiert haben. Aber vielleicht handelt man so wenn man ums Überleben kämpft? Ich weiß es nicht.

Auf jeden Fall konnte mich das Buch von vorne bis hinten packen. Es war actionreich, mehr als spannend und das Thema hat genau meinen Geschmack getroffen. Die Auflösung des Falles lässt darauf hoffen, dass hier noch ein weiteres Buch erscheint. Ich hoffe es!


Fazit:

Ich würde mal behaupten, dass ich hier ein Jahreshighlight gelesen habe! Ich habe bisher kaum ein Buch gelesen, welches mich so in seinen Bann gezogen hat. Spannung und Action pur!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.09.2020

Dreams of Yesterday - L. H. Cosway

Dreams of Yesterday
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Meine Meinung:

Ich wollte das Buch wirklich mögen, denn der Klappentext hat sich wirklich vielversprechend angehört und das Cover ist ja so oder so ein Traum. Da brauchen wir gar nicht weiter drüber sprechen. ...

Meine Meinung:

Ich wollte das Buch wirklich mögen, denn der Klappentext hat sich wirklich vielversprechend angehört und das Cover ist ja so oder so ein Traum. Da brauchen wir gar nicht weiter drüber sprechen. Aber ich muss ja wirklich mal sagen, dass der Klappentext einfach eine Lüge beinhaltet. In dem Buch geht es nicht um den Traum der Protagonistin Evelyn, sondern um den des Protagonisten Dylan.

Und auch die New York Sache, die angeteasert wird, ist eher Nebensache. Das Buch ist meiner Meinung nach leider eine komplette Einleitung. Es passiert nämlich nicht ansatzweise viel. Man lernt quasi nur die Charaktere kennen und wie diese so in Dublin leben. Wie sie zur Schule gehen und was sie nebenberuflich machen. Es gibt keine Spannung und keine anderen Dinge, bei denen ich sage: Wow. Auch die erotischen Szenen fand ich echt schlecht umgesetzt und musste eher lachen und mit dem Kopf schütteln als voll mitzufiebern. So soll das eigentlich nicht sein.

Auch die Kennlernstory der Protagonisten finde ich etwas merkwürdig und auch geht mir das etwas zu schnell mit den Beiden. Insgesamt verstehe ich stellenweise überhaupt nicht wieso sie so handeln wie sie handeln. Wer zur Hölle geht mit demjenigen aus, der meine beste Freundin ins Gesicht schlägt? Kann ich absolut nicht nachvollziehen. Dieser Mensch wäre bei mir unten durch. Und das ist nur ein Beispiel. Ich finde die Autorin hat manche Dinge irgendwie nicht bis zum Schluss gedacht. Das gesamte Buch war irgendwie nichts Rundes.

Die Story nimmt leider erst zum Ende hin Fahrt auf. Und ich rede da tatsächlich von den letzten beiden Kapiteln. Vorher plänkelt die Geschichte nur so vor sich hin.


Fazit:

Oberflächliche Charaktere, langweilige Handlung, null Spannung! Und meiner Meinung nach täuscht der Klappentext total.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.08.2020

Die 13 1/2 Leben des Käpt'n Blaubär - Walter Moers

Die 13 1/2 Leben des Käpt'n Blaubär
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Meine Meinung:

Bisher hatte ich von Walter Moers nur die Stadt der träumenden Bücher als Comic gelesen und das fand ich ja herausragend! Ich mochte die Weltenbildung von dem Autor sehr. Und da ich Käpt'n ...

Meine Meinung:

Bisher hatte ich von Walter Moers nur die Stadt der träumenden Bücher als Comic gelesen und das fand ich ja herausragend! Ich mochte die Weltenbildung von dem Autor sehr. Und da ich Käpt'n Blaubär aus Kindheitstagen auch sehr mag, hab ich gedacht, dass ich mit dem Buch nicht viel falsch machen kann.

Aber dann bin ich über den Schreibstil des Autors gestolpert. Ich kam leider überhaupt nicht mit ihm zurecht. Ich mochte es überhaupt nicht, dass das ganze Buch so unglaublich viele Aufzählungen enthält. Teilweise sind diese seitenlang. Mich hat das zwischenzeitig leider sehr gelangweilt und so war ich dann oft mit meinen Gedanken nicht mehr bei der Geschichte. Manchmal passierte auch irgendwie zwischen den ganzen Aufzählungen in einem Leben so wenig, dass ich mich gefreut habe wenn dann mal wieder ein neues Leben anfing. Ich hab da irgendwie mehr erwartet.

Wovon ich allerdings nicht enttäuscht wurde war tatsächlich wieder die Weltenbildung. Wie kann ein Autor sich eine so komplexe Welt ausdenken? Er muss ja eine sehr blühende Fantasie haben. Da kann man ja fast neidisch werden. Spannend fand ich, welche Wesen neben Blaubär dort leben und was diese für Charaktereigenschaften haben. Manche sind erschreckend, manche niedlich und manche einfach nur atemberaubend. Toll fand ich es auch, dass es zu ihnen immer Lexikoneinträge zwischendrin gab, bei denen man viel über sie lernen konnte.

Zudem ist das Buch natürlich super schön illustriert. Die Illustrationen haben die fantasische Welt nochmal mehr Leben verliehen. Ich hab mir sie unglaublich gerne angeschaut und das waren wirklich die Highlights in dem Buch. Für mich gab es also viele Längen, aber auch tolle Abschnitte in dem Buch, weswegen man es letztendlich doch nicht aus der Hand legen kann. Käüt'n Blaubär hat auf jeden Fall so viel wie kein anderer in diesem Buch erlebt und es hat Spaß gemacht mit ihm auf die Reise zu gehen.


Fazit:

Ich kam mit dem Schreibstil leider nicht wirklich klar, sodass mir zwischenzeitig immer mal langweilig wurde. Im Gegensatz dazu haut mich aber diese fantastische Welt einfach nur um und man kann gar nicht genug von der Fantasie des Autors bekommen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.08.2020

Kann man da noch was machen? - Laura Gehlhaar

Kann man da noch was machen?
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Meine Meinung:

Da ich keine Berührungspunkte zu behinderten Menschen habe bzw. auch nicht zu jemandem im Rollstuhl, habe ich gedacht, dass ich mich mit diesem Buch mal ein bisschen in die Welt eines Rollstuhlfahrers ...

Meine Meinung:

Da ich keine Berührungspunkte zu behinderten Menschen habe bzw. auch nicht zu jemandem im Rollstuhl, habe ich gedacht, dass ich mich mit diesem Buch mal ein bisschen in die Welt eines Rollstuhlfahrers hinein begeben möchte. Immerhin kann ich bisher nicht nachvollziehen wie diese manche Situationen bewältigen. Ich habe mir hier erhofft zu erfahren wie deren Alltag aussieht und wie Außenstehende mit Rollstuhlfahrern am besten umgehen sollten.

Allerdings lässt mich das Buch etwas zwiegespalten zurück. Zum einen fand ich es großartig wie Laura uns in ihrem Buch ein Einblick in ihr Leben gibt. Wir lesen über schwierige Alltagssituationen, ihr Liebesleben, ihre Familie und Freunde. Sie zeigt, dass auch sie ein ganz normaler Mensch ist, der den Großteil aller Dinge selbstständig erledigen kann. Nur, dass sie dabei eben nicht geht, sondern fährt. Es gab Schilderungen von Situationen in dem Buch, die mich wirklich haben sprachlos werden lassen. Traurig wie viele Menschen mit Behinderten umgehen. Die Autorin weist in dem Buch deutlich daraufhin, dass es politisch gesehen behinderte Menschen einfach schwieriger haben. Zum Beispiel werden viele von ihnen einfach in ein Heim geschickt, bei dem sie tagtäglich den gleichen Ablauf haben und nie genug Geld verdienen würden um sich wenigstens halbwegs ein eigenes selbstständiges Leben aufbauen zu können. Manche Dinge machen hier wirklich sehr nachdenklich.

Andererseits muss ich sagen, dass die Autorin mich innerhalb einiger Kapitel allerdings sehr unsicher gemacht hat. Wie soll ich denn nun mit Rollstuhlfahrern in Zukunft umgehen. Sie macht hier viele Vorwürfe, aber zeigt meiner Meinung nach nicht richtig auf wie wir es besser machen können. Sie erzählt welche Sätze sie ständig zu hören bekommt, welche verschiedenen Blicke ihr zugeworfen werden. Und irgendwie findet sie alles nicht in Ordnung. Welche Fragen darf man denn nun stellen? Und wie soll man jemanden im Rollstuhl denn anschauen? Mich hat es teilweise so verunsichert, dass ich nach dem Lesen des Buches gar nicht mehr wirklich weiß wie ich mich verhalten müsste. Ich finde es sehr traurig, dass Laura hier so viel über nicht Rollstuhlfahrer herzieht. Wenn man keine Berührungspunkte hat, wie soll man dann wissen wie man sich verhalten soll? Zum Beispiel sagt sie auch, dass sie keine Lust mehr auf Fragen von ‚nervigen‘ Kindern hat. Aber ja, auch ich würde meinen Kindern sagen, dass sie den Rollstuhlfahrer bitte selbstständig fragen sollen. Ich kann diese doch nicht richtig beantworten. Also wie gesagt, mich lässt das Buch irgendwie ein bisschen unzufrieden zurück.

Fazit:

Zum einen wirklich lehrreich, zum anderen bleibt für mich allerdings die Frage offen: „Wie verhalte ich mich denn nun in Zukunft in Gegenwart eines Rollstuhlfahrers?“

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere